Eine flächendeckende Abdeckung durch Krankenhäuser ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheits-Fürsorge eines Landes! Hier muss es endlich aufhören, ein Krankenhaus nur unter dem Aspekt der Kostendeckung zu bewerten. Die Gesundheits-Fürsorge ist eigentlich ein Grundrecht für die Bürger.
Und dafür darf der Staat gerne auch seine eingenommen en Steuern verwenden.
Über 3 Jahrzehnte betreue ich für den größten Gesundheitskonzern die Krankenhäuser auch in unserer Region. Dabei habe ich Einblicke in die Strukturen der Krankenhauslandschaft erhalten und nicht nur in Buchen und Mosbach hochmotiviert MitarbeiterInnen kennen und schätzen gelernt.
Es gibt für die Standorte Buchen und Mosbach keine Versorgungsalternativen in einer erreichbaren Nähe. Fahrzeiten nach Würzburg, Bad Mergentheim, Heilbronn, Heidelberg sind mit unter tätlich für kritisch Kranke und akute Patienten und mit einer Fahrzeit von über einer Stunde nicht zumutbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit unter eine Tagesreise.
Zudem ist der Rettungsdienst jetzt schon wegen Mitarbeitermangel und Fahrzeug-Knappheit zweitweise überlastet. Kommen Fahrten durch RTW und KTW in weit entlegene Kliniken hinzu, sind diese mit nur einem Patienten über Stunden gebunden. Für akute Notfälle stehen keine Hilfen zur Verfügung.
Luftgebundene Rettung durch RTH sind bei Nebel und Schlechtwetter im Odenwald ein weiteres Problem mit fehlender Verfügbarkeit. Mitunter kommt der RTH aus Freiburg zu uns. Und der zugesagte RTH für Osterburken ist seit Jahren in Planung, anstatt ihn vorübergehend nach Lohrbach auf den Flugplatz zu stellen, wo die ganze Infrastruktur vorhanden ist.
Dazu kommen die jetzt schon überlasteten Krankenhäuser in der Umgebung. Notaufnahmen haben keine zusätzlichen Kapazitäten. Sinsheim ist meistens für Patienten abgemeldet! Caritas Klinik Bad Mergentheim steht vor der Insolvenz? Gehört zur Barmherzigen Brüder Trier Klinikgruppe (BBT) und wir erleben gerade in Mannheim, was mit dem Theresien Krankenhaus passiert ist.
Und im benachbarten Rhein Neckar Kreis mit seinen 4 GRN Kliniken steht es politisch nicht besser. Auch dort sind politische und strategische Fehlentscheidungen zu diskutieren. Nur als Beispiel genannt, die modernste Urologie in Nordbaden am Standort Eberbach ist abgewertet worden. (ein negatives Thema für sich)
Und in Heidelberg ist das Vinzentius Krankenhaus als hochmoderne Fachklinik Onkologie geschlossen, das dazu gehörende Salem Krankenhaus mit Spitzenmedizin innerhalb einem Jahr zweimal insolvent. Und dessen Zukunft in Frage gestellt ist.
Persönlich bin ich der Meinung, dass die Bürger nicht annähernd begriffen haben, dass es für die Krankenhauslandschaft schon lange nach zwölf ist! Politisch wird es außer warme Worte keine Hilfe mehr geben.
Militärische und zivile Zusammenarbeit ist hier im Odenwald gerade ein aktuelles Thema. Die Bundeswehr baut stillgelegt Standorte aus und nimmt sie in Betrieb. Kriegsvorbereitungen laufen nicht für die Zivilisten. In Fachvorträgen ist zu erfahren, dass man im Krisenfall von täglich 1000 Verletzten ausgeht. Wo bitte sollen die Soldaten versorgt werden, wenn wir flächendeckend die Kliniken schließen?
Verantwortliche Politiker fragen nur in Diskussionsrunden „wer soll das bezahlen?“
Auch wir im Odenwald zahlen unsere Steuern und Krankenkassengebühren. Nicht mit Spielgeld, sondern in Euro. Somit haben wir hier auch Anrecht auf eine ortsnahe Gesundheitsversorgung in Formen der NOK Krankenhäuser.
Wenn sich eines der reichsten deutschen Bundesländer einen unterirdischen Bahnhof Stuttgart 21 leisten kann, ein neues Landestheater in Milliardenhöhe in Stuttgart plant, muss Budget für Gesundheitsversorgung möglich sein.
Das Hospiz Thuine ist mehr als eine Einrichtung.
Es ist ein Ort der Würde, der Menschlichkeit und des Beistands – und es ist die einzige stationäre Hospizversorgung in unserem Landkreis. Wer diesen Ort verliert, verliert Sicherheit, Nähe und Menschlichkeit in der schwersten Phase des Lebens.
Schon vor einem Jahr standen wir vor einer Tragödie, als das angeschlossene Elisabeth-Krankenhaus aufgrund der Insolvenz schließen musste. Damals haben sich viele Menschen mehr Einsatz, mehr Rückhalt und mehr Verantwortung seitens des Landkreises gewünscht. Diese Sorge war berechtigt – denn heute spüren wir die Folgen ganz konkret.
Die umliegenden Krankenhäuser, etwa in Lingen, sind überlastet.
Notaufnahmen laufen über, Stationen sind voll, Wartezeiten werden länger. Viele Menschen haben inzwischen das Gefühl, nicht mehr als Mensch gesehen zu werden, sondern nur noch als Nummer. Und immer öfter bleibt die bange Frage:
Bekomme ich überhaupt noch einen Platz, wenn ich krank werde?
