
Mittlerweile gehe ich davon aus dass wir mit der Petitionsforderung in der 19. Legislaturperiode – nach Abschluss des Petitionsverfahrens – wahrscheinlich doch keinen Erfolg im Nachhinein erzielen werden (siehe auch: https://blog.webador.de/blogbeitraege/erfolgsbilanz-petition ). Vielleicht müsste ich dann für einen möglichen Erfolg in der 20. Legislaturperiode diese Petition "keine Erstkonsumenten" (die ich 2015 gestartet habe) als Neuauflage erneut starten, auf einer neuen Internetseite mit der gleichen Petitionsforderung und den gleichen Begründungen/Informationen (die Laufzeit dieser neu gestarteten Petition sollte dann nicht so lange sein).
Sollte ein interessierter Leser ebenso diese Petitionsforderung als Petent stellen wollen (den Erstkonsum per Gesetz zu verbieten), kann er dann als Begründung für diese in seiner Petition gestellte Petitionsforderung gerne auf die Internetseite https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten verweisen (egal ob in der 19. oder in einer späteren Legislaturperiode).
Eigentlich wollte ich nur noch dann eine e-Mail Verteilung an alle Unterstützer der ehemaligen Petition schicken wenn sich mit der Petitionsforderung doch noch ein Erfolg im Nachhinein einstellen sollte. Da ich aber in der Zwischenzeit immer wieder wichtige Informationen in der Empfehlung auf https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/25570244 durch Update`s hinzugefügt habe, habe ich mich nun am 28.08.2020 doch noch für eine letzte e-Mail Verteilung (die zugleich auch das letzte Update dieser Petition ist) an alle Unterstützer entschieden, damit auch diese ergänzenden (ebenso) wichtigen Informationen in Abschnitt a bis Abschnitt c nicht unbemerkt bleiben:
Abschnitt a: Allgemeines (u.a. zu den SSNRI):
Da in der „Statistikdatabas för läkemedel“ von der Socialstyrelsen die SSNRI nicht vorzufinden sind (und auch sonst keine Information bezüglich dieser Gruppe bei mir vorliegt), ist die Ermittlung der Proportionalität von Suiziden unter SSNRI stattdessen ersatzweise in die jeweiligen Wirkstoffe aufzuteilen (es gibt drei Wirkstoffe aus dieser Gruppe: Venlafaxin, Duloxetin und Milnacipran).
Auf Seite 16 ist zu entnehmen, dass im Jahr 2007 bei 19 Frauen in Schweden (von 320 Suizidfällen unter den Frauen) Venlafaxin gefunden wurde, was eine Quote von 5,9% (= (19x100%)/320 ) ergibt (siehe: https://psychiatricdrugs.jannel.se/wp-content/uploads/imported-media/documents/1273233718.pdf ). Gleichzeitig gab es eine Konsumenten-Quote bei den Frauen von 0,8% unter Venlafaxin (ATC-Code: N06AX16) in Schweden. Es ergibt sich dann also bei aktuellen Konsumenten ein Nachweis von überproportional vielen Suizide unter Venlafaxin (alle Altersgruppen), mit dem Faktor: 7,4 (= 5,9%/0,8%), toleriert mit ± 0,4 (weil toleriert mit jeweils einem Fall mehr/weniger unter Venlafaxin). Wie hoch dosiert die meisten Menschen in 2007 Venlafaxin konsumiert haben, ist mir nicht bekannt (und wie hoch dosiert die meisten Menschen von 2005 bis 2012 Sertraline konsumiert haben, siehe unten unter "Abschnitt b" in der Studie von [2018] , ist mir ebenso nicht bekannt). Auf Seite 16 ist ebenso zu entnehmen, dass im Jahr 2007 bei 2 Frauen in Schweden (von 320 Suizidfällen unter den Frauen) Duloxetin (ATC-Code: N06AX21) gefunden wurde, was eine Quote von 0,6% (= (2x100%)/320 ) ergibt. Gleichzeitig gab es eine Konsumenten-Quote bei den Frauen von 0,4% unter Duloxetin in Schweden. Es würden sich dann also überproportional viele Suizide unter Duloxetin (alle Altersgruppen), mit dem Faktor: 1,5 (= 0,6%/0,4%) ergeben und zwar bei 2 Fällen. Doch bei 3 Fällen hätten sich 2,4 und mit einem Fall hätten sich 0,8 ergeben. Ein eindeutiger Suizid-Faktor ist also vermutlich nicht bestimmbar, der aussagekräftig genug wäre. Die Ermittlung für Milnacipran (ATC-Code: N06AX17) entfällt, weil es davon in 2007 in Schweden keine Konsumenten gab. Die SSNRI-Gruppe bestand also hauptsächlich aus Venlafaxin, deswegen hat dieser Wirkstoff eine relative Bedeutung (Nachweise von überproportional vielen Suiziden unter weiteren Antidepressiva-Wirkstoffen siehe: https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-28-08-2020-abschnitt-a )
Ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter den einzelnen SSNRI-Wirkstoffen (und auch von der SSNRI-Gruppe) sind hingegen nicht so bedeutsam wie der Nachweis unter Antidepressiva es ist , mit dem man die Notwendigkeit eines Erstkonsum-Verbotes verdeutlicht (ebenso wie - bzw. vor allem - bei den Neuroleptika mit den Untergruppen/Wirkstoffen), damit Menschen - ohne Konsumhistorie - erst garnicht durch den Erstkonsum abhängig* gemacht werden. Deshalb sind die Nachweise von Antidepressiva-Wirkstoffe sowie Antidepressiva-Untergruppen für die Empfehlung (den Erstkonsum per Gesetz zu verbieten) nicht so bedeutsam wie der Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva, siehe S3-Leitlinie, 2. Auflage, 2015, 3.4.7.5 (solange ein Wechsel des Antidepressivums und der Antidepressiva-Substanzklassen empfohlen wird) . Ebenso gilt das natürlich auch für die Neuroleptika mit den Neuroleptika-Untergruppen. Solange eine Polymedikamentation dieser Psychopharmaka erlaubt ist, hat also der Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva "und/oder" Neuroleptika am meisten Bedeutung (siehe in der "Übersicht Faktoren" auf: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten ). * Die Definition des Begriffes "abhängig", die hier verwendet wird, ist selbsterklärend umgangssprachlich gemeint, denn die umgangssprachliche Definition ist hier in diesem speziellen Fall verständlicher und auch zutreffender als die medizinische Begriffsdefinition. Anmerkung dazu siehe unten unter Abschnitt c.
