Es ist sowieso schon schwierig und langwierig genug, eine geeignete Psychotherapie zu finden (besonders, wenn man auf Kassenleistungen angewiesen ist!), und dann soll da jetzt auch noch gekürzt werden? Eine Frechheit - sowohl für die Patienten, die dann noch mehr Schwierigkeiten haben, eine Psychotherapie zu finden, als auch für die Therapeuten, die (jedenfalls, wenn sie gut sind) doch enormes leisten, um zu helfen!
Komisch - für wirklich wichtige Dinge für den Bürger, wie z.B. im sozialen Bereich usw., ist immer kein Geld da... Was im Zweifelsfall im Übrigen noch kostspieliger für den Statt wird, wenn er für die Folgen aufkommen muss...
Das ist mehr als eine Frechheit! Es handelt sich um ein Berufsbild mit einer Ausbildungsdauer von 10 Jahren! Während der Ausbildung müssen sie enorme finanzielle Einbußen auf sich nehmen und dann überhaupt eine Kürzung des Honorars zu überlegen, ist an Respektlosigkeit echt nicht zu übertreffen. Was diese Berufsgruppe für ihre Patient*innen in den schwersten Krisen leistet muss endlich mal eingesehen werden.
Psychotherapie kostet, gleichzeitig ist der Weg Therapeut zu werden, lang. Nach einem Bachelor und einem Master von mindestens 5 Jahren, in welchem mehrere unbezahlte Praktika verpflichtend sind und welcher so umfangreich ist, dass nur schwer nebenher gejobbt werden kann, folgt eine meist 5-Jährige Psychotherapeutische Ausbildung, die selbst finanziert werden muss (ca. 30.000 Euro). Währenddessen muss dann auch wieder teils unbezahlt oder unter dem Mindestlohn gearbeitet werden. Danach kostet ein Kassensitz meist nochmal Schlappe 50.000 Euro. Der Beruf des Psychotherapeuten wird so zunehmend unattraktiv und nicht mehr finanzierbar. Dies gefährdet sich die Patienten.
Wer einmal psychisch erkrankt war und Hilfe von einer Therapeutin oder einem Therapeuten erhalten hat, weiß wie lebensnotwendig sie sind. Ich wäre vor 10 Jahren niemals allein aus dem Loch gekommen und hätte weder wieder arbeiten können, noch hätte ich mich um meine Familie kümmern können oder das Leben genießen können.
Abgesehen von dem persönlichen Leid der Betroffenen muss doch auch langsam deutlich sein, welch gesamtwirtschaftlicher Schaden entsteht. Und s. g. Wirtschaftlichkeit ist doch der Auslöser dieser unsäglichen Diskussion.
Psychotherapie leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität einzelner Personen, sondern auch gesamtgesellschaftlich: ohne Psychotherapie würden Suizide und Gewalttaten deutlich zunehmen. Sparpotential steckt doch viel eher in den riesigen Verwaltungsapparaten von 90 verschiedenen Krankenversicherungen und deren höchstbezahlten Vorständen.
Eine flächendeckende Abdeckung durch Krankenhäuser ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheits-Fürsorge eines Landes! Hier muss es endlich aufhören, ein Krankenhaus nur unter dem Aspekt der Kostendeckung zu bewerten. Die Gesundheits-Fürsorge ist eigentlich ein Grundrecht für die Bürger.
Und dafür darf der Staat gerne auch seine eingenommen en Steuern verwenden.
Über 3 Jahrzehnte betreue ich für den größten Gesundheitskonzern die Krankenhäuser auch in unserer Region. Dabei habe ich Einblicke in die Strukturen der Krankenhauslandschaft erhalten und nicht nur in Buchen und Mosbach hochmotiviert MitarbeiterInnen kennen und schätzen gelernt.
Es gibt für die Standorte Buchen und Mosbach keine Versorgungsalternativen in einer erreichbaren Nähe. Fahrzeiten nach Würzburg, Bad Mergentheim, Heilbronn, Heidelberg sind mit unter tätlich für kritisch Kranke und akute Patienten und mit einer Fahrzeit von über einer Stunde nicht zumutbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit unter eine Tagesreise.
Zudem ist der Rettungsdienst jetzt schon wegen Mitarbeitermangel und Fahrzeug-Knappheit zweitweise überlastet. Kommen Fahrten durch RTW und KTW in weit entlegene Kliniken hinzu, sind diese mit nur einem Patienten über Stunden gebunden. Für akute Notfälle stehen keine Hilfen zur Verfügung.
Luftgebundene Rettung durch RTH sind bei Nebel und Schlechtwetter im Odenwald ein weiteres Problem mit fehlender Verfügbarkeit. Mitunter kommt der RTH aus Freiburg zu uns. Und der zugesagte RTH für Osterburken ist seit Jahren in Planung, anstatt ihn vorübergehend nach Lohrbach auf den Flugplatz zu stellen, wo die ganze Infrastruktur vorhanden ist.
Dazu kommen die jetzt schon überlasteten Krankenhäuser in der Umgebung. Notaufnahmen haben keine zusätzlichen Kapazitäten. Sinsheim ist meistens für Patienten abgemeldet! Caritas Klinik Bad Mergentheim steht vor der Insolvenz? Gehört zur Barmherzigen Brüder Trier Klinikgruppe (BBT) und wir erleben gerade in Mannheim, was mit dem Theresien Krankenhaus passiert ist.
