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LGBTQI

10 petitions

Update posted 2 months ago

Petition to ProSieben

Kein Foto für Heidi

DE EN Am 26.06.2019 gab ProSieben bekannt, dass Heidi Klum als Moderatorin/Jurorin für die deutsche Version von RuPauls Dragrace eingesetzt werden soll. Ausdrücklich begrüßen wir die Entscheidung, dass dieses Format nach Deutschland kommt und möchten dies auch erfolgreich produziert und gut umgesetzt sehen. Mit der Wahl eines Teils der Jurymitglieder haben wir jedoch große Schwierigkeiten. Insbesondere die Wahl Heidi Klum in die Jury zu nehmen stößt bei uns auf große Ablehnung. Heidi Klum hat von Drag, der dazugehörigen Historie, der Lebenseinstellung, der Identität, der Drag-Kultur, der Szene und der gesamten Branche absolut keine Ahnung. Wir sehen es als problematisch an, wenn mit Heidi Klum als Frontfigur und Vermarktungsgesicht der deutschen Ausgabe der Ausverkauf der Drag-Community an ein heteronormatives Publikum zu dessen bloßer Belustigung auf Kosten der Teilnehmer*Innen und der gesamten Drag-Community vorprogrammiert ist. Es geht nicht mehr darum eine gute, qualitativ hochwertige, informative oder aufklärerisch wirkende Sendung mit Niveau zu machen, wie es das Original bietet, es geht vielmehr um das Keifen, das persönliche Drama, die bloße Zurschaustellung übelster und erwarteter Klischees. Die Teilnehmer*Innen sind dort nur noch Mittel zum Zweck. Qualität wird geopfert, um die Quote durch Bedienen des gesellschaftlichen Voyeurismus zu retten. Der eigentlich und wirklich wichtige Aufklärungscharakter und das vorurteilsfreie Heranführen an diese Szene und deren großartige Bandbreite gehen verloren. Wir sehen es als problematisch an, dass eine heteronormative weiße Frau, die bisher keinerlei nennenswerte sichtbare Verbindung zur Drag-Community hatte und bisher auch nicht das Leben einer Drag gelebt hat, nun der deutschen Version der wahrscheinlich erfolgreichsten queeren Sendereihe vorsitzen soll und damit Geld verdienen wird. Dies geht unserer Ansicht nach über eine „kulturelle Aneignung“ hinaus, wir sehen dies als kulturellen Missbrauch! Wir sehen es als problematisch an, wenn zwar endlich mal im deutschen Fernsehen ein queeres Format produziert wird, aber schon die Frontfigur alles andere als queer ist und durch ein heteronormatives weibliches cis-Gesicht der aktuellen deutschen TV-Welt ersetzt wird. Wir sehen es als problematisch an, wenn ein Sender, wie ProSieben aus der großen Auswahl queerer Persönlichkeiten im deutschsprachigem Raum die große Chance verpasst neue tolle queere Leute aufzubauen. Oder wenigsten aus dem umfangreichen Pool bekannter queerer und der Drag-Community nahestehende Persönlichkeiten Repräsentanten und Gesichter als Galionsfiguren für ein solch großartiges Format zu gewinnen. Wenn man doch lieber mit bekannten und erfahrene queeren Menschen arbeiten möchte, warum dann nicht mit Guido Maria Kretschmar, Ralph Morgenstern, René Koch, Lilo Wanders, Hella von Sinnen, Gayle Tufts, Desirée Nick, Julian F.M. Stoeckel, Harald Glööckler oder am Ende noch mal Georg Preuße als „Mary“ dafür reaktivieren? An potentiellen, kompetenten, queeren Möglichkeiten mangelt es in Deutschland nun wirklich nicht.   Wir fordern ProSieben dazu auf die Besetzung der Jury bei "Queen of Drags“ mit Heidi Klum zu überdenken und sie durch eine queere Person zu ersetzen, beispielsweise durch Conchita Wurst, die als echte queere Person bereits alsNebenjurorin vorgesehen ist.#QueenOfDrags #ProSieben Zu uns:Wir, das sind Ryan Stecken (DragKing, Boy-Tunte, Sänger und Aktivist) und Margot Schlönzke (Polit-Tunte, Sängerin und Entertainerin), sind seit vielen Jahren in der Community künstlerisch und politisch unterwegs und haben uns auf die deutsche Ausgabe von RPDR sehr gefreut. Wir hofften auf ein queeres Format mit queeren Protagonisten vor einer Queer-kompetenten Jury. ProSieben hatte die Chance gehabt das durch und durch queere Original-Konzept mit einer queeren Frontperson zu einem Erfolg werden zu lassen. Mit der Entscheidung stattdessen Heidi Klum zu positionieren hat ProSieben eine Ohrfeige ins Gesicht all derer gepfeffert, die seit 50 Jahren kämpfen, dass die LGBTIQ-Community - exakt 50 Jahre nach Stonewall - sogar darum kämpfen muss selbst in den offensichtlichsten Momenten ernsthaft berücksichtigt zu werden und nicht nur als Beiwerk zur Belustigung dienen zu dürfen. Aus diesen vielen Gründen haben wir uns entschieden diese Petition zu starten. Ryan Stecken & Margot Schlönzke

Margot Schlönzke
26,469 supporters
Started 5 months ago

Petition to Amazon, Amazon.com, Jeff Bezos

Amazon: Verkauf von sogenannten “Homo-Heilungs-Büchern” stoppen!