Drei Anmerkungen - nicht nur zu den SSNRI - u.a. zur Definition der Altersgruppe “alle Altersgruppen“ (unter der 3.Anmerkung):
1. Anmerkung: Es muss berücksichtigt werden dass ermittelte Faktoren, die sich auf eine längere Zeitspanne als nur einem Jahr beziehen, mehr Bedeutung haben , siehe z.B. update am 5. und 12.6.20 auf https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/25570244 , wo man große Schwankungen der Faktoren über die Jahre entnehmen kann. Deshalb wäre ein ermittelter Suizid-Faktor, der sich auf mehrere Jahre durchschnittlich bezieht, bedeutsamer als ein Faktor der sich nur auf ein Jahr beziehen würde.
2. Anmerkung: Weiterhin wäre z.B. noch zu berücksichtigen, dass bezüglich der Intensität suizidalen Verhaltens bestimmte Wirkstoffe zumeist zur Anwendung kommen (abhängig von Richtlinien oder der Umsetzung von Richtlinien, u.s.w... , die sich zumindestens langfristig ändern können) und sich somit die Größe des Suizid-Faktors vom jeweiligen Wirkstoff in einem größeren Jahresabstand möglicherweise deutlich ändern kann (auch dann, wenn es ein mehrjährig durchschnittlicher Faktor ist).
3. Anmerkung (Definition der Altersgruppe "alle Altersgruppen"): Wie schon unter dem Update am 05.06.2020 erwähnt, fällt der Suizid-Faktor bei der Altersgruppe 10-19 unter Antidepressiva rechnerisch größer aus als er ausfallen würde, wenn beide Unteraltersgruppen (10-14 und 15-19) bezüglich der Suizide in etwa gleichermaßen vertreten gewesen wären. Bei der Altersgruppe <15 sowie 10-14 fallen die Suizide rechnerisch in einer relativ vernachlässigbaren Größenordnung ins Gewicht (wie in diesem Update auch zu entnehmen ist).
Da bei der Altersgruppe <14 die Suiziden bei der Ermittlung des Suizid-Faktors für die Altersgruppe "alle Altersgruppen" rechnerisch in einer relativ vernachlässigbaren Größenordnung ins Gewicht fällt , sind u.a. deshalb alle ermittelten Faktoren der Altersgruppe "alle Altersgruppen" (für die Jahre 2006 bis 2014) größer als tatsächlich dargestellt als die Suizid-Faktoren der Altersgruppe von 15 bis 85+ (bzw. von 18 bis 85+), nämlich um das ca. 1,2 fache (insgesamt gibt es 18 Altersgruppen von 0 bis 85+ . Unter diesen 18 Altersgruppen gibt es 15 Altersgruppen von 15 bis 85+).
- Beispiel: der Faktor einer Anhäufung von Suiziden unter Antidepressiva ("alle Altersgruppen" für 2007 in Schweden) beträgt wie schon ermittelt 3,9 (= 31%/8%). Der Faktor von überproportional vielen Suiziden unter Antidepressiva (Altersgruppe 15-85+ für das Jahr 2007 in Schweden) beträgt ca. 3,2 (= 31%/((731395 x 100%)/7563670) ), da bei der Altersgruppe <14 die Suiziden bei der Ermittlung des Suizid-Faktors für die Altersgruppe "alle Altersgruppen" rechnerisch in einer vernachlässigbaren Größenordnung ins Gewicht fällt . Der Suizid-Faktor für die Altersgruppe "alle Altersgruppen" (0 bis 85+) ist also um das 1,2 fache (= 3,9/3,2) größer dargestellt als der Suizid-Faktor für die Altersgruppe 15 bis 85+. (Die 7563670 Menschen von der Altersgruppe 15-85+ sowie die Anzahl der 731395 Antidepressiva-Konsumenten dieser Altersgruppe kann man von der Datenbank "Statistikdatabas för läkemedel" von der Socialstyrelsen entnehmen.)
-
Beispiel: der Faktor einer Anhäufung von Suiziden unter Neuroleptika ("alle Altersgruppen" von 2005 bis 2012 in Schweden) beträgt: 4,3 bis 5,2 (siehe unten unter Abschnitt b).
Der Faktor einer Anhäufung von Suiziden unter Neuroleptika (Altersgruppe 15-85+ für die Jahre 2005 bis 2012 in Schweden) beträgt ca. 3,6 (= 6,8%/((144553 x 100%) / 7706603 ) ) bis 4,3 (= (3,6-0,21)/0,79 ), da bei der Altersgruppe <14 die Suiziden bei der Ermittlung des Suizid-Faktors für die Altersgruppe "alle Altersgruppen" rechnerisch in einer vernachlässigbaren Größenordnung ins Gewicht fällt (in dieser Altersgruppe gibt es zudem weniger Neuroleptika-Konsumenten als Antidepressiva-Konsumenten).
Der Suizid-Faktor für die Altersgruppe "alle Altersgruppen" (0 bis 85+) ist also um das 1,2 fache (= (4,3/3,6) = (5,2/4,3) ) größer dargestellt als der Suizid-Faktor für die Altersgruppe 15 bis 85+.
