11 Unterstützer*innen unterhalten sich über Petitionen im Zusammenhang mit Gesundheit!
Ich bin selbst von ME/CFS betroffen – und es ist kaum in Worte zu fassen, wie schwer dieses Leben mit der Krankheit ist. Jeder Tag ist ein Kampf – nicht nur gegen die Symptome, sondern auch gegen ein Gesundheitssystem, das uns im Stich lässt.
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Viele von uns sind dauerhaft erschöpft, bettlägerig, reizüberempfindlich, können kaum noch am Leben teilnehmen. Bereits kleine Belastungen – körperlich, geistig oder emotional – führen zu einer drastischen Verschlechterung des Zustands. Diese Belastungsintoleranz macht selbst alltägliche Dinge wie Essen im Familienkreis oder ein Gespräch unmöglich.
Gleichzeitig sind wir gezwungen, uns ständig zu rechtfertigen – gegenüber Behörden, Ärztinnen, Gutachterinnen. Wir kämpfen um Anerkennung, um Rente, werden in Reha-Maßnahmen gedrängt, die uns massiv schaden. Und genau dieser permanente Druck, diese Unsicherheit und Ignoranz – machen viele von uns zusätzlich krank. Manche verlieren daran sogar ihr Leben.
ME/CFS ist keine Depression. Es ist keine reine „psychische“ Erkrankung. Dennoch können bei manchen von uns Ansätze helfen, die das überlastete Nervensystem gezielt regulieren – wie z. B. somatische Techniken oder achtsamkeitsbasierte Methoden. Aber diese können nur helfen, wenn die Krankheit zuvor ernst genommen, richtig eingeordnet und nicht fälschlich als „alles nur Einbildung“ abgetan wird.
Wir brauchen endlich fundiertes Wissen im Gesundheitswesen, verpflichtende ärztliche Fortbildungen, bessere Forschung und echte strukturelle Hilfe. Denn niemand sollte mit dieser Krankheit allein gelassen werden – und schon gar nicht durch das System zusätzlich leiden.
Es ist wirklich unfassbar. Der Verband, der die Interessensvertretung der gesetzlich Versicherten sein soll, beschließt nach Jahren der Inflation und der Krisen, die Psychotherapeut:innen mit gemanaged haben, nicht nur eben diese Berufsgruppe, die ohnehin schon seit jeher das Schlusslicht unter den Facharztgruppen hinsichtlich der Vergütung ist, vor den Kopf zu stoßen, sondern sogar die eigenen Versicherten unter den Bus zu schmeißen. Denn: Während Psychotherapeut:innen lange die einzige Facharztgruppe waren, die für gesetzlich und privat Versicherte ÄHNLICH gut vergütet wurden, ist das jetzt VORBEI.
Wenn Psychotherapeut:innen sich nun vor dem finanziellen Kollaps retten wollen, geht das aus wirtschaftlicher Sicht nur, indem Therapieplätze an privat Versicherte vergeben werden - mit der Konsequenz, dass gesetzlich Versicherte in Zukunft noch länger warten werden als ohnehin schon. Als Psychotherapeut mit Kassenzulassung, der seinen Versorgungsauftrag sehr ernst nimmt, habe ich das Vertrauen in die gesetzlichen Krankenkassen nun nachhaltig verloren, und wäre ich gesetzlich versichert, würde ich mir als Patient ähnliche Gedanken machen. Ob das wiedergutzumachen ist?
Cannabis auf Rezept per Telemedizin ist für viele ADHS-Betroffene ein echter Fortschritt.
Gerade in Deutschland ist es extrem schwierig, schnell und unkompliziert die richtige Hilfe zu bekommen. Oft wartet man monatelang auf einen Termin, und am Ende steht dann meist nur eine Option im Raum: Ritalin. Dabei wird kaum hinterfragt, ob es wirklich für jeden geeignet ist.
Ich selbst musste als Kind Ritalin nehmen – mit teils gravierenden Nebenwirkungen, die sich bis heute auswirken. Konzentrationsprobleme, emotionale Abflachung, Schlafstörungen – ich habe sehr darunter gelitten und spüre manche Folgen noch heute.
Als Extremsportler war mein Alltag durch die ADHS stark eingeschränkt. Schlafprobleme, innere Unruhe, Reizüberflutung – alles wurde zur Dauerbelastung. Seitdem ich medizinisches Cannabis nutze, hat sich das grundlegend geändert: Ich kann wieder schlafen, bin im Alltag fokussierter und komme ohne schwere Nebenwirkungen durch den Tag.
Telemedizin ist in diesem Zusammenhang eine echte Chance: Sie bietet einen einfachen, diskreten und schnellen Zugang zu individueller Behandlung – ohne monatelange Wartezeiten oder stigmatisierende Arztbesuche. Es wird Zeit, dass Deutschland diese Möglichkeit nicht weiter blockiert, sondern aktiv unterstützt.
