Decision Maker

Thomas Kutschaty

  • MdL und Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW

Does Thomas Kutschaty have the power to decide or influence something you want to change? Start a petition to this decision maker.Start a petition
Petitioning Dr. Franziska Giffey, Dr. Joachim Stamp, Andreas Bothe, Hubertus Heil, Franziska Giffey, Anja Karliczek, Karin Prien, Dr. Heiner Garg, Monika Bachmann, Ulrich Commerçon, Yvonne Gebauer, Manne Lucha...

Beitragsfreie Kita-Plätze - für ganz Deutschland! #BeitragsfreieKita

Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz machen es vor - der Elternbeitrag für die Kinderbetreuung wurde abgeschafft*. Daher meine Forderung: Beitragsfreie Kita(Tagesmütter/-väter)-Plätze - für ganz Deutschland! Wir sind eine vierköpfige Familie aus NRW und unser größter finanzieller Posten - neben dem Wohnen - den wir im Monat stemmen, ist der Kita-Beitrag für unsere beiden Töchter (2 und 4 Jahre). Dieser liegt bei über 400 Euro im Monat (ohne Verpflegung). Wir geben mehr als 10% unseres Monats-Netto-Einkommens für die Kinderbetreuung unserer Töchter aus. Als ich angefangen habe zu studieren, gab es gerade eine große Bewegung gegen die Studiengebühren, die damals eingeführt werden sollten. "Bildung für Alle und zwar umsonst"  hieß hier der Slogan. Hier ging es um 500 Euro pro Semester. Jetzt haben wir eine Belastung für die Bildung unserer Töchter im Monat (!) von über 400 Euro und wir sind weit weg davon Spitzenverdiener zu sein. Ich habe eine gute Freundin die in Hamburg lebt und gar nichts für die Betreuung ihrer Kinder bezahlt. Kinder die in Hamburg zu einer Tagesmutter(-vater) gehen, werden 30 Stunden in der Woche kostenlos betreut und Kinder die in die Kita gehen, werden 25 Stunden in der Woche kostenlos betreut.  Diese "Grundversorgung" sollte jedem Elternteil kostenlos zustehen. Weitere Stunden sollten kostenlos zustehen, wenn diese berufsbedingt benötigt werden oder wenn sie aus anderen Gründen (z.B. vom Jugendamt) für nötig erachtet werden, um allen Kindern den besten Start ins Leben zu ermöglichen. Daher fordere ich die Landesregierung in Düsseldorf auf zu handeln. Insbesondere das Ministerium für u.a. Kinder und Familie sollte sich dafür einsetzen, dass der Elternbeitrag für Kita und Tagesmütter(-väter) in NRW abgeschafft wird. Aber auch die anderen Landesregierungen sollten sich diesem Thema unbedingt annehmen! #BeitragsfreieKita Und auch die Bundesregierung sollte sich mit diesem Thema beschäftigen! #BeitragfreieKita geht sowohl das Bundesministerium für Arbeit und Soziales etwas an, als auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Es geht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, es geht um die Frage der sozialen Gerechtigkeit und es geht um Bildung für die Allerkleinsten. Wir haben in NRW das Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Das heißt Bildung fängt schon im Kindergarten an und da, finde ich, passt das der Slogan aus meiner Studienzeit: "Bildung für Alle und zwar umsonst" - gerade auch für die Allerkleinsten! Natürlich ohne das die Qualität der Betreuung darunter leidet.  Bitte unterschreiben Sie jetzt diese Petition und teilen Sie sie gerne mit Familie und Freunden! #BeitragsfreieKita Vielen Dank! Svenja Stahlschmidt *einige Bundesländer erheben gar keine Kostenbeteilgung mehr (z.T. erst ab dem 01.08.2018/19 bzw. 01.01.2020) und/oder erheben eine Kostenbeteiligung erst ab sechst Stunden täglicher Betreuung und/oder bei wieder Anderen entfällt die Kostenbeteiligung erst ab einem Alter von 3 Jahren. 

Svenja Stahlschmidt
87,109 supporters
Petitioning Jens Spahn, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Kassenärztliche Vereinigung, Thomas Kutschaty

Chancengleichheit für junge Psychotherapeut*innen! Für eine fairere Kassensitzvergabe

Hallo, wir sind Elena, Michelle, Susanne, Felix und Niklas und hoffen auf euren Einsatz für mehr Generationengerechtigkeit im Gesundheitssystem! Wir sind Psychotherapeuten (oder werden es gerade) aus Köln und stehen nun nach einer langen und kostspieligen Berufsausbildung vor dem Eintritt ins Berufsleben. Dabei sind wir von der zunehmenden Ökonomisierung des Gesundheitssystems entsetzt.  Was wir vorfinden ist ein System, in dem sich Einzelne auf unkollegiale Weise an anderen bereichern und ihnen die Chancen nehmen! Hintergrund ist dabei der Erwerb einer Abrechnungserlaubnis mit den Krankenkassen (sog. Kassensitz), den Therapeut*innen brauchen um gesetzlich versicherte Patient*innen zu behandeln. Die Preise für diese Kassensitze erleben gerade eine regelrechte Preisexplosion, die es Berufseinsteiger*innen fast unmöglich macht, einen solchen zu ergattern. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass einzelne Therapeut*innen mehrere der wenigen Kassensitze besitzen und das System möglichst gewinnbringend für sich ausnutzen. Gleichzeitig fehlt es an rechtlichen Maßnahmen, die der Preisbildung entgegenwirken. Dabei sind Therapeut*innen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status am stärksten betroffen. Bevor wir diesen komplizierten Sachverhalt weiter aufklären wollen, stellen wir euch hier erstmal unsere Forderungen vor: Beschränkung der Anzahl von Kassensitzen pro Psychotherapeut*in auf einen Sitz Deckelung der Preise für einen Kassensitz Für die psychotherapeutische Behandlung von gesetzlich versicherten Patient*innen braucht man neben der Approbation als Psychotherapeut*innen die Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), den sogenannten Vertragstherapeutensitz. Dieses System wurde 1999 eingeführt und die Anzahl der Sitze auf die Anzahl der damals existierenden Psychotherapeut*innen begrenzt. Jeder Psychotherapeut erhielt kostenfrei einen Sitz. Noch heute gilt, wenn alle Sitze in einem Gebiet vergeben sind, besteht Vollversorgung. Zu beachten ist also, dass diese Versorgung sich nicht an dem Bedarf im Sinne der Anzahl von Patient*innen in einem Gebiet orientiert, sondern an der Anzahl von Therapeut*innen, die es vor 20 Jahren in diesem Gebiet gab.  Ist die Vollversorgung, wie es in den meisten Ballungsräumen in Deutschland der Fall ist, erreicht, können Vertragstherapeutensitze nur dann übernommen werden, wenn es Therapeut*innen gibt, die ihren Sitz abgeben. An diese bezahlen die übernehmenden Psychotherapeut*innen einen immer größeren Betrag, welcher überwiegend von Angebot und Nachfrage beeinflusst wird. Dabei können die abgebenden Therapeut*innen maßgeblich mitentscheiden, wer ihren Sitz übernimmt. Die KV steckt hierbei den Rahmen ab, ermittelt eine Liste mit geeigneten Bewerbern und der sogenannte Zulassungsausschuss trifft die endgültige Entscheidung. Jedoch können abgebende Therapeut*innen einen Favoriten vorschlagen. In der Praxis wird dieser Vorschlag auch meistens angenommen. Ein zusätzliches Mittel zur Einflussnahme ist, dass die Sitzinhaber*innen selbst mit möglichen Mitbewerbern in Kontakt treten können. In der Auswahl der Empfehlungen ist oft die Zahlungsfähigkeit der Kandidat*innen der ausschlaggebende Faktor. Die Konsequenz sind steigende Preise. So ist in Köln die Übernahme eines halben (!) Sitzes für 85.000 Euro mittlerweile als gutes Angebot anzusehen. Selbst außerhalb, 30 Min von Köln entfernt, reichen 70000 Euro für einen halben Kassensitz nicht aus. Dabei ist es aus Sicht der übernehmenden Therapeut*innen oft gar nicht nachvollziehbar, wodurch sich dieser Betrag rechtfertigt. In der Regel werden weder Gerätschaften, noch Praxisräume oder ein Patientenstamm übernommen. Auf Grund des hohen Bedarfs an Psychotherapie in Deutschland fällt die Patientenakquise auch ohne Unterstützung des Vorgängers nicht schwer. Inwiefern Praxisinhabende einen Gegenwert erschaffen haben, der einen so hohen Kaufpreis rechtfertigt, ist nicht ersichtlich. Diese Preise werden weiter durch den Umstand in die Höhe getrieben, dass es immer mehr Therapeut*innen gibt, die im Besitz mehrerer Kassensitze sind. Zwar können Therapeut*innen offiziell nur einen Sitz halten, sich jedoch bis zu vier Sitze kaufen, solange sie auf den übrigen Sitzen approbierte Psychotherapeut*innen anstellen. Des Weiteren können auch Medizinische Versorgungszentren (MVZs) gegründet werden, wodurch noch mehr Sitze erworben werden können. In der Realität entstehen so immer mehr einzelne „Big Player“, die eine hohe Anzahl von Therapeut*innen beschäftigen. Auf diesen Angestellten lastet häufig der Druck, möglichst viel Umsatz zu generieren und dies oft auch auf Kosten der Patient*innen. Patient*innen werden oft als reine Finanzobjekte gesehen, es gibt häufig Anweisungen, Erstgespräche so kurz wie möglich zu halten und Testungen möglichst oft abzurechnen, auch wenn es gar keine Aussichten auf einen Therapieplatz gibt. Teilweise arbeiten die Inhaber*innen dieser Praxen nicht mehr als Therapeuten*innen sondern allein als Manager der Praxen. Vor allem frisch approbierte Therapeut*innen leiden unter den aktuellen Regelungen, da sie nach einer langjährigen und kostspieligen Ausbildung oft nicht die Mittel haben, in diesem Bieterwettbewerb gegen die Etablierten der Branche zu bestehen. Zudem schaden die die hohen finanziellen Hürden auf dem Weg zum Kassensitz der Diversität unter den Therapeut*innen. Dabei wäre genau diese Diversität unter den Behandlern für Patient*innen sinnvoll. Anstatt weitere Hürden aufzustellen, ist es dringend notwendig diesen Entwicklungen entgegenzuarbeiten! Insgesamt empfinden wir das aktuelle System als strukturell unfair und nicht nachvollziehbar. Nicht erst seit Ausbruch der Corona-Epidemie verschärft sich die Debatte darüber, ob ein wettbewerbs- und profitorientiertes Gesundheitssystem das ist, was unserer Gesellschaft gerecht wird. Neben dem Sparen an Personalkosten, dem „Aktienhandel“ mit Kassensitzen, sind es oft auch die Patient*innen und Kassen selbst, die darunter leiden, dass oft das Maximum an Abrechnungsmöglichkeiten ausgeschöpft wird. Praktisch gesehen wäre die Schaffung von genügend Kassinsitzen die fairste Lösung um behandlungsbedürftigen Patient*innen sowie Therapeut*innen gerecht zu werden. Da dieses Ziel schon seit Jahren ein stark umstrittenes Thema- und die Lösung nicht absehbar ist, wollen wir zunächst die oben genannten Ziele erreichen. 

