Decision Maker

Yvonne Gebauer

  • Ministerin für Schule und Bildung, Nordrhein-Westfalen

Does Yvonne Gebauer have the power to decide or influence something you want to change? Start a petition to this decision maker.Start a petition
Petitioning Peter Tschentscher, Susanne Eisenmann, Michael Piazolo, Sandra Scheeres, Britta Ernst, Claudia Bogedan, Ties Rabe, Alexander Lorz, Bettina Martin, Grant Hendrik Tonne, yvonne gebauer, Stefanie Hubi...

Abi 2020 Umdenken: Durchschnittsabitur

Schwierige Zeiten erfordern moderne Problemlösungen Was genau macht die Abiturprüfungen dieses Jahr so ungerecht?: https://hackmd.io/@Abi2020Umdenken/fehlende-Vergleichbarkeit Kontaktdaten der Kultusminister: https://hackmd.io/@Abi2020Umdenken/Kultusminister Update 26.3.2020Die Kultusminister haben gestern aus unserer Sicht ausgesprochen ignorant und kurzsichtig festgelegt, dass alle Prüfungen stattfinden werden. Ihren Statements konnte man nicht entnehmen, dass sie unsere Sorgen und Ängste ernst nehmen. Und irgendwie auch nicht, dass sie den Ernst der Lage erkannt hätten. Denn in der Zwischenzeit schreitet die Pandemie unvermindert voran, das RKI und der Gesundheitsminister sehen Deutschland erst am Anfang, mit einem Höhepunkt an Erkrankten Ende April, Anfang Mai. Experten sagen es ist fraglich, ob die Kliniken bei der Höhe der prognostizierten Fallzahlen durch die Epidemiologen genügend Beatmungsgeräte haben. Aber hey – wir waschen uns einfach gut unsere Hände, versichern den LehrerInnen, die uns mit Mundschutz empfangen, dass wir uns topfit fühlen und schreiben mit Leichtigkeit die Prüfungen unseres Lebens? Wen das auch aufregt: Schreibt Mails an Eure Kultusminister, die Schulbehörden der Länder sind häufig auf Instagram, schreibt an eure LehrerInnen und Schulleitungen, den Gesundheitsminister und die Kanzlerin, und fragt, wer das alles verantworten wird, wenn sich in den Prüfungen auch nur ein Mensch infiziert. Wir kämpfen weiter! ---------------------------------------- In wenigen Wochen sollen etwa 350.000 Schüler deutschlandweit ihr Abitur absolvieren. Das finden wir aus drei Gründen falsch: 1. Gesundheitlich: Mit Bus und Bahn zur Prüfung und dann mehrere Leute für fünf Stunden in einen Raum packen und hoffen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet? Virologen konnten bereits beweisen, dass das Virus SARS-Covid 19 mehrere Tage auf Oberflächen überleben kann, und immer noch übertragbar ist. Ein ausgetauschter Stift, ein Berühren des Nachbartisches, die Benutzung der Toiletten könnte reichen, um die Epidemie fortschreiten zu lassen. 2. Psychologisch: Viele von uns haben Angst. Unsere Familien geraten in Existenznot und wir mit unseren Prüfungsvorbereitungen mittendrin. Nichts ist wie zuvor. Abgesagte Vorabiklausuren, chaotischer Onlineunterricht, Computer müssen mit Geschwistern und Eltern geteilt werden, ausgefallene PL's und der fehlende Austausch mit Mitschülern und Mitschülerinnen.  3. Gesellschaftlich: Viele von uns leisten gerade zuhause einen Beitrag. Wir beschäftigen kleinere Geschwister, facetimen mit den Großeltern, gehen einkaufen, organisieren Dinge und unterstützen unsere Eltern und Nachbarschaften. Wenn 350.000 kluge Köpfe neben diesen Aufgaben Zeit für kreative Projekte hätten - beispielsweise die Teilnahme an dem Hackathon der Bundesregierung #WirVsVirus und allem, was daraus folgt - dann nützt das der Gesellschaft in dieser Situation mehr, als Abiprüfungen. Wir fordern: Keine Abitur-Klausuren in 2020!  UNSERE LÖSUNG: Jede Schülerin und jeder Schüler (deutschlandweit) erhält in diesem Jahr ein sogenanntes Durchschnittsabitur. Hierfür wird ein Durchschnitt der einzubringenden 32 bis 40 Semesterergebnisse (Beispiel Hamburg) der letzten 4 Semester errechnet und als Abiturnote festgelegt. Bei einer erwünschten Verbesserung der Note, kann eine mündliche Leistung in einem der vier bereits gewählten Prüfungsfächer erbracht werden (zum Beispiel per Online-Videocall), und wie in den Vorjahren als mündliche Prüfung mit einberechnet werden. Update 21.03.2020: Wir haben viele Anfragen von euch, ob unser Lösungsansatz nicht genauso für ESA und MSA Prüfungen funktionieren könnte, da sich die Schülerinnen und Schüler in der identischen Situation befinden. Wir finden ja: Also erweitern wir hiermit die Petition und kämpfen genauso für einen Durchschnitts-ESA und -MSA (hier werden dann die Noten aus dem ersten und zweiten Halbjahr 2019/2020 zur Errechnung herangezogen) Los geht's. Presseanfragen: abi2020umdenken@gmail.com

Paul Gringel & Filippa Steffens
155,244 supporters
Petitioning Dr. Franziska Giffey, Dr. Joachim Stamp, Andreas Bothe, Hubertus Heil, Franziska Giffey, Anja Karliczek, Karin Prien, Dr. Heiner Garg, Monika Bachmann, Ulrich Commerçon, Yvonne Gebauer, Manne Lucha...

Beitragsfreie Kita-Plätze - für ganz Deutschland! #BeitragsfreieKita

Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz machen es vor - der Elternbeitrag für die Kinderbetreuung wurde abgeschafft*. Daher meine Forderung: Beitragsfreie Kita(Tagesmütter/-väter)-Plätze - für ganz Deutschland! Wir sind eine vierköpfige Familie aus NRW und unser größter finanzieller Posten - neben dem Wohnen - den wir im Monat stemmen, ist der Kita-Beitrag für unsere beiden Töchter (2 und 4 Jahre). Dieser liegt bei über 400 Euro im Monat (ohne Verpflegung). Wir geben mehr als 10% unseres Monats-Netto-Einkommens für die Kinderbetreuung unserer Töchter aus. Als ich angefangen habe zu studieren, gab es gerade eine große Bewegung gegen die Studiengebühren, die damals eingeführt werden sollten. "Bildung für Alle und zwar umsonst"  hieß hier der Slogan. Hier ging es um 500 Euro pro Semester. Jetzt haben wir eine Belastung für die Bildung unserer Töchter im Monat (!) von über 400 Euro und wir sind weit weg davon Spitzenverdiener zu sein. Ich habe eine gute Freundin die in Hamburg lebt und gar nichts für die Betreuung ihrer Kinder bezahlt. Kinder die in Hamburg zu einer Tagesmutter(-vater) gehen, werden 30 Stunden in der Woche kostenlos betreut und Kinder die in die Kita gehen, werden 25 Stunden in der Woche kostenlos betreut.  Diese "Grundversorgung" sollte jedem Elternteil kostenlos zustehen. Weitere Stunden sollten kostenlos zustehen, wenn diese berufsbedingt benötigt werden oder wenn sie aus anderen Gründen (z.B. vom Jugendamt) für nötig erachtet werden, um allen Kindern den besten Start ins Leben zu ermöglichen. Daher fordere ich die Landesregierung in Düsseldorf auf zu handeln. Insbesondere das Ministerium für u.a. Kinder und Familie sollte sich dafür einsetzen, dass der Elternbeitrag für Kita und Tagesmütter(-väter) in NRW abgeschafft wird. Aber auch die anderen Landesregierungen sollten sich diesem Thema unbedingt annehmen! #BeitragsfreieKita Und auch die Bundesregierung sollte sich mit diesem Thema beschäftigen! #BeitragfreieKita geht sowohl das Bundesministerium für Arbeit und Soziales etwas an, als auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, es geht um die Frage der sozialen Gerechtigkeit und es geht um Bildung für die Allerkleinsten. Wir haben in NRW das Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Das heißt Bildung fängt schon im Kindergarten an und da, finde ich, passt das der Slogan aus meiner Studienzeit: "Bildung für Alle und zwar umsonst" - gerade auch für die Allerkleinsten! Natürlich ohne das die Qualität der Betreuung darunter leidet.  Bitte unterschreiben Sie jetzt diese Petition und teilen Sie sie gerne mit Familie und Freunden! #BeitragsfreieKita Vielen Dank! Svenja Stahlschmidt *einige Bundesländer erheben gar keine Kostenbeteilgung mehr (z.T. erst ab dem 01.08.2018/19 bzw. 01.01.2020) und/oder erheben eine Kostenbeteiligung erst ab sechst Stunden täglicher Betreuung und/oder bei wieder Anderen entfällt die Kostenbeteiligung erst ab einem Alter von 3 Jahren. 

Svenja Stahlschmidt
86,752 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Armin Laschet, Bodo Löttgen, Christof Rasche, Sigrid Beer, Thomas Kutschaty, Franziska Müller-Rech, Jochen Ott

Das Fach Sozialwissenschaften darf nicht abgeschafft werden!

