Petition updateKeine Erstkonsumenten!

Empfehlung

Christoph SchindlerGermany
Jan 7, 2020

Am 20.12.19 wurde in einem Brief vom Petionsausschuss des Deutschen Bundestages zum wiederholten Male Stellung bezogen (am 19.12.19) und der Abschluss des Petitionsverfahrens mir mitgeteilt (siehe https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/25539690 ), was ich hiermit auch bestätige. Vorher möchte ich aber noch eine Empfehlung abgeben (siehe ganz unten).

Zu dem Vortrag (des Petitionsbriefes) wurde im Brief vom 20.12.19 die Einzelheit unvollständig aufgeführt warum es Studien nicht gibt, wo das Befinden einer über einen längeren Zeitraum unbehandelten und beobachteten Gruppe mit einem ebenso längeren Zeitraum mit dem Befinden dieser Gruppe nach Ersteinnahme von Antidepressiva und Neuroleptika vergleicht. An anderer Stelle wurde erwähnt, dass eine begrenzte Zeit vor Zulassung zur Verfügung stehen würde . In meinen Argumentationen habe ich mich stets nicht auf Zulassungen bezogen, auch nicht im bisherigen Briefwechsel sowie im Inhalt der Anlagen meiner Infoseite.

Als ich am 24.08.18 mit einem Begleitschreiben die Petition dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages per Email übergeben habe, habe ich die Anlagen meiner Infoseite über Antidepressiva und Neuroleptika als Link nicht eingefügt um zu Einzelheiten des Vortrags zu verweisen (wie eingangs in dem Brief behauptet wird), sondern um einen ergänzenden Grund aufzuzeigen weswegen ich die Petitionsforderung ausserdem noch übergeben habe (so wie ich es in diesem Begleitschreiben erklärt habe).

Die Anlagen der Infoseite über Antidepressiva und Neuroleptika sind auch aus meinem Schreiben vom 06.12.18 entnehmbar, siehe https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/24114095 . Von dort kann auch das dazugehörige Begleitschreiben entnommen werden, sowie ein Schreiben vom 16.12.18.

Aber nun zum Inhalt der Unterlagen meiner Infoseite (und zu dem dazugehörigen Begleitschreiben) worauf im Brief vom 20.12.19 Stellung bezogen wurde:

 

In diesem Brief drückt sich das BfArM bezüglich des Suizidriskos nicht eindeutig aus. Liegen dem BfArM Studien vor die eine Suizidrisikoerniedrigung unter Antidepressiva nachweisen? Es ist mittlerweile allgemein bekannt dass es viele Studien gibt die Suizidrisikoerniedrigungen unter Antidepressiva sugerieren wollen obwohl sie keine Nachweise für Suizidrisikoerniedrigungen enthalten (siehe z.B. 1. und 2. Kommentar am 23.08.18 zum Post am 22.08.18 , in der Infoseite) .

Im Brief wurde auf eine sogenannte Metaanalyse verwiesen, wo schon in der Einleitung aufgeführt wird dass „ ….der Nutzen der antidepressiven Pharmakotherapie im Allgemeinen und der Therapie mit SSRIs und selektiven Serotonin-/Noradrenalinwiederaufnahmehemmern (SSNRIs) im Besonderen die Risiken ihrer Anwendung… „ überwiegen würden ohne dabei als wichtigsten Grund eine Suizidrisikoerniedrigung dieser Medikamente zu erwähnen (siehe Zeitschrift Nervenarzt 2014, 85:1108-1116 Internet: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00115-014-4092-9 ). Im Brief vom 20.12.19 wird zu diesem Artikel ausgeführt dass der „ … Artikel schlussfolgert, dass es wahrscheinlich Unterschiede im Zusammenhang von Suizidalität und der Gabe von bestimmten Antidepressiva gibt. Hier wird auf die Substanzkorrelierten Eigenschaften zwischen trizyklischen Antidepressiva und Antidepressiva der zweiten Generation (Seretoninwiederaufnahmehemmer und Seretonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) verwiesen. … „

Da in dieser Ausführung nur von „wahrscheinlich“ die Rede ist, ist von der Metaanalyse auch deshalb keine brauchbare Information bezüglich Suizidrisikoerniedrigung zu bekommen. Um deshalb mehr Klarheit über das Suizidrisiko zu verschaffen (und weil laut der Metaanalyse der Nutzen der SSRI‘s und SSNRI‘s im Besonderen die Risiken ihrer Anwendung überwiegen würden), teile ich nun den Nachweis über überproportional viele Suizide unter Antidepressiva (über den in der Infoseite bereits berichtet wurde, siehe Kommentar am 21.08.18 zum Post am 17.08.18) in die SSRI‘s und SSNRI‘s auf:

 

Nachweis von überproportional vielen Suizide unter SSRI ( * Anmerkung dazu siehe weiter unten, in den Anmerkungen vom Update am 17.02.2020):

Im Jahr 2007 haben in Schweden 349979 Frauen (7,6% der weiblichen schwedischen Bevölkerung) mindestens einmal ein SSRI entgegengenommen. Im Jahr 2006 waren es ebenfalls 7,6% . Quelle: The National Board of Health and Welfare in Sweden (Socialstyrelsen). Statistikdatabas för läkemedel. Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx . Im Jahr 2007 haben also zwischen 7,6% (7,6% im Jahr 2007) und 15,2% (7,6% im Jahr 2006 + 7,6% im Jahr 2007) der Frauen innerhalb eines Jahres mindestens einmal ein SSRI entgegengenommen. Da anzunehmen ist dass nach Entgegennahme eines SSRI nicht immer der Konsum erfolgte, muss also die Quote der Frauen, die im Jahr 2007 innerhalb eines Jahres SSRI konsumiert haben, in der Quoteneingrenzung von <7,6% bis <15,2% gelegen haben. Innerhalb dieser Quoteneingrenzung muss also die tatsächliche Quote liegen. Für einen Vergleich (siehe weiter unten) muss man aus der Quoteneingrenzung der weiblichen Konsumenten die bestmöglichste Quote zu Gunsten der SSRI herausnehmen, nämlich die obere Grenze von 15,2%. Die 15,2% stellen den für die SSRI bestmöglichsten Fall dar. Dieser bestmöglichste Fall ist selbsterklärend äußerst unwahrscheinlich.

Im Jahr 2007 haben sich in Schweden 325 Frauen das Leben genommen (siehe Seite 2). Bei 320 dieser Frauen wurden Blutanalysen durchgeführt. Bei 25% der 320 Frauen wurden Spuren von SSRI nachgewiesen (siehe Seite 16). Quelle: Larsson J. (2009): Psychiatric drugs & suicide in Sweden 2007. A report based on data from the National Board of Health and Welfare. Internetveröffentlichung: http://iloapp.jannel.se/blog/psychiatricdrugs?ShowFile&doc=1273233718.pdf . Da Blutanalysen durchgeführt wurden kann man die untere Grenze einer Quoteneingrenzung der Suizidfälle unter SSRI mit >25% festlegen und stellt den für die SSRI bestmöglichsten Fall dar. Die obere Grenze die die Verschreibungen von SSRI innerhalb eines Jahres im Jahr 2007 über Rezepte abbildet (und zugleich den für die SSRI schlechtmöglichsten Fall bei einem Vergleich darstellen würde) ist mir nicht bekannt. Die Tatsächliche Quote (die bei allen Quoteneingrenzungen unbekannt ist) befindet sich innerhalb der Quoteneingrenzung von untere bis obere Grenze der Suizidfälle unter SSRI . Beim Vergleich ist der für die SSRI bestmöglichste Fall - die Quote 25% - herauszunehmen (dieser Fall ist selbsterklärend äußerst unwahrscheinlich) :

Mit Hilfe der oben genannten Quoten ergeben sich dann für den Vergleich: 25% gegenüber 15,2%, also überproportional viele Suizide unter SSRI .