Das Hospiz Thuine ist mehr als eine Einrichtung.
Es ist ein Ort der Würde, der Menschlichkeit und des Beistands – und es ist die einzige stationäre Hospizversorgung in unserem Landkreis. Wer diesen Ort verliert, verliert Sicherheit, Nähe und Menschlichkeit in der schwersten Phase des Lebens.
Schon vor einem Jahr standen wir vor einer Tragödie, als das angeschlossene Elisabeth-Krankenhaus aufgrund der Insolvenz schließen musste. Damals haben sich viele Menschen mehr Einsatz, mehr Rückhalt und mehr Verantwortung seitens des Landkreises gewünscht. Diese Sorge war berechtigt – denn heute spüren wir die Folgen ganz konkret.
Die umliegenden Krankenhäuser, etwa in Lingen, sind überlastet.
Notaufnahmen laufen über, Stationen sind voll, Wartezeiten werden länger. Viele Menschen haben inzwischen das Gefühl, nicht mehr als Mensch gesehen zu werden, sondern nur noch als Nummer. Und immer öfter bleibt die bange Frage:
Bekomme ich überhaupt noch einen Platz, wenn ich krank werde?
Für ältere Menschen ist diese Entwicklung besonders dramatisch.
Lange Wege sind für sie kaum zu bewältigen – weder als Patientinnen und Patienten noch für Angehörige, die ihre Liebsten besuchen möchten. Nähe, Begleitung und Zeit gehen verloren. Genau das, was am dringendsten gebraucht wird.
Und nun steht auch noch das Hospiz Thuine auf der Kippe.
Das darf nicht passieren.
Die Bevölkerung wünscht sich Transparenz und keine leeren Worte.
Es reicht nicht mehr, Betroffenheit zu bekunden oder auf „laufende Gespräche“ zu verweisen. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren:
• Wie soll die Gesundheitsversorgung im Landkreis künftig konkret aussehen?
• Welche Standorte sind langfristig gesichert – und welche nicht?
• Welche Lehren wurden aus der Schließung des Elisabeth-Krankenhauses gezogen?
• Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Überlastung, lange Wege und Versorgungsengpässe zu verhindern?
• Welche Rolle spielt das Hospiz Thuine in dieser Planung – und wie wird sein Fortbestand garantiert?
Ich appelliere an den Landkreis und den Landrat mit allem Nachdruck, jetzt Verantwortung zu übernehmen und sichtbar zu handeln. Transparenz bedeutet, Konzepte offen zu legen, Zeitpläne zu benennen und Verantwortung klar zuzuordnen.
Es braucht entschlossene politische Initiative, klare Zusagen und konkrete Lösungen – gemeinsam mit der Gemeinde Thuine, der Samtgemeinde Freren, dem Land Niedersachsen, möglichen Trägern und den Kostenträgern.
Gesundheit ist unser höchstes Gut.
Sie darf nicht dem Geld geopfert werden – schon gar nicht in der letzten Lebensphase eines Menschen. Ein Landkreis zeigt seine Stärke nicht in Zahlen, sondern darin, wie er mit den Schwächsten umgeht.
Die Frage steht im Raum und duldet keinen Aufschub:
Wie soll es mit der Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis weitergehen?
Das Hospiz Thuine darf nicht verloren gehen!
Wir haben die längste, teuerste Ausbildung. Wir sind die schlechtbezahlteste Ärztegruppe. Wir machen einen so intensiven Job, dass ihn kaum einer 40 Stunden die Woche runtereißen kann. Nun müssen wir als einzige Berufsgruppe innerhalb von Jahrzehnten in der BRD nominal Kürzungen hinnehmen und das in angespannten Zeiten. Was noch?
Über 3 Jahrzehnte betreue ich für den größten Gesundheitskonzern die Krankenhäuser auch in unserer Region. Dabei habe ich Einblicke in die Strukturen der Krankenhauslandschaft erhalten und nicht nur in Buchen und Mosbach hochmotiviert MitarbeiterInnen kennen und schätzen gelernt.
Es gibt für die Standorte Buchen und Mosbach keine Versorgungsalternativen in einer erreichbaren Nähe. Fahrzeiten nach Würzburg, Bad Mergentheim, Heilbronn, Heidelberg sind mit unter tätlich für kritisch Kranke und akute Patienten und mit einer Fahrzeit von über einer Stunde nicht zumutbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit unter eine Tagesreise.
Zudem ist der Rettungsdienst jetzt schon wegen Mitarbeitermangel und Fahrzeug-Knappheit zweitweise überlastet. Kommen Fahrten durch RTW und KTW in weit entlegene Kliniken hinzu, sind diese mit nur einem Patienten über Stunden gebunden. Für akute Notfälle stehen keine Hilfen zur Verfügung.
