Liebe kennt keine Pause - gegen Homophobie in Katar

Liebe kennt keine Pause - gegen Homophobie in Katar

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Benjamin Näßler hat diese Petition an Annalena Baerbock (Bundesministerin des Auswärtigen ) und gestartet.

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Keine Diskriminierung homosexueller Liebe bei der WM 2022 in Katar!

Im Winter 2022 wird zum ersten Mal in der Fußball-Geschichte eine Weltmeisterschaft von einem arabischen Land ausgerichtet. Kann das funktionieren: eine weltoffene Veranstaltung in einem nicht weltoffenen Land? Die ganze Welt wird nach Katar schauen. Auch ich, Benjamin Näßler. Ich bin Fußballfan und ich bin schwul. 2020 wurde ich von einer Jury zu „Mr. Gay Germany“ gewählt. Sehr gerne würde ich Ende 2022 nach Katar reisen, um dort die WM-Spiele anzuschauen.

Doch ich habe große Bedenken, denn in Katar steht Homosexualität unter Strafe. Zuwiderhandlungen werden mit bis zu drei Jahren Haft geahndet. So erhielt 1996 ein US-Bürger eine sechsmonatige Haftstrafe und 90 Peitschenschläge. Homosexuelle, die zur WM einreisen, sollen deshalb bei der WM 2022 für vier Wochen Zärtlichkeiten und Küsse in der Öffentlichkeit unterlassen. Neben Cheforganisator Hassan Al Thawadi forderte bereits der ehemalige FIFA-Chef Sepp Blatter die homosexuellen Besucher auf, Rücksicht auf die homophobe Kultur des Emirats zu nehmen und „eben mal eine Pause einzulegen”.

Deshalb fordere ich:

  • Keine Bestrafung und Diskriminierung für homosexuelle Menschen während und nach der WM 2022 in Katar
  • Ein klares Statement des DFB gegen die Diskriminierungspraxis homosexueller Menschen in Katar vor und während der WM 2022

Ich fühle mich diskriminiert und möchte diese Intoleranz nicht tolerieren. Was würde passieren, wenn ich doch mal meinen Ehemann umarme, küsse oder liebkose? Droht dann eine Gefängnisstrafe oder sogar Peitschenhiebe? 

Ich als Freizeitkicker fordere deshalb ein Ende der strafrechtlichen Verfolgung von Homosexuellen in Katar. Menschliche Grundrechte enden nicht an Grenzen! Deshalb fordere ich den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, die eigenen Grundsätze aus dem Ethikkodex, der für einen fairen und menschlichen Umgang ohne jegliche Diskriminierung steht, gegenüber den katarischen Organisatoren zu verteidigen und die Bühne der WM für ein klares Zeichen gegen Homophobie zu nutzen.

Bitte helfen Sie mit, dass der Druck auf Katar erhöht wird, die Diskriminierungspraxis und strafrechtliche Verfolgung von Homosexuellen zu beenden und eine WM möglich zu machen, bei der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und sexueller Neigung willkommen sind.

Lasst uns gemeinsam für die Rechte Homosexueller in Katar einstehen. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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