Es ist selbsterklärend dass der soeben gemachte Vergleich mit extrem großer Wahrscheinlichkeit nochmal deutlich überproportionaler die Suizide unter SSRI aufzeigen würde, wenn man die tatsächlichen Quoten hinzuzöge (siehe oben).

 

Nachweis von überproportional vielen Suizide unter SSNRI ( ** wichtige Anmerkung dazu siehe weiter unten, in den Anmerkungen vom Update am 17.02.2020) :

Im Jahr 2007 haben in Schweden 488294 Frauen (10,6% der weiblichen schwedischen Bevölkerung) mindestens einmal ein Antidepressivum entgegengenommen. Daraus folgt, dass in diesem Jahr 138315 Frauen mindestens einmal ein Antidepressivum - ausser einem SSRI - entgegengenommen haben (entsprechen 3% der weiblichen schwedischen Bevölkerung).

Im Jahr 2006 waren es in Schweden 480959 Frauen (fast 10,6% der weiblichen schwedischen Bevölkerung) die mindestens einmal ein Antidepressivum entgegengenommen haben. Daraus folgt, dass in diesem Jahr 136246 Frauen ( = 3% ) mindestens einmal ein Antidepressivum - ausser einem SSRI - entgegengenommen haben. Quelle: The National Board of Health and Welfare in Sweden (Socialstyrelsen). Statistikdatabas för läkemedel. Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx .

Im Jahr 2007 haben also zwischen 3% (3% im Jahr 2007) und 6% (3% im Jahr 2006 + 3% im Jahr 2007) der Frauen innerhalb eines Jahres mindestens einmal ein Antidepressivum - ausser einem SSRI - entgegengenommen. Da anzunehmen ist dass nach Entgegennahme nicht immer der Konsum erfolgte, muss also die Quote der Frauen, die im Jahr 2007 innerhalb eines Jahres Antidepressiva - ausser SSRI - konsumiert haben in der Quoteneingrenzung von <3% bis <6% gelegen haben. Innerhalb dieser Quoteneingrenzung muss also die tatsächliche Quote liegen. Für einen Vergleich (siehe weiter unten) muss man aus der Quoteneingrenzung der weiblichen Konsumenten die bestmöglichste Quote zu Gunsten der Antidepressiva - ausser SSRI - herausnehmen. Die obere Konsumentengrenze von 6% stellen den für die Antidepressiva - ausser SSRI - bestmöglichsten Fall dar. Dieser bestmöglichste Fall ist selbsterklärend äußerst unwahrscheinlich.

Im Jahr 2007 haben sich in Schweden 325 Frauen (siehe Seite 2) das Leben genommen. Bei 320 dieser Frauen wurden Blutanalysen durchgeführt. Bei 53 ( = 16,6% ) der 320 Frauen wurden Spuren von Antidepressiva - ausser SSRI - nachgewiesen (siehe Seite 16). Quelle: Larsson J. (2009): Psychiatric drugs & suicide in Sweden 2007. A report based on data from the National Board of Health and Welfare. Internetveröffentlichung: http://iloapp.jannel.se/blog/psychiatricdrugs?ShowFile&doc=1273233718.pdf . Die untere Grenze einer Quoteneingrenzung der Suizidfälle unter Antidepressiva - ausser SSRI - ist mit >16,6% darzustellen und stellt den für die von Antidepressiva -ausser SSRI - bestmöglichsten Fall dar. Die Tatsächliche Quote befindet sich innerhalb der Quoteneingrenzung (von untere Grenze >16,6% bis zu einer für mich unbekannten oberen Grenze der Suizidfälle unter Antidepressiva - ausser SSRI - ) . Bei einem Vergleich muss man aber den für die Antidepressiva - ausser SSRI - bestmöglichste Fall (der selbsterklärend äußerst unwahrscheinlich ist) die Quote 16,6% herausnehmen:

Mit Hilfe der oben genannten Quoten ergeben sich dann für den Vergleich: 16,6% gegenüber 6%, also überproportional viele Suizide unter Antidepressiva - ausser SSRI - .

Es ist selbsterklärend dass der soeben gemachte Vergleich mit extrem großer Wahrscheinlichkeit nochmal deutlich überproportionaler die Suizide unter Antidepressiva - ausser SSRI - aufzeigen würde, wenn man die tatsächlichen Quoten hinzuzöge (siehe oben).

Bei 21 ( = 6,6% ) der 320 Frauen (die sich 2007 das Leben genommen haben) wurden Spuren von SSNRI (Duloxetine und Venlafaxine) nachgewiesen (siehe Seite 16). Wieviele Frauen im Jahr 2007 innerhalb eines Jahres mindestens einmal ein SSNRI entgegengenommen haben ist mir nicht bekannt. Die Quote der weiblichen SSNRI-Konsumenten kann man aber zum Zwecke des Vergleichs zumindestens orten, indem man die Quote der SSNRI-Konsumenten mit der Gruppe der Antidepressiva – ausser SSRI – gleichsetzt (zu Gunsten der SSNRI) und man dann bezüglich der SSNRI-Konsumenten für die obere Konsumentengrenze ebenfalls 6% erhält (siehe oben) . Man lässt also beim Vergleich den für die SSNRI deutlich unter 6% liegende „eigentliche obere Konsumentengrenze“ zunächst außer Acht:

Mit Hilfe der oben genannten Quoten ergeben sich dann für den Vergleich: 6,6% gegenüber 6%, also überproportional viele Suizide unter SSNRI.

Wenn man nun die vorhin außer Acht gelassene „eigentliche obere Konsumentengrenze“ wieder hinzuzieht, muss der soeben gemachte Vergleich deutlich überproportionaler ausfallen.

Es ist selbsterklärend dass mit extrem großer Wahrscheinlichkeit noch ein Mal deutlich überproportionaler die Suizide unter SSNRI aufzuzeigen wären, wenn man noch die tatsächlichen Quoten hinzuzöge (siehe oben).

Vor dem Hintergrund des Dargelegten über die Antidepressiva kann man durch engmaschige Überwachung der Konsumenten von Antidepressiva (wie im Brief vom 20.12.19. beschrieben), in den ersten Behandlungswochen bis zum Eintritt einer Besserung, die deutlich überproportional vielen Suizide (siehe oben) nicht vorstellbar ausgleichen.

 

In dem Brief vom 20.12.19 hat man bezüglich der Neuroleptika darauf hingewiesen dass in der derzeit gültigen Fassung der europäischen Leitlinie zur klinischen Untersuchung von diesen Arzneimitteln Minimalanforderungen an Studien dargestellt werden, die für die Zulassung von neuen Wirkstoffen eingefordert werden (EMA/CHMP/40072/2010 Rev. 1, https://www.ema.europa.eu/en/documents/scientific-guideline/guideline-clinical-investigation-medicinal-products-including-depot-preparations-treatment_en.pdf ). Aus dieser Leitlinie ist als Minimalanforderung nicht zu entnehmen, dass niemand, der mit Neuroleptika vorbehandelt wurde, über die ganze Studie hinweg der Placebogruppe randomisiert zugeordnet werden darf. Vor dem Hintergrund von Neuroleptika-Entzugserscheinungen werden dann die Ergebnisse der Wirkstoffgruppe geschönt. Schon allein deshalb können keine aussagekräftige Studien für die Zulassung gemacht werden.

