Decision Maker

Yvonne Gebauer

  • Ministerin für Schule und Bildung, Nordrhein-Westfalen

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Petitioning Bundes - und Länderregierung, Armin Laschet, Dr. Franziska Giffey, Yvonne Gebauer

Sofortiges Beenden der Testpflicht an Schüler:Innen

Sofortiges Beenden der Testpflicht an Schüler:Innen in NRW Da bereits allgemein bekannt und belegt ist (u.a. von der WHO), dass sowohl eine alleinige Schnell- , als auch eine PCR-Testung, eindeutig nicht zur Feststellung einer Infektion ausreicht (Quelle: https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05 ) und ebenfalls bekannt ist, dass diese massiv fehlerhaft sind (Quelle: https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-gesellschaft/jeder-zweite-positive-schnelltest-ist-falsch-positiv und https://youtu.be/CeQZDMuZIS8 ), damit allerdings trotzdem ein Ausschluss von symptomlosen und vermeintlich positiven Kindern von Schulunterricht und Bildung im Klassenverbund gerechtfertigt werden soll, erhebe ich diesbezüglich Einspruch. Ich fordere alle Verantwortlichen und Beteiligten auf, dies noch einmal auf das Schärfste zu überprüfen und das Vorhaben einer Testpflicht an Schülern zu unterlassen und verweise dringend auf die UN-Kinderrechtskonventionen und das Grundgesetz: Artikel 3: Wohl des Kindes, Artikel 12: Berücksichtigung des Kindeswillen, Artikel 16: Schutz der Privatsphäre und Ehre. Artikel 28: Recht auf Bildung, Schule und Berufsausbildung, Artikel 2: Achtung der Kindesrechte Diskriminierungsverbot, Landesverfassung (NRW Verf.): Artikel 6, Absatz 1 und 2, Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzbuches - Die Würde des Menschen ist unantastbar & Artikel 2, Absatz 2 des Grundgesetzbuches - Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit Desweiteren fordere ich alle Eltern, alle Erziehungsberechtigten und insgesamt alle Bürgerinnen und Bürger auf, diesem Aufruf zu folgen und die Kinder vor derartigen, ungerechtfertigten Eingriffen und deren Folgen zu bewahren. Eine verpflichtende Testung darf nicht Voraussetzung für Schulunterricht sein! Ich bin alleinerziehende Mutter mit einem neunjährigen Mädchen. Durch die Corona-Politik mit den ständigen Lockdowns, verlor ich meinen Job, denn die Firma ging in Insolvenz, konnte dadurch die Wohnung nicht mehr halten und musste mit meiner Tochter in eine andere Stadt ziehen. Sie verlor dadurch ihre geliebte Umgebung, Schulfreunde und ihr gewohntes soziales Umfeld, was mir das Herz brach. Zusätzlich ist sie mit der Maskenpflicht und der ständig wechselnden Unterrichtsplanung geplagt. Durch den Umzug nach Köln, der erst vor ein paar Monaten erfolgte, in Kombination mit diesen unverhältnismäßigen Maßnahmen und Anordnungen der Städte, konnte sie nach wie vor keine richtigen Kontakte knüpfen, wie es eigentlich altersgemäß der Fall sein sollte.                                                     Und jetzt kommt noch eine Testpflicht hinzu, mit Mitteln, die bekanntermaßen sehr fehlerhaft und ungeeignet sind und bei denen sicher ist, dass eine große Zahl von symptomlosen, gesunden Kindern zu Unrecht in Quarantäne geschickt und zusätzlich noch bei Verweigerung des Tests, als Gefährder und potenzielle Gefahr stigmatisiert werden. Dies geschieht mit einem Test, der nachweislich keine Infektion nachweisen kann und mit einer Auswertung dieser Test in den Gesundheitsämtern und Laboren, die nicht den vorgeschriebenen zyklischen Verfahren der WHO und dem Infektionsschutzgesetzes §28 a entsprechen. Es läuft frei unter dem Motto: zeigt der Test ein positives Ergebnis, sind die Kinder automatisch infektiös und Gefährder. Dieses Verfahren ist jedoch gesetzeswidrig und schlichtweg falsch! Den Kindern wird ihr Recht auf Bildung und freier Entfaltung verwehrt und dies ohne sinnhafte, verhätnismäßige und stichhaltige Grundlage. Was das mit der Psyche und auch der Psychosomatik der Kinder macht, ist ebenfalls bekannt, wird aber weitestgehend ignoriert und unter den Teppich gekehrt. Ebenfalls bekannt und in Studien verfasst ist, dass Kinder, insbesondere Kita - und Grundschulkinder, am wenigsten von Covid19 und der Mutation B117 betroffen sind. Die Anzahl beträgt in Deutschland ca 0,1% (Quelle: https://youtu.be/ZX9QdZL4G-s ). All diese Maßnahmen agieren absolut an unseren Kindern vorbei und verursachen erhebliche Kollateralschäden, die nie wieder zu beheben sind. Der Druck, der auf die Kinder ausgeübt wird, ist furchtbar. Und wofür? Für gewollte Inzidenzwerte, die durch die Tests entstehen und die wiederum all diese Maßnahmen rechtfertigen sollen. Diese Tests begünstigen einen falsch errechneten Inzidenzwert, um politische Zahlen aufrechtzuerhalten. Mehr nicht. Und wir Eltern werden durch diese Testpflicht angestiftet, Nötigung am eigenen Kind in der Schule zu dulden oder gar bei Selbsttests zuhause selbst zu begehen! Das darf nicht sein und ich appelliere an jeden Menschen, der diese Sachlage verstanden hat, aufzustehen und sich zu wehren. Für unsere Kinder und deren Zukunft. Wenn wir nicht einmal mehr unsere Kinder achten und schützen, wen denn dann? Seid laut, seid beständig, seid unbeirrt und steht für die Rechte unserer Kinder ein!

Nadja Hackstein
190,302 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Helmut Holter, Peter Tschentscher, Susanne Eisenmann, Michael Piazolo, Sandra Scheeres, Britta Ernst, Claudia Bogedan, Ties Rabe, Alexander Lorz, Bettina Martin, Grant Hendrik Tonne...