Niklas L.
77,812 supporters
Petitioning Yvonne Gebauer, Dr. Joachim Stamp, Mehrdad Mostofizadeh, Verena Schäffer, Thomas Kutschaty

Deutsche Kolonialgeschichte & "Black History" sowie Anti-Rassismus in NRW unterrichten!

Die grausamen Morde an George Floyd und vielen mehr sowie die weltweiten Proteste danach haben uns wachgerüttelt. Rassismus tötet und zwar nicht nur in den USA. Auch in Deutschland werden Menschen mit Migrationshintergrund Opfer von rassistischer Gewalt und auch in Deutschland gibt es Alltagsrassismus - das wissen wir aus eigener Erfahrung. Rassismus verschließt Türen, Rassismus verletzt und Rassismus tötet, und das auch hier. Diskriminierungen, Beleidigungen und Angriffe gehören zum Alltag dazu. Ganz klar fehlt die Aufklärung und Prävention in der Schule. Es kann so nicht mehr weitergehen! Dieses Problem muss beim Namen genannt werden, damit so tiefsitzende Strukturen überhaupt entwurzelt werden können! Nur so kann eine funktionierende Gesellschaft entstehen. Es kann doch nicht sein, dass wir 10-13 Jahre zur Schule gehen und so viele Schüler*innen nichts über die deutsche Kolonialisierung wissen. Es gibt kaum eine Schule die Rassismus in die Tiefe thematisiert, dabei ist (Anti-)Rassismus eine Sache der Erziehung und Bildung, es fängt schon im Kindergarten an. Lehrpersonal begleiten ebenso Schüler ein Stück in ihrem Leben, haben Einfluss auf sie und tragen daher mit die Verantwortung aufgeschlossene und informierte Menschen auszubilden. Deswegen brauchen wir Platz für Aufklärungsarbeit und präventive Maßnahmen im Lehrplan an den Schulen in NRW. Wir möchten Solidarität lehren und Rassismus stoppen! Dafür müssen so früh wie möglich diskriminierende Strukturen entlernt werden.  FORDERUNG: Jede Landesregierung muss Lehrpläne – individuell, institutionell und strukturell – überarbeiten und Materialien zur Verfügung stellen sowie Lehrpersonal rassismuskritisch sensibilisieren. Anti-Rassismus muss in den Lernplänen der Pädagog*innen-Ausbildung. Bildungsinstitute müssen diskriminierungssensibel, machtkritisch und intersektional gestaltet werden. Es besteht der Bedarf einer Zugänglichkeit zu Antidiskriminierungsstellen in Schulen. Rassistische Denkmuster und eurozentrische Perspektiven müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wir wollen erreichen, dass Themen wie Königreiche, Sklaverei, Kolonialherrschaft, deutsche Migrationsgeschichte und Rassismus/Diskriminierung tiefer diskutiert werden. Es muss verpflichtend und zum festen Bestandteil der NRW Schulen werden. BIPOC-Expert*innen (z.B. Künstler*innen, Musiker*innen, Autor*innen, Wissenschaftler*innen) bzw. Initiativen müssen in die Schulen eingeladen werden. Quellen (z.B. Bücher) von BIPOC* müssen im Deutschunterricht, Geschichtsunterricht, usw. behandelt werden. Das Ziel der Unterrichtseinheiten ist es, Schüler/innen die Fähigkeit zum kritischen Denken und das notwendige Vokabular für ein tiefgehendes Verständnis der Diskussionen rund um Rassismus zu geben. Wenn Kinder schon früh mit dieser Thematik konfrontiert werden, ist es auch nichts fremdes mehr. Denn durch das Fremdsein kommt die “Angst” vor dem Unbekannten. Wir können uns auch sogenannte “African Days” sowie jährliche Projekttage zum Thema Rassismus für alle Klassenstufen in allen Schulformen vorstellen. Die Anforderungen um eine "Schule ohne Rassismus" müssen überprüft und erhöht werden. Diese jungen Menschen haben ein Recht und die Pflicht auf Wahrheit, damit sie zu verantwortungsvollen, bewussten und rassismus-freien Weltbürger*innen aufwachsen!   Rassismus muss endlich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen werden! Jede/r, egal welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht und welches Alter sollte sich gegen Rassismus stellen und das Thema enttabuisieren! Bitte unterzeichne diese Petition für Aufklärungsarbeit rund um das Thema Rassismus in NRW Schulen und hilft mit, diese Forderungen an die Politik in NRW heranzutragen und mit uns gemeinsam das Schulsystem zu verändern! Danke!  *BIPOC steht für Black, Indigenous and People of Color. Er dient als Begriff für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. ------- Diese Petition ist Teil der deutschlandweiten Bewegung #blackhistoryindeutschland. Alle Unterschriften der regionalen Petitionen laufen auf einen Unterschriftenzähler. Auf dieser Webseite sind alle Petitionen der verschiedenen Bundesländer zu finden: blackhistoryindeutschland-change.org

Eli Abeke
101,710 supporters
Petitioning Armin Laschet, André Kuper, Bodo Löttgen, Thomas Kutschaty, Christof Rasche, Landtag NRW, Josefine Paul