Unabhängig vom Thema der Zulassung hat man zum wiederholten Male (im Brief vom 20.12.19 , das erste Mal in der Stellungnahme am 19.11.2018) den gravierenden Mangel nicht eingeräumt, dass bei keinen der langfristigen Studien (die eine Risiko- Nutzen-Überprüfung der Neuroleptika darstellen sollen) eine Vergleichsgruppe hinzugezogen wurde die vor Beginn der Studie nicht mit Neuroleptika je in Verbindung gekommen ist und während des gesamten Studienzeitraumes auch nicht Neuroleptika eingenommen hat (siehe auch Kommentar am 21.08.18 zu den Leitlinien zur Neuroleptika-Behandlung und Kommentar am 20.08.18 zu der dort enthaltenen 7. Kernaussage, beide Kommentare zum Post am 19.08.18, in der Infoseite; siehe auch 3. Abschnitt der "Zusammenfassung" , auf der Startseite der Petitionsseite:    https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten ).

Vor dem Hintergrund von Neuroleptika-Entzugserscheinungen wurde in dem Brief vom 20.12.19 ebenso nicht begründet warum dann eine Risiko-Nutzen-Überprüfung des Neuroleptika-Konsums überhaupt existieren soll.

Genauso wenig wurde begründet warum es nicht die oben genannte Vergleichsgruppe gibt, es wurde lediglich auf „Heterogenität der Erkrankungen“ verwiesen. Vor dem Hintergrund des in der medizinischen Disziplin Psychiatrie vorhandenen Dogmas – für Menschen mit psychiatrischen Diagnosen eine Indikation für die Behandlung durch Neuroleptika ableiten zu müssen – hätte man für die Voraussetzung solcher Studien diesem Dogma lediglich nicht folgen müssen. Dann wären langfristige Studien mit dieser Vergleichsgruppe sehr wohl realisierbar gewesen.

 

Update am 14.01.2020 mit Nachtrag zu den Antidepressiva :

Bei den Richtlinien für Antidepressiva wird von einem Konsumwechsel der Antidepressiva-Substanzklassen (z.B. SSRI, SSNRI) nicht abgeraten (siehe z.B. S3-Leitlinie, 2. Auflage, 2015, 3.4.7.5). Die Nachweise von überproportional vielen Suizide unter SSRI und SSNRI (welche durch Blutanalysen ermittelt wurden) sind deshalb vergleichsweise nicht so bedeutsam wie der Nachweis von überproportional vielen Suizide unter Antidepressiva (ebenfalls durch Blutanalysen ermittelt), mit dem Faktor von 2 (= 31%/16%) als günstigsten Fall bis zu 5,5 (= 45%/8%) als ungünstigsten Fall. Bei diesem Nachweis von überproportional vielen Suizide unter Antidepressiva befindet sich der tatsächliche Faktor zwischen 2 und 5,5 (noch eingegrenzter zwischen 2,8 und 5,5 siehe update am 17.02.2020 mit Anmerkungen). Dieser Nachweis für das Jahr 2007 in Schweden (mit dem Vergleichszeitraum von innerhalb eines Jahres vor den Suizidfällen) ist entnehmbar im: Kommentar am 21.08.18 unter dem Post vom 17.08.18, in der Infoseite. Link zur Infoseite (unter meinem Schreiben vom 6.12.2018) siehe : https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/24114095 .

 

Update am 11.02.2020 mit Nachtrag zu den Neuroleptika:

Es gibt zwar schon einen eindeutigen Grund der die Notwendigkeit eines Verbotes des Erstkonsums von Neuroleptika für jeden deutlich nachvollziehbar belegt (siehe Kommentar am 21.08.18 zu den Leitlinien zur Neuroleptika-Behandlung und Kommentar am 20.08.18 zu der dort enthaltenen 7. Kernaussage, beide Kommentare zum Post am 19.08.18, in der Infoseite), trotzdem möchte ich noch auf das Thema von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika eingehen:

So wie man den für die Antidepressiva ungünstigsten Fall einen Suizidfaktor unter Antidepressiva von 5,5 (=45%/8%) aufzeigen kann (siehe https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/24114095 , Kommentar am 21.08.18 zum Post am 17.08.18, in der Infoseite), kann man auch mit Hilfe der von mir genannten Quellen den Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika, mit einem für die Neuroleptika ungünstigsten Suizidfaktor von ca. 11,1 (=18%/1,615%), für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007, in Schweden aufzeigen. Die 18% (Menschen die innerhalb eines Jahres vor dem Suizid mit Neuroleptika behandelt wurden, was über ausgefüllte Rezepte ermittelt wurde) kann man auf der Seite 8 entnehmen, siehe Larsson J. (2009): Psychiatric drugs & suicide in Sweden 2007. A report based on data from the National Board of Health and Welfare. https://psychiatricdrugs.jannel.se/wp-content/uploads/imported-media/documents/1273233718.pdf   . Die 1,615% der schwedischen Bevölkerung (= 145525 Menschen die im Jahr 2007 mindestens einmal ein Neuroleptikon entgegengenommen haben) kann man aus dieser Quelle entnehmen: The National Board of Health and Welfare in Sweden (Socialstyrelsen). Statistikdatabas för läkemedel https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx

 

Update am 17.02.2020 mit dem Nachweis von überproportional vielen Suiziden (bei aktuellen/ehemaligen Konsumenten) unter sowohl Antidepressiva als auch unter Neuroleptika (jeweils über ausgefüllte Rezepte ermittelt):

Bei den Nachweisen des günstigsten Falls (sowie des dazugehörigen Faktors) von überproportional vielen Suiziden (z.B. unter SSRI oder SSNRI, siehe oben, oder unter Antidepressiva, siehe Kommentar am 21.08.18 unter dem Post vom 17.08.18, in der Infoseite), werden Entzugserscheinungen mit Hilfe von Blutanalysen insgesamt entsprechend weniger erfasst, da Spuren von Antidepressiva oder Neuroleptika nur noch über relativ kurze Zeit nach Konsumende nachgewiesen werden können. Daher kann die Ermittlung der Nachweise von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva und die Ermittlung der Nachweise von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika - mit Hilfe von ausgefüllten Rezepten - für mehr Klarheit schaffen.

Man kann davon ausgehen dass der tatsächliche Konsum nicht so oft stattfindet wie es die ausgefüllten Rezepte wiedergeben, deshalb würde dieser tatsächliche Konsum den noch zu ermittelnden günstigsten Faktor (über ausgefüllte Rezepte, siehe unten) ungünstiger ausfallen lassen. Man kann ebenso vom anderen Umstand ausgehen dass nicht jeder, der innerhalb eines Jahres vor dem Suizid mit Antidepressiva behandelt wurde (was über ausgefüllte Rezepte ermittelt wurde) diese Antidepressiva auch tatsächlich konsumierte, deshalb würde dieser tatsächliche Konsum diesen noch zu ermittelnden günstigsten Faktor hingegen günstiger ausfallen lassen. Beide Umstände heben sich dann also für die Ermittlung dieses günstigsten Faktors in etwa auf. Der für die Antidepressiva günstigste Faktor von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva (über ausgefüllte Rezepte ermittelt und nicht mit Hilfe von Blutanalysen ermittelt) liegt daher dann bei 2,8 (=45%/(7,97%+8,05%)), und zwar für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007 in Schweden.

Wie schon erwähnt, liegt der für die Antidepressiva ungünstigste Faktor bei 5,5 (=45%/8%), für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007 in Schweden (siehe Kommentar am 21.08.18 unter dem Post vom 17.08.18, in der Infoseite). Der tatsächliche Faktor (von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva) befindet sich dann also zwischen 2,8 (=45%/(7,97%+8,05%)) und 5,5 (=45%/8%) für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007 in Schweden, und nicht zwischen dem Faktor 2 und 5,5 (siehe oben). Dieser Faktor 2 (= 31%/16%) wurde mit Hilfe von Blutanalysen ermittelt, siehe: Kommentar am 21.08.18 unter dem Post vom 17.08.18, in der Infoseite. Link zur Infoseite (unter meinem Schreiben vom 6.12.2018) siehe : https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/24114095 .