Ich bin Studentin der Sozialwissenschaften. Wenn dieser Studiengang jetzt abgeschafft wird, dann bange ich um meine Zukunft. Dann werde ich das Schulfach langfristig nicht unterrichten können. Politische Bildung und Teilhabe sind heute wichtiger denn je. Es ist mir unerklärlich wie in der heutigen Zeit, wo politische Bewegungen und politische Stimmen – wie Black Lives Matter oder Fridays for Future – immer lauter werden, die Bildungspolitik auf eine Einschränkung der politischen Bildung abziehen kann. Mit einem neuen Entwurf der Landesregierung (CDU und FDP) wurde die Abschaffung des Studiengangs Sozialwissenschaften ins Rollen gebracht. Die Auswirkungen wären enorm. Bereits ausgebildete Lehrer:innen und Studierende würden unter diesem Beschluss leiden. In dem Entwurf wird angedeutet, dass trotz einer 6,5 Jahre andauernden Lehramtsausbildung Kompetenzen fehlen würden, um das neue Schulfach Wirtschaft-Politik zu unterrichten. Dabei sind alle Kompetenzen in den derzeitigen Prüfungsordnungen abgedeckt.SoWi-Absolventi*innen werden durch die Studiengangsänderung Kompetenzen abgesprochen und stehen in Konkurrenz mit den neuen Wirtschaft-Politk-Absolvent*innen.Die Änderung des Studiengangs grenzt die Studenten*innen in ihren Weiterbildungsmöglichkeiten ein. Insbesondere andere oder erweiternde Studiengänge außerhalb des Lehramts zu studieren. Die Sozialwissenschaften beschäftigen sich mit den Strukturen, Bedingungen und Formen des menschlichen Zusammenlebens. Die Disziplinen Wirtschaft, Politik und Soziologie zu trennen mindert die Chance auf Verständnis ökonomischer, politischer und gesellschaftlicher Strukturen, da sie eng miteinander verknüpft sind. In der universitären Ausbildung erhalten wir dank diesem integrativen Modell die Kompetenzen, eben jenes zu vermitteln. Alle drei sozialwissenschaftlichen Disziplinen müssen gleichgestellt sein, weshalb der Studiengang Sozialwissenschaften nicht geändert bzw. ersetzt werden darf. Sowohl das Schulfach, als auch der Studiengang vermitteln Normen und Werte und bereiten jede:n Einzelne:n auf das gesellschaftliche Leben nach der Schule vor. Des Weiteren ist es uns wichtig, dass das Ziel, Schüler:innen zu ermöglichen, zu mündigen Bürger:innen heranzuwachsen, nicht außer Acht gelassen wird. Eine primär wirtschaftliche Betrachtung von Strukturen und Problemen bietet nur eine einfältige Sicht auf diese, wodurch den Schüler:innen die Entwicklung eigener Gedanken, Bewertungen sowie Lösungsvorschlägen verwehrt wird. Bitte unterstützt und teilt diese Petition: Change.org/SOWI-bleibt. Bitte unterstützt und teilt den Hashtag #SOWIbleibt-----Stand: 22. Januar 2021: Ich habe den Petitionstext leicht angepasst und die Entscheidungsträger geändert.  

Kalle Huner
39,678 supporters
Petitioning Ministerin für Schule & Bildung Yvonne Gebauer, ministerpräsident armin laschet, Landesregierung NRW

Gesundheitsschutz statt Hauruckverfahren – Schulöffnungen brauchen Vorbereitungszeit!

Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet, sehr geehrte Landesregierung NRW, wir richten uns mit diesem offenen Brief an Sie, um Ihnen mitzuteilen, dass wir entsetzt darüber sind, dass die Landesregierung mit der Entscheidung zur Schulöffnung kommende Woche die Gesundheit der Lehrkräfte, der Schüler*innen sowie deren Familien fahrlässig gefährdet. Dieser Schnellschuss ist verantwortungslos, weil die Durchführung des Unterrichts unter Bedingungen, die den Notwendigkeiten des Infektionsschutzes genügen, nicht möglich ist. Ohne Rücksicht auf die zahlreichen mahnenden Worte aus Schul-, Schüler*innen- und Elternorganisationen sowie Gewerkschaften sollen nun im Hauruckverfahren Öffnungen stattfinden, welche jedoch wesentlich mehr Vorbereitungszeit benötigen, denn: Der Gesundheitsschutz der Schüler*innen und Lehrkräfte muss oberste Priorität haben! Planlose & kurzfristige Information führt zur VerunsicherungNachdem bereits die Schulschließungen völlig unvorbereitet per Mail verkündet wurden, wird nun ebenso kurzfristig am späten Abend des 15. April per Schulmail mitgeteilt, dass ab dem 20. April in den Schulen „organisatorische Maßnahmen“ getroffen werden sollen, um Schüler*innen, die vor Abschlussprüfungen stehen, ab dem 23. April Unterrichtsbesuche vor Ort zu ermöglichen. Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern sind verunsichert und äußerst besorgt darüber, dass die nötigen Maßnahmen zum Infektionsschutz in so kurzer Zeit unmöglich umzusetzen sind. Vorbereitungszeit von mindestens einer Woche benötigtEin breites Bündnis aus Schul- und Elternorganisationen sowie dem DGB und der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) hatte am 14. April darauf hingewiesen, dass der stufenweise Einstieg für alle Beteiligten leistbar sein müsse: „Zur Vorbereitung benötigen sie mindestens eine volle Woche Zeit“ erläuterte Behrend Heeren, Vorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG NRW) und langjähriger Leiter einer Gesamtschule.(1) Auch der Städte- und Gemeindebund spricht in seiner Stellungnahme vom 15. April von Vorlaufzeiten von „mindestens einer Woche“.(2) „Besteht das Land auf einer Öffnung am Montag nach den Osterferien, wird ein reibungsloser Ablauf kaum möglich sein.“, so der Städte- und Gemeindebund weiter. Viele ungeklärte Fragen auf Kosten des GesundheitsschutzesDerzeit gibt es viele ungeklärte Fragen, die in nur drei Tagen Vorbereitungszeit unmöglich zu beantworten sind. Dazu zählen beispielsweise: Es gibt keine einheitlichen Hygienestandards an den Schulen oder Aussagen zur Notwendigkeit und Verfügbarkeit von Ressourcen wie Masken, Desinfektionsmitteln oder Tests. Wie sollen die Abstandsregeln während des Unterrichts, der Toilettengänge oder der Pausen eingehalten werden? Wie sollen in so kurzer Zeit neue Raumkonzepte entstehen, um die nötigen Maßnahmen zum Infektionsschutz wie ausreichend Abstand und kleine Lerngruppen so schnell umzusetzen? Wie wird mit Schüler*innen und Lehrkräften verfahren, die der Risikogruppe angehören? Wo bleibt hier die Chancengleichheit in der Bildung für betroffene Schüler*innen? Wie soll sich die Logistik innerhalb von nur drei Tagen darauf vorbereiten, verlässlich zu funktionieren – angefangen bei der Organisation von gesundheitlich unbedenklichen Schulbusfahrten über die Beschaffung von Schutzmaterialien wie Mund-Nasen-Masken, Desinfektionsmittel oder Seife bis hin zu zeitlich und nach Gruppen gestaffeltem Unterricht? Wie soll in Zeiten des Lehrkräftemangels (auch hinsichtlich der weiteren Öffnung ab dem 4. Mai 2020) der Ausfall der Lehrkräfte aus Risikogruppen abgefangen werden ohne die einsatzfähigen Kolleg*innen zu überlasten? Statt verantwortungsbewusst vorzugehen, wälzt die Landesregierung die Verantwortung für einen sicheren Unterricht auf die Schulen, Lehrkräfte und Kommunen ab. Sie schließt den Großteil der Schüler*innen vorerst aus dem Unterricht aus und mutet einem kleineren Teil sowie den Lehrkräften Unterrichtsbedingungen zu, unter denen ein Schutz ihrer Gesundheit nicht gewährleistet ist. Wir sagen an dieser Stelle ganz entschieden: Stoppen Sie die verfrühten Schulöffnungen! Alle Schüler*innen haben ein Recht auf Bildung! Alle Schüler*innen und Lehrkräfte haben ein Recht auf unversehrte Gesundheit! Wir fordern daher von der Landesregierung NRW: Keine Schulöffnungen die gesamte nächste Woche! Der Gesundheitsschutz der Schüler*innen und Lehrkräfte muss an erster Stelle stehen! Geben Sie den Schulen ausreichend Vorbereitungszeit, so dass die Durchführung des Unterrichts unter Bedingungen, die den Notwendigkeiten des Infektionsschutzes genügen, möglich ist! Wir fordern, die Schulen erst zu öffnen, wenn folgende Maßnahmen zuverlässig sichergestellt und umgesetzt sind: landesweit geltende Hygienekonzepte in Abstimmung mit Schulaufsicht und Schulträger und unter Verantwortung des lokalen Gesundheitsamtes Sicherstellung der Maßnahmen des Gesundheitsschutzes für Lehrkräfte und Schüler*innen, insbesondere ausreichend Mund-Nasen-Schutzmasken, Corona-Testmöglichkeiten, Desinfektionsmittel, Seife, Toilettenpapier und Abtrockentücher Konzepte zur Sicherung des Gesundheitsschutzes während Pausenzeiten und Toilettengängen Entwicklung von Raumkonzepten, um die erforderlichen Mindestabstände einhalten zu können, kleine Lerngruppen sowie zeitlich und nach Gruppen gestaffelten Unterricht zu ermöglichen Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstands auch in Lehrer*innenkonferenzen Konzepte zur Sicherstellung von gesundheitlich unbedenklichen Schulbusfahrten unter Maßnahmen des Infektionsschutzes Anpassung der Reinigungspläne: Türklinken, Tischoberflächen, Waschbecken, Toiletten sowie anderweitig oft benutzte Oberflächen sollten mindestens 2 Mal am Tag gereinigt werden! Sicherstellung der Chancengleichheit für Schüler*innen, die einer Risikogruppe angehören und aufgrund dessen am Unterricht vor Ort nicht teilnehmen können sowie für Schüler*innen, deren Unterricht noch nicht wieder startet Aussetzen der schriftlichen Abschlussprüfungen für das Schuljahr 2019/2020, Ermittlung der Abschlussnote aus den Vorleistungen und bundesweite Anerkennung der Abschlüsse kein Einsatz von Beschäftigten, die selbst einer Risikogruppe angehören oder in deren unmittelbarem häuslichen Umfeld Personen aus einer Risikogruppe leben zur Verbesserung der Personalsituation in Zeiten, wo Lehrkräftemangel und coronabedingte Ausfälle aufeinandertreffen: sofortige Eröffnung der Ausschreibungsverfahren für unbefristete Stellen entsprechend des Stellenbedarfs, besondere Berücksichtigung aller bisher abgewiesener Lehramtsbewerber*innen mit abgeschlossenem Vorbereitungsdienst und von früher mit Fristverträgen beschäftigten Lehrkräften, die im Moment keine Anstellung im Schuldienst haben sowie die sofortige Entfristung aller Zeitverträge demokratische Mitbestimmung: Einbeziehung der Mitarbeitervertretungen in Form von Lehrerräten, Personalräten und Gewerkschaften sowie von Eltern- und Schülervertretungen in den Prozess der Vorbereitungen Unterschreiben und teilen Sie den offenen Brief! Schreiben Sie gerne in den Kommentaren, inwiefern Sie betroffen sind (als Schüler*in, Lehrkraft, Eltern), wie die konkreten hygienischen Zustände an Ihrer Schule/der Ihres Kindes sind oder an welchen Stellen Sie Probleme bei der Umsetzung der Maßnahmen des Gesundheitsschutzes vor Ort erwarten.Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) KölnV.i.S.d.P.:Eva-Maria ZimmermannGeschäftsführerinGewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) Stadtverband KölnHans-Böckler-Platz 150672 Köln Quellen:Foto: Taken/pixabay.com (1)   https://www.gew-nrw.de/pressemitteilungen/detail-pressemitteilungen/news/schulen-koennen-sicher-nicht-am-20-april-2020-wieder-oeffnen.html(2)   https://www.gew-nrw.de/fileadmin/user_upload/Themen_Wissen_PDFs/Corona_PDFs/StGB-Wiedereroeffnung_Schulen_Corona.pdf  

Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) Köln
35,920 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Dr. Joachim Stamp, Mehrdad Mostofizadeh, Verena Schäffer, Thomas Kutschaty

Deutsche Kolonialgeschichte & "Black History" sowie Anti-Rassismus in NRW unterrichten!