Abi 2020 Umdenken: Durchschnittsabitur

Schwierige Zeiten erfordern moderne Problemlösungen Was genau macht die Abiturprüfungen dieses Jahr so ungerecht?: https://hackmd.io/@Abi2020Umdenken/fehlende-Vergleichbarkeit Kontaktdaten der Kultusminister: https://hackmd.io/@Abi2020Umdenken/Kultusminister Update 26.3.2020Die Kultusminister haben gestern aus unserer Sicht ausgesprochen ignorant und kurzsichtig festgelegt, dass alle Prüfungen stattfinden werden. Ihren Statements konnte man nicht entnehmen, dass sie unsere Sorgen und Ängste ernst nehmen. Und irgendwie auch nicht, dass sie den Ernst der Lage erkannt hätten. Denn in der Zwischenzeit schreitet die Pandemie unvermindert voran, das RKI und der Gesundheitsminister sehen Deutschland erst am Anfang, mit einem Höhepunkt an Erkrankten Ende April, Anfang Mai. Experten sagen es ist fraglich, ob die Kliniken bei der Höhe der prognostizierten Fallzahlen durch die Epidemiologen genügend Beatmungsgeräte haben. Aber hey – wir waschen uns einfach gut unsere Hände, versichern den LehrerInnen, die uns mit Mundschutz empfangen, dass wir uns topfit fühlen und schreiben mit Leichtigkeit die Prüfungen unseres Lebens? Wen das auch aufregt: Schreibt Mails an Eure Kultusminister, die Schulbehörden der Länder sind häufig auf Instagram, schreibt an eure LehrerInnen und Schulleitungen, den Gesundheitsminister und die Kanzlerin, und fragt, wer das alles verantworten wird, wenn sich in den Prüfungen auch nur ein Mensch infiziert. Wir kämpfen weiter! ---------------------------------------- In wenigen Wochen sollen etwa 350.000 Schüler deutschlandweit ihr Abitur absolvieren. Das finden wir aus drei Gründen falsch: 1. Gesundheitlich: Mit Bus und Bahn zur Prüfung und dann mehrere Leute für fünf Stunden in einen Raum packen und hoffen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet? Virologen konnten bereits beweisen, dass das Virus SARS-Covid 19 mehrere Tage auf Oberflächen überleben kann, und immer noch übertragbar ist. Ein ausgetauschter Stift, ein Berühren des Nachbartisches, die Benutzung der Toiletten könnte reichen, um die Epidemie fortschreiten zu lassen. 2. Psychologisch: Viele von uns haben Angst. Unsere Familien geraten in Existenznot und wir mit unseren Prüfungsvorbereitungen mittendrin. Nichts ist wie zuvor. Abgesagte Vorabiklausuren, chaotischer Onlineunterricht, Computer müssen mit Geschwistern und Eltern geteilt werden, ausgefallene PL's und der fehlende Austausch mit Mitschülern und Mitschülerinnen.  3. Gesellschaftlich: Viele von uns leisten gerade zuhause einen Beitrag. Wir beschäftigen kleinere Geschwister, facetimen mit den Großeltern, gehen einkaufen, organisieren Dinge und unterstützen unsere Eltern und Nachbarschaften. Wenn 350.000 kluge Köpfe neben diesen Aufgaben Zeit für kreative Projekte hätten - beispielsweise die Teilnahme an dem Hackathon der Bundesregierung #WirVsVirus und allem, was daraus folgt - dann nützt das der Gesellschaft in dieser Situation mehr, als Abiprüfungen. Wir fordern: Keine Abitur-Klausuren in 2020!  UNSERE LÖSUNG: Jede Schülerin und jeder Schüler (deutschlandweit) erhält in diesem Jahr ein sogenanntes Durchschnittsabitur. Hierfür wird ein Durchschnitt der einzubringenden 32 bis 40 Semesterergebnisse (Beispiel Hamburg) der letzten 4 Semester errechnet und als Abiturnote festgelegt. Bei einer erwünschten Verbesserung der Note, kann eine mündliche Leistung in einem der vier bereits gewählten Prüfungsfächer erbracht werden (zum Beispiel per Online-Videocall), und wie in den Vorjahren als mündliche Prüfung mit einberechnet werden. Update 21.03.2020: Wir haben viele Anfragen von euch, ob unser Lösungsansatz nicht genauso für ESA und MSA Prüfungen funktionieren könnte, da sich die Schülerinnen und Schüler in der identischen Situation befinden. Wir finden ja: Also erweitern wir hiermit die Petition und kämpfen genauso für einen Durchschnitts-ESA und -MSA (hier werden dann die Noten aus dem ersten und zweiten Halbjahr 2019/2020 zur Errechnung herangezogen) Los geht's. Presseanfragen: abi2020umdenken@gmail.com

Paul Gringel & Filippa Steffens
155,234 supporters
Petitioning Dr. Franziska Giffey, Dr. Joachim Stamp, Andreas Bothe, Hubertus Heil, Franziska Giffey, Anja Karliczek, Karin Prien, Dr. Heiner Garg, Monika Bachmann, Ulrich Commerçon, Yvonne Gebauer, Manne Lucha...