(Die durchschnittlich 7706603 vielen Menschen von der Altersgruppe 15-85+ zwischen 2006 bis 2012 sowie die jährliche durchschnittliche Anzahl der 144553 Neuroleptika-Konsumenten von 2005 bis 2012 dieser Altersgruppe kann man von der Datenbank "Statistikdatabas för läkemedel" von der Socialstyrelsen entnehmen. Der Anteil der unsicheren Suizidfällen in Höhe von 21% sowie der Anteil der Neuroleptika-Konsumenten von 6,8% unter den Suizidfällen, siehe in der unter Abschnitt b genannten Quelle)
Alle Suizid-Faktoren der Altersgruppe "alle Altersgruppen" müssten daher um das 1,2 fache kleiner dargestellt werden als wie in der "Übersicht Faktoren" angegeben ("Übersicht Faktoren" siehe auf: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten ).
Wenn man aber bei der Altersgruppe 15 (bzw. 18) bis 85+ die älteren Altersgruppen weglässt (die älteren Altersgruppen haben kleinere überproportional große Suizid-Faktoren, siehe auch unter dem Update am 18.04.2020 oder siehe: https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-18-04-2020-abschnitt-a sowie https://blog.webador.de/blogbeitraege/studie-c/775802_studie-c , zudem sind diese Gruppen unter allen Konsumenten stark überrepräsentiert), würde sich diese ca. 1,2 fache Vergrößerung wieder ausgleichen müssen. Daher beziehen sich alle ermittelten Suizid-Faktoren in der "Übersicht der Faktoren" , die sich auf die Altersgruppe "alle Altersgruppen" beziehen, eigentlich in Wirklichkeit den Suizid-Faktoren in gleicher Höhe einer engeren Alterseingrenzung als die der Alterseingrenzung von 0 bis 85+ .
Diese engere Alterseingrenzung ist: 15 Jahren bis vermutlich ungefähr 70 Jahren.
Den Altersbereich dieser engeren Alterseingrenzung (für die Altersgruppe "alle Altersgruppen") könnte man natürlich genauer bestimmen wenn man Zugang zu den Primärquellen hätte.
Abschnitt b: Nachweise (alle Altersgruppen) von überproportional vielen Suiziden bei aktuellen Konsumenten (mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt und nicht mit Hilfe von Rezepten ermittelt) unter Antidepressiva, unter Neuroleptika, unter SSRI, unter Antidepressiva ohne SSRI, unter SSRI „und/oder“ Neuroleptika unter Sertraline, unter der Citalopram/Escitalopram-Gruppe sowie Unterteilung in "violent"-Suiziden und "non-violent"-Suiziden:
In den Jahren 2005 bis 2012 gab es in Schweden 9355 sichere Suizidfälle (ICD-10 Code: X60-X84) sowie 2486 unsichere Suizidfälle (ICD-10 Code: Y10-Y34), was von einer Internetseite der schwedischen Gesundheitsbehörde zu entnehmen ist. Quelle: The National Board of Health and Welfare in Sweden (Socialstyrelsen), "Statistikdatabas för dödsorsaker", Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_dor/val.aspx .
Für eine Studie wurde für die Jahre 2005 (ab 1. Juli 2005) bis 2012, unter Verwendung des schwedischen „National Board of Forensic Medicine“ und des „National Board of Health and Welfare“ toxikologische Untersuchungen und Rezepte für 10.002 Suizide in Schweden abgerufen. Von den sicheren Suizid-Fällen (ICD-10 Code: X60-X84) und unsicheren Fällen (ICD-10 Code: Y10-Y34) wurden 434 Fälle (sichere Fälle X84 und unsichere Fälle Y34) nicht berücksichtigt. Von den sicheren Fällen wurden also lediglich weniger als 434 Fälle nicht berücksichtigt. Zudem wurden nur 15 Fälle, wegen fehlender Altersangabe, nicht berücksichtigt. Von den dann verbliebenen insgesamten 9553 Fällen wurden toxikologische Daten (siehe Tabelle 1 und 2) und aus den Rezepten ermittelte Daten veröffentlicht (siehe Tabelle 3 und 4). Laut der Studie beträgt der Anteil der unsicheren Fälle 21% (entsprechen 2038 Fälle). Forsman [2018] „Selective serotonin re-uptake inhibitors and the risk of violent suicide: a nationwide postmortem study“ Internetveröffentlichung: https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00228-018-2586-2
Von 2006 bis 2012 kann man eine jährliche Konsumenten-Quote unter SSRI in Höhe von 5,7% und unter Antidepressiva in Höhe von 8,1% entnehmen.
Für die „Antidepressiva ohne SSRI“ Konsumenten ergibt sich eine Quote von 2,4%. „Antidepressiva ohne SSRI“ werden hier verkürzt definiert als: A\B, für A = Antidepressiva und B = SSRI und Symbol \ für „ohne“ (eine Polymedikamentation mit SSRI findet also nicht statt).
Im anderen Fall werden „andere Antidepressiva“ (bzw. „Other antidepressants“, siehe Tabellen), wie folgt definiert: ,,Antidepressiva ohne SSRI“ + „Antidepressiva und SSRI“, oder auch folgendermaßen verkürzt definiert: A\B + (A „und“ B), was C ergibt, für A = Antidepressiva und B = SSRI und C = „andere Antidepressiva“ und Symbol \ für „ohne“ (eine Polymedikamentation findet hier mit SSRI hingegen statt - wegen A „und“ B).
Antidepressiva werden definiert als: A\B + (A „und“ B) + B\A, was C ergibt, für A = “andere Antidepressiva“ und B = SSRI und C = Antidepressiva und Symbol \ für „ohne“.
Bei den Neuroleptika kann man eine 1,6% jährliche Konsumenten-Quote (von 2006 bis 2012) entnehmen. Im Jahr 2005 befand sich der Neuroleptika-Konsum in Schweden ca. in der Größenordnung vom Jahr 2006 , siehe B. Svensson: "Biologiska Behandlingsmetoder inom Psykiatrin" Internet: https://slideplayer.se/slide/2700232 (siehe Minute 0:41 bis 1:01). Diese 1,6% jährliche Konsumenten-Quote für Neuroleptika entspricht auch den Jahren 2005 bis 2012.