Die grausamen Morde an George Floyd und vielen mehr sowie die weltweiten Proteste danach haben uns wachgerüttelt. Rassismus tötet und zwar nicht nur in den USA. Auch in Deutschland werden Menschen mit Migrationshintergrund Opfer von rassistischer Gewalt und auch in Deutschland gibt es Alltagsrassismus - das wissen wir aus eigener Erfahrung. Rassismus verschließt Türen, Rassismus verletzt und Rassismus tötet, und das auch hier. Diskriminierungen, Beleidigungen und Angriffe gehören zum Alltag dazu. Ganz klar fehlt die Aufklärung und Prävention in der Schule. Es kann so nicht mehr weitergehen! Dieses Problem muss beim Namen genannt werden, damit so tiefsitzende Strukturen überhaupt entwurzelt werden können! Nur so kann eine funktionierende Gesellschaft entstehen. Es kann doch nicht sein, dass wir 10-13 Jahre zur Schule gehen und so viele Schüler*innen nichts über die deutsche Kolonialisierung wissen. Es gibt kaum eine Schule die Rassismus in die Tiefe thematisiert, dabei ist (Anti-)Rassismus eine Sache der Erziehung und Bildung, es fängt schon im Kindergarten an. Lehrpersonal begleiten ebenso Schüler ein Stück in ihrem Leben, haben Einfluss auf sie und tragen daher mit die Verantwortung aufgeschlossene und informierte Menschen auszubilden. Deswegen brauchen wir Platz für Aufklärungsarbeit und präventive Maßnahmen im Lehrplan an den Schulen in NRW. Wir möchten Solidarität lehren und Rassismus stoppen! Dafür müssen so früh wie möglich diskriminierende Strukturen entlernt werden.  FORDERUNG: Jede Landesregierung muss Lehrpläne – individuell, institutionell und strukturell – überarbeiten und Materialien zur Verfügung stellen sowie Lehrpersonal rassismuskritisch sensibilisieren. Anti-Rassismus muss in den Lernplänen der Pädagog*innen-Ausbildung. Bildungsinstitute müssen diskriminierungssensibel, machtkritisch und intersektional gestaltet werden. Es besteht der Bedarf einer Zugänglichkeit zu Antidiskriminierungsstellen in Schulen. Rassistische Denkmuster und eurozentrische Perspektiven müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wir wollen erreichen, dass Themen wie Königreiche, Sklaverei, Kolonialherrschaft, deutsche Migrationsgeschichte und Rassismus/Diskriminierung tiefer diskutiert werden. Es muss verpflichtend und zum festen Bestandteil der NRW Schulen werden. BIPOC-Expert*innen (z.B. Künstler*innen, Musiker*innen, Autor*innen, Wissenschaftler*innen) bzw. Initiativen müssen in die Schulen eingeladen werden. Quellen (z.B. Bücher) von BIPOC* müssen im Deutschunterricht, Geschichtsunterricht, usw. behandelt werden. Das Ziel der Unterrichtseinheiten ist es, Schüler/innen die Fähigkeit zum kritischen Denken und das notwendige Vokabular für ein tiefgehendes Verständnis der Diskussionen rund um Rassismus zu geben. Wenn Kinder schon früh mit dieser Thematik konfrontiert werden, ist es auch nichts fremdes mehr. Denn durch das Fremdsein kommt die “Angst” vor dem Unbekannten. Wir können uns auch sogenannte “African Days” sowie jährliche Projekttage zum Thema Rassismus für alle Klassenstufen in allen Schulformen vorstellen. Die Anforderungen um eine "Schule ohne Rassismus" müssen überprüft und erhöht werden. Diese jungen Menschen haben ein Recht und die Pflicht auf Wahrheit, damit sie zu verantwortungsvollen, bewussten und rassismus-freien Weltbürger*innen aufwachsen!   Rassismus muss endlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen werden! Jede/r, egal welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht und welches Alter sollte sich gegen Rassismus stellen und das Thema enttabuisieren! Bitte unterzeichne diese Petition für Aufklärungsarbeit rund um das Thema Rassismus in NRW Schulen und hilft mit, diese Forderungen an die Politik in NRW heranzutragen und mit uns gemeinsam das Schulsystem zu verändern! Danke!  *BIPOC steht für Black, Indigenous and People of Color. Er dient als Begriff für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. ------- Diese Petition ist Teil der deutschlandweiten Bewegung #blackhistoryindeutschland. Alle Unterschriften der regionalen Petitionen laufen auf einen Unterschriftenzähler. Auf dieser Webseite sind alle Petitionen der verschiedenen Bundesländer zu finden: blackhistoryindeutschland-change.org

Abigail Fugah & Miriam Kurztusch
99,777 supporters
Petitioning Anja Karliczek, Susanne Eisenmann, Anett Sastges-Schank, Sandra Scheeres, Britta Ernst, Claudia Bogedan, Ties Rabe, Ralph Alexander Lorz, Bettina Martin, Grant Hendrik Tonne, yvonne gebauer, Christ...

Jetzt #InklusiveSchulsysteme umsetzen!

Noch immer erleiden Menschen in der Bundesrepublik Deutschland tagtäglich Diskriminierungen und Hindernisse in ihrer Entwicklung. Dazu gehören Frauen bzw. Mädchen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen, die eine andere Hautfarbe als weiß haben, die eine nicht-christliche Religion praktizieren, mit einer Behinderung leben, nicht heterosexuell oder cis oder schlichtweg arm sind. Gleichzeitig wurde eine hetzende Partei, wie es die AFD ist, in den Bundestag gewählt und erzielt fortlaufend hohe Umfragewerte. Innenminister Seehofer fährt eine Rhetorik der Abgrenzung und Spaltung. Am Rande einer Pegida-Demo wurden Journalisten ungeneriert angepöbelt und von ihrer Arbeit abgehalten und in Chemnitz versammelten sich Tausende unter menschenverachtenden Motiven, während die Polizei noch nicht einmal ausreichend gegen das verbotene Zeigen des Hitlergrußes vorging. Die Wissenschaft zu Bildung und Erziehung ist heute in der Entwicklung sehr weit fortgeschritten. Es sind wertvolle Rahmen-Richtlinien und Konzepte entwickelt worden, wie bessere, nämlich inklusive Schulsysteme aussehen und umgesetzt werden könnten. Schulsysteme, die erwiesener Maßen - diverse Studien und Erfahrungen aus der Praxis bestätigen das - Allen in Allen Belangen zu Gute kommen würden, auch den besser gestellten, Privilegierten und Hochbegabten. Inklusive Schulsysteme würden präventiv und gegen jegliche destruktiven und demokratiefeindlichen Bewegungen in Deutschland wirken. Die heutige Investition und Reformierung hin zu inklusiven Schulsystemen wäre ein Garant für den Erhalt unserer Demokratie und auch dafür, dass sich in unserer Gesellschaft, den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechend, überwiegend hoch qualifizierte, umfassend gebildete und mündige Menschen entwickeln können. Doch noch immer werden vereinzelte Schritte in Hinsicht auf inklusive Schulsysteme, wenn überhaupt nur zögerlich, teilweise oder nicht umfassend angegangen. Dies macht es Kritiker*innen und Skeptiker*innen leicht, gleich den ganzen Ansatz Inklusion abzulehnen, wenn nicht gar als “gescheitert“ zu diffamieren. Denn solange Inklusion und entsprechende Pädagogik nicht umfassend und nachhaltig umgesetzt wird, bekommen Schüler*innen die Nachteile halbfertiger Ansätze deutlich zu spüren. Ich selbst habe, in der damals relativ inklusiven Charlotte-Salomon-Grundschule Berlin, von den Vorteilen inklusiver Ansätze profitiert und als Erwachsener einen Eindruck davon bekommen, wie viel weiter die dazugehörige Forschung im Gegensatz zu den bestehenden Schulsystemen ist. Es muss endlich in der gesamten Bundesrepublik Deutschland und in allen Bundesländern die umfassende und gründliche Einführung und Umsetzung von inklusiven Schulsystemen unter den höchsten Prioritäten nicht nur genannt, sondern auch kontinuierlich und effektiv angegangen werden. Daher fordere ich Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sowie die Bildungsministerkonferenz auf, sich jetzt mit aller Kraft und Entschlossenheit für die Umsetzung von inklusiven Schulsystemen einzusetzen. Bitte unterstützen auch Sie jetzt meine Petition für bessere, inklusive Schulen deutschlandweit! Vielen Dank, Miro Böhm   Für weitere Argumente empfehle ich folgende Medien: 1) Ist Inklusion eine Utopie?  https://youtu.be/naU6OcijQpM 2) Sieben Merkmale guter, inklusiver Schule https://youtu.be/8AqV91j0Ok0 3) 3 Big Misconceptions About Inclusion http://www.theinclusiveclass.com/2018/08/3-big-misconceptions-about-inclusion.html?m=1

Miro Böhm
17,986 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Armin Laschet

NRW's Abiturienten bleiben zu Hause!