Beitragsfreie Kita-Plätze - für ganz Deutschland! #BeitragsfreieKita

Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz machen es vor - der Elternbeitrag für die Kinderbetreuung wurde abgeschafft*. Daher meine Forderung: Beitragsfreie Kita(Tagesmütter/-väter)-Plätze - für ganz Deutschland! Wir sind eine vierköpfige Familie aus NRW und unser größter finanzieller Posten - neben dem Wohnen - den wir im Monat stemmen, ist der Kita-Beitrag für unsere beiden Töchter (2 und 4 Jahre). Dieser liegt bei über 400 Euro im Monat (ohne Verpflegung). Wir geben mehr als 10% unseres Monats-Netto-Einkommens für die Kinderbetreuung unserer Töchter aus. Als ich angefangen habe zu studieren, gab es gerade eine große Bewegung gegen die Studiengebühren, die damals eingeführt werden sollten. "Bildung für Alle und zwar umsonst"  hieß hier der Slogan. Hier ging es um 500 Euro pro Semester. Jetzt haben wir eine Belastung für die Bildung unserer Töchter im Monat (!) von über 400 Euro und wir sind weit weg davon Spitzenverdiener zu sein. Ich habe eine gute Freundin die in Hamburg lebt und gar nichts für die Betreuung ihrer Kinder bezahlt. Kinder die in Hamburg zu einer Tagesmutter(-vater) gehen, werden 30 Stunden in der Woche kostenlos betreut und Kinder die in die Kita gehen, werden 25 Stunden in der Woche kostenlos betreut.  Diese "Grundversorgung" sollte jedem Elternteil kostenlos zustehen. Weitere Stunden sollten kostenlos zustehen, wenn diese berufsbedingt benötigt werden oder wenn sie aus anderen Gründen (z.B. vom Jugendamt) für nötig erachtet werden, um allen Kindern den besten Start ins Leben zu ermöglichen. Daher fordere ich die Landesregierung in Düsseldorf auf zu handeln. Insbesondere das Ministerium für u.a. Kinder und Familie sollte sich dafür einsetzen, dass der Elternbeitrag für Kita und Tagesmütter(-väter) in NRW abgeschafft wird. Aber auch die anderen Landesregierungen sollten sich diesem Thema unbedingt annehmen! #BeitragsfreieKita Und auch die Bundesregierung sollte sich mit diesem Thema beschäftigen! #BeitragfreieKita geht sowohl das Bundesministerium für Arbeit und Soziales etwas an, als auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, es geht um die Frage der sozialen Gerechtigkeit und es geht um Bildung für die Allerkleinsten. Wir haben in NRW das Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Das heißt Bildung fängt schon im Kindergarten an und da, finde ich, passt das der Slogan aus meiner Studienzeit: "Bildung für Alle und zwar umsonst" - gerade auch für die Allerkleinsten! Natürlich ohne das die Qualität der Betreuung darunter leidet.  Bitte unterschreiben Sie jetzt diese Petition und teilen Sie sie gerne mit Familie und Freunden! #BeitragsfreieKita Vielen Dank! Svenja Stahlschmidt *einige Bundesländer erheben gar keine Kostenbeteilgung mehr (z.T. erst ab dem 01.08.2018/19 bzw. 01.01.2020) und/oder erheben eine Kostenbeteiligung erst ab sechst Stunden täglicher Betreuung und/oder bei wieder Anderen entfällt die Kostenbeteiligung erst ab einem Alter von 3 Jahren. 

Svenja Stahlschmidt
87,188 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer

Keine Maskenpflicht im Unterricht für Grundschüler/-innen

Als Elternvertretung in einer 1.Klasse und im Namen der Elternpflegschaft einer 3 zügigen Grundschule in Remscheid bitten wir darum, schnellstmöglich die aktuelle Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierung mit dem Coronavirus SARS-Co-V-2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (Coronabetreuungsverordnung – CoronaBetrVO) vom 7. Januar 2021 in der ab dem 22. Februar 2021 gültigen Fassung zu ändern. Wir sehen dringenden Änderungsbedarf !!! Denn in der aktuellen Verordnung ist geregelt, dass die Grundschüler/innen jetzt auch am Platz eine Schutzmaske tragen müssen. Dies erschließt sich uns als Eltern in keinster Weise, da nun die Klassen halbiert sind, regelmäßig für Frischluft gesorgt wird und der Mindestabstand eingehalten werden kann. Zumal vor dem Lockdown die Klassen voll besetzt waren und die Kinder ohne Maske in festen Bezugsgruppen am Platz sitzen durften. Widersprüchlich ist zu dem, dass während der Einnahme von Speisen und Trinken die Kinder die Maske abnehmen dürfen. Des weiteren, sind die Schüler/-innen noch voll im Wachstum (besonders das Gehirn und die Lunge), so dass durch das Tragen der Schutzmasken über mehrere Stunden kurzfristig Einschränkungen, wie Konzentrationsprobleme sowie Kopfschmerzen auftreten. Auch sind Langzeitfolgen, verursacht durch das lange Tragen der Schutzmasken, zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht abzusehen. So sind diese kurzfristigen wie auch mögliche langfristige Folgen dringend abzuwenden. Wir sehen uns als Eltern in der Pflicht für unsere Kinder hier einzustehen und fordern die Aufhebung der Maskenpflicht am Sitzplatz in festen Bezugsgruppen ab sofort, jedoch spätestens zum 08.März 2021.

Fatma Aksin
46,854 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule & Bildung Yvonne Gebauer, ministerpräsident armin laschet, Landesregierung NRW

Gesundheitsschutz statt Hauruckverfahren – Schulöffnungen brauchen Vorbereitungszeit!