Bei den SSRI „und/oder“ Neuroleptika Konsumenten ergeben sich Konsumenten in Höhe von 5,7% bis 7,3% = 5,7%+1,6% (ausführlichere Erläuterung der Ermittlung dieser dazugehörigen Konsumenten-Gruppe: siehe auch vierter Nachweis, unter dem Update am 18.04.2020). Die Konsumenten der Gruppe SSRI „und/oder“ Neuroleptika sind aus der „Statistikdatabas för läkemedel“ nicht entnehmbar, deshalb diese Eingrenzung von 5,7% bis 7,3% (um nachher Minimum/Maximum zu ermitteln, s.u.).
Für Citalopram kann man 2,8% und für Escitalopram kann man 0,6% Konsumenten entnehmen. Für die "Citalopram/Escitalopram-Gruppe" (auf dieser Petitionsseite definiert als eine SSRI-Untergruppe, bestehend aus diesen zwei Wirkstoffen) ergeben sich dann Konsumenten in Höhe von 2,8% bis 3,4%.
Für Sertralin (ATC-Code: N06AB06) kann man 1,7% Konsumenten entnehmen.
Siehe: Socialstyrelsen, „Statistikdatabas för läkemedel“ Internet: https://sdb.socialstyrelsen.se/if_lak/val.aspx
Für das Jahr 2005 kann man von einer jährlichen Konsumenten-Quote von ca. 5,6% (oder kleiner als wie in 2006) bei den SSRI und von ca. 8% (oder kleiner als wie in 2006) bei den Antidepressiva ausgehen ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2927503/ , siehe Figure 2 und 3), damit man dann die halbjährlichen Konsumenten-Quoten zur Zeitspanne 2006-2012 dazu fügt und dann die Gesamtzeitspanne durch 7,5 dividiert, um die jährliche Konsumenten-Quote für Mitte 2005 bis 2012 in Schweden zu bekommen. Bei den anderen Psychopharmaka (siehe unten) kann man die Konsumenten-Quoten für 2005 von 2006 übernehmen, da sich das dann bei der Ermittlung der Faktoren (siehe unten) in vernachlässigbarer Größenordnung auswirkt (selbst für den Fall, dass sich entsprechende Daten in dieser Studie auf das komplette Jahr 2005 bezögen, würden dann aus selbsterklärenden Gründen die unten aufgeführten Faktoren um unwahrscheinliche maximale +/- 0,3 differieren können, und dann wegen verschiedenen Gründen auch eher in + Richtung).
Von Tabelle 1 kann man entnehmen, dass sich der Anteil der Suizidfälle unter SSRI bei 18,7% (= ((925+865)x100%)/9553 ) befand.
Ebenso kann man von Tabelle 1 entnehmen dass sich der Anteil der Suizidfälle unter Antidepressiva (dieser Anteil kann hier auch definiert werden als nicht-ausschließende Disjunktion und zwar als Anteil von Suizidfälle unter SSRI „und/oder“ „andere Antidepressiva“) bei 32,4% (= ((925+865+644+657)x100%)/9553 ) befand. Die 925+865+644+657 Menschen bei den Suizidfällen waren auch: „SSRI ohne Antidepressiva“- Konsumenten in Höhe von 1790-423 Menschen + „Antidepressiva ohne SSRI“- Konsumenten in Höhe von 1724-423 Menschen + Konsumenten in Höhe von 423 Menschen der Schnittmenge von SSRI-Konsumenten „und" „andere Antidepressiva“ - Konsumenten (Erklärung: 1790=925+865; 1724=220+203+644+657; 423=220+203). Definition für „andere Antidepressiva“ siehe oben.
Von Tabelle 1 kann man entnehmen dass sich der Anteil der Suizidfälle bei den „Antidepressiva ohne SSRI“ Konsumenten bei 13,6% (= ((644+657)x100%)/9553) befand. Die 644+657 Menschen bei den Suizidfällen waren also keine „andere Antidepressiva“ - Konsumenten, dh. es waren 1724-423 Konsumenten von „Antidepressiva ohne SSRI“ die in keinem Fall eine Polymedikamentation mit SSRI hatten (Erklärung: 1724=220+203+644+657; 423=220+203) .
Unter Neuroleptika war der Anteil bei 6,8% (= ((71+178+126+271) x 100%)/9553), siehe ebenfalls Tabelle 1.
Unter der Citalopram/Escitalopram-Gruppe war der Anteil bei 11% (= ((570+479) x 100%)/9553), siehe Tabelle 2.
Von Tabelle 1 kann entnommen werden dass sich der Anteil der Suizidfälle unter SSRI „und/oder“ Neuroleptika bei 23,4% (= ((925+865+178+271)x100%)/9553 ) befand. Die 925+865+178+271 Menschen bei den Suizidfällen waren auch: „SSRI ohne Neuroleptika“ - Konsumenten in Höhe von 1790- 197 Menschen + „Neuroleptika ohne SSRI“ - Konsumenten in Höhe von 646-197 Menschen + Konsumenten in Höhe von 197 Menschen der Schnittmenge von SSRI-Konsumenten „und“ Neuroleptika-Konsumenten (Erklärung: 1790=925+865; 646=71+126+178+271; 197=71+126 ).
Von Tabelle 2 kann man entnehmen dass sich der Anteil der Suizidfälle unter Sertraline bei 4,8% (= ((237+217)x100%)/9553 ) befand.
