Psychiatrie darf nicht retraumatisieren – verbindliche Standards jetzt!

Psychiatrie darf nicht retraumatisieren – verbindliche Standards jetzt!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Valerija Höltke und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrung mit psychiatrischer Behandlung. Was ich dabei erlebt habe, war nicht nur Hilfe – sondern immer wieder auch Überforderung, Ignoranz und Situationen, die meine Erkrankung verschlimmert haben.

 

Besonders Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen brauchen eine sensible, individuelle und kontinuierliche Betreuung. Stattdessen habe ich – wie viele andere – Strukturen erlebt, die genau das nicht leisten.

 

Ein Beispiel: Während eines stationären Aufenthalts erhielt ich über mehrere Tage hinweg keinerlei therapeutische Einzelgespräche, obwohl meine Situation bekannt war. Für mich bedeutete das nicht Stabilisierung, sondern Retraumatisierung.

 

Hinzu kommt, dass in vielen Einrichtungen Patientinnen und Patienten im Rahmen eines stationären Krisensettings zur Teilnahme an Gruppengesprächen verpflichtet werden, ohne ausreichend zu berücksichtigen, ob diese Form der Behandlung für traumatisierte Menschen überhaupt geeignet ist. Gerade für Betroffene mit komplexen Traumafolgestörungen können solche Settings zusätzliche Trigger auslösen und zu weiterer Destabilisierung führen.

 

Menschen, die sich in einer akuten Krise befinden und gezielt Schutz in einem reizarmen Umfeld suchen, benötigen eine besonders sensible und individuelle Behandlung. Stattdessen werden sie häufig ohne ausreichende Differenzierung in bestehende Stationsstrukturen eingegliedert – unabhängig davon, welche Reize und Behandlungsformen sie aktuell überhaupt verkraften können.

 

Die Folgen sind gravierend: Verschlechterung des Zustands, Angst vor weiterer Behandlung und in manchen Fällen dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen.

Solche Erfahrungen sind kein Einzelfall. Viele Betroffene berichten von ähnlichen Situationen:

zu wenig persönliche Betreuung

fehlendes Verständnis für Trauma

standardisierte Abläufe statt individueller Hilfe.

 

Psychiatrische Versorgung muss schützen – nicht zusätzlich schaden.

 

Ich fordere daher:

* verpflichtende traumainformierte  Standards in allen Einrichtungen

* regelmäßige therapeutische Einzelgespräche

* bessere Schulung des Personals im Umgang mit Trauma

* individuelle Anpassung der Behandlung an * die Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten

* klare Kontrollen zur Vermeidung von Retraumatisierung

 

Es geht nicht nur um Einzelfälle – es geht um ein System, das dringend modernisiert werden muss.

Bitte unterstützen Sie diese Petition, damit sich die Versorgung für Betroffene endlich verbessert.

 

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*Gast* …Petitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Valerija Höltke und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrung mit psychiatrischer Behandlung. Was ich dabei erlebt habe, war nicht nur Hilfe – sondern immer wieder auch Überforderung, Ignoranz und Situationen, die meine Erkrankung verschlimmert haben.

 

Besonders Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen brauchen eine sensible, individuelle und kontinuierliche Betreuung. Stattdessen habe ich – wie viele andere – Strukturen erlebt, die genau das nicht leisten.

 

Ein Beispiel: Während eines stationären Aufenthalts erhielt ich über mehrere Tage hinweg keinerlei therapeutische Einzelgespräche, obwohl meine Situation bekannt war. Für mich bedeutete das nicht Stabilisierung, sondern Retraumatisierung.

 

Hinzu kommt, dass in vielen Einrichtungen Patientinnen und Patienten im Rahmen eines stationären Krisensettings zur Teilnahme an Gruppengesprächen verpflichtet werden, ohne ausreichend zu berücksichtigen, ob diese Form der Behandlung für traumatisierte Menschen überhaupt geeignet ist. Gerade für Betroffene mit komplexen Traumafolgestörungen können solche Settings zusätzliche Trigger auslösen und zu weiterer Destabilisierung führen.

 

Menschen, die sich in einer akuten Krise befinden und gezielt Schutz in einem reizarmen Umfeld suchen, benötigen eine besonders sensible und individuelle Behandlung. Stattdessen werden sie häufig ohne ausreichende Differenzierung in bestehende Stationsstrukturen eingegliedert – unabhängig davon, welche Reize und Behandlungsformen sie aktuell überhaupt verkraften können.

 

Die Folgen sind gravierend: Verschlechterung des Zustands, Angst vor weiterer Behandlung und in manchen Fällen dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen.

Solche Erfahrungen sind kein Einzelfall. Viele Betroffene berichten von ähnlichen Situationen:

zu wenig persönliche Betreuung

fehlendes Verständnis für Trauma

standardisierte Abläufe statt individueller Hilfe.

 

Psychiatrische Versorgung muss schützen – nicht zusätzlich schaden.

 

Ich fordere daher:

* verpflichtende traumainformierte  Standards in allen Einrichtungen

* regelmäßige therapeutische Einzelgespräche

* bessere Schulung des Personals im Umgang mit Trauma

* individuelle Anpassung der Behandlung an * die Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten

* klare Kontrollen zur Vermeidung von Retraumatisierung

 

Es geht nicht nur um Einzelfälle – es geht um ein System, das dringend modernisiert werden muss.

Bitte unterstützen Sie diese Petition, damit sich die Versorgung für Betroffene endlich verbessert.

 

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