Stoppt die Einführung der Hymnenpflicht an bayerischen Schulen!


Stoppt die Einführung der Hymnenpflicht an bayerischen Schulen!
Das Problem
Die Abiturverleihung ist für viele Schüler ein zentraler Moment ihres Lebens – ein Abschluss, der ihre eigene Leistung würdigt und den Blick in die Zukunft öffnet. Doch allein ein Jahr später soll die grundlegende Veränderung kommen — die Pflicht, die Bayernhymne einzuspielen.
Die neue Pflicht an schulischen Abschlussveranstaltungen, Hymnen einzuspielen, ist für uns Schüler und für die gesamte Schulfamilie ein kritischer Einschnitt in unsere Selbstbestimmung und Gestaltungsfreiheit. Entscheidungen über Inhalte, die alle betreffen, werden zentral getroffen – ohne Einbindung derjenigen, die diese Feiern gestalten und erleben. Wir müssen ein veraltetes Bild zum Besten geben, mit dem sich viele Schüler nicht identifizieren können und möchten.
Das Lied stellt ein zu homogenes und veraltetes Bild der Gesellschaft dar, welches sich vor allem seiner patriarchalen und christlichen Bezüge rühmt. Somit wird das Bild des modernen und diversen Bayerns außen vor gelassen und auch ein Großteil unserer Mitbürger unbeachtet gelassen, wenn nicht sogar exkludiert.
Die Schule ist dafür da, einen neutralen Raum für Identitäten zu schaffen, doch durch diese Pflicht werden nicht nur Identitätsbilder aufgezwungen, sondern sogar solche, die sich bewusst von Deutschland als Ganzes abspalten und Bayern überglorifizieren und somit die Schüler aufgrund ihres Wohnortes eine abgetrennte Sonderrolle in Deutschland empfinden lassen.
Letztlich ist auch die vom Kultusministerium ausgeholte “Rechtkeule” erwähnenswert. Im Schreiben des Kultusministeriums wird bei “Verunglimpfung” der Symbole des Landes und der Hymne (90a StGB) eine 3-jährige Haftstrafe oder Geldstrafe gedroht. Dass Strafmaßnahmen angekündigt werden, verdeutlicht das Misstrauen gegen Schüler und Lehrer und zeigt, dass man auf Einschüchterung setzt, statt auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Letztendlich wirft es auch die Frage auf: Warum braucht es Zwang bei etwas, das angeblich identitätsstiftend ist? Und um wen geht es an diesen feierlichen Veranstaltungen letztlich? Die Leistung der Schüler oder die Inszenierung staatlicher Symbolik und Glorifizierung eines Bundeslandes, welches sich lieber auf Hymnen fokussiert, anstatt sich um wahrhaft notwendige Verbesserungen an bayerischen Schulen zu kümmern?
Wir fordern eine Rücknahme der Hymnenpflicht! Keine Schule darf gezwungen werden, eine Hymne abzuspielen. Kein Schüler darf gezwungen werden, eine Hymne anzuhören! Was als identitätsstiftend propagiert wird, polarisiert nur unsere Schulhöfe!

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Das Problem
Die Abiturverleihung ist für viele Schüler ein zentraler Moment ihres Lebens – ein Abschluss, der ihre eigene Leistung würdigt und den Blick in die Zukunft öffnet. Doch allein ein Jahr später soll die grundlegende Veränderung kommen — die Pflicht, die Bayernhymne einzuspielen.
Die neue Pflicht an schulischen Abschlussveranstaltungen, Hymnen einzuspielen, ist für uns Schüler und für die gesamte Schulfamilie ein kritischer Einschnitt in unsere Selbstbestimmung und Gestaltungsfreiheit. Entscheidungen über Inhalte, die alle betreffen, werden zentral getroffen – ohne Einbindung derjenigen, die diese Feiern gestalten und erleben. Wir müssen ein veraltetes Bild zum Besten geben, mit dem sich viele Schüler nicht identifizieren können und möchten.
Das Lied stellt ein zu homogenes und veraltetes Bild der Gesellschaft dar, welches sich vor allem seiner patriarchalen und christlichen Bezüge rühmt. Somit wird das Bild des modernen und diversen Bayerns außen vor gelassen und auch ein Großteil unserer Mitbürger unbeachtet gelassen, wenn nicht sogar exkludiert.
Die Schule ist dafür da, einen neutralen Raum für Identitäten zu schaffen, doch durch diese Pflicht werden nicht nur Identitätsbilder aufgezwungen, sondern sogar solche, die sich bewusst von Deutschland als Ganzes abspalten und Bayern überglorifizieren und somit die Schüler aufgrund ihres Wohnortes eine abgetrennte Sonderrolle in Deutschland empfinden lassen.
Letztlich ist auch die vom Kultusministerium ausgeholte “Rechtkeule” erwähnenswert. Im Schreiben des Kultusministeriums wird bei “Verunglimpfung” der Symbole des Landes und der Hymne (90a StGB) eine 3-jährige Haftstrafe oder Geldstrafe gedroht. Dass Strafmaßnahmen angekündigt werden, verdeutlicht das Misstrauen gegen Schüler und Lehrer und zeigt, dass man auf Einschüchterung setzt, statt auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Letztendlich wirft es auch die Frage auf: Warum braucht es Zwang bei etwas, das angeblich identitätsstiftend ist? Und um wen geht es an diesen feierlichen Veranstaltungen letztlich? Die Leistung der Schüler oder die Inszenierung staatlicher Symbolik und Glorifizierung eines Bundeslandes, welches sich lieber auf Hymnen fokussiert, anstatt sich um wahrhaft notwendige Verbesserungen an bayerischen Schulen zu kümmern?
Wir fordern eine Rücknahme der Hymnenpflicht! Keine Schule darf gezwungen werden, eine Hymne abzuspielen. Kein Schüler darf gezwungen werden, eine Hymne anzuhören! Was als identitätsstiftend propagiert wird, polarisiert nur unsere Schulhöfe!

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Petition am 9. Mai 2026 erstellt