Not der Städte in NRW endlich beenden: Für Zukunftspakt & gleichwertige Lebensverhältnisse

Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ vertritt 37 Kommunen und mehr als sechs Millionen Menschen in NRW. Für sie fordern die Sprecher Dirk Glaser, Dr. Johannes Slawig und Jörg Stüdemann gleichwertige Lebensverhältnisse und eine angemessene Finanzausstattung. Wenn Städte nicht mehr gestalten können, droht unserer Demokratie Gefahr. Einwohner finanzschwacher Kommunen sind bei Klimaschutz, Bildung, Infrastruktur, Sozialem und Kultur benachteiligt. Das wollen wir nicht länger hinnehmen. Wir fordern für NRW einen Zukunftspakt, damit die Not der Städte ein Ende findet. Unsere Forderungen im Detail: Klimaschutz Die Städte und Kreise brauchen Investitionskraft, um vor Ort einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wenn sie zum Beispiel den CO2-Ausstoß öffentlicher Gebäude reduzieren, Innenstädte begrünen, den ÖPNV ausbauen und eine gute E-Ladeinfrastruktur aufbauen wollen. Bildung Familien in den Kommunen benötigen genügend Kita-Plätze und flexible Betreuungszeiten, einen attraktiven Ganztag und gute Lernbedingung in den Schulen mit moderner digitaler Ausstattung. Infrastruktur Straßen, Geh- und Radwege sollten frei von Schlaglöchern sein und den Bürgern passende Routen durch die Kommunen bieten. Zu einer guten Infrastruktur gehören auch ein flächendeckendes Glasfasernetz und die Anbindung aller öffentlichen Gebäude, der Gewerbegebiete und der Bildungseinrichtungen daran. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass auch die Ausstattung der privaten Haushalte mit schnellem Internet dringend geboten ist. Soziales Kein Kind darf ohne Schulabschluss die Schule verlassen und jede*r Schüler*in muss anschließend einen Ausbildungs- oder Studienplatz bekommen können. Ältere und eingeschränkte Menschen müssen in der Stadt barrierefreie Zugänge haben. Kultur Die Theater, Konzerthäuser, Museen und freien Szenen müssen so eingerichtet und ausgestattet sein, dass sie für ihre Besucher ein spannendes Programm bieten und den Anforderungen der Zeit entsprechend weiterentwickeln können. Das Land muss die Finanzausstattung der Kommunen mit eigenem Geld verbessern. Das heißt: 1.      Es muss sie bei den Kosten sozialer Leistungen entlasten. 2.      Es muss ihnen ermöglichen, ihre Altschulden spätestens in den nächsten 30 Jahren abzubauen und ihren Finanzbedarf durch vergleichbare Steuersätze zu sichern, statt wie aktuell zum Teil sehr hohe Gewerbesteuer- und Grundsteuerhebesätze verlangen zu müssen.   3.      Es muss Investitionen vor allem in den Bereichen Klimaschutz, Bildung und Digitalisierung ermöglichen. Danke für Deine Unterstützung dieser Forderungen. Bitte beachte: Wenn Du zum ersten Mal eine Petition bei change.org unterschreibst, musst Du Deine Mailadresse bestätigen, sonst kann die Unterschrift nicht gezählt werden. Dies ist über die Mail möglich, die Du nach der Unterschrift bekommst. Viele Grüße Die Oberbürgermeister*innen, Bürgermeister*innen, Landräte und Kämmerer*innen aus Bochum, Bottrop, Dinslaken, Dortmund, Dorsten, Duisburg Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Krefeld, Leverkusen, Löhne, Lünen, Moers, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Oberbergischer Kreis, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Solingen, Sprockhövel, Sundern, Kreis Unna, Voerde, Waldbröl, Werne, Wesel, Kreis Wesel, Witten und Wuppertal. Mehr zu unserem Anliegen findet Ihr auf Facebook, Instagram und Twitter.

Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" NRW
12,725 supporters
Petitioning Armin Laschet, Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, Armin Laschet, Thomas Kutschaty, Franziska Müller-Rech, Sigrid Beer

Gerechtigkeit für die NRW-Abiturient*innen 2021

AUS DEM SEPTEMBER 2020 Mein Name ist Franziska Marlene Schürken, ich bin siebzehn Jahre alt und befinde mich im letzten Schuljahr meiner schulischen Laufbahn. Aktuell befinde ich mich aufgrund eines einzelnen Corona-Falls an meinem Oberhausener Gymnasium in amtlich vorgeschriebener Quarantäne – vermutlich so, wie mehrere dutzend meiner Mitschüler*innen auch. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass sich so etwas ereignen wird. Vermutlich werden Teile meines Jahrgangs ganze Wochen an Präsenzunterricht verpassen – besonders jetzt, da die Maskenpflicht im Unterricht vom Land NRW wieder aufgehoben wurde und eventuelle Quarantänemaßnahmen sehr viel weitläufiger ausgeübt werden müssen. Ich frage mich, inwiefern die NEUN Tage, die uns an Vorlaufzeit vor unseren Abiturprüfungen im nächsten Jahr zugesprochen wurden, einen Ausgleich schaffen sollen. Neun Tage für sechs Monate Pandemie. Neun Tage für Frühjahrsunterricht ohne Standards oder Leistungskontrollen. Neun Tage für finanzielle Schwierigkeiten im Elternhaus, für vollständigen Entzug des Sozialgefüges, für weitere Quarantänemaßnahmen in den kommenden Wintermonaten. Neun Tage für den Abiturjahrgang 2021, der diese Pandemie im vollen Ausmaß miterlebt und mehrere Wochen für den Abiturjahrgang 2020, der gerade einmal unter ihren Anfängen leiden musste.Die Schulpolitik und vor allem die Abiturpolitik des Landes NRW ist nicht nur unverantwortlich gegenüber den Abiturient*innen, sondern auch vollkommen realitätsfern. Die Voraussetzungen des Zentralabiturs sind von meinem Abiturjahrgang in großem Sinne nicht zu erfüllen. Von keine*r*m meiner Mitschüler*innen habe ich bisher Zuversicht oder Selbstvertrauen in Bezug auf das kommende Abitur vernommen und mir geht es genauso.Trotz dieser Realität und dem Fakt, dass fast alle Kurse weit im Lehrplan zurückgefallen sind, besteht das Land NRW auf einem Zentralabitur, damit „eine vergleichbare Leistungskontrolle“ besteht. Für die Schulen, die auf Online-Unterricht per Video zurückgreifen konnten, ist das sicherlich annehmbar. Für meine Mitschüler*innen und mich – und sicherlich auch für tausende andere Jugendliche in NRW – die wochenlang Aufgaben in Einzelarbeit erledigen mussten, ist es das nicht. Der Unterricht von März bis Juli war in keiner Weise standardisiert und auch innerhalb der kommenden Monate wird aufgrund von lokalen Beschränkungen kein genormter Unterricht zu gewährleisten sein – wie kann man da ein standardisiertes Abitur verlangen?Daher fordere ich vom Land NRW: Tretet mit den Schüler*innen des Landes NRW in den Dialog! – Und zwar nicht nur mit Schüler*innen aus Düsseldorf, Köln und Münster, sondern auch aus strukturschwachen Städten wie Duisburg, Mülheim und Oberhausen. Die Möglichkeit eines dezentralisierten oder eines Durchschnittsabiturs muss unbedingt wieder Einzug in die politische Diskussion finden. Realistische Verschiebung der Prüfungen! – Wenn ein Zentralabitur stattfinden soll, dann ist es nicht zu verantworten, es nur neun Tage nach dem geplanten Termin stattfinden zu lassen. Die Maskenpflicht muss wieder eingeführt werden! – Nur zwei Wochen nach ihrer Aufhebung unterliegen einzelne Schüler*innen der Oberstufe meines Gymnasiums bereits Quarantänemaßnahmen. NRW sollte hier nicht auf das Handeln der anderen Bundesländer blicken, sondern für seine Schulen und seine Schüler*innen nach bestem Gewissen agieren. Ich bitte Sie darum, sich in die Lage der nunmehr fast volljährigen Schüler*innen in NRW zu versetzen. Monatelang waren wir von unserer gesellschaftlichen Aufgabe – uns zu bilden und uns auf unsere Zukunft als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft vorzubereiten – weit entfernt und aus unserem sozialen Umfeld herausgetrennt. Trotz allem schwebte und schwebt das Abitur, Sorge um unsere berufliche Zukunft und auch um unsere Gesundheit über uns. Inmitten der „größten Herausforderung nach dem zweiten Weltkrieg“, wie unsere Bundeskanzlerin es vor wenigen Monaten ausdrückte, erfüllen wir Bildungsvorgaben, erbringen Leistungsnachweise und hängen, was unsere Bildung und Karrieren angeht, in der Luft. Die Schüler*innen des Landes NRW befinden sich in einem Spagat zwischen Corona und Klausuren.Eine REVISION DER ABITURPOLITIK 2021 ist deswegen dringendst notwendig - sowohl zum Erhalt einer vergleichbaren Leistungskontrolle wie auch zur Ermöglichung von Chancengleichheit!  