In den Tabellen wird auch zwischen "violent" und "non-violent" unterschieden. Beispiel für "violent" (alle Altersgruppen): Faktor 2,8 (= ((925x100%)/(4911+925))/5,7% ) bei dem Nachweis von überproportional vielen "violent"-Suiziden unter SSRI. Beispiel für "non-violent" (alle Altersgruppen): Faktor 6,7 (= (((126+271)x100%)/(865+2852))/1,6% ) bei dem Nachweis von überproportional vielen "non-violent"-Suiziden unter Neuroleptika (in beiden Beispielen wurde mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt und nicht mit Rezepten ermittelt). Nachweise von überproportional vielen Suiziden (sowohl "violent" als auch "non-violent"-Suiziden) unter anderen Psychopharmaka, siehe: https://blog.webador.de/petition/ergaenzungen/update-am-28-08-2020-abschnitt-b
Bei keiner Einteilung in "violent/non-violent" (alle Altersgruppen):
Mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt (und nicht durch Rezepte ermittelt) ergibt sich demnach unter SSRI, für Mitte 2005 bis 2012, ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden mit dem Faktor: 3,3 (= 18,7%/5,7% ) und unter Neuroleptika ergibt sich für diese Zeitspanne ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden mit dem Faktor: 4,3 (= 6,8%/1,6% ).
Unter Sertraline ergibt sich mit dem Faktor 2,8 (= 4,8%/1,7% ) ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden.
Unter Antidepressiva ergibt sich für die genannte Zeitspanne ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden mit dem Faktor: 4 (= 32,4%/8,1% ).
Unter „Antidepressiva ohne SSRI“ ergibt sich ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden (alle Altersgruppen), mit dem Faktor: 5,7 (= 13,6%/2,4% ). Im Vergleich dazu wäre ein Nachweis unter „andere Antidepressiva“ ungenauer (wo u.a. auch eine zeitgleiche Polymedikamentation mit SSRI stattfand), bzw. man müsste dann den ermittelten Faktor in „Minimum/Maximum“ aufteilen (wie z.B. bei den SSRI „und/oder“ Neuroleptika mit der Faktor-Eingrenzung von 3,2 bis 4,1, siehe unten), weil in der „Statistikdatabas för läkemedel“ die Gruppe der Konsumenten von „andere Antidepressiva“ nicht enthalten ist. Diese Gruppe von Konsumenten wäre aber noch bedeutungsvoller gewesen als die Konsumenten von „Antidepressiva ohne SSRI“, da Polymedikamentationen grundsätzlich nicht vorhersehbar sind (siehe auch S3-Leitlinie, 2. Auflage, 2015, 3.4.7.5).
Unter SSRI „und/oder“ Neuroleptika (alle Altersgruppen) ergibt sich ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden, mit einem Faktor der zwischen Minimum und Maximum liegen muß. Für Minimum ergibt sich der Faktor: 3,2 (= 23,4%/(5,7%+1,6%) ). Für Maximum ergibt sich der Faktor: 4,1 = 23,4%/5,7% (siehe auch gleiche Vorgehensweise bei dieser Ermittlung im vierten Nachweis, unter dem Update am 18.04.2020).
Unter der Citalopram/Escitalopram-Gruppe ergibt sich ein Nachweis von überproportional vielen Suiziden, mit einem Faktor der zwischen Minimum und Maximum liegen muß. Für Minimum ergibt sich der Faktor: 3,2 (= 11%/3,4%). Für Maximum ergibt sich der Faktor: 3,9 (= 11%/2,8%).
Anmerkung unter Abschnitt b:
Alle aus der Forsman-Studie ermittelten Faktoren (siehe oben) ergeben eigentlich für jeden Faktor ein „Minimum“, da sich alle Daten der Studie auf 21% unsichere Fälle beziehen. Der tatsächliche Suizid-Faktor befindet sich also zwischen „Minimum“ und „Maximum“ . Vorgehensweise der Ermittlung des „Maximums": siehe unten unter c), am Beispiel der Neuroleptika. Die Faktoren von überproportional vielen Suiziden vom "Maximum" lauten also für die jeweiligen Psychopharmaka (bei keiner Einteilung in "violent/non-violent", und für alle Altersgruppen): unter SSRI: 3,9 ( = (3,3-0,21)/(1-0,21) ). Unter Sertraline: 3,3. Unter Antidepressiva: 4,8. Unter „Antidepressiva ohne SSRI“: 6,9. Unter SSRI „und/oder“ Neuroleptika: 4,9. Unter der Citalopram/Escitalopram-Gruppe: 4,7. (Bei Einteilung in überproportional vielen "violent/non-violent"-Suizide, in Bezug auf obige Beispiele, für alle Altersgruppen: „violent“ unter SSRI: 3,3. Sowie „non-violent“ unter Neuroleptika: 8,2)
Abschnitt c: Nachweis des Entzugs von sowohl Antidepressiva (Altersgruppe 15-24) als auch von Neuroleptika (alle Altersgruppen), durch die Ermittlung von überproportional vielen Suiziden unter den ehemaligen Konsum dieser Psychopharmaka:
Bei den Suizidfällen ist die Menge der Menschen, bei denen toxikologisch Psychopharmaka ermittelt wurde, in etwa eine Teilmenge der Menge an Menschen (vermutlich von einer eher relativ kleinen Größenordnung abgesehen, die sich aber rechnerisch mit noch größerem tatsächlichen Faktor - des ehemaligen Konsums - ausschliesslich zu ungunsten der Psychopharmaka auswirken würde, wenn man diese Größenordnung berücksichtigen würde), wo innerhalb z.B. „innerhalb eines Jahres“ vor dem Suizid Psychopharmaka über Rezepte nachgewiesen wurde (z.B. für 2007 in Schweden). Wenn man die Differenz von den Fällen, die man über Rezepte ermitteln konnte, zu dieser Teilmenge bildet, erhält man offensichtlich ausschliesslich Suizid-Fälle, die im Zusammenhang mit dem ehemaligen Konsum bzw. im Zusammenhang der Entzugserscheinungen standen (von der o.g. Größenordnung abgesehen), und zwar bis zu maximal einem Jahr vorher wo der letzte Konsum stattgefunden hat.