Sehr geehrte Frau Ministerin Gebauer, sehr geehrter Herr Ministerpräsident Laschet, sehr geehrte Landesregierung NRW, wir richten uns mit diesem offenen Brief an Sie, um Ihnen mitzuteilen, dass wir entsetzt darüber sind, dass die Landesregierung mit der Entscheidung zur Schulöffnung kommende Woche die Gesundheit der Lehrkräfte, der Schüler*innen sowie deren Familien fahrlässig gefährdet. Dieser Schnellschuss ist verantwortungslos, weil die Durchführung des Unterrichts unter Bedingungen, die den Notwendigkeiten des Infektionsschutzes genügen, nicht möglich ist. Ohne Rücksicht auf die zahlreichen mahnenden Worte aus Schul-, Schüler*innen- und Elternorganisationen sowie Gewerkschaften sollen nun im Hauruckverfahren Öffnungen stattfinden, welche jedoch wesentlich mehr Vorbereitungszeit benötigen, denn: Der Gesundheitsschutz der Schüler*innen und Lehrkräfte muss oberste Priorität haben! Planlose & kurzfristige Information führt zur VerunsicherungNachdem bereits die Schulschließungen völlig unvorbereitet per Mail verkündet wurden, wird nun ebenso kurzfristig am späten Abend des 15. April per Schulmail mitgeteilt, dass ab dem 20. April in den Schulen „organisatorische Maßnahmen“ getroffen werden sollen, um Schüler*innen, die vor Abschlussprüfungen stehen, ab dem 23. April Unterrichtsbesuche vor Ort zu ermöglichen. Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern sind verunsichert und äußerst besorgt darüber, dass die nötigen Maßnahmen zum Infektionsschutz in so kurzer Zeit unmöglich umzusetzen sind. Vorbereitungszeit von mindestens einer Woche benötigtEin breites Bündnis aus Schul- und Elternorganisationen sowie dem DGB und der Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) hatte am 14. April darauf hingewiesen, dass der stufenweise Einstieg für alle Beteiligten leistbar sein müsse: „Zur Vorbereitung benötigen sie mindestens eine volle Woche Zeit“ erläuterte Behrend Heeren, Vorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG NRW) und langjähriger Leiter einer Gesamtschule.(1) Auch der Städte- und Gemeindebund spricht in seiner Stellungnahme vom 15. April von Vorlaufzeiten von „mindestens einer Woche“.(2) „Besteht das Land auf einer Öffnung am Montag nach den Osterferien, wird ein reibungsloser Ablauf kaum möglich sein.“, so der Städte- und Gemeindebund weiter. Viele ungeklärte Fragen auf Kosten des GesundheitsschutzesDerzeit gibt es viele ungeklärte Fragen, die in nur drei Tagen Vorbereitungszeit unmöglich zu beantworten sind. Dazu zählen beispielsweise: Es gibt keine einheitlichen Hygienestandards an den Schulen oder Aussagen zur Notwendigkeit und Verfügbarkeit von Ressourcen wie Masken, Desinfektionsmitteln oder Tests. Wie sollen die Abstandsregeln während des Unterrichts, der Toilettengänge oder der Pausen eingehalten werden? Wie sollen in so kurzer Zeit neue Raumkonzepte entstehen, um die nötigen Maßnahmen zum Infektionsschutz wie ausreichend Abstand und kleine Lerngruppen so schnell umzusetzen? Wie wird mit Schüler*innen und Lehrkräften verfahren, die der Risikogruppe angehören? Wo bleibt hier die Chancengleichheit in der Bildung für betroffene Schüler*innen? Wie soll sich die Logistik innerhalb von nur drei Tagen darauf vorbereiten, verlässlich zu funktionieren – angefangen bei der Organisation von gesundheitlich unbedenklichen Schulbusfahrten über die Beschaffung von Schutzmaterialien wie Mund-Nasen-Masken, Desinfektionsmittel oder Seife bis hin zu zeitlich und nach Gruppen gestaffeltem Unterricht? Wie soll in Zeiten des Lehrkräftemangels (auch hinsichtlich der weiteren Öffnung ab dem 4. Mai 2020) der Ausfall der Lehrkräfte aus Risikogruppen abgefangen werden ohne die einsatzfähigen Kolleg*innen zu überlasten? Statt verantwortungsbewusst vorzugehen, wälzt die Landesregierung die Verantwortung für einen sicheren Unterricht auf die Schulen, Lehrkräfte und Kommunen ab. Sie schließt den Großteil der Schüler*innen vorerst aus dem Unterricht aus und mutet einem kleineren Teil sowie den Lehrkräften Unterrichtsbedingungen zu, unter denen ein Schutz ihrer Gesundheit nicht gewährleistet ist. Wir sagen an dieser Stelle ganz entschieden: Stoppen Sie die verfrühten Schulöffnungen! Alle Schüler*innen haben ein Recht auf Bildung! Alle Schüler*innen und Lehrkräfte haben ein Recht auf unversehrte Gesundheit! Wir fordern daher von der Landesregierung NRW: Keine Schulöffnungen die gesamte nächste Woche! Der Gesundheitsschutz der Schüler*innen und Lehrkräfte muss an erster Stelle stehen! Geben Sie den Schulen ausreichend Vorbereitungszeit, so dass die Durchführung des Unterrichts unter Bedingungen, die den Notwendigkeiten des Infektionsschutzes genügen, möglich ist! Wir fordern, die Schulen erst zu öffnen, wenn folgende Maßnahmen zuverlässig sichergestellt und umgesetzt sind: landesweit geltende Hygienekonzepte in Abstimmung mit Schulaufsicht und Schulträger und unter Verantwortung des lokalen Gesundheitsamtes Sicherstellung der Maßnahmen des Gesundheitsschutzes für Lehrkräfte und Schüler*innen, insbesondere ausreichend Mund-Nasen-Schutzmasken, Corona-Testmöglichkeiten, Desinfektionsmittel, Seife, Toilettenpapier und Abtrockentücher Konzepte zur Sicherung des Gesundheitsschutzes während Pausenzeiten und Toilettengängen Entwicklung von Raumkonzepten, um die erforderlichen Mindestabstände einhalten zu können, kleine Lerngruppen sowie zeitlich und nach Gruppen gestaffelten Unterricht zu ermöglichen Sicherstellung der Einhaltung des Mindestabstands auch in Lehrer*innenkonferenzen Konzepte zur Sicherstellung von gesundheitlich unbedenklichen Schulbusfahrten unter Maßnahmen des Infektionsschutzes Anpassung der Reinigungspläne: Türklinken, Tischoberflächen, Waschbecken, Toiletten sowie anderweitig oft benutzte Oberflächen sollten mindestens 2 Mal am Tag gereinigt werden! Sicherstellung der Chancengleichheit für Schüler*innen, die einer Risikogruppe angehören und aufgrund dessen am Unterricht vor Ort nicht teilnehmen können sowie für Schüler*innen, deren Unterricht noch nicht wieder startet Aussetzen der schriftlichen Abschlussprüfungen für das Schuljahr 2019/2020, Ermittlung der Abschlussnote aus den Vorleistungen und bundesweite Anerkennung der Abschlüsse kein Einsatz von Beschäftigten, die selbst einer Risikogruppe angehören oder in deren unmittelbarem häuslichen Umfeld Personen aus einer Risikogruppe leben zur Verbesserung der Personalsituation in Zeiten, wo Lehrkräftemangel und coronabedingte Ausfälle aufeinandertreffen: sofortige Eröffnung der Ausschreibungsverfahren für unbefristete Stellen entsprechend des Stellenbedarfs, besondere Berücksichtigung aller bisher abgewiesener Lehramtsbewerber*innen mit abgeschlossenem Vorbereitungsdienst und von früher mit Fristverträgen beschäftigten Lehrkräften, die im Moment keine Anstellung im Schuldienst haben sowie die sofortige Entfristung aller Zeitverträge demokratische Mitbestimmung: Einbeziehung der Mitarbeitervertretungen in Form von Lehrerräten, Personalräten und Gewerkschaften sowie von Eltern- und Schülervertretungen in den Prozess der Vorbereitungen Unterschreiben und teilen Sie den offenen Brief! Schreiben Sie gerne in den Kommentaren, inwiefern Sie betroffen sind (als Schüler*in, Lehrkraft, Eltern), wie die konkreten hygienischen Zustände an Ihrer Schule/der Ihres Kindes sind oder an welchen Stellen Sie Probleme bei der Umsetzung der Maßnahmen des Gesundheitsschutzes vor Ort erwarten.Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) KölnV.i.S.d.P.:Eva-Maria ZimmermannGeschäftsführerinGewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) Stadtverband KölnHans-Böckler-Platz 150672 Köln Quellen:Foto: Taken/pixabay.com (1)   https://www.gew-nrw.de/pressemitteilungen/detail-pressemitteilungen/news/schulen-koennen-sicher-nicht-am-20-april-2020-wieder-oeffnen.html(2)   https://www.gew-nrw.de/fileadmin/user_upload/Themen_Wissen_PDFs/Corona_PDFs/StGB-Wiedereroeffnung_Schulen_Corona.pdf  

Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) Köln
35,982 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Dr. Joachim Stamp, Mehrdad Mostofizadeh, Verena Schäffer, Thomas Kutschaty

Deutsche Kolonialgeschichte & "Black History" sowie Anti-Rassismus in NRW unterrichten!

