

Pflege geht uns alle an - Gemeinsam für Menschlichkeit statt Kürzungen!
Das Problem
Wir, die Kirchliche Sozialstation Hockenheim, fordern von der Bundesregierung: „Pflegereform stoppen- Keine Sparpolitik auf dem Rücken pflegender Angehöriger“, weil die geplante Pflegereform weitreichende Folgen für pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen, Kinder mit Behinderung, sowie soziale Einrichtungen haben wird.
Mit großer Sorge verfolgen wir die geplanten Änderungen der Pflegereform. Die derzeit diskutierten Maßnahmen sehen unter anderem Einschränkungen bei wichtigen Unterstützungsleistungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen vor.
Dazu gehören Kürzungen und Einschränkungen bei der Verhinderungspflege, der Entlastungsleistungen, sowie Veränderungen, die viele Familien finanziell und organisatorisch erheblich belasten würden. Auch die Rentenansprüche pflegender Angehöriger stehen zur Diskussion.
Der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz sieht unter anderem vor, die Verhinderungspflege in ein sogenanntes Überbrückungsbudget umzuwandeln. Dadurch würde die heute bestehende, flexibel planbare Entlastung für pflegende Angehörige weitgehend entfallen. Gleichzeitig sollen der Entlastungsbetrag für Pflegegrad 1 gestrichen, Leistungen in den ersten Monaten einer Pflegebedürftigkeit gekürzt, Rentenansprüche pflegender Angehöriger reduziert und die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Pflegegrades verschärft werden. Auch die Flexirente für pflegende Angehörige soll entfallen.
Diese Änderungen treffen nicht nur Paragraphen-sie treffen Menschen. Sie treffen Familien, die jeden Tag ihr Bestes geben. Sie treffen Kinder, ältere Menschen und Angehörige, die bereits heute an ihre Belastungsgrenzen kommen.
Besonders betroffen wären Familien, die auf Leistungen nach §45a und §45b SGB XI angewiesen sind. Über diese Leistungen werden Angebote zur Unterstützung im Alltag, Betreuungsgruppen, Hauswirtschaftshilfen und Entlastungsangebote finanziert. Genau diese Hilfen ermöglichen vielen Familien erst ein selbstbestimmtes Leben.
Als kirchliche Sozialstation Hockenheim erleben wir jeden Tag, welche Bedeutung diese Unterstützung hat.
Unsere Demenzwohngemeinschaft ist weit mehr als eine Pflegeeinrichtung. Sie ist ein Zuhause. Unsere Mieterinnen und Mieter haben ihre persönlichen Möbel, Erinnerungsstücke, Bilder und liebgewonnenen Gegenstände mitgebracht.
Sie wohnen nicht in einer Einrichtung- sie leben in ihrem eigenen Zuhause. Unsere Pflege- und Betreuungskräfte sind dort nicht einfach Mitarbeiter. Sie begleiten die Menschen mit Respekt, Wärme und Herz und unterstützen sie dabei, ihr Leben in ihrer vertrauten Umgebung so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Doch auch die Angehörigen sind auf Unterstützung angewiesen. Sie vertrauen darauf, dass ihre Eltern, Partner oder Familienmitglieder gut aufgehoben sind. Werden Pflegeleistungen gekürzt oder steigen die Eigenanteile weiter an, geraten viele Familien zusätzlich unter finanziellen und emotionalen Druck. Für manche wird es immer schwieriger, die notwendige Betreuung überhaupt noch finanzieren zu können.
Ebenso wertvoll ist unsere Bewegungsgruppe, die direkt in unserer Wohnungsgemeinschaft stattfindet. Für viele Bewohner ist sie einer der schönsten Momente der Woche. Bewegung fördert nachweislich Mobilität, Gleichgewicht und geistige Aktivität-gerade bei Menschen mit Demenz. Doch diese Gruppe ist viel mehr als Gymnastik. Sie bedeutet Begegnung, Lachen, gemeinsame Erlebnisse und das Gefühl, dazuzugehören. Sie schenkt Lebensfreude, stärkt das Selbstwertgefühl und durchbricht die Einsamkeit. Für viele dieser Gruppe ist diese gemeinsame Zeit ein besonderes Geschenk.