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, Armin Laschet meinte, dass er sich heute (15.04.2020) über den GEMEINSAMEN Beschluss von Bund und Ländern hinwegsetzen müsse. Laschet ist der Meinung das die Abiturienten aus NRW bereits am 20.04.2020 in die Schulen sollen statt wie vereinbart, zwischen Bund und Ländern, am 04.05.2020. Bundeskanzlerin Merkel und die Minister hatten sich zuvor in einer Videoschalte eigentlich darauf geeinigt, dass die Schulen für die Abiturienten erst am 04.05.2020 wieder öffnen außerdem gilt bis zu dem genannten Zeitpunkt auch noch die Kontaktsperre. Herr Laschet hat sich mit seinem Vorgehen nicht nur die Kanzlerschaft verbaut sondern auch eine ganze Generation verloren, die von nun an keinen Glauben mehr in die Politik haben kann. Sämtliche Verbände sowie SPD, Grüne und Landesschülervertretungen haben sich gegen Abiturprüfungen ausgesprochen und man wurde nicht gehört oder beachtet. Tausende von Schülern haben in Briefen ihre missliche Lage erläutert, doch man wurde nicht beachtet. Yvonne Gebauer sagte am 05.04 zum Kölner Stadtanzeiger, dass wenn die Schulen nach Ostern nicht öffnen, man die Situation bezüglich Prüfungen noch einmal überdenken müsse. Nun sollen wir früher als alle anderen Abiturienten in diesem Land in die Schulen zurück, nur damit Gebauer nicht durch ihre Aussage ins Wanken kommt. Das Laschet mit seinem profilneurotischen Vorgehen sogut wie gegen alle Maßnahmen verstößt, sollte nun jedem klar sein. Armin Laschet war derjenige der zunächst auf eine einheitliche Lösung pochte in dem kein Land vorprescht. Nun ist er derjenige der eben dies tut. Die Zeiten der freundlichen Forderungen sind von nun an vorbei. In den letzten Tagen haben sich tausende von Schülern in NRW gegen die Abiturprüfungen ausgesprochen, dies geschah in Petitionen oder Briefen an die Minister. Nun ist die Lage für uns Abiturienten eine viel schlimmere und vor allem bedrohlichere. Wir sollen nicht nur diie Prüfungen wie geplant schreiben sondern auch noch früher in die Schulen zurück als andere Abiturienten in Deutschland. Herr Laschet, setzt uns als Versuchskaninchen ein und das lassen wir nicht mit uns machen. Wir Abiturienten müssen nun an Armin Laschet an Frau Gebauer nun ein deutliches Zeichen setzen, denn wir können sich zulassen, dass so mit uns und mit den Leben unserer Mitmenschen gespielt wird. Wir Abiturienten müssen zu Hause bleiben! Wir wollen nicht diejenigen sein, die eine 2. Infektionswelle lostreten.Die Schulen werden sich in dieser kurzen Zeit beim besten Willen nicht auf solch eine Lage vorbereiten können. Verbreitet die Petition unter dem #NrwsAbiturientenBleibenzuHause. Ihr sollt jedoch nicht in Schwierigkeiten kommen, die Petiton dient als Forderung dafür, dass wir am 20.04 nicht wieder in die Schulen müssen! Nicht einfach auf eigene Faust handeln. Die Forderung nach einem Durchschnittsabitur bleibt! Presseanfragen: durchschnittsabiturnrw@gmail.com  Bleibt gesund!  

Abiturient NRW
12,255 supporters
Petitioning Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, Armin Laschet, Thomas Kutschaty, Franziska Müller-Rech, Sigrid Beer

Gerechtigkeit für die NRW-Abiturient*innen 2021

AUS DEM SEPTEMBER 2020 Mein Name ist Franziska Marlene Schürken, ich bin siebzehn Jahre alt und befinde mich im letzten Schuljahr meiner schulischen Laufbahn. Aktuell befinde ich mich aufgrund eines einzelnen Corona-Falls an meinem Oberhausener Gymnasium in amtlich vorgeschriebener Quarantäne – vermutlich so, wie mehrere dutzend meiner Mitschüler*innen auch. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass sich so etwas ereignen wird. Vermutlich werden Teile meines Jahrgangs ganze Wochen an Präsenzunterricht verpassen – besonders jetzt, da die Maskenpflicht im Unterricht vom Land NRW wieder aufgehoben wurde und eventuelle Quarantänemaßnahmen sehr viel weitläufiger ausgeübt werden müssen. Ich frage mich, inwiefern die NEUN Tage, die uns an Vorlaufzeit vor unseren Abiturprüfungen im nächsten Jahr zugesprochen wurden, einen Ausgleich schaffen sollen. Neun Tage für sechs Monate Pandemie. Neun Tage für Frühjahrsunterricht ohne Standards oder Leistungskontrollen. Neun Tage für finanzielle Schwierigkeiten im Elternhaus, für vollständigen Entzug des Sozialgefüges, für weitere Quarantänemaßnahmen in den kommenden Wintermonaten. Neun Tage für den Abiturjahrgang 2021, der diese Pandemie im vollen Ausmaß miterlebt und mehrere Wochen für den Abiturjahrgang 2020, der gerade einmal unter ihren Anfängen leiden musste.Die Schulpolitik und vor allem die Abiturpolitik des Landes NRW ist nicht nur unverantwortlich gegenüber den Abiturient*innen, sondern auch vollkommen realitätsfern. Die Voraussetzungen des Zentralabiturs sind von meinem Abiturjahrgang in großem Sinne nicht zu erfüllen. Von keine*r*m meiner Mitschüler*innen habe ich bisher Zuversicht oder Selbstvertrauen in Bezug auf das kommende Abitur vernommen und mir geht es genauso.Trotz dieser Realität und dem Fakt, dass fast alle Kurse weit im Lehrplan zurückgefallen sind, besteht das Land NRW auf einem Zentralabitur, damit „eine vergleichbare Leistungskontrolle“ besteht. Für die Schulen, die auf Online-Unterricht per Video zurückgreifen konnten, ist das sicherlich annehmbar. Für meine Mitschüler*innen und mich – und sicherlich auch für tausende andere Jugendliche in NRW – die wochenlang Aufgaben in Einzelarbeit erledigen mussten, ist es das nicht. Der Unterricht von März bis Juli war in keiner Weise standardisiert und auch innerhalb der kommenden Monate wird aufgrund von lokalen Beschränkungen kein genormter Unterricht zu gewährleisten sein – wie kann man da ein standardisiertes Abitur verlangen?Daher fordere ich vom Land NRW: Tretet mit den Schüler*innen des Landes NRW in den Dialog! – Und zwar nicht nur mit Schüler*innen aus Düsseldorf, Köln und Münster, sondern auch aus strukturschwachen Städten wie Duisburg, Mülheim und Oberhausen. Die Möglichkeit eines dezentralisierten oder eines Durchschnittsabiturs muss unbedingt wieder Einzug in die politische Diskussion finden. Realistische Verschiebung der Prüfungen! – Wenn ein Zentralabitur stattfinden soll, dann ist es nicht zu verantworten, es nur neun Tage nach dem geplanten Termin stattfinden zu lassen. Die Maskenpflicht muss wieder eingeführt werden! – Nur zwei Wochen nach ihrer Aufhebung unterliegen einzelne Schüler*innen der Oberstufe meines Gymnasiums bereits Quarantänemaßnahmen. NRW sollte hier nicht auf das Handeln der anderen Bundesländer blicken, sondern für seine Schulen und seine Schüler*innen nach bestem Gewissen agieren. Ich bitte Sie darum, sich in die Lage der nunmehr fast volljährigen Schüler*innen in NRW zu versetzen. Monatelang waren wir von unserer gesellschaftlichen Aufgabe – uns zu bilden und uns auf unsere Zukunft als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft vorzubereiten – weit entfernt und aus unserem sozialen Umfeld herausgetrennt. Trotz allem schwebte und schwebt das Abitur, Sorge um unsere berufliche Zukunft und auch um unsere Gesundheit über uns. Inmitten der „größten Herausforderung nach dem zweiten Weltkrieg“, wie unsere Bundeskanzlerin es vor wenigen Monaten ausdrückte, erfüllen wir Bildungsvorgaben, erbringen Leistungsnachweise und hängen, was unsere Bildung und Karrieren angeht, in der Luft. Die Schüler*innen des Landes NRW befinden sich in einem Spagat zwischen Corona und Klausuren.Eine REVISION DER ABITURPOLITIK 2021 ist deswegen dringendst notwendig - sowohl zum Erhalt einer vergleichbaren Leistungskontrolle wie auch zur Ermöglichung von Chancengleichheit!  

Franziska Schürken
10,702 supporters
Petitioning yvonne gebauer, Karin Prien, Bettina Martin, Ties Rabe, Grant Hendrik Tonne, Britta Ernst, Sandra Scheeres, Christine Streichert-Clivot, Stefanie Hubig, Claudia Bogedan, Alexander Lorz, Helmut Holt...