Franziska Schürken
11,477 supporters
Petitioning Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, Armin Laschet, Thomas Kutschaty

Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte als Teil des Lehrplans an Schulen in NRW!

Die derzeitigen Zustände und Morde an George Floyd, Breonna Taylor, Ahmaud Arbery und vielen mehr sorgen für Erschütterung und Proteste weltweit. Auch in Deutschland ist Rassismus ein tief verankertes Phänomen, welches Menschen im alltäglichen Leben begleitet. Diskriminierungen, Beleidigungen und Angriffe gehören dazu. Ganz klar fehlt die Aufklärung und Prävention in der Schule. Deswegen fordern wir, dass deutsche Kolonialgeschichte und Anti-Rassismus Unterrichtsreihen fester Bestandteil des Lehrplans in Nordrhein-Westfalen werden!  Unsere heutigen und zukünftigen Schüler*innen sind die Zukunft und es kann nicht so weitergehen, dass wir in der Schule kaum was über die weltweite Problematik bezüglich der Rassismus- und Diskriminierungsgeschichten mitnehmen! Dieses Problem muss beim Namen genannt werden, damit so tiefsitzende Strukturen überhaupt entwurzelt werden können! Nur so kann eine funktionierende Gesellschaft entstehen. Diese Petition fordert: deutsche Kolonialgeschichte & Migrationsgeschichte kritisch aufarbeiten und lehren Anti-Rassismustraining für Schüler*innen und Lehrer*innen Anti-Rassismus als integrierte und regelmäßige Unterrichtseinheit einführen Quellen (z.B. Bücher) von BIPOC* müssen im Deutsch-, Geschichts- und Philosophieunterricht usw. behandelt werden verankertes Curriculum mit bestehenden weißen Vordenker*innen unter der Berücksichtigung ihrer (rassistischen) Weltbilder überarbeiten über institutionellen und systematischen Rassismus gegen BIPOC* und Menschen mit Migrationshintergrund aufklären eurozentristische Perspektiven aus dem allgemeinen Unterricht aufarbeiten und entfernen Zugänglichkeit zu Antidiskriminierungsstellen in der Schule Wir möchten Solidarität lehren und Rassismus stoppen! Dafür müssen so früh wie möglich diskriminierende Strukturen entlernt werden. Lehrer und Lehrerinnen spielen dabei eine große Rolle und können auf Anti-Rassismus aufmerksam machen und dafür sensibilisieren. Deswegen brauchen wir Platz für Aufklärungsarbeit und präventive Maßnahmen im Lehrplan an den Schulen in NRW. Hilf jetzt mit, diese Forderungen an die Politik in NRW heranzutragen und mit uns gemeinsam das Schulsystem zu verändern! *BIPOC steht für Black, Indigenous und People of Color. Er dient als Begriff für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen. ------- Diese Petition ist Teil der deutschlandweiten Bewegung #blackhistoryindeutschland. Alle Unterschriften der regionalen Petitionen laufen auf einen Unterschriftenzähler. Auf dieser Webseite sind alle Petitionen der verschiedenen Bundesländer zu finden: blackhistoryindeutschland-change.org

Bleranda, Janine, Yvonne, Kevin und Gerda-Maria
101,710 supporters
Petitioning Jens Spahn, Angela Merkel (CDU), Bundesrat, Thomas Kutschaty