Und im benachbarten Rhein Neckar Kreis mit seinen 4 GRN Kliniken steht es politisch nicht besser. Auch dort sind politische und strategische Fehlentscheidungen zu diskutieren. Nur als Beispiel genannt, die modernste Urologie in Nordbaden am Standort Eberbach ist abgewertet worden. (ein negatives Thema für sich)
Und in Heidelberg ist das Vinzentius Krankenhaus als hochmoderne Fachklinik Onkologie geschlossen, das dazu gehörende Salem Krankenhaus mit Spitzenmedizin innerhalb einem Jahr zweimal insolvent. Und dessen Zukunft in Frage gestellt ist.
Persönlich bin ich der Meinung, dass die Bürger nicht annähernd begriffen haben, dass es für die Krankenhauslandschaft schon lange nach zwölf ist! Politisch wird es außer warme Worte keine Hilfe mehr geben.
Militärische und zivile Zusammenarbeit ist hier im Odenwald gerade ein aktuelles Thema. Die Bundeswehr baut stillgelegt Standorte aus und nimmt sie in Betrieb. Kriegsvorbereitungen laufen nicht für die Zivilisten. In Fachvorträgen ist zu erfahren, dass man im Krisenfall von täglich 1000 Verletzten ausgeht. Wo bitte sollen die Soldaten versorgt werden, wenn wir flächendeckend die Kliniken schließen?
Verantwortliche Politiker fragen nur in Diskussionsrunden „wer soll das bezahlen?“
Auch wir im Odenwald zahlen unsere Steuern und Krankenkassengebühren. Nicht mit Spielgeld, sondern in Euro. Somit haben wir hier auch Anrecht auf eine ortsnahe Gesundheitsversorgung in Formen der NOK Krankenhäuser.
Wenn sich eines der reichsten deutschen Bundesländer einen unterirdischen Bahnhof Stuttgart 21 leisten kann, ein neues Landestheater in Milliardenhöhe in Stuttgart plant, muss Budget für Gesundheitsversorgung möglich sein.
STOPPT DEN ABSCHUSS VON „GUSTAV“ (GW2672m) IM NATIONALPARK SCHWARZWALD.
GW 25-26-72 = „Gustav Wolf“ (Merkschlüssel) – wir sollten ihm einen Namen geben! Ich nenne ihn Gustav, weil er ein Lebewesen ist und kein Aktenzeichen.
Laut offizieller Darstellung war Gustav nicht aggressiv. Er soll in der Ranzzeit Interesse an Hunden zeigen und dadurch in Menschennähe geraten – plus „Wolfstourismus“ (Menschen, die ihn gezielt suchen/anlocken).
Und jetzt der Kern: Ein Wildtier wird für sein Fortpflanzungsverhalten bestraft.
Wenn mein Haustier-Rüde läufige Hündinnen spannend findet, wird er nicht erschossen – ich manage ihn (Leine, Abstand, andere Route). Genau das muss hier gelten: Menschen steuern, nicht Tiere töten.
In echten Nationalparks werden Besucher notfalls eingeschränkt: Im Schweizerischen Nationalpark sind Hunde komplett verboten – sogar an der Leine.
So geht Wildtiermanagement: klare Regeln, Kontrollen, temporäre Sperrungen/Wegegebot, Leinen- und Hundeauflagen, kein Anlocken – nicht Abschuss.
Und selbst wenn Gustav in der Ranzzeit besonderes Interesse an Hunden zeigt: Warum kein erneuter Lebendfang-/Besenderungsversuch, gerade jetzt mit professioneller Nutzung von Geruchsreizen/Lockstoffen (Wildtierforschung arbeitet genau mit solchen olfaktorischen Reizen), statt zur letzten Eskalation „Kugel“ zu greifen?
Bitte teilen, Petition unterstützen (Suchwort GW2672m) und ans Umweltministerium/Nationalpark schreiben: „Besucherlenkung + Fang/Monitoring statt Abschuss“
Ich bin mit meinem Hund selbst schon diesem Wolf im Wald bei der Hornisgrinde begegnet, und was soll ich sagen, das war ein wunderschönes Erlebnis. Es stimmt, daß er Interesse an Hunden zeigt, so ist er uns auf diesem Spaziergang immer wieder begegnet. In gebührendem Abstand hat er uns dann beobachtet. Zu keinem Zeitpunkt hat er aggressives Verhalten gezeigt. An mehreren Bäumen sind Schilder angebracht, auf denen zu lesen ist, dass keinerlei Gefahr von diesem Wolf ausgeht. Da stellt sich doch nun ein großes Fragezeichen. Meines Wissens steht der Wolf streng unter Naturschutz und er darf nur dann geschossen werden, wenn er erheblichen Schaden angerichtet hat. Welchen Schaden hat er denn eigentlich angerichtet? Steckt die Jäger-Lobby hinter diesem Beschluss? Die hat natürlich kein Interesse an einer Wolsfpopulation, denn diese würde ja das natürliche Gleichgewicht im Wald wieder herstellen und so die Jagd durch den Menschen überflüssig machen.