Hinweis: Da aus der unten genannten Quelle der Socialstyrelsen der Anteil der Antidepressivakonsumenten im Jahr 2006 "und/oder" 2007 nicht zu entnehmen ist, werden stattdessen die Quoten 7,97% und 8,05% addiert. Daher müsste der Faktor 2,8 eigentlich größer sein (aber nicht kleiner).   

Die 45% (Menschen die innerhalb eines Jahres im Jahr 2007 vor dem Suizid mit Antidepressiva behandelt wurden, was über ausgefüllte Rezepte ermittelt wurde) kann man auf der Seite 8 entnehmen, siehe Larsson J. (2009): Psychiatric drugs & suicide in Sweden 2007. A report based on data from the National Board of Health and Welfare. https://psychiatricdrugs.jannel.se/wp-content/uploads/imported-media/documents/1273233718.pdf . Die 7,97% der schwedischen Bevölkerung (= 720881 Menschen die im Jahr 2006 mindestens einmal ein Antidepressivum entgegengenommen haben) sowie die 8,05% der schwedischen Bevölkerung (= 733261 Menschen die im Jahr 2007 mindestens einmal ein Antidepressivum entgegengenommen haben) kann man aus dieser Quelle entnehmen: The National Board of Health and Welfare in Sweden (Socialstyrelsen). Statistikdatabas för läkemedel https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx .

Auch bei den Neuroleptika kann man davon ausgehen dass der tatsächliche Konsum nicht so oft stattfindet wie es die ausgefüllten Rezepte wiedergeben, deshalb würde dieser tatsächliche Konsum den noch zu ermittelnden günstigsten Faktor (über ausgefüllte Rezepte, siehe unten) ungünstiger ausfallen lassen. Man kann ebenso vom anderen Umstand ausgehen dass nicht jeder, der innerhalb eines Jahres vor dem Suizid mit Neuroleptika behandelt wurde (was über ausgefüllte Rezepte ermittelt wurde) diese Neuroleptika auch tatsächlich konsumierte, deshalb würde dieser tatsächliche Konsum diesen noch zu ermittelnden günstigsten Faktor hingegen günstiger ausfallen lassen. Beide Umstände heben sich dann also für die Ermittlung dieses günstigsten Faktors in etwa auf. Der für die Neuroleptika günstigste Faktor von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika (über ausgefüllte Rezepte ermittelt und nicht mit Hilfe von Blutanalysen ermittelt) liegt daher dann bei 5,3 (=18%/(1,615%+1,759%)), und zwar für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007 in Schweden.

Wie schon erwähnt, liegt der für die Neuroleptika ungünstigste Faktor bei 11,1 (=18%/1,615%) , für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007 in Schweden (siehe oben, abschließender Nachtrag zu den Neuroleptika am 11.02.2020). Der tatsächliche Faktor (von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika) befindet sich dann also zwischen 5,3 (=18%/(1,615%+1,759%)) und 11,1 (=18%/1,615%), für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres für das Jahr 2007 in Schweden.

Hinweis: Da aus der unten genannten Quelle der Socialstyrelsen der Anteil der Neuroleptikakonsumenten im Jahr 2006 "und/oder" 2007 nicht zu entnehmen ist, werden stattdessen die Quoten 1,615% und 1,759% addiert. Daher müsste der Faktor 5,3 eigentlich größer sein (aber nicht kleiner).  

Die Quote 18% (= 201 x 100% / 1126 ) von Menschen die in 2007 innerhalb eines Jahres vor dem Suizid mit Neuroleptika behandelt wurden (was über ausgefüllte Rezepte ermittelt wurde) kann man aus der Seite 8 ermitteln, siehe Larsson J. (2009): Psychiatric drugs & suicide in Sweden 2007. A report based on data from the National Board of Health and Welfare. https://psychiatricdrugs.jannel.se/wp-content/uploads/imported-media/documents/1273233718.pdf . Die 1,759% der schwedischen Bevölkerung (= 157414 Menschen die im Jahr 2006 mindestens einmal ein Neuroleptikon entgegengenommen haben) sowie die 1,615% der schwedischen Bevölkerung (= 145525 Menschen die im Jahr 2007 mindestens einmal ein Neuroleptikon entgegengenommen haben) kann man aus dieser Quelle entnehmen: The National Board of Health and Welfare in Sweden (Socialstyrelsen). Statistikdatabas för läkemedel https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx .

 

Anmerkungen:

Da die in diesem Update gemachten Nachweise ausschliesslich mit Rezepten ermittelt wurden, beziehen sich die Nachweise nicht nur auf die aktuellen Konsumenten sondern auch auf die ehemaligen Konsumenten (in Abhängigkeit eines bestimmten Vergleichszeitraumes), damit werden mit diesen Nachweisen ein erstes Bild über den ehemaligen Konsum gemacht, wie mit dem Nachweis im "Kommentar am 21.08.18 zum Post am 17.08.2018" auch, wo aber die Faktor-Eingrenzung etwas weniger eingegrenzt ist (dieses "erste Bild" der Suizidfaktor-Eingrenzung über den aktuellen und ehemaligen Konsum, in diesem Update vom 17.02.20, könnte man mit entsprechenden repräsentantiven Umfragen sicherlich nochmals deutlich mehr eingrenzen, indem man zwecks Ermittlung der dazugehörigen gesamten Konsumenten in Schweden entsprechende Umfragen macht/gemacht hätte, sodass man dann einen Faktor, anstatt eine Faktor-Eingrenzung, ermitteln kann). "vergleichszeitraum-abhängige" Nachweise für innerhalb eines Jahres und innerhalb eines halben Jahres siehe: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten , unter "Übersicht Faktoren".

 

* zu den SSRI:

In dem Fall, wo der Vergleichs-Zeitraum nur ein halbes Jahr oder kleiner ist, könnten zwar toxikologische Daten (Blutanalysen) als untere Grenze (für die Faktor-Eingrenzung des tatsächlichen Faktors) den tatsächlichen Faktor in diesem speziellen Fall genauer erfassen (Vorgehensweise siehe Kommentar am 21.08.18 unter dem Post vom 17.08.18, in der Infoseite oder auch siehe Update am 07.01.20 unter dem „vergleichszeitraum-abhängigen“ Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter SSRI mit untere Grenze von 1,6 (=25%/15,2%) und mit hingegen "unbekannten oberen Grenze") Trotzdem ist diese Art der Faktoren-Eingrenzung immer noch zu weit gegriffen. Deshalb könnte man diese Faktor-Eingrenzung (Vorgehensweise siehe Kommentar am 21.08.18 unter dem Post vom 17.08.18, in der Infoseite) vielleicht gleich ganz weglassen (auch der übersichtlicheren Darstellung wegen). Man bräuchte dann lediglich die Quote der toxikologischen Daten (sollte man über sie verfügen) durch die Konsumenten-Quote teilen, dann würde man z.B. bei den Antidepressiva (alle Altersgruppen) einen Suizid-Faktor bei aktuellen Konsumenten von 3,9 (=31%/8%) erhalten, und für die SSRI (alle Altersgruppen) würde man dann einen Suizid-Faktor in Höhe von 3,3 (= 25%/7,6%, siehe oben) erhalten. Bei der Ermittlung dieser Suizid-Faktoren hätte ich sie also auch bewusst vergleichszeitraum-unabhängig darstellen können (und sie damit auch unabhängig von Entzugserscheinungen dargestellt) sodass der tatsächliche Suizid-Faktor z.B. unter Antidepressiva bei 3,9 liegt (siehe auch: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten , unter Übersicht Faktoren). Damit würde man aber die Entzugs-Problematik nicht berücksichtigen können, der man aber mit den Nachweisen (über Rezepten und eher nicht über Blutanalysen ermittelt) sehr viel näher kommen kann.