Die grausamen Morde an George Floyd und vielen mehr sowie die weltweiten Proteste danach haben uns wachgerüttelt. Rassismus tötet und zwar nicht nur in den USA. Auch in Deutschland werden Menschen mit Migrationshintergrund Opfer von rassistischer Gewalt und auch in Deutschland gibt es Alltagsrassismus - das wissen wir aus eigener Erfahrung. Rassismus verschließt Türen, Rassismus verletzt und Rassismus tötet, und das auch hier. Diskriminierungen, Beleidigungen und Angriffe gehören zum Alltag dazu. Ganz klar fehlt die Aufklärung und Prävention in der Schule. Es kann so nicht mehr weitergehen! Dieses Problem muss beim Namen genannt werden, damit so tiefsitzende Strukturen überhaupt entwurzelt werden können! Nur so kann eine funktionierende Gesellschaft entstehen. Es kann doch nicht sein, dass wir 10-13 Jahre zur Schule gehen und so viele Schüler*innen nichts über die deutsche Kolonialisierung wissen. Es gibt kaum eine Schule die Rassismus in die Tiefe thematisiert, dabei ist (Anti-)Rassismus eine Sache der Erziehung und Bildung, es fängt schon im Kindergarten an. Lehrpersonal begleiten ebenso Schüler ein Stück in ihrem Leben, haben Einfluss auf sie und tragen daher mit die Verantwortung aufgeschlossene und informierte Menschen auszubilden. Deswegen brauchen wir Platz für Aufklärungsarbeit und präventive Maßnahmen im Lehrplan an den Schulen in NRW. Wir möchten Solidarität lehren und Rassismus stoppen! Dafür müssen so früh wie möglich diskriminierende Strukturen entlernt werden.  FORDERUNG: Jede Landesregierung muss Lehrpläne – individuell, institutionell und strukturell – überarbeiten und Materialien zur Verfügung stellen sowie Lehrpersonal rassismuskritisch sensibilisieren. Anti-Rassismus muss in den Lernplänen der Pädagog*innen-Ausbildung. Bildungsinstitute müssen diskriminierungssensibel, machtkritisch und intersektional gestaltet werden. Es besteht der Bedarf einer Zugänglichkeit zu Antidiskriminierungsstellen in Schulen. Rassistische Denkmuster und eurozentrische Perspektiven müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wir wollen erreichen, dass Themen wie Königreiche, Sklaverei, Kolonialherrschaft, deutsche Migrationsgeschichte und Rassismus/Diskriminierung tiefer diskutiert werden. Es muss verpflichtend und zum festen Bestandteil der NRW Schulen werden. BIPOC-Expert*innen (z.B. Künstler*innen, Musiker*innen, Autor*innen, Wissenschaftler*innen) bzw. Initiativen müssen in die Schulen eingeladen werden. Quellen (z.B. Bücher) von BIPOC* müssen im Deutschunterricht, Geschichtsunterricht, usw. behandelt werden. Das Ziel der Unterrichtseinheiten ist es, Schüler/innen die Fähigkeit zum kritischen Denken und das notwendige Vokabular für ein tiefgehendes Verständnis der Diskussionen rund um Rassismus zu geben. Wenn Kinder schon früh mit dieser Thematik konfrontiert werden, ist es auch nichts fremdes mehr. Denn durch das Fremdsein kommt die “Angst” vor dem Unbekannten. Wir können uns auch sogenannte “African Days” sowie jährliche Projekttage zum Thema Rassismus für alle Klassenstufen in allen Schulformen vorstellen. Die Anforderungen um eine "Schule ohne Rassismus" müssen überprüft und erhöht werden. Diese jungen Menschen haben ein Recht und die Pflicht auf Wahrheit, damit sie zu verantwortungsvollen, bewussten und rassismus-freien Weltbürger*innen aufwachsen!   Rassismus muss endlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen werden! Jede/r, egal welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht und welches Alter sollte sich gegen Rassismus stellen und das Thema enttabuisieren! Bitte unterzeichne diese Petition für Aufklärungsarbeit rund um das Thema Rassismus in NRW Schulen und hilft mit, diese Forderungen an die Politik in NRW heranzutragen und mit uns gemeinsam das Schulsystem zu verändern! Danke!  *BIPOC steht für Black, Indigenous and People of Color. Er dient als Begriff für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. ------- Diese Petition ist Teil der deutschlandweiten Bewegung #blackhistoryindeutschland. Alle Unterschriften der regionalen Petitionen laufen auf einen Unterschriftenzähler. Auf dieser Webseite sind alle Petitionen der verschiedenen Bundesländer zu finden: blackhistoryindeutschland-change.org

Eli Abeke
122,718 supporters
Petitioning Anja Karliczek, Susanne Eisenmann, Anett Sastges-Schank, Sandra Scheeres, Britta Ernst, Claudia Bogedan, Ties Rabe, Ralph Alexander Lorz, Bettina Martin, Grant Hendrik Tonne, yvonne gebauer, Christ...

Jetzt #InklusiveSchulsysteme umsetzen!