Abi 2020: Selbstbestimmungsrecht für Schüler*innen

Sehr geehrte Kultusminister aller Länder, wir fordern das Selbstbestimmungsrecht für Schüler*innen des Abiturs 2020 Wir sind Thekla und Colin, eine Abiturientin und ein Abiturient des Friedrichs-Gymnasium Herford. Wir haben uns dazu entschieden, aktiv zu werden und die Initiative gegen die vorherrschende Ungerechtigkeit zu ergreifen.Diese Petition beruht auf den jüngsten Entscheidungen der Kultusministerkonferenz, welche am 25.03.2020 zu der Entscheidung gekommen ist, die Abiturprüfungen im Jahr 2020 trotz der Corona-Krise verbindlich stattfinden zu lassen. Diese Entscheidung halten wir sowohl aufgrund der daraus resultierenden Gefahr für alle Bürgerinnen und Bürger, als auch wegen der damit einhergehenden äußerst ungerechten Behandlung zahlreicher Schülerinnen und Schüler, welche jahrelang hart auf das Abitur hingearbeitet haben, für falsch. Die Entscheidung, sie in dieser so beispiellosen  Krisensituation verbindliche Prüfungen schreiben zu lassen, welche maßgeblich für ihre berufliche Zukunft sind, wurde kurzerhand über unsere Köpfe hinweg getroffen. Diese Entscheidung könnte unüberschaubare Konsequenzen nach sich ziehen, welche längst nicht nur die Schülerinnen und Schüler und dessen Familien treffen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger des Landes. Was wir fordern:  Eine deutschlandweite Wahlmöglichkeit, welche jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler, des Abiturjahrgangs 2020, die Entscheidungsfreiheit einräumt, ob er/sie seine eigene und die Gesundheit seiner Angehörigen für die Abiturprüfungen riskieren möchte. Diese zwei Wahlmöglichkeiten lauten: Die Teilnahme an den diesjährigen Abiturprüfungen Das Anfordern eines sogenannten ,,Durchschnittsabiturs” Unsere Forderung ist fundiert und wohlüberlegt. Deswegen rufen wir dazu auf, diese Petition auch in der Vollversion zu lesen, um die schwerwiegenden Folgen dieser Entscheidung nachvollziehen zu können. (Unseren Lösungsansatz und einen abschließenden Appell finden Sie nochmals am Ende der Vollversion). Die Kultusminister haben unseren Abiturjahrgang zwar mit ihrer undurchdachten Entscheidung zum Scheitern verurteilt, aber zusammen können wir ihnen aufzeigen, dass wir uns nicht so einfach unterkriegen lassen!  Abi2020 #ZUMSCHEITERNVERURTEILT Kurzfassung: Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler: Die Corona-Krise sorgt dafür, dass eine ausreichende Abiturvorbereitung in keiner Weise gewährleistet ist, was jeglichen Werten der Chancengleichheit und Fairness widerspricht. Dies ergibt sich aus mehreren Faktoren, welche im Folgenden aufgeführt sind. Die Wiederholungsphase, die für die Abiturvorbereitung der Schülerinnen und Schüler essentiell ist, konnte an vielen Schulen nicht beendet werden, bzw. an manchen Schulen noch nicht mal begonnen werden. Die Qualität und der Umfang des digitalen Unterrichts weist starke Diskrepanzen auf. Außerschulische Abiturvorbereitungskurse und Nachhilfeangebote, die für einige Schülerinnen und Schüler ausschlaggebend für das Bestehen der Abiturprüfungen sind sowie das Lernen in Lerngruppen können nicht stattfinden. Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler: Durch die Corona-Krise und die Entscheidungen der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2020, die Abiturprüfungen verbindlich  stattfinden zu lassen, sind die Schülerinnen und Schüler dazu gezwungen, sowohl ihre Abiturvorbereitung als auch ihre Abiturprüfungen unter der Belastung von enormem psychischen Druck, außerdem aufrichtigen Sorgen und Ängsten anzugehen.  Schülerinnen und Schüler mit Risikopatienten in ihrem Haushalt stehen unter enormem Druck und werden dazu gezwungen, das Risiko einzugehen, der Auslöser für die folgenschwere Erkrankung eines geliebten Menschen zu sein. Schülerinnen und Schüler, die selbst Teil der Risikogruppe sind, haben als oberste Priorität ihre Gesundheit, welche nun aufs Spiel gesetzt wird. Bis zu den Abiturterminen werden einige Schülerinnen und Schüler mit dem schweren Krankheitsverlauf einer Person aus ihrem Umfeld konfrontiert werden, was einer ausreichenden Abiturvorbereitung und dem allgemeinen Lernerfolg massiv im Wege steht. Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger: Die weitere Ausbreitung des Coronavirus und dementsprechend das Leben von Bürgerinnen und Bürgern wird für die Abiturprüfung riskiert. Infektionsschutzmaßnahmen liefern keine hundertprozentige Garantie und das Ansteckungsrisiko für die Abiturientinnen und Abiturienten sowie für Lehrkräfte bleibt dennoch enorm. Mit dem Vorhaben des Ministeriums gehen einige Ansteckungsrisiken einher, die sich nicht ausreichend verhindern lassen. Für die Schülerinnen und Schüler, sowie für Lehrkräfte und deren Angehörige in der Risikogruppe besteht ein fatales Erkrankungsrisiko. Das Virus ist noch zu unerforscht, um junge und gesunde Menschen als ungefährdet einzustufen. Viele Infektionen verlaufen asymptomatisch, daher können auch augenscheinlich gesunde Menschen ein Ansteckungsrisiko bergen. Das Virus ist hochansteckend, daher besteht das Risiko, eine Infektionswelle zu verursachen und damit das Gesundheitssystem zu überlasten. Vollversion: Die aktuelle Coronavirus-Situation: Vor einem Monat sah die Situation in Deutschland noch ganz anders aus. Es gab deutschlandweit 46 Coronavirus-Fälle, die Schulen waren noch offen und unser Abitur war noch nicht in eine politische und gesellschaftliche Streitfrage verwandelt worden.Diese Zahl hat sich mittlerweile mehr als ver-zehntausend-facht und auch dem Letzten müsste eigentlich der Ernst der Lage klar geworden sein.Genau, ,,eigentlich”.Nach heutigem Stand gibt es über 63.929 Covid-19 Infizierte (Stand 30.03.2020, 19:00 Uhr) in Deutschland. Die bloße Tatsache, dass die Fallzahlen um die tausende gestiegen sein werden (um genau zu sein um ca. 14% pro Tag - Stand 30.03.2020), bis Sie als Leser die Möglichkeit bekommen, diese Petition zu lesen, unterstreicht, wie gravierend die Situation ist. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nennt es ,,die Ruhe vor dem Sturm”. Der Präsident des Robert Koch Instituts Prof. Dr. Lothar H. Wieler nennt es den ,,Anfang einer Epidemie”. Doch nicht nur die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist unvorhersehbar. Auch der durch den Virus ausgelöste Krankheitsverlauf ist vielen Wissenschaftlern noch ein Rätsel. Es sterben jeden Tag Menschen, die eigentlich nicht als durch den Virus ,,gefährdet” galten - junge, gesunde Menschen.Die New York Times berichtet von dem Fall zweier chinesischer Frauen, welche die gleichen Grundvoraussetzungen aufwiesen: 29 Jahre alte, gesunde Mütter, die in einem Krankenhaus in Wuhan arbeiteten. Sie erkrankten beide an Covid-19. Eine der beiden Frauen überlebte, die andere nicht und die Wissenschaftler verbleiben ratlos, weshalb es so kommen musste.Merkel bezeichnete diese Krise als ,,größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg”. In einer solchen Ausnahmesituation muss man bereit sein, auf Ausnahmelösungen zurückzugreifen. Es ist über alle Maße verantwortungslos am ,,Anfang einer Epidemie”, ausgelöst durch ein noch nicht ausreichend erforschtes Virus, mit bereits über 63.000 Infizierten allein in Deutschland, weiterhin auf die gewohnte Vorgehensweise zu beharren. Dies ist, trotz dreiwöchiger Verschiebung und Abiturprüfungen ,,unter besonderen Bedingungen”, unbegreiflich. Großbritannien hat bereits vor zwei Wochen, ohne ein Hin-und-her-Schwanken, die Prüfungen des britischen Abiturs vollständig abgesagt und gegen ein Durchschnittsabitur ersetzt. Auch die Prüfungen des ,,International Baccalaureate Diploma”, ein internationaler Schulabschluss, welcher gleichwertig mit unserem Abitur ist, wurde in allen 158 Ländern, in denen das Diplom angeboten wird, abgesagt. Mit der Begründung, dass das Durchführen von Prüfungen in der derzeitigen Situation “unethisch” und “unfair” sei, erhalten die insgesamt über 200.000 Schüler nun das Durchschnittsabitur. Zeit, dass Deutschland aufwacht!   Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler: Es ist in den letzten Wochen häufig von Gerechtigkeit die Rede. Bei näherer Betrachtung wird allerdings deutlich, dass für diese herzlich wenig Platz gelassen wird. Ihr wird von den politischen Bestrebungen, das Abitur möglichst nach den bekannten Normen und Regelungen stattfinden zu lassen, die Luft zum Atmen genommen.Erneut gilt festzuhalten: Wenn die Ausgangslage von Nachteilen geprägt ist, ohne dass diese ausgeglichen werden, kann das Resultat nicht als fair betitelt werden. In dem Moment, an dem die Schulen geschlossen wurden, waren die Abiturientinnen und Abiturienten hinsichtlich ihrer Abiturvorbereitung bzw. der sogenannten Wiederholungsphase an den unterschiedlichsten Punkten . Manchen Schülerinnen und Schülern fehlten in ihren Prüfungsfächern nur noch wenige Themen aus der Wiederholung. Manche waren noch mittendrin. Manche standen noch am Anfang und andere waren noch nicht einmal mit dem letzten Thema des Kernlehrplans fertig. Als der Schulunterricht, wie wir ihn kannten, schließlich offiziell vorbei war, wurde den Schülerinnen und Schülern eigentlich  digitaler Unterricht als adäquaten Ersatz versprochen. Erneut, ,,eigentlich”.Auch hier finden sich die Schülerinnen und Schüler in äußerst divergierenden Situationen wieder. Während für manche Schülerinnen und Schüler die Wiederholungsphase von beinahe identischem Radius, in sogenannten ,,digitalen Klassenräumen”, fortgeführt wird, warten andere Schülerinnen und Schüler sehnlich auf unregelmäßige E-Mails mit bestenfalls einzelnen Lernmaterialien. Diese E-Mails, welche für manche Schülerinnen und Schüler die gesamte Wiederholungsphase darstellen, können leider in den meisten Fällen keinem Unterricht gleichkommen. Die Qualität und der inhaltliche Umfang der fortgeführten Wiederholungsphase, auf welche die Schülerinnen und Schüler angewiesen sind, ist bedauerlicherweise ganz von dem individuellen Engagement der einzelnen Lehrkräfte abhängig und nicht von spezifischen Anordnungen des Ministeriums.Abgesehen von dem mangelnden Unterricht, ist die Situation der Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Jahrgang 2020 auch hinsichtlich der außerschulischen Möglichkeiten zur Abiturvorbereitung mit kaum einem anderen Jahrgang zu vergleichen.Häusliche Quarantäne, Kontaktverbote und Verordnungen zur Schließung jeglicher öffentlicher Einrichtungen dominieren den Alltag der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten.Sozialwissenschaftler sind der Überzeugung, dass ein gesunder Freizeitausgleich, welcher unter den gegebenen Bedingungen gänzlich eingeschnürt wird, essentiell für den Lernerfolg sei.Nachhilfeangebote und spezielle Prüfungsvorbereitungskurse können nicht mehr stattfinden und dienen im Normalfall häufig als fundamentaler Bestandteil der Abiturvorbereitung vieler Schülerinnen und Schüler. Die Möglichkeit, sich unter Schulkameraden zu Lerngruppen zusammenzuschließen, welche sich erwiesenermaßen als effektiv für eine ausreichende Vorbereitung zeigt, ist nun ebenfalls ausgeschlossen.All diese genannten Voraussetzungen waren den vorherigen Abiturjahrgängen gegeben und werden voraussichtlich auch den zukünftigen Abiturjahrgängen zur Verfügung stehen.Das Wegfallen dieser Voraussetzungen durch die Coronavirus-Situation, sorgt für einen erheblichen Nachteil der Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs. Das Abitur dient als Grundbaustein für den Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt und ist von entscheidender Bedeutung für die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler. Daher widerspricht es jeglichen Kernprinzipien der Gerechtigkeit, dieses trotz dieser Sondersituation, für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich stattfinden zu lassen. Sonst gleicht das diesjährige Abitur vielmehr einem Belastungs- oder Stresstest, als einer fairen Prüfung, die eigentlich mit dem Wort Chancengleichheit in Verbindung gebracht werden sollte.   Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler: Großeltern und Eltern sorgen sich um ihre Kinder. Kinder sorgen sich um ihre Großeltern und Eltern. Es herrscht eine noch nie zuvor dagewesene Situation in Deutschland: Ausnahmezustand. Abgesehen von den Zahlen, Statistiken und Prognosen, wird von dem Schulministerium über einen weiteren wichtigen Aspekt hinweggesehen: Die Auswirkungen dieser Krise auf die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.Ständige Ungewissheit, Existenzängste, Panikzustände. All diese Dinge stehen für viele Schülerinnen und Schüler zu diesen beispiellosen Zeiten an der Tagesordnung, aber ein Wort schürt wahrscheinlich die meisten Sorgen: Risikogruppe.Dies lässt sich sehr gut an dem Beispiel unserer Stufe, die Q2 des Friedrichs-Gymnasiums in Herford, veranschaulichen: Von insgesamt 83 Schülerinnen und Schülern sind 9 selbst Teil der Risikogruppe und 45 Schüler leben mit einer Person aus der Risikogruppe zusammen in einem Haushalt.Es lässt sich klar erkennen, dass die Menschen, die durch die geplanten drei Wochen Schulunterricht, die Abiturprüfungen und dem dadurch einhergehenden erhöhten Infektionsrisiko in potentielle Lebensgefahr geraten, keine Minderheit darstellen. Das Ausmaß an psychischer Last, die daraus folgt, ist kaum auszumalen und die Fortführung des jetzigen Plans des Ministeriums widerspricht nicht nur dem Ideal der Chancengleichheit, sondern auch jeglichen Werten der Menschlichkeit.Denn auf Kindern mit Risikogruppen im unmittelbaren Umfeld lastet bereits von Zuhause aus enormer Druck: Sie sorgen für den Haushalt, kümmern sich um jüngere Geschwister und tätigen Einkäufe für Angehörige in Quarantäne, solange sie noch das Privileg haben, sich nicht selbst in vollkommene Quarantäne begeben zu müssen, in dem verzweifelten Versuch, die Risikopatienten zu entlasten und vor  jeglichen vermeidbaren Infektionsrisiken zu schützen. Es ist daher nur allzu verständlich, dass diese beanspruchten Schülerinnen und Schüler sich in einer solchen Situation mehr um die Risikopatienten in ihrem nahen Umfeld sorgen und kümmern, als um ihr Abitur. Im Anschluss daran sollen die Schülerinnen und Schüler jetzt auch noch die Abiturprüfungen in der beständigen (und berechtigten) Angst beschreiten, möglicherweise der Grund für die fatale Erkrankung eines geliebten Menschen zu sein, bloß weil sie ihrer Abiturpflicht nachzukommen haben und gezwungen werden, sich mit ihrer Verantwortung gegenüber ihren Familien abzufinden.Eine ähnliche Last liegt auch auf den Schultern der Schülerinnen und Schüler, die selbst Teil der Risikogruppe sind. Sie werden gezwungen, sich drei Wochen lang jeden Tag einem massiv erhöhten Ansteckungsrisiko auszusetzen, um anschließend auch noch an den Prüfungsterminen dasselbe Spiel über sich ergehen zu lassen - dies ist in keinem Falle zu verantworten (In NRW sollen sich die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten vom 20.04.2020 drei Wochen lang in den normalen Schulunterricht begeben, bevor ab dem 12.05.2020 die Abiturprüfungen landesweit unter Infektionsschutzmaßnahmen starten).Es ist davon auszugehen, dass im Verlauf der nächsten Wochen, einige der ca. 350.000 Abiturientinnen und Abiturienten Zeugen eines schweren, möglicherweise sogar fatalen Krankheitsverlaufs einer Person aus ihrem engeren Bekanntenkreis sein werden. Dies wird der angemessenen Abiturvorbereitung enorm im Wege stehen. Außerdem haben viele Familien zurzeit mit elementaren Existenzängsten zu kämpfen (Arbeitslosigkeit, Insolvenz oder Kurzarbeit von Eltern). Die Ungewissheit in dieser unüberschaubaren Krise treibt viele Familien an ihre Grenzen, was sich wiederum stark auf die Abiturientinnen und Abiturienten in den besagten Familien auswirkt.Aufgrund der genannten massiven psychischen Belastungen, ist der additionale Stress der Abiturprüfungen, hinsichtlich des derzeitigen mentalen Zustandes vieler Schülerinnen und Schüler, nicht tragbar.   Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger: Das neuartige Coronavirus ist noch nicht ausreichend erforscht. Was man aber weiß, ist, dass es hochinfektiös ist. Es wird über Tröpfchen- und Schmierinfektionen übertragen. Das Virus kann nachgewiesenermaßen mehrere Tage auf Oberflächen überleben.Es reicht eine Sekunde in der man sich mit nicht angemessenem Sicherheitsabstand miteinander unterhält, die Berührung von Abiturhilfsmitteln, wie Wörterbüchern - die von den Lehrkräften kontrolliert werden müssen - ein Niesen, ausgelöst durch die gegenwärtige Pollensaison, ein Gang zur Schultoilette oder eine unbewusste Berührung an Nase, Mund oder Augen, um eine möglicherweise tödlich verlaufende Erkrankung hervorzurufen. Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt:Die Tödlichkeit des Virus.Jedes mal, wenn die Wissenschaft denkt, mit seiner Erforschung einen Schritt weiter gekommen zu sein, erliegt irgendwo auf der Welt ein junger Mensch dem Virus, ohne jegliche Vorerkrankungen gehabt zu haben und demnach laut den bisherigen Berechnungen der Risiken eigentlich nicht als gefährdet galt. Schon scheint man wieder am Anfang zu stehen.Genau das ist das Problem an dieser Krankheit - sie ist genauso unberechenbar wie unkontrollierbar.Dies veranschaulicht ebenfalls der tragische Fall der 16-jährigen Julie A. aus Frankreich, welche ohne jegliche Vorerkrankungen an Covid-19 verstarb. Es wird immer deutlicher, dass es jeden von uns treffen kann. Im Durchschnitt steckt jede infizierte Person 2-2,5 weitere Personen an, doch nicht jeder Infizierte weist die gleichen Symptome auf. Manche, vor allem junge Menschen, zeigen gar keine. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese asymptomatischen Fälle weniger ansteckend sind. Im Gegenteil.Das Beispiel von Patient 31 in Südkorea zeigt, wie verheerend die Auswirkungen einer asymptomatischen Covid-19 Erkrankung sein können. Eine 61-jährige Frau in Südkorea, welche mit dem Coronavirus infiziert war, sich jedoch gesund fühlte, steckte bei einem einzigen Kirchentreffen 15 weitere Leute an. Sie wurde erst im Nachhinein positiv getestet. Im Verlauf der Wochen steckten sich über 100 weitere Gemeindemitglieder an. Nach einem Monat waren 5.080 Infizierte, von insgesamt 9.137 Infizierten in Südkorea, auf Patient 31 zurückzuführen. Ein solcher Verlauf ist auch in unserer Situation nicht auszuschließen. Es könnte eine desaströse Infektionswelle ausgelöst werden, die für das Gesundheitssystem absolut untragbar wäre.Vor allem die Jugendlichen, die ehrenamtlich Unterstützung bei der Eindämmung des Virus und der Versorgung der Erkrankten leisten wie z.B. in Abstrichstellen, erhöhen das Risiko für die Infektion ihrer Mitschüler. Sie können, aufgrund fehlender Symptome, infiziert sein ohne jegliche Chance, dies zu ahnen. Durch das verbindliche Stattfinden der Abiturprüfungen werden sie dazu gezwungen, der mögliche Grund für die Infektion eines Mitschülers oder deren Angehörigen und dem potentiell darauffolgend tödlichen Krankheitsverlauf zu sein. Dabei hatten sie doch bewusst ihre eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt, um Leben zu retten.Viele Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte sind bei ihrem Schulweg auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. In den Schulen angekommen, kann weder sichergestellt werden, dass jederzeit der Mindestabstand eingehalten wird, noch können die vielen anderen Risikofaktoren, die mit dem Schulbesuch für die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte einhergehen, ausgeschlossen werden. Es besteht noch nicht einmal die Möglichkeit, die Schulen mit Schutzkleidung auszustatten, da bei diesen Knappheit herrscht.Es besteht daher Grund zur Annahme, dass wegen der mangelnden Möglichkeiten zur Eindämmung von Infektionsrisiken, dem vorhandenen Anteil an Risikogruppen innerhalb der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Angehörigen und der Unberechenbarkeit des Virus auch Tote eine Folge des erhöhten Infektionsrisikos sein können. Doch wer ist bereit, nach den abgelegten Abiturprüfungen die potentiellen Tode unserer Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Angehörigen zu verantworten?   Unser Lösungsansatz: Eine deutschlandweite Wahlmöglichkeit, welche jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler, des Abiturjahrgangs 2020, die Entscheidungsfreiheit einräumt, ob er/sie seine eigene und die Gesundheit seiner Angehörigen für die Abiturprüfungen riskieren möchte. Diese zwei Wahlmöglichkeiten lauten: Die Teilnahme an den diesjährigen Abiturprüfungen Das Anfordern eines sogenannten ,,Durchschnittsabiturs”              * Warum fordern wir diese Wahlmöglichkeit? Die Wahlmöglichkeit umfasst alle Kernelemente (Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler, Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler, Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger) und berücksichtigt somit die individuelle Ausgangslage aller Schülerinnen und Schüler in dieser so einzigartigen Krisensituation. Zudem ist die Umsetzung dieses Lösungsansatzes im Bereich des Möglichen, da die erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler innerhalb der Qualifikationsphase eine ausreichende Grundlage für ein abschließendes Abiturzeugnis darstellen. Warum umfasst unser Lösungsansatz alle Kernelemente? Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler & Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler: Diese beiden Kernelemente sind in unserem Lösungsansatz enthalten, da der Lösungsansatz die individuelle Situation jeder Schülerin und jedes Schülers in der aktuellen Krisensituation berücksichtigt. Aufgrund der aktuellen Krisensituation gibt es für beide Wahlmöglichkeiten hinreichende Gründe. Auf der einen Seite werden Schülerinnen und Schüler, welche danach streben ihr Abitur durch die Teilnahme an den Prüfungen zu verbessern, nicht gehindert. Auf der anderen Seite müssen Schülerinnen und Schüler, welche sich durch die aktuellen Umstände nicht in der Lage fühlen, keine Prüfungen absolvieren, deren Ergebnisse maßgeblich für ihre berufliche Zukunft sind. Gründe, welche dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler sich, in dieser Krisensituation, möglicherweise nicht in der Lage fühlen, die Prüfungen zu absolvieren, existieren sowohl durch die eingeschränkten Vorbereitungsmöglichkeiten, da Nachhilfeangebote und Abiturvorbereitungskurse in der Krisensituation nicht zugänglich sind und Schulunterricht entfallen ist, als auch durch die Einwirkung von psychischem Druck, Ängsten und Sorgen um ihre eigene und um die Gesundheit von Familienmitgliedern.  Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger: Dieses Kernelement ist dadurch enthalten, dass durch die geforderten Wahlmöglichkeiten zahlreiche Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland nicht an den diesjährigen Abiturprüfungen teilnehmen würden. Somit müssten weniger Schülerinnen und Schüler für ihren Weg zu den Prüfungen auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, welche besonders in Zeiten der Pollensaison ein enormes Infektionsrisiko darstellen. Außerdem wäre es einfacher, während der Prüfungen die Infektionsschutzmaßnahmen einzuhalten. Das potentielle Risiko, eine starke Infektionswelle im Land auszulösen, wäre obendrauf um einiges kleiner. *In allen Bundesländern in denen 3-wöchiger Unterricht geplant war (wie z.B. in NRW) wird stattdessen digitaler Unterricht bereitgestellt. Das Ministerium soll den Lehrkräften spezifische Anordnungen geben, wie sie diese digitale Wiederholungsphase zu gestalten haben, damit auch für die Schülerinnen und Schüler unter uns, die dennoch an den Prüfungen teilnehmen wollen, zumindest annähernd faire Bedingungen gelten und das gesundheitliche Risiko minimiert wird. *Aus Solidarität zu Schülerinnen und Schülern aus Hessen und Rheinland-Pfalz, fordern wir auch für diese Gerechtigkeit, indem auch sie die Wahl bekommen die bereits geschriebenen Prüfungen gelten zu lassen oder das Durchschnittsabitur zu erhalten. *Aus Solidarität zu den Schülerinnen und Schülern, welche trotz der jetzigen Situation ihre Zentralen Prüfungen ablegen müssen, bitten wir das Ministerium inständig, auch hier die Entscheidung erneut zu überdenken. Grundvoraussetzung: Die einzige Grundvoraussetzung, für unseren Lösungsansatz, besteht bereits durch die Einigung der Kultusminister aller Bundesländer, seit den Kultusministerkonferenzen vom 12.03.2020 und 25.03.2020. Dort fiel der Beschluss das diesjährige Abitur, trotz der Corona-Krise, basierend auf der Grundlage gemeinsamer Regelungen, auch im Falle eines Entfallens der Abiturprüfungen, länderübergreifend, anzuerkennen.   Abschließender Appell: Wir stimmen zu, dass das Abitur nicht geschenkt sein soll, sondern aus Leistung und Wissen zu resultieren hat und den Reifegrad für Universitäten und Institute bestimmen soll.Ob und wie würdig die Abiturienten sind, mit einer gewissen Benotung ausgezeichnet zu werden, zeigt sich in dem gesamten Werdegang und schulischem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. Dies wird durch die bisher abgelegten Leistungsabnahmen im Verlauf der Qualifikationsphase ausreichend aufgezeigt und nicht etwa durch die Abschlussprüfungen, welche letztendlich eine Zusammenfassung der bereits abgefragten Inhalte darstellt. In einer Krisensituation wie dieser ist der Zusammenhalt aller Betroffenen in besonderem Maße gefragt. Die Corona-Krise hat in den letzten Tagen, Wochen und Monaten dramatische Formen angenommen und betrifft inzwischen jeden Einzelnen von uns. Eine mögliche Verbesserung der aktuellen Fallzahlen bedeutet noch lange nicht, dass das Leben wie vor dem Beginn der Corona-Krise weitergeführt werden kann. Eine solche Krisensituation kann nur gemeinsam, unter Einhaltung konsequenter Maßnahmen über einen längeren Zeitraum bestritten und bewältigt werden. Sobald auch nur ein Mensch die Einhaltung dieser Maßnahmen nicht beachtet, ist eine unüberschaubare Anzahl an Menschen gefährdet.Die Kenntnis über die folgenschwere Missachtung dieser Maßnahmen hat uns Menschen dazu bewegt, das öffentliche Leben fast vollständig lahmzulegen und gesamte vorherrschende Konzepte und Strukturen über den Haufen zu werfen, um Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erzielen.Den Abiturprüfungen wird jedoch scheinbar, laut Auffassung der Kultusminister, eine derartige Wichtigkeit zugeordnet, eine drastische Verschlimmerung der Situation hinzunehmen. Im Falle einer bis dahin eingetretenen Verbesserung der Situation, wird auch nicht davor zurückgeschreckt, eine neue gewaltige Welle an Infektionen in Kauf zu nehmen. Triftige Gründe für das Vorhaben der Kultusminister, die Abiturprüfungen trotz der Corona-Krise stattfinden zu lassen, werden keine genannt. Stattdessen aber wird die Besorgnis und die Prioritäten mancher Politiker und Bildungsforscher, in Aussagen rund um die Kultusministerkonferenz vom 25.03.2020 deutlich. Es ist die Rede von einer möglichen ,,Inflation der Noten im Abitur”, wie es der Kieler Bildungsforscher Olaf Köller in einem Interview mit der Zeitung ,,Die Zeit” ansprach, oder etwa die Ansicht, man würde vorherige oder zukünftige Abiturjahrgänge benachteiligen. Ebenfalls wird es für wichtig gehalten, die Durchfallquoten im diesjährigen Abitur konstant und vergleichbar zu vergangenen Jahrgängen zu halten. Schockierend, dass solche Punkte zu Zeiten derartiger Krisen-Situationen, in denen es schlichtweg um Leben und Tod geht, als Argumente für ein Stattfinden der Abiturprüfungen angeführt werden. Von argumentativen Ebenen wie dieser, möchten wir eigentlich Abstand bewahren, trotzdem wollen wir anmerken, dass Aussagen wie diese keinesfalls auf vorhandenen Daten oder Fakten beruhen, sondern lediglich Mutmaßungen darstellen. Es ist ebenfalls zu hinterfragen, ob die vorherigen und zukünftigen Abiturjahrgänge tatsächlich so wenig Solidarität und Verständnis für die schwierige Situation dieses Jahrgangs aufweisen würden und die Möglichkeit des Durchschnittsabiturs als ungerecht empfänden, wie es der Hamburger Schulsenator Ties Rabe von der SPD (KMK-Mitglied) angedeutet hat. Schließlich sind sich die meisten Menschen dem Ernst der Lage bewusst und möchten eine weitere Infektionswelle, bei der auch sie geliebte Menschen verlieren könnten, um jeden Preis vermeiden. Einzelfälle, welche sich nicht an die geltenden Beschränkungen und Maßnahmen halten, sind erschreckend. Einen ganzen Abiturjahrgang jedoch bewusst dem Risiko einer Infektion auszusetzen, grenzt an einem Skandal. Das Leben von uns und unseren Angehörigen wird mit dem Stattfinden der Abiturprüfungen auf eine Waage gelegt; Es ist erschreckend und erschütternd zugleich, dass das Abitur scheinbar mehr Gewicht hat als unser gesundheitliches Wohlergehen. Es geht bei dieser Frage nicht darum ,,sich vor den Abiturprüfungen zu drücken” oder ,,Corona als Ausrede zu benutzen”, wie es häufig in Aussagen von Politikern und Bildungsforschern dargestellt wurde. Besorgte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte tun alles, was zurzeit möglich ist, um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Sie wenden sich an Petitionen und öffentliche Medien, aber weil Demonstrationen gerade nicht im Bereich des Möglichen liegen, ist es nur allzu einfach diese Forderungen gekonnt zu ignorieren. Schluss damit.Grundgesetz Art.2 Satz II:(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.Die Abiturpflicht ist alles andere als ein legitimer Grund um dieses Grundrecht kurzerhand außer Kraft zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler werden nicht als vollwertige Menschen angesehen, stattdessen ist die Rede von Statistiken der guten Noten Inflation und der unumgänglichen Abiturpflicht. Scheinbar über Nacht, sind wir, zusammen mit unserem Abitur, zu Zahlen in einer Statistik und Schachfiguren auf dem großen Schachbrett des deutschen Bildungssystems geworden. Wir müssen nun eben unseren Zweck erfüllen, egal ob Ungerechtigkeit herrscht oder Menschen sterben könnten. Darüber hinaus herrscht auch noch öffentliche Empörung darüber, dass wir uns mit dieser Pflicht nicht abfinden wollen. Es scheint kaum zu fassen, dass wir uns die Dreistigkeit erlauben, entscheiden zu wollen, ob wir unsere Gesundheit und die unserer Angehörigen für unser Abitur riskieren wollen.Genau darum geht es nämlich. Wir wollen nicht, dass Schülerinnen und Schülern, die potentiell ihr Leben oder ihre Angehörigen verlieren könnten, die Entscheidung, an den Abiturprüfungen teilzunehmen, aberkannt wird. Wir wollen aber auch nicht, dass den Schülerinnen und Schülern, die bereit wären, das Risiko einzugehen, weil sie etwa kein Teil der Risikogruppe sind oder keinen Teil der Risikogruppe Zuhause haben, ihr Recht auf die Abiturprüfungen verweigert wird.Wir fordern lediglich das uns zustehende Grundrecht der Selbstbestimmung ein und bitten die Kultusminister*Innen, die Entscheidungen eines jeden von uns zu respektieren und endlich anzufangen, uns wie selbstbestimmte Menschen zu behandeln.   Presseanfragen: zumscheiternverurteilt@gmail.com Unsere Quellen:https://docs.google.com/document/d/1lAU8bu5U0_HXrlXLzSl6D_5F48ywDvxn7xllqu-IF70/edit?usp=sharing

