Hiermit fordere ich IKEA auf, auf fairen Kaffee umzusteigen!

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Ich stöbere gern bei IKEA oder träume, während ich den Kindern im Bällebad zuschaue.. 

IKEA ist der größte Haushaltsmöbelmarkt der Welt. Statistisch gesehen, bleibt jeder Zweite auch zum Essen. Jede*r Dritte kommt ausschließlich zum Frühstück, Mittag oder Abendbrot ins Möbelhaus. Der Möbelgigant ist bereits auf Platz 9 der größten Essensketten Deutschlands (2013). Einnahmen des Restaurants belaufen sich auf 221,1 Mio. € im Jahr (2016 geschätzt).Tendenz steigend.

Bei den langen Gängen bekomme ich irgendwann auch den kleinen Hunger oder Durst. IKEA bietet außer Spargel und Rumpsteak ausschließlich Fertigprodukte an. Der angebotene Kaffee: PÅTÅR trägt das Siegel UTZ CERTIFIED. Das bedeutet, dass bestimmte Mindeststandards eingehalten werden. Dazu gehören Kriterien, die durch die ILO-Kernarbeitsnormen ohnehin gelten, aber oft nicht durchgesetzt werden (zum Beispiel Verbot von Kinderarbeit). Das ist wichtig, doch die Kriterien sind nicht besonders streng. Das UTZ-Siegel ist aufgrund seiner sehr niedrigen Standards kein Siegel für Fairen Handel oder biologischen Anbau.

Im Juni 2018 schrieb ich dem Kundenservice und bekam diese Antwort: „Gerne leiten wir Ihre Anregung weiter. Jedoch können wir Ihnen nicht versprechen, dass es diese Sorte demnächst bei IKEA geben wird.“

Das günstige Essen, die großen Tragetaschen, kostenlose Kinderbetreuung und die Flatrate auf Maßbänder und Bleistifte sind Teil des Marketings von IKEA. Kaffee wird als Lockprodukt genutzt, um auf Kosten von Millionen von Menschen, Profit zu schlagen und uns Verbraucher*innen lange im Laden zu halten. Zusätzlich ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen. Kaffee ist politisch.

Ich appelliere hiermit an IKEA, auf fairen Kaffee umzusteigen und damit anzufangen, sich wirklich für Nachhaltigkeit einzusetzen. 

IKEA sollte seine Gesamtkonzerstrategie ändern und sich zu den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bekennen und statt kurzfristigen Maßnahmen, langfristige Strategien entwickeln. Kaffee wird täglich konsumiert und hat einen enormen Verbrauch. IKEA nutzt den Muntermacher zur Gewinnmaximierung. 

Fair gehandelter Kaffee sichert den Produzierenden einen Mindestpreis, der unabhängig vom schwankenden Weltmarktpreis ist. Außerdem ermöglicht er durch die langfristige Zusammenarbeit Zukunftsperspektiven für die Produzent*innen. Er schließt Zwischenhändler aus und verbietet Kinderarbeit. Prämien stärken die gesamte Kooperative. Der Faire Handel ergreift schon lange Maßnahmen, um dem Klimaschutz zu begegnen. Faire Firmen und/oder Produkte erkennt man zum Beispiel hier.  

Fairer Kaffee wäre ein Anfang, um Verantwortung bei kritischen Rohstoffen zu übernehmen und anzufangen, Sorgfaltspflichten ernst zunehmen. Boykott sollte meiner Meinung nach immer an politische Kampagnen oder Forderungen geknüpft sein. 

Danke fürs Lesen und ich freue mich über eure Kommentare und Gedanken dazu.

Erfolgreiche Petition: Deutschen Bahn 

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