Noch immer erleiden Menschen in der Bundesrepublik Deutschland tagtäglich Diskriminierungen und Hindernisse in ihrer Entwicklung. Dazu gehören Frauen bzw. Mädchen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen, die eine andere Hautfarbe als weiß haben, die eine nicht-christliche Religion praktizieren, mit einer Behinderung leben, nicht heterosexuell oder cis oder schlichtweg arm sind. Gleichzeitig wurde eine hetzende Partei, wie es die AFD ist, in den Bundestag gewählt und erzielt fortlaufend hohe Umfragewerte. Innenminister Seehofer fährt eine Rhetorik der Abgrenzung und Spaltung. Am Rande einer Pegida-Demo wurden Journalisten ungeneriert angepöbelt und von ihrer Arbeit abgehalten und in Chemnitz versammelten sich Tausende unter menschenverachtenden Motiven, während die Polizei noch nicht einmal ausreichend gegen das verbotene Zeigen des Hitlergrußes vorging. Die Wissenschaft zu Bildung und Erziehung ist heute in der Entwicklung sehr weit fortgeschritten. Es sind wertvolle Rahmen-Richtlinien und Konzepte entwickelt worden, wie bessere, nämlich inklusive Schulsysteme aussehen und umgesetzt werden könnten. Schulsysteme, die erwiesener Maßen - diverse Studien und Erfahrungen aus der Praxis bestätigen das - Allen in Allen Belangen zu Gute kommen würden, auch den besser gestellten, Privilegierten und Hochbegabten. Inklusive Schulsysteme würden präventiv und gegen jegliche destruktiven und demokratiefeindlichen Bewegungen in Deutschland wirken. Die heutige Investition und Reformierung hin zu inklusiven Schulsystemen wäre ein Garant für den Erhalt unserer Demokratie und auch dafür, dass sich in unserer Gesellschaft, den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechend, überwiegend hoch qualifizierte, umfassend gebildete und mündige Menschen entwickeln können. Doch noch immer werden vereinzelte Schritte in Hinsicht auf inklusive Schulsysteme, wenn überhaupt nur zögerlich, teilweise oder nicht umfassend angegangen. Dies macht es Kritiker*innen und Skeptiker*innen leicht, gleich den ganzen Ansatz Inklusion abzulehnen, wenn nicht gar als “gescheitert“ zu diffamieren. Denn solange Inklusion und entsprechende Pädagogik nicht umfassend und nachhaltig umgesetzt wird, bekommen Schüler*innen die Nachteile halbfertiger Ansätze deutlich zu spüren. Ich selbst habe, in der damals relativ inklusiven Charlotte-Salomon-Grundschule Berlin, von den Vorteilen inklusiver Ansätze profitiert und als Erwachsener einen Eindruck davon bekommen, wie viel weiter die dazugehörige Forschung im Gegensatz zu den bestehenden Schulsystemen ist. Es muss endlich in der gesamten Bundesrepublik Deutschland und in allen Bundesländern die umfassende und gründliche Einführung und Umsetzung von inklusiven Schulsystemen unter den höchsten Prioritäten nicht nur genannt, sondern auch kontinuierlich und effektiv angegangen werden. Daher fordere ich Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sowie die Bildungsministerkonferenz auf, sich jetzt mit aller Kraft und Entschlossenheit für die Umsetzung von inklusiven Schulsystemen einzusetzen. Bitte unterstützen auch Sie jetzt meine Petition für bessere, inklusive Schulen deutschlandweit! Vielen Dank, Miro Böhm   Für weitere Argumente empfehle ich folgende Medien: 1) Ist Inklusion eine Utopie?  https://youtu.be/naU6OcijQpM 2) Sieben Merkmale guter, inklusiver Schule https://youtu.be/8AqV91j0Ok0 3) 3 Big Misconceptions About Inclusion http://www.theinclusiveclass.com/2018/08/3-big-misconceptions-about-inclusion.html?m=1

Miro Böhm
17,986 supporters
Petitioning Kultusministerkonferenz der Länder, Britta Ernst, Dr. Klaus Lederer, Sandra Scheeres, Theresa Schopper, Michael Piazolo, Sascha Karoline Aulepp, Ties Rabe, Alexander Lorz, Bettina Martin, Grant Hen...

Queere* Geschichte in die Schulen!

Im September 2021 wurde in Schottland ein neuer Lehrplan verabschiedet, der ausdrücklich LGBTIQ*Themen in den Unterricht integriert.  So soll zum Beispiel LGBTIQ*Geschichte komplementär zum normalen Stoff des Geschichtsunterricht gelehrt werden.  Das brauchen wir auch an deutschen Schulen, um Verständnis und Akzeptanz zu schaffen und Diskriminierung abzubauen. Mein Namen ist Erik Jödicke. Ich bin LGBTIQ*Aktivist und Mitglied des Bundesvorstands von „Lambda“, dem größten deutschen Jugendnetzwerk für LGBTIQ* Der deutsche Schulunterricht hat das Problem, dass er sich in so gut wie allen Unterrichtsfächern an der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft orientiert. So wird der Schule die Chance genommen empowernd auf Queere*Jugendliche zu wirken.  Empowerment fängt damit an, dass LGBTIQ* Sein in einem anderen Kontext thematisiert wird, als durch Schimpfwörter auf dem Schulhof, oder als Opfergruppe des Nationalsozialismus. Indem die Schulen eine Perspektive eröffnet, die Identifikation und Stolz ermöglicht können Kinder und Jugendliche empowert werden.  Nichts biete sich da besser an als Queere* deutsche Geschichte.  Deutschland hat mit Karl-Heinrich Ullrich und Magnus Hirschfeld, die frühesten Kämpfer für die Rechte von LGBTQ*. Durch diese beiden Männer wurden Begriffe geprägt, wie „Homosexualität“ und „Transsexualität“, die es LGBTIQ* zum ersten mal ermöglicht haben mit Worten, die keine Schimpfworte waren, sich selbst zu beschreiben.  Diese Aspekte der deutschen Geschichte sind zu wenig bekannt. Schüler*Innen sollten lernen, dass es eine Emanzipationsbewegung von schwulen und lesbischen Menschen seit Beginn des 20. Jahrhunderts gab, dass die ersten geschlechtsangleichenden Operationen an trans*Personen und die Forschung dazu in Berlin und Dresden stattfanden und dass homosexueller Verkehr bis in die 1990er kriminalisiert war.  All das sind Themen aus denen nicht nur junge LGBTIQ* lernen können. Die Geschichte von Minderheiten und von ihrem Kampf um gleiche Rechte ist universell. Dieser Gesichtspunkt fehlt im aktuellen Lehrplan, der durchweg eurozentrisch, weiß und männlich geprägt ist. Wenn wir die Perspektive weiten, indem wir Queere*Geschichte tragen wir dazu bei diesen Missstand zum Teil zu beseitigen. Salman Rushdi sagte einmal: „Wer seine Geschichte nicht erzählen kann existiert nicht.“ LGBTIQ* existieren und es wird Zeit, dass die Lehrpläne das widerspiegeln, indem sie unsere Geschichte erzählen, als Empowerment, als Aufklärung, als Ausdruck davon, dass LGBTIQ*Teil dieses Landes sind und es immer waren. Darum fordern wir die Kultusministerkonferenz der Länder auf, eine Empfehlung an die Landesregierungen herauszugeben, dass LGBTIQ*Geschichte ein Teil der deutschen Lehrpläne werden muss.