Einbindung deutscher Fachhochschulen in das Psychotherapeutengesetz 2020

Die meisten Universitäten konnten zum Herbst 2020 ihre Psychologie-Bachelor Studiengänge so umstrukturieren, dass sie den Anforderungen des neuen Psychotherapeutengesetzes und der Approbationsordnung entsprechen.  Die Reform des Psychotherapeutengesetzes betrifft die Fachhochschulen insofern, als dass die Etablierung von polyvalenten Bachelorstudiengängen, die Studenten für den neuen Masterstudiengang *Klinische Psychologie und Psychotherapie* qualifizieren, oder gar zusätzliche Weiterbildungs-/ Nachqualifizierungsmöglichkeiten nach oder während des Bachelorstudiums an unserem Hochschultyp ausgeschlossen werden. Dadurch wird die Stigmatisierung und Diskriminierung deutscher Fachhochschulen aufrechterhalten. Der Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung in unserer Gesellschaft ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, nicht zuletzt durch die aktuelle Corona-Pandemie und dem daraus resultierendem Lockdown. Die Wartezeit auf einen Therapieplatz beträgt in Deutschland jedoch durchschnittlich 5 Monate oder länger. Betroffene sind in dieser Zeit häufig auf sich alleine gestellt und eine Verstärkung der Symptomatik nicht auszuschließen.  Quelle: https://www.vice.com/de/article/xdkby3/ich-bin-psychisch-krank-und-es-war-fast-unmglich-einen-therapieplatz-zu-finden Wir sind der Auffassung, dass Studenten an deutschen Fachhochschulen keineswegs benachteiligt werden dürfen. Denn schon heute kommt ein Großteil der derzeit in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen tätigen Psychotherapeut*innen von deutschen Fachhochschulen.  Nach einer Stellungnahme zur Neufassung des Psychotherapeutengesetzes durch den Präsidenten der Hochschule Nordhausen Prof. Dr. Jörg Wagner, wurden ,,[...]durch die Bologna-Reform Studienabschlüsse von Universitäten und Fachhochschulen gleichgestellt [...] und zum anderen auch durch einschlägige Urteile des Bundesverfassungsgerichts eine auf die wissenschaftliche Qualität abzielende Unterscheidung von Lehrenden und Forschenden an Universitäten und Fachhochschulen für nicht mehr zeitgemäß erklärt. [...] Gerade an Fachhochschulen arbeiten die Lehrenden, die Praxiserfahrungen haben und auch therapeutische Erfahrungen im Sozialarbeitsbereich. An den Universitäten müssten die existenten Psychologie-Professorinnen und -Professoren, die zum großen Teil noch keinen Kontakt mit Therapie hatten und sich vornehmlich auf wissenschaftliche Forschungim insgesamt sehr breiten Feld der Psychologie konzentriert haben, diese Aufgabe übernehmen.'' Die Ausgrenzung deutscher Fachhochschulen ist ein immenser Rückschritt!  So äußerten sich auch einige Vertreter*innen in einer Anhörung im Bundestag am 15. Mai 2019 zur neuen Reform: ,,Michael Borg-Laufs vertrat den Fachbereichstag Soziale Arbeit und damit die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Er erläutert, dass bisher 80% der Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeutinnen und -therapeuten an Fachhochschulen ausgebildet worden seien. Für das angewandte Arbeitsfeld Psychotherapie sieht er deren Ausbildung als besser geeignet an. Peter Thuy, Verband der Privaten Hochschulen, warnt vor einer Verknappung in diesem Bereich und wies auf Widersprüche zur Bologna-Reform hin, wenn ausschließlich ein Universitätsstudiengang Voraussetzung für die Weiterbildung sein soll. Helene Timmermann, VAKJP, äußerte sich im gleichen Sinne.'' Professor Michael-Borg Laufs äußerte sich zusätzlich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zur Ausgrenzung deutscher Fachhochschulen: ,,Dieser Ausschluss ist völlig unverständlich. Der entscheidende Punkt ist dabei gar nicht, dass wir eventuell ein paar Studierende verlieren könnten. Sondern die Tatsache, dass die Stärken der FHs auf diesem Gebiet komplett ignoriert werden. Den Nachteil haben nicht nur die FHs, sondern das Gesundheitssystem und die Patienten. [...] Quantitativ sind uns die Universitäten in der Forschung immer noch deutlich überlegen, das stimmt. Das liegt auch am höheren Lehrdeputat unserer Professoren. Forschung ist erst seit der Bologna-Reform ausdrücklich Auftrag der FHs. Ihre Forschungsleistung befindet sich seither im rasanten Aufschwung. Vor allem praxisorientierte Forschung. Und Psychotherapie ist ein Anwendungsfach. Die FHs würden das Studium enorm bereichern. [...] An den Universitäten sind fast alle Lehrstühle in klinischer Psychologie mit Verhaltenstherapeuten besetzt. An den FHs werden mehr verschiedene Therapieschulen gelehrt, systemische, personenzentrierte, tiefenpsychologische und psychoanalytische. Die Verfahrensbreite ist also viel besser sichergestellt. Wir haben ein breites lebensweltorientiertes, biopsychosoziales Verständnis von psychischer Störung, da sich bei uns nicht nur Psychologen, sondern auch Mediziner, Pädagogen, Soziologen damit beschäftigen. Psychische Krisen werden immer auch im Zusammenhang mit dem Hilfesystem, mit netzwerkorientierter Arbeit betrachtet, während an den Unis ein individuumszentriertes Bild von psychischer Störung vorherrscht. Und wir haben von jeher deutlich mehr Ressourcen, mit Patienten, die nicht aus der Mittelschicht stammen oder aus schwierigeren sozialen Lagen kommen, in Kontakt zu treten.'' Für das vollständige Interview, klicken Sie hier. Quellen: bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/Stellungnahmen_WP19/PsychThGAusbRefG/Hochschulen_Nordhausen.pdf https://www.bdp-verband.de/aktuelles/2019/05/kontroverse-standpunkte-zum-psychotherapeutengesetz.html Jeder vierte Deutsche ist jährlich von einer psychischen Erkrankung betroffen, das entspricht 17.8 Millionen Menschen. In Deutschland gibt es jedoch nur circa 26.000 psychologische Therapeuten. Mit steigender Tendenz der jährlich circa. 17.8 Millionen Erkrankten, führt dies zu teilweise extrem langen Wartezeiten für dringend benötigte Therapieplätze, da es nicht möglich ist, dass jeder Therapeut 670 Patienten betreut. Doch auch nicht erkrankte Menschen sind oft indirekt betroffen, da sich die Erkrankungen ihrer Mitmenschen häufig auf die Gesellschaft auswirken. Besonders benötigt wird Therapie in sozial schwächeren Schichten, parallel dazu wird allerdings die Möglichkeit Therapeut mit Kassenzulassung zu werden massiv erschwert. Quellen: de.statista.com/statistik/daten/studie/430234/umfrage/anzahl-der-psychotherapeuten-in-deutschland-nach-bundesland/ https://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=11069&token=a90390e76f0e00e7f914aef6a5b47f06e3cd5329 Wir fordern... ...die Möglichkeit, einen *Antrag auf Verlängerung* des [Psychologie-]Bachelors zu stellen, sodass dieser 7 statt 6 Semester umfasst, um fehlende qualifizierende Module und Prüfungen nachzuholen. ...eine anderweitige Möglichkeit für Studierende deutscher Fachhochschulen, die nach dem 01.09.2020 ihr Studium aufgenommen haben, sich für den neuen Masterstudiengang *Klinische Psychologie und Psychotherapie* zu qualifizieren. Einige Kommentare unserer Unterstützer*innen: ,,An FHs / HAWs wurden viele approbierte Psychotherapeut*innen als Profs berufen. Aufgrund wesentlich kleinerer Lerngruppen ist eine bessere Vorbereitung möglich." ,,Ich studiere aktuell an einer Hochschule, da mein 1,7 Abitur nicht für eine staatliche Universität ausgereicht hat. Mich betrifft die Veränderungen dieses Gesetzes und ich finde es unfair das Absolvent/innen mit dem gleichen Bachelor Abschluss in Zukunft unterschiedliche Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben." ,,Die Ausbildung an den Fachhochschulen ist nicht schlechter als an Hochschulen oder Universitäten. Die Ausbildung dort ist besser, weil deutlich mehr Praxisteile Bestandteil des Studiums sind. Mit Theorie UND Praxis verlassen die Studierenden das Studium, besser geht es nicht!"

Psych. Studenten
2,696 supporters
Petitioning Das Schulministerium, Yvonne Gebauer, Armin Laschet, Sigrid Beer, Franziska Müller-Rech, Thomas Kutschaty