 

** zu den SSNRI:

Dieser Nachweis (im Update vom 07.01.2020), inklusive der Nachweis zu den Antidepressiva - ausser SSRI - , beinhaltet mehrere Ungenauigkeiten und sollte damit nicht mehr weiter berücksichtigt werden (Ermittlungen der Proportionalitäten unter den SSNRI-Wirkstoffen siehe im Update am 28.08.20).

 

 

Update am 25.03.2020 mit Resumee:

Eine Zusammenfassung dieser Petition ist auf https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten zu finden.

Es ist für mich, wie sicherlich für viele andere auch, unerträglich: Seit Bestehen der Antidepressiva und Neuroleptika gibt es für irgendeinem Land (für sowohl ein bestimmtes Jahr als auch für ein bestimmtes Jahr und für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres vor den Suizidfällen, so wie es z.B. die Quelle von Larsson J. wegen der Blutanalysen und Rezepte aufzeigt) keine von den Primärquellen zugängliche Informationen darüber wie hoch der prozentuale Anteil der Suizidfälle unter sowohl Antidepressiva als auch Neuroleptika gegenüber den gesamten Suizidfällen ist (NICHT durch psychiatrischen Kriterien und anderem Hokuspokus ermittelt, sondern durch sowohl toxikologischen Daten/Blutanalysen als auch Rezepte ermittelt). Nur durch Zufall bin ich z.B. erst Anfang April 2020 auf eine von der Socialstyrelsen im Februar 2012 publizierte Quelle über die Antidepressiva und/oder Neuroleptika gestossen (siehe unten, Update am 18.04.2020). Die Sekundärquellen sind leider zu rar gesät um sich eine noch vollständigere Übersicht über die verschiedenen Suizid-Faktoren, z.B. über die jüngeren Altersgruppen unter Neuroleptika machen zu können (mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt, aber vor allem mit Rezepten ermittelt, damit man dann zu diesem Zweck auch vergleichen kann mit den Antidepressiva der jeweiligen Altersgruppen von den Update`s am 05.06.20 und 12.06.20, siehe „Übersicht Faktoren“ unter "vergleichszeitraum-unabhängigen/abhängigen" Faktoren auf: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten ) . Genauso unerträglich ist es dass es keine mir bekannte Information gibt (außer von der Socialstyrelsen, siehe „Statistikdatabas för läkemedel“) wie hoch die Quote der Konsumenten von sowohl Antidepressiva als auch Neuroleptika im jeweiligen Land ist, die der entsprechenden Konsumentengruppe, dem entsprechenden Jahr sowie Zeitraum zuzuordnen ist (und man für diesen Zeitraum von z.B. innerhalb eines Jahres diese Quote in einem Bereich eingrenzen kann, siehe Ausführungen), sodass man dann einen Vergleich durchführen könnte (siehe Ausführungen und siehe z.B. Update am 17.02.20).

Dieses Problem hätte man schon längst lösen können wenn von staatlicher Seite aus über eine Informationsstelle Zugang zu den oben genannten Informationen gewährt worden wäre (selbstverständlich hätte diese Informationsstelle NICHT von der medizinischen Disziplin Psychiatrie aus verwaltet werden dürfen).

 

Update am 18.04.2020 mit fünf Nachweisen von überproportional vielen Suiziden unter Psychopharmaka, bzw. unter Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika (in den Abschnitten a bis c):

Abschnitt a: Drei Nachweise: Erster Nachweis (Altersgruppe 18-85+) und zweiter Nachweis (Altersgruppe 18-64) sowie dritter Nachweis (Altersgruppe 65-74), jeweils bei aktuellen/ehemaligen Konsumenten für „innerhalb eines halben Jahres“:

Im Jahr 2010 haben sich in Schweden 1138 Menschen (alle Altersgruppen) das Leben genommen. (Siehe: „The National Board of Health and Welfare in Sweden“ (Socialstyrelsen), „Statistikdatabas för dödsorsaker“, Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_dor/val.aspx ). Es wurden im Jahr 2010, innerhalb eines halben Jahres vor dem Suizid, Männer und Frauen mit folgenden Altersgruppen anteilig mit Antidepressiva oder Neuroleptika nicht behandelt:

Männer: (18-64): 61%, (65-74): 57%, (75-84): 66%, 85+: 74%

Frauen: (18-64): 40%, (65-74): 48%, (75-84): 43%, 85+: 62%

(Altersgruppen in Klammern und mit + für aufwärts)

Pupliziert im Februar 2012 von der Socialstyrelsen: „Äldres behov av psykiatrisk vård och stöd“, Internet: https://www.socialstyrelsen.se/globalassets/sharepoint-dokument/artikelkatalog/ovrigt/2012-2-22.pdf , siehe Seite 13, Tabelle 5

Bei den Männern und Frauen entnimmt man nun die Zahl der Suizide für jede Altersgruppen von 15 bis 85+ (Siehe Quelle Socialstyrelsen, "Statistikdatabas för dödsorsaker") und addiert sie. Für die näherungsweise Ermittlung der Altersgruppe von 18 bis 19 multipliziert man die Daten der Altersgruppe von 15 bis 19 mit 2/5 . Es ergeben sich dann insgesamt 1109 Suizide (der Altersgruppe von 18 bis 85+) im Jahr 2010 in Schweden:

Männer: (18-64): 608, (65-74): 107, (75-84): 67, 85+: 34

Frauen: (18-64): 213, (65-74): 46, (75-84): 23, 85+: 11

Nun ermittelt man mit Hilfe von Tabelle 5 für jede Altersgruppe die Anzahl der nicht-Konsumenten unter den Suizidfällen (= (nicht-Konsumenten [%] x Suizidfälle)/100%) ) und addiert sie (ergeben insgesamt 625 nicht-Konsumenten):

Männer: (18-64): 371, (65-74): 61, (75-84): 44, 85+: 25

Frauen: (18-64): 85, (65-74): 22, (75-84): 10, 85+: 7

Es ergeben sich nun bei den Suizidfällen unter den Psychopharmaka-Konsumenten insgesamt 484 Fälle (= 1109 – 625), das sind 43,6% (= (484x100%)/1109) ). Diese 484 Konsumenten-Fälle stellen eine nicht-ausschließende Disjunktion der Konsumenten von Antidepressiva oder Neuroleptika (oder beides) dar, welche auch definiert werden können als Konsumenten-Fälle von Antidepressiva und/oder Neuroleptika, für das Jahr 2010 mit dem Zeitraum von innerhalb eines halben Jahres. Die 625 nicht-Konsumenten stellen ein Komplement von dieser nicht-ausschließenden Disjunktion dar. Die Möglichkeit hingegen eines Komplements von einer ausschließenden Disjunktion kann von der Tabelle 5 nicht entnommen werden, weil sich das dann bei der Ermittlung des Suizid-Faktors (siehe unten) zu Ungunsten auf die Psychopharmaka von Antidepressiva und/oder Neuroleptika mit einem höheren Faktor auswirken würde (da dann von der Anzahl der oben genannten 1109 nicht nur die von Tabelle 5 ermittelte Anzahl von 625 abgezogen werden müsste, es müsste dann nämlich noch die Anzahl der Antidepressiva und Neuroleptika-Konsumenten dazu addiert werden), und weil es auch sonst nicht sinnig wäre.