Dividiert man den Anteil dieser Fälle durch die dazugehörige Konsumenten-Quote für 2007, erhält man einen Faktor von der oberen Grenze. Die untere Grenze erhält man wenn man diesen Anteil durch die dazugehörige Konsumenten-Quote für 2007+2006 (wegen „innerhalb eines Jahres“) dividiert. Da die dazugehörige Konsumenten-Gruppe aus der Datenbank von Socialstyrelsen nicht auch weniger Konsumenten angibt die nicht durchgehend konsumiert haben, muss in Wirklichkeit die so ermittelte untere/obere Grenze jeweils noch „höher“ sein (aber nicht kleiner). Der tatsächliche Faktor von proportional vielen Suiziden unter dem ehemaligen Konsum der bestimmten Psychopharmaka befindet sich zwischen „untere Grenze“ und „obere Grenze“.
Beispiele:
1. Antidepressiva (Altersgruppe 15-24):
Im Jahr 2007 haben sich in Schweden 35 ( =100%) junge Frauen das Leben genommen (sichere Fälle). Von denen hatten 48% Antidepressiva entgegengenommen, und zwar innerhalb eines Jahres vor dem Suizid ( https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5611892/ auf https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/25570244 , siehe Update am 5.6.20). Die Daten dieser Studie beziehen sich auf die sicheren Fällen. Bei 35% der Fälle wurde Antidepressiva toxikologisch nachgewiesen. Im gleichen Jahr gab es bei dieser Gruppe 4,4% Konsumenten. Im Jahr 2006 waren es 4,2% Konsumenten. Für die Untere Grenze ergibt sich der Faktor „höher“ als 1,5 ( = (48%-35%)/(4,4%+4,2%). Für die obere Grenze ergibt sich der Faktor „höher“ als 2,9 (= (48%-35%)/4,4%). Der tatsächliche Faktor von überproportional vielen Suiziden unter dem ehemaligen Konsum von Antidepressiva (Altergsruppe 15-24) liegt für das Jahr 2007 in Schweden zwischen dieser unteren und oberen Grenze, für den Zeitraum von „innerhalb eines Jahres“ in Schweden (d.h. bis zu maximal einem Jahr vor dem Suizid, wo der letzte Konsum stattgefunden hat). Mit der gleiche Vorgehensweise kann man auch für die restlichen Jahre bis 2013 die Faktoren der unteren/oberen Grenze ermitteln (die außerdem noch jeweils „höher“ sein müssen): 2007: 1,5 bis 2,9; 2008: 2,3 bis 4,5; 2009: 1,5 bis 3,0; 2010: 1,3 bis 2,5; 2011: 1,3 bis 2,5; 2012: 1,8 bis 3,4; 2013: 0,7 bis 1,3; 2007-2013: „höher“ als 1,5 bis „höher“ als 2,9.
2. Neuroleptika (alle Altersgruppen):
Im Jahr 2007 haben sich in Schweden 1126 Menschen (sichere Fälle) das Leben genommen. Von denen hatten 201 Menschen Neuroleptika verschrieben bekommen (alle Altersgruppen), und zwar innerhalb eines Jahres vor dem Suizid. (Larsson, https://psychiatricdrugs.jannel.se/wp-content/uploads/imported-media/documents/1273233718.pdf , siehe Seite 8 ). Daraus ergibt sich ein „vergleichszeitraum-abhängiger“ Nachweis für die Neuroleptika: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/25570244 , siehe Update am 17.02.20. Im Jahr 2007 hatten 1,615% Neuroleptika konsumiert (in 2006 waren es 1,759%)
Zwischen Mitte 2005 und 2012 wurden bei den toxikologischen Daten bei 646 ( = 71+178+126+271 ) Menschen Neuroleptika nachgewiesen, siehe oben Tabelle 1 in der Forsman-Studie, das sind 6,8% (von 9553 Fällen). Daraus ergibt sich dann mit einer jährlichen Konsumenten-Quote von 1,6% ein Faktor von 4,3 von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika (siehe Forsman-Studie). Bei Anwendung des Faktors von 4,3 auf die oben genannten Daten für das Jahr 2007 ergeben sich 77 Menschen (6,8% von 1126). Daraus ergeben sich dann 124 Menschen (201-77) , also 11% ( = (124x100%)/1126 ) bei denen man keine Neuroleptika bei den toxikologischen Untersuchungen gefunden hätte (unter Verwendung des Faktors von 4,3 aus der Forsman-Studie) und bei denen man über Rezepte Neuroleptika nachgewiesen hätte von „innerhalb eines Jahres“ vor dem Suizid (ebenfalls unter Verwendung des Faktors von 4,3).