Würden solche Angebote wegfallen, würden sie weit mehr verlieren als nur eine Stunde angeleitete Übungen. Sie würden ein Stück Lebensqualität und Gemeinschaft verlieren.
Auch unsere Demenz- Cafés schaffen ein Ort der Begegnung, sie entlasten Angehörige und geben den Betroffenen das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Ein weiteres Herzprojekt ist unsere Betreuungsgruppe Garten. Sie wurde speziell für Kinder mit Autismus, ADHS und anderen neurodivergenten Besonderheiten entwickelt. Hier finden Kinder einen geschützten Raum, in dem sie soziale Kontakte knüpfen, Selbstvertrauen entwickeln und ihre Persönlichkeit entfalten können. Gleichzeitig erhalten Eltern dringend benötigte Entlastung und das gute Gefühl, mit ihren Sorgen nicht allein zu sein.
Ein weiterer Punkt ist, dass selbst Tariflöhne in Frage gestellt werden. Ein Schlag ins Gesicht für alle Pflegekräfte, die zu Coronazeiten noch beklatscht wurden. Wir leisten tagtäglich Arbeit mit hoher Verantwortung, sind an Wochenenden und Feiertagen im Schichtdienst im Einsatz. Dass nun behauptet wird, dass die Pflegekräfte übertariflich bezahlt werden, entspricht überhaupt nicht der Realität.
Wir fordern deshalb, die geplante neue Pflegereform anzupassen. Die Reform muss die Menschen stärken, die unser Pflegesystem Tag für Tag tragen. Pflege ist keine Ausgabe. Pflege ist Verantwortung. Pflege ist Menschlichkeit!
Pflege geht uns alle an!
Wir bitten von Herzen: Unterstützen Sie diese Petition. Jede Unterschrift ist ein Zeichen der Solidarität mit pflegebedürftigen Menschen, ihren Angehörigen, unseren Kindern und allen Pflegekräften, die sich jeden Tag mit Herz, Kompetenz und Menschlichkeit für andere einsetzen.
Pflege mit Herz braucht Zukunft. Keine Kürzungen auf dem Rücken der Schwächsten. Gemeinsam können wir was bewegen!

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Das Problem
Wir, die Kirchliche Sozialstation Hockenheim, fordern von der Bundesregierung: „Pflegereform stoppen- Keine Sparpolitik auf dem Rücken pflegender Angehöriger“, weil die geplante Pflegereform weitreichende Folgen für pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen, Kinder mit Behinderung, sowie soziale Einrichtungen haben wird.
Mit großer Sorge verfolgen wir die geplanten Änderungen der Pflegereform. Die derzeit diskutierten Maßnahmen sehen unter anderem Einschränkungen bei wichtigen Unterstützungsleistungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen vor.
Dazu gehören Kürzungen und Einschränkungen bei der Verhinderungspflege, der Entlastungsleistungen, sowie Veränderungen, die viele Familien finanziell und organisatorisch erheblich belasten würden. Auch die Rentenansprüche pflegender Angehöriger stehen zur Diskussion.
Der Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz sieht unter anderem vor, die Verhinderungspflege in ein sogenanntes Überbrückungsbudget umzuwandeln. Dadurch würde die heute bestehende, flexibel planbare Entlastung für pflegende Angehörige weitgehend entfallen. Gleichzeitig sollen der Entlastungsbetrag für Pflegegrad 1 gestrichen, Leistungen in den ersten Monaten einer Pflegebedürftigkeit gekürzt, Rentenansprüche pflegender Angehöriger reduziert und die Voraussetzungen für die Anerkennung eines Pflegegrades verschärft werden. Auch die Flexirente für pflegende Angehörige soll entfallen.
Diese Änderungen treffen nicht nur Paragraphen-sie treffen Menschen. Sie treffen Familien, die jeden Tag ihr Bestes geben. Sie treffen Kinder, ältere Menschen und Angehörige, die bereits heute an ihre Belastungsgrenzen kommen.
Besonders betroffen wären Familien, die auf Leistungen nach §45a und §45b SGB XI angewiesen sind. Über diese Leistungen werden Angebote zur Unterstützung im Alltag, Betreuungsgruppen, Hauswirtschaftshilfen und Entlastungsangebote finanziert. Genau diese Hilfen ermöglichen vielen Familien erst ein selbstbestimmtes Leben.