Die für einen Vergleich zu der oben genannten Psychopharmaka-Konsumentengruppe (Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika) dazugehörige Konsumentengruppe ist zwar nicht als entsprechende „oder“-Verknüpfung aus der Quelle von der Socialstyrelsen zu entnehmen, dafür kann man für die näherungsweise Ermittlung dieser dazugehörigen Konsumentengruppe ein disjunktes Mengensystems verwenden indem man die Gesamtzahl der Antidepressiva und die Gesamtzahl der Neuroleptika- Konsumenten addiert und man dann bei der Faktor/Faktoren-Ermittlung (das Minimum 2,4 bis 3,7 siehe weiter unten) jeweils noch die Bezeichnung „höher“ davor setzt, was dann eine „alternative Darstellung“ entsprechen würde. Siehe https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-18-04-2020

Zwecks der ausführlicheren Darstellung erhält man bei dem Suizid-Faktor (günstigsten/ungünstigsten) eine höhere Eingrenzung/Zahl (als z.B. das Minimum der angegebenen Eingrenzung von 2,4 bis 3,7) wenn man die Neuroleptika-Konsumenten jeweils als Teilmenge der Antidepressiva-Konsumentengruppe betrachtet (sodass man dann am Ende den tatsächlichen Faktor zwischen der unteren Grenze vom Minimum bis zur oberen Grenze vom Maximum eingrenzen kann).

Für das Jahr 2010 entnimmt man nun die Zahl der Konsumenten von Antidepressiva + Neuroleptika für jede Altersgruppen von 15 bis 85+ (siehe: Socialstyrelsen, „Statistikdatabas för läkemedel“, Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx ) und addiert sie alle. Für die näherungsweise Ermittlung der Konsumenten von 18 bis 19 multipliziert man die Anzahl der Konsumenten von der Altersgruppe 15 bis 19 mit 2/5. Für die näherungsweise Ermittlung der Anzahl der Altersgruppe 18 bis 19 multipliziert man die Anzahl der Altersgruppe 15 bis 19 (638533 Menschen) mit 2/5. Alle Altersgruppen von 18 bis 85+ ergeben dann 7408120 Menschen, für das Jahr 2010. Für diese Altersgruppe von 18 bis 85+ erhält man 883559 Konsumenten = 11,9% (= (883559x100%)/7408120 ). Für das Jahr 2009 erhält man dann mit der gleichen Vorgehensweise 11,8% (= (863868x100%)/7329100 ).

Um nun eine für die oben genannte Psychopharmaka-Konsumentengruppe eine dazugehörige Konsumenten-Gruppe (für den ungünstigsten Fall) darzustellen die den Vergleichszeitraum von nur "innerhalb eines halben Jahres" berücksichtigt, zieht man zwei halbe Jahre vom Jahr 2010 in Betracht, also insgesamt 11,9%. Um nun eine dazugehörige Konsumenten-Gruppe (für den günstigsten Fall) darzustellen, zieht man ein halbes Jahr von 2009 und zwei halbe Jahre vom Jahr 2010 in Betracht. Man erhält dann für diese dazugehörige Konsumenten-Gruppe:17,8% (= 11,9%+(11,8%/2)).

Es ergibt sich dann daraus ein ungünstigster Faktor von überproportional vielen Suiziden unter der Psychopharmaka-Konsumentengruppe in Höhe von: 3,7 (= (43,6%/11,9%)), für den Vergleichszeitraum von "innerhalb eines halben Jahres". Für den günstigsten Faktor ergibt sich dann: 2,4 (= (43,6%/17,8%)), für den Vergleichszeitraum von "innerhalb eines halben Jahres". Natürlich ist davon auszugehen dass das Minimum der Eingrenzung von 2,4 bis 3,7 höher ausfallen muß (Siehe  https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-18-04-2020 ). Deshalb ermittelt man mit der gleichen Vorgehensweise die Faktoren-Eingrenzung nun so, dass man die Neuroleptika-Konsumenten-Gruppe als Teilmenge der Antidepressiva-Konsumentengruppe betrachtet (also insgesamt für das Jahr 2010 = 10,1% und für 2009 = 9,9%). Das dadurch ermittelte Maximum der Eingrenzung befindet sich dann zwischen 2,9 ( = 43,6%/(10,1%+(9,9%/2)) ) und 4,3 ( = 43,6%/(10,1%) ).

Der tatsächliche Faktor (der Altersgruppe 18 bis 85+) von überproportional vielen Suiziden unter der Psychopharmaka-Konsumentengruppe (Antidepressiva und/oder Neuroleptika) befindet sich dann also in einer Faktoreingrenzung von zwischen 2,4 und 4,3 für den Vergleichszeitraum von "innerhalb eines halben Jahres" für das Jahr 2010 in Schweden.

Mit der gleichen Vorgehensweise, dass man für die notwendigen Eingrenzungen für 2010/2009 die Neuroleptika-Konsumenten sowohl als Teilmenge der Antidepressiva-Konsumenten betrachtet (ergibt dann das Maximum bei der Faktoren-Eingrenzung) als auch disjunkte Menge zu den Antidepressiva-Konsumenten betrachtet (ergibt dann das Minimum bei der Faktoren-Eingrenzung), kann man für die Altersgruppe 18-64 einen Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Psychopharmaka (Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika) herleiten und zwar mit einem tatsächlichen Faktor (mit Minimum: 3 bis 4,5. Und mit Maximum: 3,5 bis 5,3) der dann also zwischen 3 und 5,3 liegt und zwar „innerhalb eines halben Jahres“ , für das Jahr 2010 in Schweden.

Mit der wiederum gleichen Vorgehensweise kann man für die Altersgruppe 65-74 einen Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Psychopharmaka (Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika) herleiten und zwar mit einem tatsächlichen Faktor der zwischen 2,3 und 4,0 liegt.

Die Nachweise von überproportional vielen Suiziden unter Psychopharmaka sind für die älteren Altersgruppen allerdings wahrscheinlich nicht so bedeutsam, da sich diese Menschen durch diese Medikamente in geschwächter Verfassungen befinden. Auch deshalb wäre dann für diese Menschen ein Nachweis von überproportional hohem Suizid-Verhalten unter diesen Medikamenten wahrscheinlich bedeutungsvoller, obwohl sich für alle älteren Altersgruppen trotzdem eine Überproportionalität bezüglich der Suizide nachweisen lässt, vor allem wenn die an alle Ursachen verstorbenen Menschen („samtliga dödsorsaker“ siehe oben in der "Statistikdatabas för dödsorsaker") als nicht vernachlässigbare Größe in die Faktoren-Ermittlungen miteinbezogen werden, damit dann die o.g. „dazugehörige Konsumenten-Gruppe“, auch durch Berücksichtigung der dann überproportional verringerten Anzahl (z.B. wegen der überproportional vielen Todesfällen - alle Ursachen - unter Antidepressiva: https://www.bmj.com/content/343/bmj.d4551 , siehe Table 3), für eine genauere „tatsächliche Faktoren-Ermittlung“ verwendet werden kann (bei den überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva "und/oder" Neuroleptika). Ausführlicheres dazu siehe: https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-18-04-2020-abschnitt-a

 

Anmerkungen unter Abschnitt a:

Da wie schon erwähnt die für einen Vergleich zu der oben genannten Psychopharmaka-Konsumentengruppe (von Antidepressiva "und/oder" Neuroleptika) dazugehörige Konsumentengruppe nicht als entsprechende "oder"-Verknüpfung aus der Quelle von der Socialstyrelsen zu entnehmen ist (anders als wie bei allen von mir bisher gemachten Ausführungen, vor dem 18.04.20, wo es möglich war die dazugehörige Konsumentengruppe zu entnehmen - weil keine Verknüpfung zu berücksichtigen war), kann man dann den tatsächlichen Faktor zwischen Minimum und Maximum eingrenzen, siehe oben.

