Seit Jahrzehnten bin ich im Dienst. Schon zu Beginn hieß es: zu viele Kinder in 1 Gruppen.
Es kamen dazu: der Frühdienst, weitere verlängerte Öffnungszeiten, das Mittagessen, die Bildungsdokus, die Elternsprechtage, Integration usw.
Was nie richtig angepasst wurde: Gruppenstärke / Fachkräfte .
Was erfolgreich Ignoriert wird:
Erzieher sind häufiger krank als andere Angestellte. Kita ist ein Bazillencamp.
Kinder erleben viel Stress in einer Kita, regelmäßiger Stress macht krank.
Die Bedingungen der Kita wurde von Menschen bestimmt, die davon keine Ahnung haben.
Und das merkt man.
Seit Jahrzehnten.
Diese scheinbar wahllosen oder aus der Hilflosigkeit gemachten Vorschläge sind wie ein Angriff mit dem Vorschlaghammer auf unsere Kita-Arbeit, die auf Feinfühligkeit und Bindungsorientierung ausgerichtet ist. In seinem Post (auf Instagram) spricht Philipp Ruland, Psychotherapeut aus Saarbrücken, darüber, dass in einer Kita mit 100 Kindern potenziell 30-50Kinder betreut werden, die seine künftigen Patient:innen werden.
Liebe Frau Paul: Wann dringt zu Ihnen durch, was die Forschung längst belegt? Und warum der ganze Aufwand rund um das Thema Kinderschutz, wenn es am Ende nur darum geht, dass Kinder irgendwie, irgendwo unterkommen, damit Eltern arbeiten gehen können?
Man könnte verzweifeln. Wir bei Kinderwelten Wuppertal, als Betreiber von drei Kitas, werden dennoch weitermachen. Weil es uns wirklich um die Kinder und eine entwicklungsförderliche, feinfühlige, bindungsorientierte Betreuung geht.
Yvonne Matej, Psychologin, Trägerin
Mein ganz persönliches Statement:
Ich bin in den Nachkriegsjahren, zwischen Trümmern, Elend, Hunger, Armut und sehr verstörten Menschen, in der „Russischen Zone der Alliierten“; kurz zuvor noch die "Festung Harz" lt. Reichsführer SS Heinrich Himmler, aufgewachsen UND das, was mich damals, als dünnes, kleines Schulkind nicht mehr losgelassen hat, bis heute nicht und niemals; war eine „Dorfdurchsage“, über Kriegs-Lautsprecher, die an Telegraphenmasten angebracht waren und noch immer dort hingen und über die man verkündete, dass man einen Mann mit dem Namen „Adolf Eichmann“ vor ein Gericht in Israel gestellt hatte und dass man nun folgend über diesen Prozess weiter berichten würde.
Alle Erwachsenen um mich herum waren furchtbar aufgeregt und verstört und ich fragte meine Mutter, was denn passiert sei, weil auch auf mich so eine Art „Unsicherheit“ überging.
Meine Mutter hat mir mit großer Geduld davon berichtet, WER dieser Mann war, dem man nun den Prozess machen müsste, weil er ein extrem schlimmer und böser Mensch sei; ein Nazi, der „schlimme Morde“ an Millionen von Menschen auf dem Gewissen hätte. Völlig verstört erfuhr ich, was nicht wirklich in meinem kleinen Hirn, so schnell aufgearbeitet werden konnte!
Ich habe diesen „Nazi-Prozess in Israel“, in unserem Garten, auf dem Gras sitzend, irre gespannt, dass es mich teils frieren ließ, über die Dorflautsprecher bis zum Abschluss verfolgt UND habe es bis heute, niemals aufgegeben, mich gegen Juden-Hass, gegen Antisemitismus und gegen jede Art von Unterdrückung von Menschen aufzulehnen, zu agitieren, zu diskutieren, Reden auf den Straßen zu halten, Bücher zu schreiben und in der DIG (Deutsch Israelische Gesellschaft) gelistet zu sein und Veranstaltungen etc. zu folgen. Ich kann es bis heute absolut nicht nachvollziehen und erschrecke jedes Mal, wenn ich mehr und mehr von Biographien verfolgter Juden in Nazideutschland lese, wie ein angebliches Volk der Dichter und Denker, über eine „Vernichtungsmaschinerie“ in ihren unzähligen Konzentrationslagern mit Außenlagern verfügte, in denen Millionen von Menschen aus ganz Europa ermordet, vergiftet, verbrannt, erhängt, erschlagen, hinrichtet wurden, verhungerten, gefoltert wurden, NUR WEIL SIE: jüdischen Glaubens waren oder gefangene Sowjetsoldaten, Widerstandskämpfer, Pastoren, Menschen anderen GLAUBENS waren und und und; man kann niemals aufzählen, WER und WARUM in ihren Lagern den Tod fand, weil es Millionen Menschen waren, Menschen, wie WIR!
Mit Ungeheuerlichkeiten, Nichtfassbaren und den „Abstrusen Beweggründen“, dieser Nazi-Bande hat man Bücher gefüllt und ja, je mehr man liest davon, umso schrecklicher und unerklärlicher wird mir das Verhalten der damals in Deutschland lebenden Menschen, deutschen Menschen; ich bin extem schockiert und habe mich jahrelang geschämt, Deutsche zu sein, weil, wer will schon als Kind zu einer Nation gehören, die Millionen von Menschen vernichtet hat; klar später betont man, dass man deutsch ist, a b e r keinesfalls "Nazideutsch" denkt oder jemals handeln würde UND trotzdem wir heute in einer anderen Zeit leben, "so sagt man"; bin ich der Meinung, dass WIR, WIR ALLE in Europa schon wieder einmal in „die falsche Richtung driften“; in eine Richtung, wo Wut, Hass, Neid, Missgunst, Unverständnis,Geschichtsvergessenheit und auch Dummheit, eine nächste schreckliche Misere hervor bringen könnten!
Passen Sie auf sich und ANDERE gut auf - „SO ETWAS“- ganz Schreckliches- darf sich niemals, niemals wiederholen, kämpfen Sie dafür und beteiligen Sie sich am "Waffenlosen Widerstand"; weil gut gewählte Worte auch extreme Macht besitzen"; tun Sie es für sich, für Ihre Kinder, für Ihre Enkel, für alle Menschen, die Frieden, Freiheit und für die Akzeptanz jeglicher Religion, denn diese Religionen, sie sind genauso unterschiedlich, wie WIR MENSCHEN
herzlichst Dorothea
Diese Petition ist für mich wichtig, weil ich trauere um all jene wunderbaren Menschen, deren Photos und Namen ich bei Yad Vashem entdecken musste und die ich nie kennenlernen durfte, weil man ihnen aufgrund von Hass und Verblendung das Leben geraubt hat, meine Familie. Ich will nie mehr trauern müssen, weil andere leiden aufgrund derselben Dummheit. Wir müssen uns alle um unsere Demokratie bemühen und darum, dass "Nie wieder" mit Leben gefüllt wird.