Luftgebundene Rettung durch RTH sind bei Nebel und Schlechtwetter im Odenwald ein weiteres Problem mit fehlender Verfügbarkeit. Mitunter kommt der RTH aus Freiburg zu uns. Und der zugesagte RTH für Osterburken ist seit Jahren in Planung, anstatt ihn vorübergehend nach Lohrbach auf den Flugplatz zu stellen, wo die ganze Infrastruktur vorhanden ist.
Dazu kommen die jetzt schon überlasteten Krankenhäuser in der Umgebung. Notaufnahmen haben keine zusätzlichen Kapazitäten. Sinsheim ist meistens für Patienten abgemeldet! Caritas Klinik Bad Mergentheim steht vor der Insolvenz? Gehört zur Barmherzigen Brüder Trier Klinikgruppe (BBT) und wir erleben gerade in Mannheim, was mit dem Theresien Krankenhaus passiert ist.
Und im benachbarten Rhein Neckar Kreis mit seinen 4 GRN Kliniken steht es politisch nicht besser. Auch dort sind politische und strategische Fehlentscheidungen zu diskutieren. Nur als Beispiel genannt, die modernste Urologie in Nordbaden am Standort Eberbach ist abgewertet worden. (ein negatives Thema für sich)
Und in Heidelberg ist das Vinzentius Krankenhaus als hochmoderne Fachklinik Onkologie geschlossen, das dazu gehörende Salem Krankenhaus mit Spitzenmedizin innerhalb einem Jahr zweimal insolvent. Und dessen Zukunft in Frage gestellt ist.
Persönlich bin ich der Meinung, dass die Bürger nicht annähernd begriffen haben, dass es für die Krankenhauslandschaft schon lange nach zwölf ist! Politisch wird es außer warme Worte keine Hilfe mehr geben.
Militärische und zivile Zusammenarbeit ist hier im Odenwald gerade ein aktuelles Thema. Die Bundeswehr baut stillgelegt Standorte aus und nimmt sie in Betrieb. Kriegsvorbereitungen laufen nicht für die Zivilisten. In Fachvorträgen ist zu erfahren, dass man im Krisenfall von täglich 1000 Verletzten ausgeht. Wo bitte sollen die Soldaten versorgt werden, wenn wir flächendeckend die Kliniken schließen?
Verantwortliche Politiker fragen nur in Diskussionsrunden „wer soll das bezahlen?“
Auch wir im Odenwald zahlen unsere Steuern und Krankenkassengebühren. Nicht mit Spielgeld, sondern in Euro. Somit haben wir hier auch Anrecht auf eine ortsnahe Gesundheitsversorgung in Formen der NOK Krankenhäuser.
Wenn sich eines der reichsten deutschen Bundesländer einen unterirdischen Bahnhof Stuttgart 21 leisten kann, ein neues Landestheater in Milliardenhöhe in Stuttgart plant, muss Budget für Gesundheitsversorgung möglich sein.
Wir Eltern die bisher 2025 ein Kind bekommen haben, Haben unsere Elternzeiten geplant und beantragt. Diese lassen sich nicht mehr ändern. Wie sollen wir die Lücke des Kinderstartgelds schließen. Hätte wir gewusst das es nichts gibt. Hätten wir evtl. Weniger oder keine Elternzeit beantragt. Da wir von einem Gehalt nicht leben können. Herr Söder drängt Familien in Schulden im Achso familienfreundlichen Bayern
Vor 10 Jahren war ich selbst Patient in der Dietrich-Bonhoeffer-Klinik . Ohne diese Klinik hätte ich es vermutlich nicht geschafft, mein Leben aus der Sucht zu befreien. Dort habe ich nicht nur therapeutische Hilfe bekommen, sondern auch die Chance auf einen echten Neuanfang: ein Wohnortwechsel, ein stabiles Umfeld und neue Perspektiven für meine Zukunft.
Die DBK hat mir ermöglicht, ein suchtfreies Leben aufzubauen. Dafür bin ich bis heute unendlich dankbar.
Dass diese Klinik nun geschlossen werden soll, ist für mich unverständlich und zutiefst erschütternd. Für viele Jugendliche ist sie oft die letzte Hoffnung. Wenn diese Möglichkeit wegfällt, verlieren junge Menschen in schwersten Krisen eine lebensverändernde Chance.
Die Schließung wäre nicht nur ein Verlust, sie wäre eine Katastrophe für all jene Jugendlichen, die dringend Hilfe benötigen.
Bitte retten Sie diese wichtige Einrichtung. Sie verändert Leben. Sie hat meines verändert.