Amazon verkauft Bücher, die bei der Pseudo-Heilung von Homosexualität helfen sollen - jetzt gerade, während du diesen Text liest. Einige der Bücher sind: “A Parent’s Guide to Preventing Homosexuality” “Healing Homosexuality” “How a gay Boy Became a Straight Man” Die Konversionstherapie ist in jeder Hinsicht destruktiv. Sie wurde in den 1970er Jahren nach der Aversionstherapie populär (im Rahmen dessen wurden Hormonpillen, Elektroschocks und Medikamente verwendet, um homosexuelle Patienten zu "heilen" und heterosexuell zu machen). 14 amerikanische Bundesstaaten haben die Konversionstherapie für Minderjährige verboten, weil sie so schädlich ist. Die Reparativtherapie, für die diese Bücher beispielhaft sind, versucht, die Sexualität einer Person aus dem Glauben heraus zu verändern, dass Homosexualität eine psychische Störung ist. Überraschung: Keine dieser Therapien funktioniert. Und außerdem schaden sie den Opfern massiv. Tatsächlich können und haben sie zu psychischen Problemen wie Depressionen, Selbstverletzungen und Selbstmord geführt. Im Moment profitiert Amazon vom Verkauf dieser Bücher, die eine Plattform für eine gefährliche und missbräuchliche Praxis bieten. Bücher zu zelebrieren, die Homosexualität als Krankheit qualifizieren, ist nicht richtig und du kannst helfen, dies zu stoppen. Amazon hat eine App für die Homosexuellenkonversionstherapie aus seinem App Store entfernt, nachdem sich öffentliche Empörung breit gemacht hatte. Wenn diese App gegen die Richtlinien verstoßen hat, warum werden dann Bücher verkauft, die dasselbe fördern?

Sky Gray
144,940 supporters
Update posted 5 months ago

Petition to Landtag des Saarlands, Saarländische Landesregierung

Verbot von Bordellwerbung - Saarlandweit!

BORDELLWERBUNG - NEIN DANKE! Wir fordern: Verbot von Bordellwerbung – Saarlandweit! In vielen Städten und Gemeinden werden Frauen auf riesigen Plakatwänden, diversen Werbeträgern und in Zeitungsanzeigen entweder als Ware angeboten oder mit käuflichen Produkten gleichgesetzt. Das ist ein Angriff auf die Würde von Frauen. Bordellwerbung verschleiert die Realität des Gewerbes. Das Prostituiertenschutzgesetz soll Prostitutionsbetriebe strenger überwachen, um Frauen an diesen Arbeitsplätzen zu schützen und Zwangslagen zuverlässiger zu erkennen. Bordellwerbung präsentiert Frauen als Ware und suggeriert Wohlfühloasen. Diese Darstellung läuft einem der wichtigsten Inhalte des Prostituiertenschutzgesetzes, dem Selbstbestimmungsrecht der Sexarbeiterinnen und dem Schutz vor Zwang, Ausbeutung und gesundheitsgefährdenden Praktiken, komplett entgegen. Bordellwerbung schafft schlechte Arbeitsbedingungen. Durch kriminelle Machenschaften der Zwangsprostitution sehen sich die wenigen freiwillig tätigen Prostituierten einem enormen Konkurrenzkampf ausgesetzt, welcher zu schlechten Arbeitsbedingungen führt. Sie müssen Kompromisse schließen, Praktiken entgegen dem Prostituiertenschutzgesetz akzeptieren und schlechte Bezahlung hinnehmen. Die Zwangsprostituierten und Notlagenprostituierten sehen sich Gewalt, Ausbeutung, Gesundheitsrisiken und Mehrfachdiskriminierung gegenüber hilflos. Bordellwerbung widerspricht dem Jugendschutz. Sexistische Darstellungen in Medien überfordern Jugendliche und stellen eine Gefahr für eine normale Entwicklung dar. Bordellwerbung stellt zusätzlich die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistung und die grundsätzliche käufliche Verfügbarkeit von Frauen als Normalität und gesellschaftlich toleriert dar. Bordellwerbung ist kein positives Aushängeschild für das Saarland. Das Image des Saarlandes als „Puff Europas“ wird durch die öffentliche Werbung für Bordelle und sexuelle Dienstleistungen verstärkt. Dieses „Schmuddelimage“ schadet der Attraktivität des Saarlandes als Tourismusziel und Wirtschaftsstandort. Wir fordern die Landesregierung auf, ein Verbot von Bordellwerbung für das gesamte Saarland durchzusetzen. „Bordellwerbung – Nein Danke!“

Katharina Kunze & LAG Frauenbeauftragte Saarland
30,522 supporters