Als kirchliche Sozialstation Hockenheim erleben wir jeden Tag, welche Bedeutung diese Unterstützung hat.
Unsere Demenzwohngemeinschaft ist weit mehr als eine Pflegeeinrichtung. Sie ist ein Zuhause. Unsere Mieterinnen und Mieter haben ihre persönlichen Möbel, Erinnerungsstücke, Bilder und liebgewonnenen Gegenstände mitgebracht.
Sie wohnen nicht in einer Einrichtung- sie leben in ihrem eigenen Zuhause. Unsere Pflege- und Betreuungskräfte sind dort nicht einfach Mitarbeiter. Sie begleiten die Menschen mit Respekt, Wärme und Herz und unterstützen sie dabei, ihr Leben in ihrer vertrauten Umgebung so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.
Doch auch die Angehörigen sind auf Unterstützung angewiesen. Sie vertrauen darauf, dass ihre Eltern, Partner oder Familienmitglieder gut aufgehoben sind. Werden Pflegeleistungen gekürzt oder steigen die Eigenanteile weiter an, geraten viele Familien zusätzlich unter finanziellen und emotionalen Druck. Für manche wird es immer schwieriger, die notwendige Betreuung überhaupt noch finanzieren zu können.
Ebenso wertvoll ist unsere Bewegungsgruppe, die direkt in unserer Wohnungsgemeinschaft stattfindet. Für viele Bewohner ist sie einer der schönsten Momente der Woche. Bewegung fördert nachweislich Mobilität, Gleichgewicht und geistige Aktivität-gerade bei Menschen mit Demenz. Doch diese Gruppe ist viel mehr als Gymnastik. Sie bedeutet Begegnung, Lachen, gemeinsame Erlebnisse und das Gefühl, dazuzugehören. Sie schenkt Lebensfreude, stärkt das Selbstwertgefühl und durchbricht die Einsamkeit. Für viele dieser Gruppe ist diese gemeinsame Zeit ein besonderes Geschenk.
Würden solche Angebote wegfallen, würden sie weit mehr verlieren als nur eine Stunde angeleitete Übungen. Sie würden ein Stück Lebensqualität und Gemeinschaft verlieren.
Auch unsere Demenz- Cafés schaffen ein Ort der Begegnung, sie entlasten Angehörige und geben den Betroffenen das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Ein weiteres Herzprojekt ist unsere Betreuungsgruppe Garten. Sie wurde speziell für Kinder mit Autismus, ADHS und anderen neurodivergenten Besonderheiten entwickelt. Hier finden Kinder einen geschützten Raum, in dem sie soziale Kontakte knüpfen, Selbstvertrauen entwickeln und ihre Persönlichkeit entfalten können. Gleichzeitig erhalten Eltern dringend benötigte Entlastung und das gute Gefühl, mit ihren Sorgen nicht allein zu sein.
Ein weiterer Punkt ist, dass selbst Tariflöhne in Frage gestellt werden. Ein Schlag ins Gesicht für alle Pflegekräfte, die zu Coronazeiten noch beklatscht wurden. Wir leisten tagtäglich Arbeit mit hoher Verantwortung, sind an Wochenenden und Feiertagen im Schichtdienst im Einsatz. Dass nun behauptet wird, dass die Pflegekräfte übertariflich bezahlt werden, entspricht überhaupt nicht der Realität.
Wir fordern deshalb, die geplante neue Pflegereform anzupassen. Die Reform muss die Menschen stärken, die unser Pflegesystem Tag für Tag tragen. Pflege ist keine Ausgabe. Pflege ist Verantwortung. Pflege ist Menschlichkeit!
Pflege geht uns alle an!
Wir bitten von Herzen: Unterstützen Sie diese Petition. Jede Unterschrift ist ein Zeichen der Solidarität mit pflegebedürftigen Menschen, ihren Angehörigen, unseren Kindern und allen Pflegekräften, die sich jeden Tag mit Herz, Kompetenz und Menschlichkeit für andere einsetzen.
Pflege mit Herz braucht Zukunft. Keine Kürzungen auf dem Rücken der Schwächsten. Gemeinsam können wir was bewegen!

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Petition am 26. Juni 2026 erstellt