Wie oben schon erwähnt, beziehen sich die von den Daten der Forsman-Studie ermittelten Faktoren auch auf 21% „unsichere Fälle“. Für den angenommenen Fall, dass alle „unsicheren Fälle“ keine Suizid-Fälle beinhalten würden, müssten alle Faktoren eigentlich noch deutlich größer sein. Der Faktor 4,3 ist deshalb in Wirklichkeit eigentlich ein „Minimum“. Da aber bei einem Nachweis der schlechtmöglichste Fall (mit einem maximal großen Faktor) relativ unwichtig ist, wurde bisher auf dieser Petitionsseite ihm keine Bedeutung beigemessen. Es gibt aber eine Ausnahme wo dieser schlechtmöglichste Fall doch wichtig ist, und zwar bei der darauffolgenden Ermittlung von überproportional vielen Suiziden unter den ehemaligen Konsum, um dort den für die Psychopharmaka bestmöglichste Fall (mit einem minimal großen Faktor) ermitteln zu können. Zunächst ermittelt man also das „Maximum“ von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika. Bei dieser Ermittlung geht man wie folgt vor: Als Erstes wird der gesamte Faktor 4,3 in die "sicheren" und "unsicheren Fälle" aufgeteilt. Bei den "unsicheren Fällen" geht man nun davon aus (natürlich nur bei der Ermittlung eines Faktors von diesem „Maximums“) dass der Anteil der "sicheren Fälle" bei diesen 21% „unsicheren Fällen“ bei 0% liegt, d.h. dass der Faktor bei den „unsicheren Fällen“ daher möglicherweise bei (minimal) 1 liegen kann (bei der Ermittlung des gesamten Faktors 4,3 ist man hingegen davon ausgegangen dass der Anteil der "sicheren Fälle" unter den "unsicheren Fällen" bei 100% liegt). Daraus ergibt sich für den Faktor 4,3 (wo der Anteil der "sicheren Fälle" unter den "unsicheren Fällen" bei hingegen 0% liegen soll) eine Aufteilung in: (0,79 x gesuchter Faktor) + (0,21 x 1). Für den gesuchten Faktor (für „Maximum“) ergibt sich also 5,2 (unter der Annahme dass der Anteil der „sicheren Fällen“ unter den „unsicheren Fällen“ bei 0% liegt).
Bei einer ausführlicheren Darstellung des Nachweises von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika (alle Altersgruppen und “vergleichszeitraum-unabhängig“) , mit Hilfe von toxikologischen Daten ermittelt und nicht mit Rezepten ermittelt, befindet sich der tatsächliche Faktor zwischen 4,3 (wie oben ermittelt) und 5,2 – jeweils bezogen auf 2005 bis 2012 in Schweden.
Mit der gleichen Vorgehensweise können alle oben aufgeführte Faktoren (aus den Daten der Forsman-Studie ermittelt) ebenso ausführlicher dargestellt werden.
Der Anteil der Fälle unter Neuroleptika müsste also dann bei 8,3% ( = 1,6% x 5,2) liegen und nicht bei 6,8% (unter der Annahme dass der Anteil der „sicheren Fällen“ unter den „unsicheren Fällen“ bei 0% liegt). Unter Anwendung des 5,2 Faktors bei den Daten aus der Larsson-Studie ergeben sich 93 Menschen ( = 1126 x 0,083), bei denen Neuroleptika toxikologisch nachgewiesen werden würden. Für das „Minimum“ (das man durch den Faktor vom „Maximum“ in Höhe von 5,2 aus dem Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika entnommen hat) ergibt sich also folgende Faktor-Eingrenzung: von 2,8 ( = ( ((201-93) x 100%)/1126 )/(1,615%+1,759%) ) bis 5,9 ( = 9,6%/1,615% ). Für das „Maximum“ (das man durch den Faktor vom „Minimum“ in Höhe von 4,3 aus dem Nachweis von überproportional vielen Suiziden unter Neuroleptika entnommen hat) ergibt sich also folgende Faktor-Eingrenzung: von 3,3 (= (11%/1,615%+1,759%) ) bis 6,8 (= (11%/1,615%) ).
Zu berücksichtigen ist dass es bei den Faktoren über die Jahre bis zu 30% Schwankungen (oder noch mehr) geben kann (siehe z.B. Update am 12.06.20 auf: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten/u/25570244 ).
Hätte man sich bei der Forsman-Studie nur auf „sichere Fälle“ bezogen (so wie es bei dem Report von Larsson der Fall ist), würde man eine kleinere Eingrenzung (als zwischen 2,8 und 6,8) ermitteln können.
Es ergibt sich also ein Nachweis (alle Altersgruppen) von überproportional vielen Suiziden unter dem ehemaligen Konsum von Neuroleptika (also unter dem Entzug von Neuroleptika), mit dem tatsächlichen Faktor der sich zwischen „höher“ als 2,8 und „höher“ als 6,8 befindet, und zwar von „innerhalb eines Jahres“ vor dem Suizid (d.h. bis zu maximal einem Jahr vorher, wo der letzte Konsum stattfand), bezogen auf 2007 in Schweden.
Ergänzung am 29.11.2021 zu Abschnitt c (zu den 1. sowie 2. Beispiel):
Die Darstellung für Antidepressiva (Altersgruppe 15-24) von „höher“ als 1,5 bis „höher“ als 2,9 sowie die Darstellung für Neuroleptika (alle Altersgruppen) von „höher“ als 2,8 bis „höher“ als 6,8 ist eine Darstellung, bei der sich der tatsächliche Faktor aber nicht unterhalb von 2,9 (bei den Antidepressiva) bzw. unterhalb von 6,8 (bei den Neuroleptika) befinden muß. Damit man aber diesen Zusatz ,,höher“ auch für die obere Grenze weglassen kann, muss man diese Faktor-Eingrenzungen noch ausführlicher darstellen. Man kann dabei wie folgt vorgehen: Zuerst lässt man also sowohl für die Antidepressiva als auch für die Neuroleptika den Zusatz „höher“ für die untere Grenze weg.
Zwecks Ermittlung der oberen Grenze geht man bei dem 1. Beispiel wie folgt vor:
Aus der „Statistikdatabas för läkemedel“ von der Socialstyrelsen entnimmt man für alle 12 Monate in 2007 die Konsumenten-Quote für Antidepressiva (der Altersgruppe 15-24, siehe unter „Kvinnor“). Dann nimmt man davon den Monat heraus, in dem die Konsumenten-Quote von Antidepressiva am niedrigsten war - für das Jahr 2007 war es Februar - und erhält dann für diesen Monat Februar eine Konsumenten-Quote von 1,1% (für das Jahr 2007 hätte man 4,4% erhalten). Nun ermittelt man näherungsweise, wie hoch der Anteil der Konsumenten minimal sein könnte, der nicht ununterbrochen im ganzen Jahr Antidepressiva konsumierte: 3,3% (=4,4%-1,1%). Man kann es zwar nicht ausschliessen, dass dieser näherungsweise ermittelte Anteil von 3,3% in Wirklichkeit nicht unerheblich größer sein könnte (man kann es aber zumindestens ausschließen dass dieser Anteil in Wirklichkeit kleiner als 3,3% ist).