Erik Jödicke
15,492 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Yvonne Gebauer, Armin Laschet

NRW's Abiturienten bleiben zu Hause!

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, Armin Laschet meinte, dass er sich heute (15.04.2020) über den GEMEINSAMEN Beschluss von Bund und Ländern hinwegsetzen müsse. Laschet ist der Meinung das die Abiturienten aus NRW bereits am 20.04.2020 in die Schulen sollen statt wie vereinbart, zwischen Bund und Ländern, am 04.05.2020. Bundeskanzlerin Merkel und die Minister hatten sich zuvor in einer Videoschalte eigentlich darauf geeinigt, dass die Schulen für die Abiturienten erst am 04.05.2020 wieder öffnen außerdem gilt bis zu dem genannten Zeitpunkt auch noch die Kontaktsperre. Herr Laschet hat sich mit seinem Vorgehen nicht nur die Kanzlerschaft verbaut sondern auch eine ganze Generation verloren, die von nun an keinen Glauben mehr in die Politik haben kann. Sämtliche Verbände sowie SPD, Grüne und Landesschülervertretungen haben sich gegen Abiturprüfungen ausgesprochen und man wurde nicht gehört oder beachtet. Tausende von Schülern haben in Briefen ihre missliche Lage erläutert, doch man wurde nicht beachtet. Yvonne Gebauer sagte am 05.04 zum Kölner Stadtanzeiger, dass wenn die Schulen nach Ostern nicht öffnen, man die Situation bezüglich Prüfungen noch einmal überdenken müsse. Nun sollen wir früher als alle anderen Abiturienten in diesem Land in die Schulen zurück, nur damit Gebauer nicht durch ihre Aussage ins Wanken kommt. Das Laschet mit seinem profilneurotischen Vorgehen sogut wie gegen alle Maßnahmen verstößt, sollte nun jedem klar sein. Armin Laschet war derjenige der zunächst auf eine einheitliche Lösung pochte in dem kein Land vorprescht. Nun ist er derjenige der eben dies tut. Die Zeiten der freundlichen Forderungen sind von nun an vorbei. In den letzten Tagen haben sich tausende von Schülern in NRW gegen die Abiturprüfungen ausgesprochen, dies geschah in Petitionen oder Briefen an die Minister. Nun ist die Lage für uns Abiturienten eine viel schlimmere und vor allem bedrohlichere. Wir sollen nicht nur diie Prüfungen wie geplant schreiben sondern auch noch früher in die Schulen zurück als andere Abiturienten in Deutschland. Herr Laschet, setzt uns als Versuchskaninchen ein und das lassen wir nicht mit uns machen. Wir Abiturienten müssen nun an Armin Laschet an Frau Gebauer nun ein deutliches Zeichen setzen, denn wir können sich zulassen, dass so mit uns und mit den Leben unserer Mitmenschen gespielt wird. Wir Abiturienten müssen zu Hause bleiben! Wir wollen nicht diejenigen sein, die eine 2. Infektionswelle lostreten.Die Schulen werden sich in dieser kurzen Zeit beim besten Willen nicht auf solch eine Lage vorbereiten können. Verbreitet die Petition unter dem #NrwsAbiturientenBleibenzuHause. Ihr sollt jedoch nicht in Schwierigkeiten kommen, die Petiton dient als Forderung dafür, dass wir am 20.04 nicht wieder in die Schulen müssen! Nicht einfach auf eigene Faust handeln. Die Forderung nach einem Durchschnittsabitur bleibt! Presseanfragen: durchschnittsabiturnrw@gmail.com  Bleibt gesund!  

Abiturient NRW
12,253 supporters
Das Fach Sozialwissenschaften darf nicht abgeschafft werden!

Mit der Einführung des Faches Wirtschaft bzw. Wirtschaft-Politik, das an Gymnasien bereits im Schuljahr 2019/20 und in diesem Schuljahr auch an allen anderen weiterführenden Schulen gestartet ist, verfolgt die Landesregierung das Ziel, die ökonomische Bildung in den Schulen als Bestandteil der Allgemeinbildung gezielt zu stärken. Diese Kompetenzen, die neben Kenntnissen der Wirtschaftsordnung auch Aspekte der Verbraucherbildung umfassen, dienen der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung und einen erfolgreichen Berufseinstieg. Ich möchte jedoch deutlich klarstellen: Neben der ökonomischen Grundbildung hat selbstverständlich und ohne Wenn und Aber die politische Bildung weiterhin in den Schulen und im Unterricht ihren festen Platz. Dies spiegelt sich auch in den entsprechenden Kernlehrplänen wieder. Bereits bei der Konzeption und Erarbeitung des Fachs wurde von Seiten des Ministeriums für Schule und Bildung größter Wert darauf gelegt, dass die Einführung bzw. Neukonzeption des Schulfachs Wirtschaft nicht zu Lasten anderer Lernbereiche oder Fächer erfolgt. Auch das jetzt vorgesehene neue Lehramtsfach „Wirtschaft-Politik“ wird ein integratives Fach sein, das nicht auf den Bereich Wirtschaft beschränkt ist. Sorgen in Bezug auf die Zukunft der wichtigen politischen Bildung im Bereich Schule sind somit unbegründet. Lehramtszugangsverordnung: Die Einführung des Faches „Wirtschaft-Politik“ an den Schulen hat Anpassungen bei den jeweiligen Studiengängen für die Qualifizierung künftiger Lehrkräfte notwendig gemacht. Diese Anpassungen müssen in die Lehrerausbildung (Lehramtszugangsverordnung, LZV) übertragen werden. Dazu soll das bisherige Fach „Sozialwissenschaften“ als Lehramtsfach „Wirtschaft-Politik“ neu profiliert werden. Ein Studiengang muss auf die jeweiligen Schulformen und schulischen Jahrgangsstufen und die schulischen Inhalte ausgerichtet sein. Damit wird sichergestellt, dass künftige Lehrkräfte entsprechend den schulischen Anforderungen ausgebildet werden. Die geplante Ausbildung für das neu profilierte Lehramtsfach „Wirtschaft-Politik“ könnte für Studienanfänger beginnend ab Herbst 2021 möglich werden, demnach wären ab dem Jahr 2026 die ersten Studienabsolventinnen und Studienabsolventen zu erwarten. Die Studierenden des Faches Sozialwissenschaften müssen sich um ihre Lehramtsbefähigung jedoch nicht sorgen. Studiengänge, die im Rahmen der bisherigen Ausbildung bereits akkreditiert sind, können bis auf Weiteres weiter angeboten werden. Die in den nächsten Jahren noch zu erwerbenden Abschlüsse behalten dabei natürlich ihre Gültigkeit. Alle Berechtigungen, die in der Vergangenheit mit dem Fach „Sozialwissenschaften“ erworben wurden und in den kommenden Jahren von heutigen Studierenden noch erworben werden, bleiben bestehen. Bereits ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit dem Studienfach Sozialwissenschaften und einer entsprechenden Lehrbefähigung haben alle nötigen Voraussetzungen, das neue schulische Fach „Wirtschaft-Politik“ fachgerecht zu unterrichten. Eine weitere Qualifizierung ist nicht notwendig. Unabhängig davon steht allen Lehrkräften die Möglichkeit zur Fortbildung offen. Foto: ©MSB/ Susanne Klömpges

1 year ago
Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte als Teil des Lehrplans an Schulen in NRW!

