11 Unterstützer*innen unterhalten sich über Petitionen im Zusammenhang mit Behinderung!
„Wir Schulbegleiter sind Multitasking-Genies: Pädagoge, Pfleger, Mutmacher und Fels in der Brandung in einer Person. Aber selbst wir können nicht zaubern, wenn uns die Politik den Hahn abdreht.
Es geht hier nicht um Luxus, sondern um das absolute Minimum, damit diese Kinder überhaupt am Leben teilhaben können. Ohne uns gibt es keine Schulpflicht-Erfüllung für schwerstbehinderte Kinder. Kürzungen in diesem Bereich sind kein Sparplan, sondern ein Armutszeugnis für die Politik. Unterschrieben mit vollem Herzen!“
Ich begleite diese Kinder als „Malteser-Fahrer“ und bewundere die Angehörigen, wie diese die täglichen Herausforderungen meistern. Ohne die Schulbegleitung könnten sich die Kinder nicht so wunderbar entwickeln und eine Chance bekommen, an „normalen“ Leben teilzuhaben.
Meine Schwester hat vor zwei Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall ihr Bein vollständig verloren. Sie trägt eine Prothese und hat sich mit enormer Kraft und Disziplin zurück ins Leben gekämpft. Seit etwa einem halben Jahr kann sie wieder Auto fahren – ein Automatikfahrzeug, sicher und selbstständig.
Was ihr jedoch bis heute verwehrt bleibt, ist ein Behindertenparkplatz. Obwohl sie im Alltag massiv eingeschränkt ist, bekommt sie keinen entsprechenden Parkausweis. Die Folgen sind konkret und belastend: Nach dem Einkaufen wird sie regelmäßig so zugeparkt, dass sie ihre Autotür nicht mehr öffnen kann. Mit Prothese braucht sie schlicht mehr Platz zum Ein- und Aussteigen – etwas, das auf normalen Parkplätzen nicht gegeben ist.
Oft bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu warten, bis der andere Fahrer zurückkommt, oder im Geschäft darum zu bitten, den Fahrzeughalter ausrufen zu lassen. Das ist entwürdigend und vermeidbar. Selbst wenn sie noch so umsichtig parkt, kann sie nicht beeinflussen, wie nah andere ihr Auto abstellen.
Beinamputierte Menschen haben reale, tägliche Einschränkungen. Ein Behindertenparkplatz ist kein Privileg, sondern eine notwendige Voraussetzung für selbstständige Teilhabe am öffentlichen Leben.
Ich bin froh, dass ich durch das persönliche Budget jetzt selbstbestimmter bin und möchte auch langfristig mit 24 Stunden Assistenz Leben und bin aufgrund meine Behinderung auf Assistenz angewiesen und was die Davor haben, ist für mich ein Verstoß gegen die Menschenrechte
Ich arbeite als Pflegeassistentin im 24-h-Dienst und bin froh und dankbar, dass ich meinen Teil zu einem selbstbestimmten Leben beitragen darf.
Menschenrechte sind nicht verhandelbar!!!
Ich finde es unverschämt, dass Regierende ständig an der Kostenschraube drehen, wenn es um Menschen geht, um Soziales.
Anstatt die Wirtschaft vor den Mensch zu stellen, sollten Politiker die Vermögenssteuer wieder einführen und die vielen Schlupflöcher für Konzerne und die Superreichen stopfen!!!
Wenn alle prozentual die selben Beiträge in EINE Krankenkasse zahlen müssten, was leider nicht der Fall ist...
...dann wäre genügend Geld vorhanden, um die Pflege zu finanzieren und allen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, auch mit Krankheit, Beeinträchtigung oder im Alter.
Nur mit Hilfe des Persönlichen Budgets ist es für meinen Sohn möglich, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es ist großartig zu sehen, wie ihm das mit Hilfe seines Assistenzteams gelingt. Ich fordere Politik, Verwaltung und Gesellschaft auf, sich weiterhin uneingeschränkt zur UN-BRK zu bekennen und das Recht auf Teilhabe wirksam umzusetzen.
💛 Unsere Kinder brauchen Geborgenheit, Zeit und gute Betreuung – keine Sparpolitik!
📚 Frühkindliche Bildung ist keine Ausgabe, sondern das Fundament unserer Zukunft.
🌱 Kinder brauchen Sicherheit, Zuwendung und Förderung – nicht weniger davon!
💔 Wer bei den Kleinsten spart, verliert das Wertvollste, was wir haben.
Seit meine Enkelin an Zöliakie erkrankt ist, weiss ich wie schwierig es ist, in Deutschland unterwegs glutenfreies Essen zu bekommen. Was in anderen europäischen Ländern selbstverständlich ist, sollte doch auch bei uns möglich sein.
Ich bin selbst von ME/CFS betroffen – und es ist kaum in Worte zu fassen, wie schwer dieses Leben mit der Krankheit ist. Jeder Tag ist ein Kampf – nicht nur gegen die Symptome, sondern auch gegen ein Gesundheitssystem, das uns im Stich lässt.
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Viele von uns sind dauerhaft erschöpft, bettlägerig, reizüberempfindlich, können kaum noch am Leben teilnehmen. Bereits kleine Belastungen – körperlich, geistig oder emotional – führen zu einer drastischen Verschlechterung des Zustands. Diese Belastungsintoleranz macht selbst alltägliche Dinge wie Essen im Familienkreis oder ein Gespräch unmöglich.
Gleichzeitig sind wir gezwungen, uns ständig zu rechtfertigen – gegenüber Behörden, Ärztinnen, Gutachterinnen. Wir kämpfen um Anerkennung, um Rente, werden in Reha-Maßnahmen gedrängt, die uns massiv schaden. Und genau dieser permanente Druck, diese Unsicherheit und Ignoranz – machen viele von uns zusätzlich krank. Manche verlieren daran sogar ihr Leben.
ME/CFS ist keine Depression. Es ist keine reine „psychische“ Erkrankung. Dennoch können bei manchen von uns Ansätze helfen, die das überlastete Nervensystem gezielt regulieren – wie z. B. somatische Techniken oder achtsamkeitsbasierte Methoden. Aber diese können nur helfen, wenn die Krankheit zuvor ernst genommen, richtig eingeordnet und nicht fälschlich als „alles nur Einbildung“ abgetan wird.
Wir brauchen endlich fundiertes Wissen im Gesundheitswesen, verpflichtende ärztliche Fortbildungen, bessere Forschung und echte strukturelle Hilfe. Denn niemand sollte mit dieser Krankheit allein gelassen werden – und schon gar nicht durch das System zusätzlich leiden.