Für die obere Grenze erhält man also: 3,9 (= (48%-35%) / 3,3% ). Mit der gleichen Vorgehensweise erhält man für die anderen Jahre bis 2013 folgende Faktoren für die obere Grenze: 2008: 6,0 ; 2009: 4,1 ; 2010: 3,4 ; 2011: 3,4 ; 2012: 4,6 ; 2013: 1,8. Für die Jahre 2007-2013 erhält man also einen durchschnittlich Faktor von 3,9. Der tatsächliche Faktor von überproportional vielen Suiziden unter dem ehemaligen Konsum von Antidepressiva (Altergsruppe 15-24) liegt also für die Jahre 2007-2013 in Schweden zwischen der unteren Grenze von 1,5 und der oberen Grenze von 3,9 für den Zeitraum von „innerhalb eines Jahres“ in Schweden (d.h. bis zu maximal einem Jahr vor dem Suizid, wo der letzte Konsum stattgefunden hat).
Zwecks Ermittlung der oberen Grenze geht man bei dem 2. Beispiel wie folgt vor:
Man entnimmt für alle 12 Monate in 2007 die Konsumenten-Quote für Neuroleptika (der Altersgruppe alle Altersgruppen, siehe unter ,,Båda könen“). Dann nimmt man davon den Monat heraus, in dem die Konsumenten-Quote von Neuroleptika am niedrigsten war - für das Jahr 2007 war es der Juli - und erhält dann für diesen Monat Juli eine Konsumenten-Quote von 0,738% (für das Jahr 2007 hätte man 1,615% erhalten). Nun ermittelt man näherungsweise, wie hoch der Anteil der Konsumenten minimal sein könnte, der nicht ununterbrochen im ganzen Jahr Neuroleptika konsumierte: 0,877% (=1,615%-0,738%). Man kann es zwar nicht ausschliessen, dass dieser näherungsweise ermittelte Anteil von 0,877% in Wirklichkeit nicht unerheblich größer sein könnte (man kann es aber zumindestens ausschließen dass dieser Anteil in Wirklichkeit kleiner als 0,877% ist).
Für die obere Grenze erhält man also: 12,543 (= 11% / 0,877% ). Der tatsächliche Faktor von überproportional vielen Suiziden unter dem ehemaligen Konsum von Neuroleptika (alle Altergsruppen) liegt also für das Jahr 2007 in Schweden zwischen der unteren Grenze von 2,8 und der oberen Grenze von 12,5 für den Zeitraum von „innerhalb eines Jahres“ in Schweden (d.h. bis zu maximal einem Jahr vor dem Suizid, wo der letzte Konsum stattgefunden hat).
Anmerkungen unter Abschnitt c:
Dieser Nachweis des 2. Beispieles (sowie der obige Nachweises im 1. Beispiel) gibt nicht wieder, wo sich „innerhalb eines Jahres“ dieser Bereich von „höher“ als 2,8 bis „höher“ als 6,8 bzw. 2,8 bis 12,5 (oder „höher“ als 1,5 bis „höher“ als 2,9 bzw. 1,5 bis 3,9 im 1. Beispiel) hauptsächlich aufteilt. Ebenso geben diese Beispiele nicht wieder wie hoch dieser Bereich in Abhängigkeit der Dauer vom vorangegangenen Konsums vor dem Absetzen sein könnte. Außerdem geben diese Beispiele den Anteil der Entzugs-Betroffenen nicht wieder.
Betroffene Konsumenten berichten nicht davon, dass genannte Medikamente süchtig machen, sondern stattdessen mitunter davon, dass sie extrem große Schwierigkeiten haben, wieder von diesen Medikamenten loszukommen. Wegen der nicht vorhandenen Suchtgefahr kann man die Gefährlichkeit dieser Medikamente deshalb natürlich nicht als weniger gefährlich darstellen (Der Grund hierfür ist nicht nur selbsterklärend, sondern es gibt natürlich noch andere Gründe. Es gibt aber vor allem den Grund, den man aus der „Übersicht Faktoren“ sowie diesem Abschnitt c entnehmen kann. Die „Übersicht Faktoren“ findet man in der Mitte der Seite: https://www.change.org/p/keine-erstkonsumenten ). * Die Definition des Begriffes "abhängig" (siehe oben unter Abschnitt a) bzw. "Abhängigkeit" - von den genannten Medikamenten -, die auf dieser Petitionsseite verwendet wird, ist deshalb am besten umgangssprachlich zu verstehen.
Letzte Anmerkungen (bzw. Schlussbemerkungen, dieses Mal an Konsumenten und nicht an den Gesetzgeber gerichtet - zu obigen Abschnitt c sowie zum ganzen Inhalt der Change.org-Petitionsseite und Infoseite/Blogseite):
Alle Informationen sind weder als eine Empfehlung zum Absetzen noch zum weiteren Konsum zu verstehen (siehe auch „Hinweis an Konsumenten“ im oberen Bereich der Startseite der Petitionsseite). Um eine Empfehlung an Konsumenten bezüglich des Vorgehens beim Absetzen abgeben zu können (was nicht Thema dieser Petition ist), bedarf es z.B. dass man die Dauer des Entzugs untersucht. Dann würde es weiterhin bedürfen dass man z.B. die Intensität des Entzugs (mit festgelegten Zeiten nach dem Absetzen) in Abhängigkeit der Dauer vom vorangegangenen Konsum untersucht. Denn es kann natürlich nicht ausgeschlossen werden dass z.B. bezüglich dieser Dauer (vom vorangegangenen Konsum) es größere Unterschiede zwischen Antidepressiva und Neuroleptika geben kann.