Thekla Koranashvili & Colin Rico Wilke
7,256 supporters
Petitioning yvonne gebauer, Armin Laschet, Stefanie Hubig

Letzter Schultag für den Abiturjahrgang am 26​.​03​.​2021

Wie brauchen Deine Hilfe! Corona hat uns alle getroffen, aber uns, den Abiturjahrgang 2021, besonders. Rund 90.000 Schüler und Schülerinnen müssen trotz der jetzigen Situation ihr Abitur schreiben. Doch anstatt uns zu helfen, legt die Regierung uns weiter Steine in den Weg und wir brauchen Deine / Ihre Hilfe um das zu ändern! Jedes Jahr findet der letzte Schultag am letzten Tag vor den Osterferien statt (dieses Jahr der 26.03). Das hat sich seit Jahren so bewährt! Nach dem letzten Schultag fangen die Osterferien an und das Lernen beginnt, so dass danach die Abiturklausuren nach ausreichender Vorbereitungszeit und mit einem guten Gefühl starten können. Doch dieses Jahr ist alles anders. Anstatt dass wir zwischen den Osterferien und unseren Abiturklausuren Zeit bekommen, uns auf die Prüfungen intensiv vorzubereiten, wie in den vergangenen Jahren, um zu lernen, müssen wir jeden Tag wie gewohnt von morgens bis nachmittags/abends in die Schule und haben sogar Unterricht in den nicht prüfungsrelevanten Fächern, und das so kurz vor unserem Abitur! Der letzte Schultag findet erst am 22.04 statt, so dass wir sogar einen Tag vor unserem Englischabitur (23.04) in die Schule müssen, um erst dann unsere Abiturzulassungen zu erhalten! Wenn das nicht unfair ist?! In diesem Jahr, in dem alles anders ist und keiner seinen gewohnten Ablauf verfolgen kann, wird uns auch noch das letzte an Normalität genommen und die Regierung tut als würde sie uns mit den neun extra Schultagen einen Gefallen tun, stattdessen wird uns unsere kostbare Lernzeit genommen! Also, hilf uns und unterschreib die Petition, um uns zu helfen und auf unsere Probleme in dieser schlimmen Zeit aufmerksam zu machen. Vielen Dank!     