Grundsätzlich ist zunächst zu erklären, dass Kernlehrpläne die Ziele und Inhalte für die Bildungsgänge und Fächer bzw. Lernbereiche festlegen und die erwarteten Lernergebnisse bestimmen. Sie bilden so die curriculare Grundlage für die Entwicklung schulinterner Lehrpläne durch die Fachkonferenzen vor Ort. Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer zielen auf die Entwicklung einer mündigen und sozialverantwortlichen Persönlichkeit und leisten über den fachlichen Kern hinaus weitere Beiträge zu fachübergreifenden Querschnittsaufgaben in Schule und Unterricht. Hierzu zählen insbesondere Menschenrechtsbildung, politische Bildung, interkulturelle Bildung und Demokratieerziehung. Somit sind die von Ihnen geforderten konkreten Themen bereits gegenwärtig als ein grundsätzliches Fundament bei der Erstellung sämtlicher Lehrpläne an allen allgemeinbildenden Schulformen und für alle Fächer verankert. Die Kernlehrpläne verfolgen jeweils eine fachspezifische übergeordnete Kompetenz, im Fach Geschichte ist dieses beispielsweise die Entwicklung eines „Reflektierten Geschichtsbewusstseins“ im Fach Politik „politische Mündigkeit“. Die Kernlehrpläne in NRW sind zur Erreichung dieser übergeordneten fachlichen Ziele so angelegt, dass sie Inhaltsfelder mit inhaltlichen Schwerpunkten und daran konkretisierte Kompetenzen ausweisen. Diese sind als obligatorisch anzusehen, decken maximal Dreiviertel der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit ab und sind so angelegt, dass sie eine Umsetzung in schuleigene Vorgaben in der Gestaltungsfreiheit – und Gestaltungspflicht – der Fachkonferenzen sowie der pädagogischen Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer vor Ort ermöglichen. Daraus ergibt sich, dass keine konkretisierten Unterrichtsthemen oder – reihen über die Kernlehrpläne durch das Ministerium für Schule und Bildung vorgegeben werden. Für die von Ihnen geforderten konkreten Unterrichtsthemen „Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte“ finden sich jedoch in den Kernlehrplänen aller allgemeinbildenden Schulformen auf der Ebene der Inhaltsfelder sowie der Kompetenzen Anknüpfungspunkte, die eine unterrichtliche Auseinandersetzung begründen. Rein exemplarisch kann hier aus dem Kernlehrplan für die Sekundarstufe I Gymnasium in Nordrhein-Westfalen für das Fach Geschichte das Inhaltsfeld 6: „Imperialismus und Erster Weltkrieg“ genannt werden. Das Inhaltsfeld greift die Auswirkungen eines übersteigerten und zunehmend aggressiver werdenden Nationalismus auf, der zunächst zu einem Wettstreit um die Verteilung von Kolonien und dann mit dem Ersten Weltkrieg in die „Urkatastrophe“ eines Jahrhunderts führte. Gegenstand des Inhaltsfeldes sind zudem Formen der kollektiven Erinnerung und des Umgangs mit Vergangenheit damals und heute. Im Fach Wirtschaft-Politik kann als Beispiel zur Anknüpfung das Inhaltsfeld 2: „Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie“ genannt werden. Hier wird als inhaltlicher Schwerpunkt unter anderem „Gefährdungen der Demokratie“ ausgewiesen, sowie die Sachkompetenz „Die Schülerinnen und Schüler erläutern Ursachen, Merkmale und Erscheinungsformen von Extremismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“. Sinngleich formulierte Inhaltsfelder und Kompetenzen finden Sie auch in den Kernlehrplänen der weiteren allgemeinbildenden Schulformen. Man findet aber durchaus auch in anderen Fächern sinnvolle Anknüpfungspunkte für die von Ihnen geforderte Thematik. Bei der Wahl der dafür zu verwendenden Lehrmittel sind die Lehrkräfte ebenso wie bei der Wahl der konkreten Unterrichtsvorhaben frei, so dass es den Lehrkräften natürlich auch freisteht „BIPOC-Quellen“ zu nutzen. Ich hoffe meine Ausführungen haben Ihnen geholfen.

1 year ago
Gerechtigkeit für die NRW-Abiturient*innen 2021

Die Corona-Pandemie hat uns alle vor besondere Herausforderungen gestellt – sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums für Schule und Bildung und ich sind uns dieser Herausforderungen und der besonderen Situation des Abiturjahrgangs 2021 bewusst. Daher haben wir neben der Verschiebung des Beginns der Abiturprüfungen 2021 zwei zentrale Maßnahmen beschlossen, um die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2021 adäquat auf ihre Abiturprüfungen vorzubereiten. An den neun zusätzlichen Unterrichtstagen wird nur noch Unterricht in den Abiturfächern stattfinden. So kann die Abiturvorbereitung aus dem vorangegangenen Unterricht wie aus der Intensivlernphase in den Osterferien mit Unterstützung der Lehrkräfte an diesen neun Tagen abgerundet und abgeschlossen werden. Mit den geänderten Vorgaben für die unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftliche Abiturprüfung wird der von Franziska Schürken beschriebenen Situation im Frühjahr 2020 zusätzlich Rechnung getragen. Abhängig von der weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens wird das Ministerium für Schule und Bildung gegebenenfalls weitere Maßnahmen beschließen und diese zeitnah ankündigen, so dass den Schülerinnen und Schülern des Abiturjahrgangs 2021 keine Nachteile entstehen. Foto: ©MSB/ Susanne Klömpges

1 year ago