Wir fühlen uns im Stich gelassen! Faire Abiturbedingungen NRW 2021

Seit März letzten Jahres waren wir, die Schüler*innen des Abiturjahrgangs 2021immer wieder im Distanzunterricht. Aus unserer Sicht ist ein Zentralabitur, wie es zur Zeit geplant ist nicht nur unfair, sondern faktisch nicht möglich. Wir fordern ein dezentralisiertes Abitur, da die fortschreitende Ausnahmesituation uns Schüler*innen sehr stark belastet und wir aufgrund unseres fehlenden Unterrichts nicht ausreichend vorbereitet sind, um die Abiturprüfungen zu schreiben. Wir wünschen uns, dass die Missstände in der Schule besonders bezüglich der Abschlussklassen anerkannt werden.Wir möchten Ihnen nun einmal schildern, welche Erfahrungen wir in der jetzigenSituation machen, wie wir damit umgehen und welche Forderungen darausresultieren. Dabei gehen wir auf die unfaire Benotung und Bewertung ein, dasLernen und Lehren im Unterricht der Corona-Zeit, die sich von Haushalt zuHaushalt unterscheidende technische Ausstattung, die psychosoziale Situation, die bisherigen Missstände im Präsenzunterricht und unsere Forderungen. 1. unfaire Benotung und BewertungAuch jetzt in der Pandemie bestimmt die Leistungsbewertung, wie bei jedemanderen Abiturjahrgang unsere Zukunft. Sie bestimmt, welche Möglichkeiten wirhaben werden uns bilden zu können, welches Studium wir wählen können. DieseLeistungsbewertung findet normalerweise auf der Grundlage von Unterrichtsstundenstatt. Diese fallen seit März 2020 vermehrt aus. Stattdessen befinden wir uns immer wieder im „Distanzunterricht“. Bei uns ist es nun aber so, dass wir uns seit Monaten die Unterrichtsinhalte selbst beibringen und uns die Themen autodidaktisch erarbeiten müssen. Darüber hinaus sind Online-Unterrichtsstunden bei uns nicht dieRegel. Dies wird scheinbar auch nicht zentral geregelt, sondern ist den Schulenselbst überlassen. Das Distanzlernen ist in keinster Weise mit dem Präsenzunterricht gleichzusetzen.Es sollte nicht der Willkür der Lehrkräfte unterliegen, wann und wieUnterrichtsstunden stattfinden. Wenn wir auf ein Zentralabitur hinarbeiten kann esnicht sein, dass der Online-Unterricht dezentral so unregelmäßig und von Schule zu Schule unterschiedlich stattfindet, dass in manchen Fächern keine richtige Grundlage zum Lernen existiert. Auch die Bewertungsgrundlage unterscheidet sichbei uns in jedem Fach: Das Feedback ist sehr lückenhaft und wir wissen nicht, wie unsere erarbeiteten Ergebnisse bewertet werden, da jede Lehrkraft dies anders handhabt.So heißt es nur: "Die beteiligten Lehrkräfte gewährleisten die Organisation desDistanzunterrichts und die regelmäßige, dem Präsenzunterricht gleichwertigepädagogisch-didaktische Begleitung ihrer Schülerinnen und Schüler." (ZweiteVerordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungengemäß § 52 SchulG, Paragraph 5). Dies ist auch für die Lehrkräfte eine Zumutung.Distanzlernen kann pädagogisch-didaktisch nicht mit dem Präsenzunterrichtgleichgesetzt werden.Wir haben unsere Stufe befragt, wie sie mit dem Distanzlernen umgehen und welche Sorgen sie haben. Dabei hat unser Mitschüler Felix folgendes geschildert:"Also bei mir verhält es sich wie beim ersten Lockdown, ich kann mich nicht an das Homeschooling gewöhnen und meine Noten verschlechtern sich dadurch drastisch. Ich flüchte mich automatisch in andere Dinge. Ich fühle mich diesbezüglich irgendwie handlungsunfähig, denn wenn ich mich mit Schule auseinandersetze werde ich extrem nervös und unkonzentriert. Als wieder Präsenzunterricht stattfand, kam ich wieder besser zurecht, trotz Pandemie. Ich verstehe, dass diese Art von Unterricht die einzige momentan mögliche ist, aber ich kann nicht verstehen, wie man das mit normaler Schule gleichsetzen und ebenso bewerten kann. Ich denke, das ist ein unfairer Nachteil gegenüber den Jahrgängen zuvor."Bei manchen Schüler*innen haben sich die Noten drastisch verschlechtert. Es wirddavon ausgegangen, dass die Aufgaben im Distanzlernen genauso gut zubewältigen sind, wie im Präsenzunterricht. Die Menge der zu bearbeitendenMaterialien ist sehr unterschiedlich und es gibt keine Vorgaben, wie viel gemacht werden muss u.o. kann. Dabei bleibt uns nicht ausreichend Zeit, um für das anstehende (Vor-)Abitur zu lernen.Ebenfalls ist nicht zentral geregelt, wie die Lehrkräfte uns hier unterstützen sollen.Daher mangelt es bei einigen an notwendiger Hilfestellung.Wir brauchen also ein anderes Bewertungssystem. 2. Lernen und Lehren im Unterricht der Corona-ZeitAufgrund des Distanzunterrichts und dem damit verbundenen autodidaktischenLernen können Unterrichtsinhalte nicht in dem Umfang erarbeitet werden, wie es imPräsenzunterricht erwartet wird. Dabei bleibt kaum Zeit um für die(Vor-)Abiturprüfungen zu lernen. Uns fehlt das Vergleichen und Austauschen vonLösungswegen. Das Lernen findet im Regelunterricht durch direkte Kommunikation, Dialoge und spontanes Beantworten von Fragen statt. Im Distanzlernen kommt es nur indirekt zu einem solchen Austausch. Nur auf Wunsch kann ein mündlicher Austausch stattfinden. Wenn es dann zu einer Videokonferenz kommt, werden dort meistens nur Fragen beantwortet. Das setzt voraus sich auf diese Konferenz vorzubereiten und die Inhalte bereits bearbeitet zu haben. So wird eine Videokonferenz nicht zu einem Element des Lernprozesses, sondern vergrößert zusätzlich das Aufgabenpensum. Zudem belastet uns die Tatsache, dass wir eben nicht genau wissen, ob wir die Inhalte richtig verstanden haben, da Videokonferenzen und Feedback nicht in jedem Fach angeboten werden. Es fällt uns schwer diese Ungewissheit zu bewältigen, da wir keine Zeit finden diese Probleme zu lösen. In vielen Unterrichtsfächern werden die Themen überflogen, da wir schon hinterher hängen, was die Folge hat, dass viele Schüler*innen nicht mehr mitkommen. So heißt es "Distanzunterricht ist dem Präsenzunterricht im Hinblick auf die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden der Schülerinnen und Schüler wie die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte gleichwertig." (Zweite Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 SchulG Paragraph 2, Absatz 3)In der gleichen Stundenzahl an Distanzunterrichtsstunden können jedoch lange nicht so viele Inhalte vermittelt werden wie im Präsenzunterricht. Gleichwertig sind sie in Hinsicht auf die Inhalte also nicht. Trotzdem wird von uns gefordert, die Inhalte so zu können, wie es in einem regulären Abiturjahr gefordert ist.Zusätzlich fehlt uns an dieser Stelle die Übung für das mündliche Abiturfach. ImUnterricht wird eigentlich geübt, an der Tafel zu stehen und dort die Fragestellungdurch Erläutern zu beantworten. Dieser Aspekt der mangelnden Vorbereitung lässtebenfalls nicht zu, die Prüfungen wie vorgesehen zu absolvieren.Die vorgesehenen zusätzlichen neun Tage intensiver Unterricht stehen in keinem Verhältnis zu dem Unterrichtsausfall und dem irregulären Unterricht. 3. Technische AusstattungObwohl Ihnen das Problem bewusst ist, dass in vielen Haushalten die technischeAusstattung nicht ausreicht, wird nicht genügend Rücksicht darauf genommen.Die technische Ausstattung entscheidet über den Zugang zu Unterrichtsinhalten.Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung, die Geld kostet. Zusätzlichbenötigt jede*r Schüler*in ein eigenes Endgerät. Dabei herrscht eineChancenungleichheit, auf der ein Zentralabitur nicht aufbauen kann. Finanziellschwache Familien sind hier definitiv vernachlässigt. Es wird auch hier den Schulen überlassen, sich um die technische Ausstattung der Schüler*innen zu kümmern. Das handhabt jede Schule anders. Das kann keine Voraussetzung für ein Zentralabitur sein.Unsere Mitschülerin Mia schildert: "Ich habe über Moodle eine Datei nicht öffnen können, dann wurde mir gesagt, dass ich es einfach nochmal versuchen soll. Als ich mein Problem konkretisiert habe und beschrieben habe, dass mein Handy so reagiert als hätte es keine Internetverbindung mehr und mir eine Fehlermeldung anzeigt, wurde mir gesagt ich solle doch einfach auf meinen Laptop ausweichen. Ich wohne aber mit neun anderen Leuten zusammen und wir haben nur einen Laptop. Ich finde es ehrlich gesagt nicht ok und fast schon unfair, dass davon ausgegangen wird, dass wir alle technisch super ausgestattet sind, obwohl das viele gar nicht sind. Bei mir im Haushalt ist es so, dass fast alle von uns gleichzeitig um 8 Uhr am Montag in eine Konferenz müssen oder zumindest mit dem Internet arbeiten müssen. Dem hält unser Wlan meistens gar nicht stand."An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Lernplattform Moodle und die KIKS-ChatApp oft nicht zuverlässig funktionieren und wir so zu Stoßzeiten oft nicht auf unsereLernmaterialien zugreifen können. 