Auf das Thema der Proportionalität des suizidalen Verhaltens unter Psychopharmaka (für ältere Altersgruppen wahrscheinlich bedeutsamer als das Thema der Proportionalität der Suizide unter Psychopharmaka) bin ich bisher nicht eingegangen, weil ich keine Informationen von einer Statistik hatte (außer dass ich erst Anfang Oktober 2020 auf diese Quelle gestoßen bin: Carol Coupland [2011] „Antidepressant use and risk of adverse outcomes in older people: population based cohort study“, Internetveröffentlichung: https://www.bmj.com/content/343/bmj.d4551 , siehe Table 3).

 

Abschnitt b: Vierter Nachweis: "vergleichszeitraum-abhängiger" Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika bei aktuellen/ehemaligen Konsumenten (alle Altersgruppen):

Man kann auch mit Hilfe des Reports von Larsson den tatsächlichen Faktor von überproportional vielen Suiziden unter der Psychopharmaka-Konsumentengruppe ermitteln, ebenfalls als nicht-ausschließende Disjunktion von Antidepressiva "oder" Neuroleptika ("oder" beides). Dann erhält man bei den Menschen (Frauen und Männer, siehe Seite 6 und 7, Internet: https://psychiatricdrugs.jannel.se/wp-content/uploads/imported-media/documents/1273233718.pdf ) einen tatsächlichen Faktor von überproportional vielen Suiziden unter dieser Psychopharmaka-Konsumentengruppe (von Antidepressiva "und/oder" Neuroleptika) in einer Faktoreingrenzung zwischen:

2,6 = ( (((26+105+55+171)x100%)/1126) + (((9+13+14+20)x100%)/1126) + (((8+57+9+71)x100%)/1126) ) / (8%+1,615%+8%+1,759%)

und 6,2 ( = ( 31,7% + 5% + 12,9% )/8% ) für den Zeitraum von hingegen "innerhalb eines Jahres" für das Jahr 2007 in Schweden.

 

Anmerkung unter Abschnitt b:

Für eine nachträgliche näherungsweise Abbänderung o.g. Faktoreingrenzung hin zu der Faktoreingrenzung mit dem Vergleichzeitraum von „innerhalb eines halben Jahres“ siehe: https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-18-04-2020   (damit man dann die Größenordnung dieser Faktoreingrenzungt von 2,6 bis 6,2 unter Abschnitt b mit der Faktoreingrenzung des ersten Nachweises unter Abschnitt a vergleichen kann).

 

Abschnitt c: Fünfter Nachweis: "vergleichszeitraum-unabhängiger" Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika (alle Altersgruppen) bei aktuellen Konsumenten:

Bei den Blutuntersuchungen wurde herausgefunden dass im Jahr 2007 in Schweden 34% der Suizid-Fälle Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika konsumiert haben (alle Altersgruppen), siehe Seite 14. Daraus ergeben sich dann überproportional viele Suizide unter Antidepressiva „und/oder“ Neuroleptika mit einen Faktor von dem Minimum von 3,5 (= 34%/(8%+1,6%) ), wo sich bei der dazugehörigen Konsumentengruppe die Antidepressiva und Neuroleptika in einem disjunkten Mengensystem befinden, bis zum Maximum von 4,3 (= 34%/8%), wo bei der dazugehörigen Konsumentengruppe die Neuroleptika eine Teilmenge der Antidepressiva bilden; und sich dann also zwischen diesem Minimum und Maximum der tatsächliche Suizid-Faktor befinden muß. Im Gegensatz zu den vier oben ausgeführten Nachweisen (Abschnitt a und b), ist dieser Nachweis natürlich "vergleichszeitraum-unabhängig" (andere "vergleichszeitraum-unabhängige" Nachweise siehe "Übersicht Faktoren" unter den "vergleichszeitraum-unabhängigen" Nachweisen auf https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten ).

 

 

Update am 05.06.2020 mit Nachweisen von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva:

a) Altersgruppe 10 bis 19 (bei sowohl aktuellen/ehemaligen als auch aktuellen Konsumenten):

Für eine Studie stellte das „National Board of Forensic Medicine“ toxikologische Daten (mit dem Nachweis von Antidepressiva) über Menschen im Alter von 10 bis 19 (die sich das Leben genommen haben) zur Verfügung, für die Jahre 1992 bis 2010 (siehe unter "Material and methods"). Demnach wurden alle Antidepressiva in der Konzentration für ein Behandlungsniveau toxikologisch nachgewiesen. In dieser Studie wurden auch ausgefüllte Rezepte (mit dem Zeitraum von innerhalb eines halben Jahres) aus der „Swedish Board of Health and Welfare“ abgerufen, für die Jahre 2006 bis 2010 in Schweden (siehe ebenso unter "Material and methods"). Quelle: Isacsson, Ahlner [June 2013] „Antidepressants and the risk of suicide in young persons – prescription trends and toxicological analyses“ Internetveröffentlichung: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4224008/

Laut der Studie haben sich im Jahr 2007 in Schweden 59 Menschen der Altersgruppe 10 bis 19 das Leben genommen. Von diesen Menschen waren 10 (= 16,9%) , die innerhalb eines halben Jahres vor dem Suizid Antidepressiva verschrieben bekommen haben. Bei 7 Menschen (= 11,9%) dieser 59 Menschen wurde Antidepressiva toxigologisch nachgewiesen (siehe Tabelle 1). Im gleichen Jahr haben 14725 (= 1,2%) Menschen dieser Altersgruppe mindestens einmal ein Antidepressivum entgegengenommen. Im Jahr 2006 waren es 13177 (= 1,1%) Menschen dieser Altersgruppe (siehe Socialstyrelsen, „Statistikdatabas för läkemedel“ Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx ).

Der tatsächliche Faktor von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva, der Altersgruppe von 10 bis 19, befindet sich dann also in der Faktor-Eingrenzung zwischen der unteren Grenze von 9,7 (= 16,9%/(1,2%+(1,1%/2)) ) und der oberen Grenze von 14,1 ( =16,9%/1,2% ), für den Zeitraum von innerhalb eines halben Jahres für das Jahr 2007 in Schweden. Der tatsächliche Suizidfaktor (aber unabhängig von einem Vergleichszeitraum), mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt (und nicht durch Rezepten ermittelt), beträgt: 9,9 (= 11,9%/1,2%).

Nun lassen sich mit der oben beschriebenen Vorgehensweise die tatsächlichen Faktoren von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva (der Altersgruppe 10 bis 19) in den Faktoren-Eingrenzungen (für Schweden und für den Vergleichszeitraum von innerhalb eines halben Jahres) für die Jahre 2007 bis 2010 aufzeigen:

2007: zwischen 9,7 und 14,1

2008: zwischen 8,4 und 12,2

2009: zwischen 12,6 und 18,4

2010: zwischen 10,4 und 15,3

Die tatsächlichen Faktoren (in etwa unabhängig von einem Vergleichszeitraum, weil mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt) sind:

2006: 12,7

2007: 9,9 (= 11,9%/1,2%, siehe oben)

2008: 8,9

2009: 12,6

2010: 11,1

2006-2010: 11

 

b) Altersgruppe 15 bis 19 (bei aktuellen Konsumenten):

In der übergeordneten Altersgruppe 10-19 ist auch die Unteraltersgruppe 10-14 enthalten. In dieser Unteraltersgruppe sind im Vergleich zur Unteraltersgruppe 15 – 19 viel weniger Suizide von der Socialstyrelsen registiert. Wenn man aber trotzdem den Suizid-Faktor für die Altersgruppe 10-19 ausrechnen würde, würde dann dieser errechnete Faktor dann größer ausfallen als er rechnerisch ausfallen würde, wenn in beiden Unteraltersgruppen (10-14 sowie 15-19) die Größenordnung der Suiziden in etwa gleich groß wäre.

Deshalb kommt es es also bei der übergeordneten Altersgruppe 10-19 insbesondere darauf an, dass man für eine genauere Berechnung nur für die Unteraltersgruppe 15-19 den Suizid-Faktor ermittelt. 