Für ältere Menschen ist diese Entwicklung besonders dramatisch.
Lange Wege sind für sie kaum zu bewältigen – weder als Patientinnen und Patienten noch für Angehörige, die ihre Liebsten besuchen möchten. Nähe, Begleitung und Zeit gehen verloren. Genau das, was am dringendsten gebraucht wird.
Und nun steht auch noch das Hospiz Thuine auf der Kippe.
Das darf nicht passieren.
Die Bevölkerung wünscht sich Transparenz und keine leeren Worte.
Es reicht nicht mehr, Betroffenheit zu bekunden oder auf „laufende Gespräche“ zu verweisen. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren:
• Wie soll die Gesundheitsversorgung im Landkreis künftig konkret aussehen?
• Welche Standorte sind langfristig gesichert – und welche nicht?
• Welche Lehren wurden aus der Schließung des Elisabeth-Krankenhauses gezogen?
• Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Überlastung, lange Wege und Versorgungsengpässe zu verhindern?
• Welche Rolle spielt das Hospiz Thuine in dieser Planung – und wie wird sein Fortbestand garantiert?
Ich appelliere an den Landkreis und den Landrat mit allem Nachdruck, jetzt Verantwortung zu übernehmen und sichtbar zu handeln. Transparenz bedeutet, Konzepte offen zu legen, Zeitpläne zu benennen und Verantwortung klar zuzuordnen.
Es braucht entschlossene politische Initiative, klare Zusagen und konkrete Lösungen – gemeinsam mit der Gemeinde Thuine, der Samtgemeinde Freren, dem Land Niedersachsen, möglichen Trägern und den Kostenträgern.
Gesundheit ist unser höchstes Gut.
Sie darf nicht dem Geld geopfert werden – schon gar nicht in der letzten Lebensphase eines Menschen. Ein Landkreis zeigt seine Stärke nicht in Zahlen, sondern darin, wie er mit den Schwächsten umgeht.
Die Frage steht im Raum und duldet keinen Aufschub:
Wie soll es mit der Gesundheitsversorgung in unserem Landkreis weitergehen?
Das Hospiz Thuine darf nicht verloren gehen!
Das Hospiz ist die einzige stationäre Hospizversorgung in unserem Landkreis. und darf nicht verloren gehen!! Viele Familien waren und sind darauf angewiesen, dass schwerstkranke Menschen hier weiterhin würdig begleitet werden.
Ich appelliere daher an den Landkreis und an den Landrat:
Bitte setzen Sie sich aktiv und sichtbar für den Fortbestand des Hospiz Thuine ein – gemeinsam mit der engagierten politischen Gemeinde Thuine, der Samtgemeinde Freren, dem Land Niedersachsen, möglichen Trägern und den Kostenträgern.
Es braucht jetzt endlich ernsthafte politische Initiative und konkrete Lösungen, damit diese wichtige Einrichtung nicht verloren geht!
Jeder Mensch hat ein Recht auf eine würdevolle, respektvolle und professionelle Begleitung während des Sterbeprozesses. Dies umzusetzen ist im Thuiner Hospiz hervorragend gelungen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Seit meine Enkelin an Zöliakie erkrankt ist, weiss ich wie schwierig es ist, in Deutschland unterwegs glutenfreies Essen zu bekommen. Was in anderen europäischen Ländern selbstverständlich ist, sollte doch auch bei uns möglich sein.
Ich leite eine Pflegeschule und kenne das Problem somit aus erster Hand. Wir bieten, noch als eine der wenigen Schulen in Deutschland überhaupt, die Spezialisierung Pädiatrie an. Auszubildende entscheiden sich aus gutem Grund für Schulen wie unsere: sie wollen kranke Kinder und Jugendliche versorgen.
Die Folgen für kranke Kinder und Jugendliche sind nicht abzusehen, wenn das Wahlrecht aberkannt wird. Eine Entwicklung in die falsche Richtung, wie ich finde.
Hallo,
ich bin seit 1981 examinierte Krankenschwester und kann nur sagen, die, die diese Extraausbildung abschaffen wollen haben absolut keinen Plan und noch nie ein weinendes Kind versorgt, es ist eine Schande, dass es nicht nur kaum richtige funktionierende Kitas und Schulen gibt, nein
Jetzt versucht man doch tatsächlich gleich vom ersten Tag an unsere Zukunft zu zerstören, denn das sind unsere Kinder und Enkel, sie werden jeder Chance beraubt.
Wie grottenschlecht unser Gesundheitswesen schon heute ist, ist doch wirklich kein Geheimnis mehr, mit der neuen Ausbildung wird es ganz den Bach runter gehen. Ich habe täglich mit Azubis zu tun und die bestätigen mir genau das.
Warum dauerte die Ausbildung zur Kinder-krankenschwester 3 Jahre, weil man diese Zeit bräuchte. Heute wird alles zusammengedrängt und man erwartet am Ende das gleiche Wissen.
Um zu verstehen, dass das nicht funktionieren kann muss man nicht einmal studiert haben nur mit beiden Beinen mitten im Leben stehen, doch das tun die Superverdiener in Berlin nun mal nicht.
Ich drücke die Daumen, dass ganz viele Unterschriften zusammen kommen, denn auf und hört man ja eh nicht