4. Psychosoziale SituationAuch die psychosoziale Situation der Abiturienten*innen bekommt nicht die benötigte Aufmerksamkeit. Eine zentrale Ursache für psychische Belastung ist, dass durch das Distanzlernen Schüler*innen gezwungen sind viel Zeit zu Hause zu verbringen. Daraus resultiert, dass Ausweichmöglichkeiten und die Schule als Zufluchtsort wegfallen. Diese Situation verstärkt Konflikte innerhalb des Haushaltes u.o. der Familie enorm. Der weggebrochene Kontakt zu Mitschüler*innen und Lehrer*innen führt zu Unsicherheit und erzeugt Angst, Panik und Verzweiflung. Durch den langanhaltenden Lockdown und den andauernden Winter, wird die Anzahl der möglichen Zufluchtsorte massiv geschmälert. Dies verschärft die psychische Belastung und raubt die Kraft zur selbstständigen Bearbeitung der Aufgaben. Seit Beginn des Distanzlernens kämpfen wir mit der Erwartung uns selber Strukturen zu schaffen, wobei wir diese Erwartung teilweise nicht umsetzen können. Wir befinden uns in einer außergewöhnlich belastenden Situation für alle Betroffenen und der Mangel an Verständnis und Unterstützung ist bedauerlich und hindert uns am Lernerfolg.Der unstrukturierte Alltag führt dazu, dass sich manche Schüler*innen gedanklich ununterbrochen in der Schule befinden. Das vorgegebene Konzept beinhaltet die Bearbeitung der Aufgaben nach Stundenplan. Jedoch werden die Abgaben dabei bis tief in die Nacht gelegt, wobei sich die Schüler*innen selbstverständlich nach den Abgabezeiten richten und über die normale Unterrichtszeit arbeiten, um die Aufgaben vollständig abzugeben.Es darf nicht der Anschein erweckt werden, wir würden das Distanzlernen mit Ferien verwechseln. Im Gegenteil, wir sind überlastet, blockiert und gelähmt, wenn das Aufgabenpensum nicht zu bewältigen ist. Die individuellen Fähigkeiten der Psyche und der Aufgabenbewältigung werden nicht berücksichtigt. Zu diesen individuellen Voraussetzungen gehören unter anderem die Fähigkeit zur selbstständigen Motivation und Art der Aufgabenbewältigung. Auch hier fehlt eine zentrale Regelung, wie psychisch überlastete Jugendliche unterstützt werden sollen.Die verschiedenen Voraussetzungen (Familienkonflikte, Zugang zu eigenemdigitalen Endgerät, Unterstützung der Eltern etc.) der Schüler*innen, die im geregelten Schulalltag oft ausgeglichen werden können, sind nun außer achtgelassen, trotz der andauernden Situation, die gerade diese unterschiedlichenVoraussetzungen extrem verstärkt.Nicht zu vergessen ist natürlich auch die emotionale Ebene der Psyche, die durchTodesfälle oder Erkrankungen an Covid-19 zusätzlich drastisch belastet wird. Es sterben immerhin Menschen, teilweise unmittelbar in unserem Umfeld. 5. Bisherige Missstände im PräsenzunterrichtUnsere reguläre Schulzeit der Qualifikationsphase würde normalerweise ca. 288 Schultage umfassen, doch durch den Lockdown im März und November hatten wir nur ca. 211 Schultage. Das bedeutet wir hatten insgesamt ca. 77 Tage lang keinen Präsenzunterricht (Stand Februar 2021). Um das in eine besser vorstellbare Perspektive zu bringen: Das gesamte erste Halbjahr aus 2019 (Q1) hatte nur um die 73 Schultage. Das bedeutet die Schüler*innen haben praktisch ein gesamtes Halbjahr im Distanzlernen verbracht.Nicht berücksichtigt sind hier die individuellen Quarantänezeiten der Schüler*innen.Bis jetzt wurde davon ausgegangen, dass für die Abiturient*innen desAbiturjahrgangs 2021 vom 18. Mai 2020 bis zum 26. Juni 2020, sowie vom 11.August 2020 bis zum 11. Dezember 2020 regulärer Präsenzunterricht stattgefundenhat. Dies ist eine falsche Annahme.Zum einen bestand der kurze Abschnitt vom 18. Mai bis zum 26. Juni ausirregulärem Präsenzunterricht, wobei die Schüler*innen der Oberstufe einenStundenplan hatten, der aus maximal 3 Stunden täglich bestand und teilweise freie Wochentage beinhaltete.Zum anderen wurden sehr viele unserer Mitschüler*innen von den Sommerferien2020 bis zu den Winterferien 2020 immer wieder teilweise mehrmals in Quarantäne geschickt, wobei die Organisation katastrophal war und nicht zentral geregelt wurde. Es hat bei uns immer wieder Unklarheiten und Missverständnisse gegeben, wie mit Schüler*innen in der Quarantäne umgegangen werden soll. Ob nun die Lehrkraft oder der*die Sitznachbar*in sich darum kümmern muss, dass der*die betroffene Schüler*in über im Unterricht besprochenes informiert wird. Mehrere Schüler*innen unseres Jahrgangs wurden vor lauter Verwirrung in der Organisation, trotz mehrfach versuchter Kontaktaufnahme mit Lehrkräften, wochenlang vernachlässigt bis komplett vergessen.Die Benotung war ebenfalls sehr problematisch, da die Schüler*innen imPräsenzunterricht einen Vorteil durch die mündliche Mitarbeit hatten und generell viel mehr mitbekommen haben. Dadurch entstand ein großer Nachteil. Trotzdem wurde in Klausuren der Unterrichtsstoff ohne Rücksicht erwartet. Dies gilt auch für die kommenden (Vor-)Abiturklausuren.Unsere Mitschülerin Paula schildert:"Ich war die zwei Wochen vor der Klausurenphase aus dem zweiten Quartal in der13 in angeordneter Quarantäne. Da habe ich vom Unterricht fast gar nichtsmitbekommen. Manche Lehrkräfte haben mir nicht mal eine E-mail geschrieben oderso. Von meinen Mitschüler*innen habe ich auch kaum Infos bekommen. Obwohl ichimmer wieder nachgefragt habe! Als ich dann wieder in der Schule war, musste ichdirekt alle Klausuren mitschreiben. In Mathe habe ich dann einfach mal eine 5geschrieben, obwohl ich da normalerweise 2 stehe."Des Weiteren wurden die Hygiene Maßnahmen von verschiedenen Lehrkräften sehrunterschiedlich durchgesetzt. Unser Schutz unterlag also der Willkür von deneinzelnen Lehrkräften. Dabei haben öfters jüngere Schüler*innen ihre Pausen ohneMaske in den fensterlosen Sportumkleiden verbracht, obwohl die jeweilige Lehrkrafteigentlich kontrollieren muss, ob alle Umkleiden verlassen wurden. Wenn man alsodirekt nach der Pause Sportunterricht hatte, musste man die "verschmutze Luft"einatmen.Dabei betonen wir, dass die Situation für die Lehrkräfte ebenfalls eine Belastung darstellt und vieles vom Ministerium nicht eindeutig geklärt wird. Wir möchten herausstellen, dass unsere Forderungen sich direkt an das Ministerium und nicht an individuelle Lehrkräfte und deren Fehler richten.Außerdem verbrachten viele jüngere Schüler*innen ihre Pausen auch in denVorräumen der Toiletten, da sie nicht in der November-Kälte draußen ihr Pausenbrotverzehren wollten.Dazu muss man sagen, dass die Kälte nicht nur unangenehm ist, sondern auchkörperlich anstrengend und man sich so in den Pausen nicht wirklich erholen kann.Darüber hinaus herrschte eine Unsicherheit und Verwirrung darüber, dass währenddes sehr hohen Inzidenz-Wertes und Schulschließung in anderen Stadtteilen,trotzdem Sportunterricht ohne Maske und in teilweise kleinen Räumen ohne Fensterstattgefunden hat. Das erweckte bei manchen das Gefühl, die Pandemie sei nichtweiter gefährlich. Dabei haben sich auch viele gefragt, warum Sportunterricht regulär stattfindet, aber Klassenfahrten ausfallen. 6. Unsere Forderungen: 1. Wir fordern also ein dezentralisiertes Abitur, da der Distanzunterricht eineunzureichende Grundlage für das Zentralabitur ist. 2. Wir fordern, dass die Abiturklausuren der Pandemie angepasst werden. Dieneun Tage und die Wahl aus vier statt drei Klausuren reicht nicht aus. 3. Wir fordern, dass die Möglichkeit eines Durchschnittsabiturs in die politische Debatte aufgenommen wird. 4. Wir fordern, dass ein Dialog mit uns Schüler*innen des Landes NRWaufgenommen wird. Wir fühlen uns im Stich gelassen und sind mit der Situation überfordert. WirSchüler*innen müssen nachvollziehen können warum welche Entscheidungengetroffen werden. Alle diese Entscheidungen betreffen uns direkt. Es wird über unsere unmittelbare Zukunft entschieden, ohne uns Schüler*innen teilhaben zu lassen. Wenn über unsere Köpfe hinweg entschieden wird, nimmt uns das ein grundlegendes Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Wir wollen Diskurs, Transparenz und Veränderung! Mit freundlichen Grüßen,Die Jahrgangsstufe 2021 derGesamtschule Rodenkirchen, unterstützt durch die Abiturjahrgänge:Max-Ernst-Gesamtschule,Willy-Brandt-Gesamtschule,Friedrich-Wilhelm-Gymnasium,Kaiserin-Augusta-Schule,Rhein-Gymnasium,Johann-Gottfried-Herder Gymnasium,Maximilian-Kolbe-Gymnasium,Gesamtschule Holweide,Erzbischöfliches St.-Ursula-Gymnasium Brühl,Gymnasium Kreuzgasse undPina-Bausch-Gesamtschule Wuppertal-Vohwinkel