 Zwischen 2006 bis 2010 wurde in der o.g. Studie 98% der von der Socialstyrelsen registrierten sicheren und unsicheren Suizidfälle berücksichtigt (der Altersgruppe 15-19). Im Vergleich dazu wurde für die Altersgruppe 10 – 14 deutlich weniger (nämlich 71 %) der von der Socialstyrelsen registrierten sicheren und unsicheren Fällen (ICD-Code`s: "X60-X84" und "Y10-Y34") dieser Altersgruppe in dieser Studie berücksichtigt. 

Von 2006 bis 2010 gab es für die Altersgruppe 15 bis 19 eine jährliche 2,1% Konsumenten-Quote von Antidepressiva in Schweden (= (1,9%+2,1%+2,2%+2,2%+2,4%)/5 ). In 2006 gab es eine Konsumenten-Quote von 1,9%. Geht man nun davon aus dass es in den Jahren 2004 bis 2005 auch 1,9% Konsumenten gab (laut Tabelle 1 war der Konsum in diesen Jahren für die Altersgruppe 10 bis 19 gleich oder geringfügig geringer als wie in 2006. Siehe auch Seite 41 auf: http://www.hallbarfamiljepolitik.nu/wp-content/uploads/2017/04/Familjepolitikens-ekonomi-2015_full-version_170426.pdf , von dort ist zu entnehmen, dass sich der Antidepressiva-Konsum von der Altersgruppe 15-19 zwischen 2004 und 2006 in Schweden quasi nicht geändert hat), erhält man von 2004 bis 2010 ebenfalls eine jährliche Konsumenten-Quote in Höhe von 2,1% für die Altersgruppe 15 bis 19. Laut der Studie gab es von 2004 bis 2010 insgesamt 395 Suizid-Fälle in der Altersgruppe 10 bis 19 (siehe Tabelle 1) und 35 Fälle in der Altersgruppe 10 bis 14. Daraus ergeben sich dann 360 Fälle in der Altersgruppe 15 bis 19. Bei diesen 360 Fällen wurde bei 52 Menschen Antidepressiva toxikologisch nachgewiesen (bei 53 in der Altersgruppe 10 bis 19, siehe Tabelle 1; und bei 1 in der Altersgruppe 10 bis 14). Man erhält dann eine Quote von 14,4% Konsumenten von Antidepressiva unter den o.g. Fällen (= ((52/7)x100%)/(360/7) ) . Daraus ergibt sich dann ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva (Altersgruppe 15 bis 19) in Höhe von 6,9 (= 14,4% /2,1% ), für die Jahre 2004 bis 2010 in Schweden (in etwa unabhängig von einem Vergleichszeitraum, weil mit Hilfe von toxikologischen Daten und nicht mit Rezepten ermittelt).

Zwischen 2004 und 2010 gab es 45 unsichere Suizidfälle (ICD-Code: Y10-Y34) in der Altersgruppe 15 bis 19 (Siehe: „The National Board of Health and Welfare in Sweden“ - Socialstyrelsen -, „Statistikdatabas för dödsorsaker“, Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_dor/val.aspx ). In der o.g. Studie gab es also maximal 12,5 % unsichere Suizidfälle in dieser Altersgruppe (= (45 x 100 %)/360 ). Der tatsächliche Faktor befindet sich also zwischen 6,9 und 7,8 (= (6,9-0,125)/(1-0,125) ). Vorgehensweise der Ermittlung des 7,8 Faktors siehe unter "Ergänzung zur Empfehlung", unter Abschnitt c.

 

Update am 12.06.2020 mit dem Nachweis von überproportional vielen Suizide unter Antidepressiva (Altersgruppe 15 bis 24), bei aktuellen/ehemaligen sowie aktuellen Konsumenten:

In einer Studie wurde festgestellt, dass eine zunehmende Tendenz von Suiziden auf die erhöhte Verschreibung von Antidepressiva folgt. Dabei wurde von 1999 bis 2013 eine ansteigende Konsum-Rate, u.a. mit der ansteigenden Rate des Anteils von toxikologischen Nachweise über Antidepressiva bei den Suizidfällen, verglichen. Quelle: Larsson [2017] „Antidepressants and suicide among young women in Sweden 1999–2013“ Internetveröffentlichung: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5611892/

Laut der Studie haben sich im Jahr 2007 in Schweden 35 junge Frauen der Altersgruppe 15 bis 24 das Leben genommen. Bei diesen 35 Menschen waren 36% die innerhalb eines halben Jahres und 48% die innerhalb eines Jahres vor dem Suizid Antidepressiva verschrieben bekommen haben. Bei 35% wurde Antidepressiva toxikologisch nachgewiesen. Im gleichen Jahr haben in Schweden 24971 junge Frauen der Altersgruppe 15 bis 24 (= 4,4%) mindestens einmal ein Antidepressivum entgegengenommen. Im Jahr 2006 waren es 23190 (= 4,2%) dieser Menschen (siehe Socialstyrelsen, „Statistikdatabas för läkemedel“ Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx).

Der tatsächliche Faktor von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva von dieser Gruppe befindet sich dann also in der Faktor-Eingrenzung zwischen der unteren Grenze von 5,5 (= 36%/(4,4%+(4,2%/2)) ) und der oberen Grenze von 8,2 ( =36%/4,4% ), für den Zeitraum von innerhalb eines halben Jahres und zwischen der unteren Grenze von 5,6 (= 48%/(4,4%+4,2%) ) und der oberen Grenze von 10,9 ( =48%/4,4% ), für den Zeitraum von innerhalb eines Jahres (siehe auch: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten , unter Übersicht Faktoren).

Nun lassen sich mit der oben beschriebenen Vorgehensweise für die genannte Gruppe die tatsächlichen Faktoren von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva in den Faktoren-Eingrenzungen der Jahre 2007 bis 2013 aufzeigen:

2007: zwischen 5,5 und 8,2 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 5,6 und 10,9 für innerhalb eines Jahres

2008: zwischen 5,7 und 8,5 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 6,0 und 11,9 für innerhalb eines Jahres

2009: zwischen 6,1 und 9,1 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 6,2 und 12,2 für innerhalb eines Jahres

2010: zwischen 6,0 und 8,8 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 4,8 und 9,5 für innerhalb eines Jahres

2011: zwischen 6,2 und 9,0 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 5,5 und 10,6 für innerhalb eines Jahres

2012: zwischen 5,8 und 8,5 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 5,3 und 10,1 für innerhalb eines Jahres

2013: zwischen 4,6 und 6,6 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 4,2 und 8,1 für innerhalb eines Jahres

2007-13: zwischen 5,7 und 8,4 für innerhalb ½ Jahres, und zwischen 5,4 und 10,5 für innerhalb eines Jahres

 

Der tatsächliche Suizidfaktor für die Altersgruppe 15-24 (aber unabhängig von einem Vergleichszeitraum), mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt (und nicht durch Rezepten ermittelt), beträgt: 8 (= 35%/4,4%, siehe oben).

Die Suizid-Faktoren unter Antidepressiva (Altersgruppe 15-24), mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt, lauten also für 2006 bis 2013:

2006: 6,9

2007: 8 (= 35%/4,4%, siehe oben)

2008: 7,3

2009: 9,1

2010: 7

2011: 8

2012: 6,7

2013: 6,8

2006-2013: 7,5

 

( Ergänzung zur Empfehlung am 28.08.2020, siehe:  https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/27615866 . Eine weitere Ergänzung bzw. Update - nach dem 28.08.2020 - wird nicht erfolgen )

 

 

Vor dem Hintergrund des Dargelegten (inklusive o.g. Ergänzung am 28.08.2020) empfehle ich, den Erstkonsum von sowohl Antidepressiva als auch von Neuroleptika per Gesetz zu verbieten.

 

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X