Stufenrat AEG Kaarst
6,190 supporters
Das Fach Sozialwissenschaften darf nicht abgeschafft werden!

Mit der Einführung des Faches Wirtschaft bzw. Wirtschaft-Politik, das an Gymnasien bereits im Schuljahr 2019/20 und in diesem Schuljahr auch an allen anderen weiterführenden Schulen gestartet ist, verfolgt die Landesregierung das Ziel, die ökonomische Bildung in den Schulen als Bestandteil der Allgemeinbildung gezielt zu stärken. Diese Kompetenzen, die neben Kenntnissen der Wirtschaftsordnung auch Aspekte der Verbraucherbildung umfassen, dienen der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und einen erfolgreichen Berufseinstieg. Ich möchte jedoch deutlich klarstellen: Neben der ökonomischen Grundbildung hat selbstverständlich und ohne Wenn und Aber die politische Bildung weiterhin in den Schulen und im Unterricht ihren festen Platz. Dies spiegelt sich auch in den entsprechenden Kernlehrplänen wieder. Bereits bei der Konzeption und Erarbeitung des Fachs wurde von Seiten des Ministeriums für Schule und Bildung größter Wert darauf gelegt, dass die Einführung bzw. Neukonzeption des Schulfachs Wirtschaft nicht zu Lasten anderer Lernbereiche oder Fächer erfolgt. Auch das jetzt vorgesehene neue Lehramtsfach „Wirtschaft-Politik“ wird ein integratives Fach sein, das nicht auf den Bereich Wirtschaft beschränkt ist. Sorgen in Bezug auf die Zukunft der wichtigen politischen Bildung im Bereich Schule sind somit unbegründet. Lehramtszugangsverordnung: Die Einführung des Faches „Wirtschaft-Politik“ an den Schulen hat Anpassungen bei den jeweiligen Studiengängen für die Qualifizierung künftiger Lehrkräfte notwendig gemacht. Diese Anpassungen müssen in die Lehrerausbildung (Lehramtszugangsverordnung, LZV) übertragen werden. Dazu soll das bisherige Fach „Sozialwissenschaften“ als Lehramtsfach „Wirtschaft-Politik“ neu profiliert werden. Ein Studiengang muss auf die jeweiligen Schulformen und schulischen Jahrgangsstufen und die schulischen Inhalte ausgerichtet sein. Damit wird sichergestellt, dass künftige Lehrkräfte entsprechend den schulischen Anforderungen ausgebildet werden. Die geplante Ausbildung für das neu profilierte Lehramtsfach „Wirtschaft-Politik“ könnte für Studienanfänger beginnend ab Herbst 2021 möglich werden, demnach wären ab dem Jahr 2026 die ersten Studienabsolventinnen und Studienabsolventen zu erwarten. Die Studierenden des Faches Sozialwissenschaften müssen sich um ihre Lehramtsbefähigung jedoch nicht sorgen. Studiengänge, die im Rahmen der bisherigen Ausbildung bereits akkreditiert sind, können bis auf Weiteres weiter angeboten werden. Die in den nächsten Jahren noch zu erwerbenden Abschlüsse behalten dabei natürlich ihre Gültigkeit. Alle Berechtigungen, die in der Vergangenheit mit dem Fach „Sozialwissenschaften“ erworben wurden und in den kommenden Jahren von heutigen Studierenden noch erworben werden, bleiben bestehen. Bereits ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit dem Studienfach Sozialwissenschaften und einer entsprechenden Lehrbefähigung haben alle nötigen Voraussetzungen, das neue schulische Fach „Wirtschaft-Politik“ fachgerecht zu unterrichten. Eine weitere Qualifizierung ist nicht notwendig. Unabhängig davon steht allen Lehrkräften die Möglichkeit zur Fortbildung offen. Foto: ©MSB/ Susanne Klömpges

1 month ago
Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte als Teil des Lehrplans an Schulen in NRW!

Grundsätzlich ist zunächst zu erklären, dass Kernlehrpläne die Ziele und Inhalte für die Bildungsgänge und Fächer bzw. Lernbereiche festlegen und die erwarteten Lernergebnisse bestimmen. Sie bilden so die curriculare Grundlage für die Entwicklung schulinterner Lehrpläne durch die Fachkonferenzen vor Ort. Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer zielen auf die Entwicklung einer mündigen und sozialverantwortlichen Persönlichkeit und leisten über den fachlichen Kern hinaus weitere Beiträge zu fachübergreifenden Querschnittsaufgaben in Schule und Unterricht. Hierzu zählen insbesondere Menschenrechtsbildung, politische Bildung, interkulturelle Bildung und Demokratieerziehung. Somit sind die von Ihnen geforderten konkreten Themen bereits gegenwärtig als ein grundsätzliches Fundament bei der Erstellung sämtlicher Lehrpläne an allen allgemeinbildenden Schulformen und für alle Fächer verankert. Die Kernlehrpläne verfolgen jeweils eine fachspezifische übergeordnete Kompetenz, im Fach Geschichte ist dieses beispielsweise die Entwicklung eines „Reflektierten Geschichtsbewusstseins“ im Fach Politik „politische Mündigkeit“. Die Kernlehrpläne in NRW sind zur Erreichung dieser übergeordneten fachlichen Ziele so angelegt, dass sie Inhaltsfelder mit inhaltlichen Schwerpunkten und daran konkretisierte Kompetenzen ausweisen. Diese sind als obligatorisch anzusehen, decken maximal Dreiviertel der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit ab und sind so angelegt, dass sie eine Umsetzung in schuleigene Vorgaben in der Gestaltungsfreiheit – und Gestaltungspflicht – der Fachkonferenzen sowie der pädagogischen Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer vor Ort ermöglichen. Daraus ergibt sich, dass keine konkretisierten Unterrichtsthemen oder – reihen über die Kernlehrpläne durch das Ministerium für Schule und Bildung vorgegeben werden. Für die von Ihnen geforderten konkreten Unterrichtsthemen „Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte“ finden sich jedoch in den Kernlehrplänen aller allgemeinbildenden Schulformen auf der Ebene der Inhaltsfelder sowie der Kompetenzen Anknüpfungspunkte, die eine unterrichtliche Auseinandersetzung begründen. Rein exemplarisch kann hier aus dem Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium in Nordrhein-Westfalen für das Fach Geschichte das Inhaltsfeld 6: „Imperialismus und Erster Weltkrieg“ genannt werden. Das Inhaltsfeld greift die Auswirkungen eines übersteigerten und zunehmend aggressiver werdenden Nationalismus auf, der zunächst zu einem Wettstreit um die Verteilung von Kolonien und dann mit dem Ersten Weltkrieg in die „Urkatastrophe“ eines Jahrhunderts führte. Gegenstand des Inhaltsfeldes sind zudem Formen der kollektiven Erinnerung und des Umgangs mit Vergangenheit damals und heute. Im Fach Wirtschaft-Politik kann als Beispiel zur Anknüpfung das Inhaltsfeld 2: „Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie“ genannt werden. Hier wird als inhaltlicher Schwerpunkt unter anderem „Gefährdungen der Demokratie“ ausgewiesen, sowie die Sachkompetenz „Die Schülerinnen und Schüler erläutern Ursachen, Merkmale und Erscheinungsformen von Extremismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“. Sinngleich formulierte Inhaltsfelder und Kompetenzen finden Sie auch in den Kernlehrplänen der weiteren allgemeinbildenden Schulformen. Man findet aber durchaus auch in anderen Fächern sinnvolle Anknüpfungspunkte für die von Ihnen geforderte Thematik. Bei der Wahl der dafür zu verwendenden Lehrmittel sind die Lehrkräfte ebenso wie bei der Wahl der konkreten Unterrichtsvorhaben frei, so dass es den Lehrkräften natürlich auch freisteht „BIPOC-Quellen“ zu nutzen. Ich hoffe meine Ausführungen haben Ihnen geholfen.

2 months ago
Gerechtigkeit für die NRW-Abiturient*innen 2021

Die Corona-Pandemie hat uns alle vor besondere Herausforderungen gestellt – sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums für Schule und Bildung und ich sind uns dieser Herausforderungen und der besonderen Situation des Abiturjahrgangs 2021 bewusst. Daher haben wir neben der Verschiebung des Beginns der Abiturprüfungen 2021 zwei zentrale Maßnahmen beschlossen, um die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2021 adäquat auf ihre Abiturprüfungen vorzubereiten. An den neun zusätzlichen Unterrichtstagen wird nur noch Unterricht in den Abiturfächern stattfinden. So kann die Abiturvorbereitung aus dem vorangegangenen Unterricht wie aus der Intensivlernphase in den Osterferien mit Unterstützung der Lehrkräfte an diesen neun Tagen abgerundet und abgeschlossen werden. Mit den geänderten Vorgaben für die unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftliche Abiturprüfung wird der von Franziska Schürken beschriebenen Situation im Frühjahr 2020 zusätzlich Rechnung getragen. Abhängig von der weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens wird das Ministerium für Schule und Bildung gegebenenfalls weitere Maßnahmen beschließen und diese zeitnah ankündigen, so dass den Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs 2021 keine Nachteile entstehen. Foto: ©MSB/ Susanne Klömpges

2 months ago