Autorinnen des offenen Briefes
510 supporters
Das Fach Sozialwissenschaften darf nicht abgeschafft werden!

Wir alle kennen doch den Spruch: „Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben lernen wir”. Aber schon gar nicht lernen wir für eine Landesregierung. Deswegen ist es umso schlimmer, dass die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen das Fach Sozialwissenschaften einfach streichen möchte und durch reine Wirtschaftspolitik ersetzen möchte. Ich halte das für falsch. Ich selbst bin auf der Schule gewesen und habe Sozialwissenschaften sehr gerne im Unterricht gehabt. Ich hatte sogar einen Leistungskurs, und es war Abiturprüfungsfach bei mir. Und da habe ich festgestellt, wie wichtig dieses Fach ist. Es kommt nicht nur auf Wirtschaft an im Leben. Es kommt auf Politik an. Es kommt auf Soziologie an. Wir müssen den Kindern auch beibringen, wie gesellschaftliches Leben funktioniert. Das ist gerade in den heutigen Tagen viel viel wichtiger als das vielleicht noch zu meiner Schulzeit der Fall gewesen ist. Gerade jetzt ist dieses Fach besonders wichtig. Extremisten bedrohen unsere Gesellschaft von links und rechts, und es ist wichtig standhaft zu bleiben. Wir müssen die Schülerinnen und Schüler zur wehrhaften Demokratinnen und Demokraten ausbilden. Deswegen brauchen wir auch unbedingt weiter das Fach Sozialwissenschaften. #SOWIBLEIBT Video: SPD-Landtagsfraktion NRW

10 months ago
Gerechtigkeit für die NRW-Abiturient*innen 2021

Wir als SPD-Fraktion im Landtag NRW unterstützen die Petition Gerechtigkeit für die NRW-Abiturient*innen 2020. Bis heute fehlt seitens der Landesregierung ein umfassendes und innovatives Konzept an unseren Schulen in Nordrhein-Westfalen. Doch nicht nur die Abiturientinnen und Abiturienten, sondern all unsere Schülerinnen und Schüler aus jeglicher Schulform haben ein Recht auf Präsenzunterricht. Offene Schulen und Präsenzunterricht gehören ganz klar zu unseren Zielen, wobei erneute ungeplante Schulschließungen verhindert werden müssen. Hohe Infektionszahlen gefährden den Schulbetrieb und führen aktuell bereits zu Einschränkungen. Vermehrt bleiben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Schule fern. Schon vor Monaten haben wir Maßnahmen für einen sicheren Neustart in den Schulen unseres Landes auf den Tisch gelegt: Kooperation mit außerschulischen Lernorten, dazu Kurzstunden, flexible Startzeiten, feste Lerngruppen und Schichtbetrieb. Die Unterrichtszeit muss flexibler gestaltet werden. Dazu gehören dann vielleicht mehrere kürzere Pauseneinheiten und dies auf Abstand. Die ständig wechselnden Entscheidungen der Ministerin, wie beispielsweise zum Thema der Maskenpflicht im Präsenzunterricht und die Überlassung der vollständigen Verantwortung den Kommunen und Schulen, war alles andere außer verantwortungsbewusst. Die aktuelle Lage erfordert, die Situation stetig neu zu bewerten und die bestmöglichen Entscheidungen für unsere Schülerinnen und Schüler zu treffen. Es mangelt an entschiedener Führung und an nachvollziehbarer Kommunikation. Foto: SPD-Landtagsfraktion NRW

1 year ago
Chancengleichheit für junge Psychotherapeut*innen! Für eine fairere Kassensitzvergabe

Die aktuelle Krise zeigt, wie essenziell eine flächendeckende psychotherapeutische Versorgung für die Gesellschaft ist. In den 90er-Jahren wurde der Bedarf an Psychotherapie berechnet und darauf basierend die Anzahl von Kassensitzen für psychotherapeutische Praxen vergeben. Der Bedarf an Psychotherapie ist in den letzten 20 Jahren allerdings stark gestiegen – die Berechnungen seither nicht angepasst. Dieses veraltete System macht es insbesondere für Nachwuchspsychotherapeut*innen schier unmöglich, eine Praxis mit Kassensitz zu eröffnen oder zu übernehmen. Eine Praxis mit Kassensitz zu haben, bedeutet, für die Regelversorgung psychisch erkrankter Menschen zuständig zu sein und unkompliziert mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen zu können. Es gibt zu wenige Praxen mit Kassensitzvergabe trotz des hohen Bedarfs an Psychotherapie. Eine Neugründung oder eine Übernahme einer psychotherapeutischen Praxis ist an zu hohe Zulassungsbeschränkungen geknüpft. So müssen Patient*innen lange auf einen Therapieplatz warten und fachliche Ressourcen von hoch motivierten jungen Psychotherapeut*innen werden unnötigerweise nicht genutzt. Dieses System der Vergabe ist nicht mehr zeitgemäß, eine Reform dringend notwendig. Deswegen unterstütze ich als Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion sehr gerne die Petition für eine fairere Kassensitzvergabe für Psychotherapeut*innen, die eine Praxis gründen wollen. Foto: SPD-Landtagsfraktion NRW

1 year ago
Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte als Teil des Lehrplans an Schulen in NRW!

Wir als SPD-Fraktion im Landtag NRW unterstützen die Petition „Anti-Rassismus und deutsche Kolonialgeschichte als Teil des Lehrplans an Schulen in NRW". Die Bekämpfung des Antisemitismus muss in der Schulbildung stärker verankert werden, aber auch im Studium und Weiterbildung des Lehrpersonals. Dies kann als fester Bestandteil im Lehrplan und im Studiencurriculum auch in Form verpflichtender Angebote bei Fortbildungsmaßnahmen geschehen. Diese dürfen jedoch nicht auf die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer beschränkt, sondern sollten als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Das Schulministerium hat sich für die Einführung des Unterrichtsfaches Wirtschaft eingesetzt. Wir sprechen uns jedoch auch für die Stärkung der historischen und politischen Bildung im Lehrplan aus. Foto: SPD-Landtagsfraktion NRW

1 year ago
Beitragsfreie Kita-Plätze - für ganz Deutschland! #BeitragsfreieKita

Hallo! Mein Name ist Thomas Kutschaty. Ich bin der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Persönlich, aber auch im Namen unserer gesamten Landtagsfraktion darf ich sagen, dass wir die Petition zur Abschaffung der Kita-Gebühren unterstützen. Beitragsfreie Kitas gehören heute ins Leben. Viele Bundesländer haben uns schon vorgemacht, dass man so etwas machen kann. Nordrhein-Westfalen leider noch nicht. Und deswegen drängen wir auch die Landesregierung, das in Nordrhein-Westfalen zu machen. Und es muss eigentlich in ganz Deutschland beitragsfrei sein. Wenn wir immer sagen, die Kita gehört schon zur ersten Bildungseinrichtung in Deutschland, dann kann ich nicht verstehen, warum wir dafür noch Gebühren nehmen wollen. Denn wir treffen auch immer die Falschen. Es sind diejenigen mit ganz normalen geregelten Einkommen, die teilweise 10,15 oder 20% ihres Einkommens für Kita-Gebühren ausgeben müssen. Das ist wirklich zu viel. Und vergessen wir nicht, es geht um das Wertvollste, das wir haben: Um die Zukunft unserer Kinder. Denen müssen wir eine gute, eine beitragsfreie Kita bieten. Und deswegen unterstützen wir als SPD Nordrhein-Westfalen diese Petition. Profilfoto: SPD-Landtagsfraktion NRW

1 year ago
Not der Städte in NRW endlich beenden: Für Zukunftspakt & gleichwertige Lebensverhältnisse

Das Aktionsbündnis für die Würde unserer Städte hat zu der Petition Zukunftspakt für Nordrhein-Westfalen aufgerufen. Adressat sind der Ministerpräsident, aber auch die Landtagsfraktion im Düsseldorfer Landtag. Wir als SPD-Fraktion unterstützen diese Petition, denn es geht tatsächlich darum, gleichwertige Lebensverhältnisse in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Das ist längst nicht der Fall. Und gerade Kinder und Jugendliche merken das ganz besonders, in welcher Stadt, in welcher Gemeinde oder in welchem Kreis sie aufwachsen. Da gibt es finanzstarke und finanzschwache Kommunen. Und dementsprechend sehen auch die Schulen und Kitas aus. Dementsprechend entscheidet sich, gibt es ein Freibad noch länger, eine Bibliothek oder eine Kultureinrichtung. Das sind Zustände, die wollen wir so nicht akzeptieren. Es geht darum, dass jedes Kind, unabhängig von seinem Wohnort auch gleichwertige Perspektiven und Chancen hat. Und deswegen unterstützen wir diese Petition. Und ich darf alle herzlich bitten, auch diese Petition zu unterstützen. Profilfoto: SPD-Landtagsfraktion NRW

1 year ago