Hiermit fordere ich IKEA auf, auf fairen Kaffee umzusteigen!

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Melanie Weigel hat diese Petition an Jesper Brodin (ehemaliger IKEA-Deutschlandchef) und gestartet.

IKEA`s Vision ist es „vielen Menschen einen besseren Alltag zu schaffen“. Diese Vision scheitert bereits am Kaffee. Faire Bezahlung und hohe Sozialstandards scheinen den Konzern nicht die Bohne zu interessieren.

Ein Besuch bei IKEA bedeutet heutzutage nicht mehr nur Möbel zu kaufen. Es ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge geworden: Du kannst dort bummeln, kostenlose Kinderbetreuung nutzen, günstig Frühstück, Mittag, Abendbrot essen oder dich gleich dort zum Kaffee verabreden.    

Deutschland ist für IKEA in Europa der wichtigste Standort. Kaffee ist das beliebteste Getränk der Deutschen und weltweit das zweitwichtigste Exportgut. Gratis mit Family Card oder für nur 1 € serviert IKEA dir deinen Wachmacher im Pappbecher mit Plastikdeckel. Guten Appetit! Kaffee wird immer wieder neu erfunden, doch die Geschichte dahinter, ist eine uralte: Für unseren „billigen“ Kaffee schuften rund 25 Mio. Menschen. Einen besseren Alltag haben sie davon nicht - im Gegenteil: Ausbeutung, Kinderarbeit und Umweltzerstörung sind trauriger Alltag.

Hiermit fordere ich IKEA auf, auf fairen Kaffee umzusteigen. Nur dieser gibt  den Produzierenden die Möglichkeit in Würde für sich selbst zu sorgen und die SDGs bis 2030 zu erreichen.

Wer im größten Möbelhaus der Welt kauft, isst auch dort. Früher dienten die Snacks als Stärkung, heute kommt jede*r Dritte ausschließlich zum Essen und Trinken dorthin. IKEA Food Service (IFS) zählt zu den zehn größten Gastronomiebetrieben Deutschlands. Der Kaffee bei IKEA trägt seit 2008 das UTZ-Zertifikat und seit 2016 das EU-Biosiegel. Warum reicht das nicht?

UTZ steht für nachhaltigeren Anbau und die Einhaltung von Mindeststandards. Diese sind jedoch so niedrig, dass sie durch die ILO-Kernarbeitsnormen teilweise ohnehin schon geltenUTZ`s Idee ist es, dass die Bäuer*innen in besseren Anbaumethoden geschult werden, so dass sie bei höherem Ertrag eine höhere Qualität erzielen und dafür einen besseren Preis auf dem Weltmarkt aushandeln können. Jedoch haben die Bäuer*innen aufgrund hohen Preisdrucks und starker Abhängigkeit oft keine andere Wahl als ihre Rohstoffe für den Preis zu verkaufen, der ihnen diktiert wird. Die Rückverfolgbarkeit durch UTZ bis zur Plantage schafft da keine Abhilfe. Es fehlt eine Regelung zu Mindestpreisen. Prämien, die der ganzen Kooperative zugute kommen würden, sind freiwillig. Zusätzlich müssen die Kosten für jede Zertifizierung und alle Maßnahmen zur Verbesserung der Anbaumethoden von den Bäuer*innen selbst getragen werden.

Den höchsten Standard bieten unserer Meinung derzeit Fair-Trade-Organisationen, die ihren Kaffee oft sogar im Ursprungsland rösten und fair und ökologisch produzieren. Fair gehandelter Kaffee sichert den Produzent*innen einen Mindestpreis, der unabhängig vom schwankenden Weltmarktpreis ist. Außerdem ermöglicht er durch die langfristige Zusammenarbeit Mitbestimmung und  Zukunftsperspektiven für die Produzent*innen. Der Faire Handel setzt sich schon lange für Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ein.

Fairer Kaffee wäre ein Anfang, um Verantwortung bei kritischen Rohstoffen zu übernehmen und anzufangen, Sorgfaltspflichten ernst zunehmen.

Fragt bei den Filialleitungen von IKEA vor Ort, per Telefon, E-MailFacebook und/oder Instagram nach, wie der Kaffee hergestellt wird, ob die Bäuer*innen mit dem von UTZ-gesiegelten Kaffee auch einen besseren Alltag haben und ob es dafür Wirkanalysen von UTZ gibt! Konzerne haben die Macht, die Preise bei Produzent*innen und Erzeugern massiv zu drücken.

Ich freue mich über eure Kommentare und Gedanken dazu. Unsere letzte erfolgreiche Petition: Deutschen Bahn 

Mehr zu mir findet ihr hier: InstagramFacebook und Youtube.

Viele Grüße Melanie

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