Topic

Gentrifizierung

6 petitions

Update posted 4 days ago

Petition to Uwe Bodemann, Fachbereich Planen und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Klaus Dickneite, Stefan Schostok, Ratsfrau Dr. Elisabeth Clausen-Muradian

Stoppt die Abholzung in Hannover!

Heute wenden wir uns als Bürgerinitiative Steinbruchsfeld an euch. Die Stadt Hannover plant die Bebauung des östlichen Steinbruchsfeld in Hannover Misburg und will dafür 1 Hektar Wald abholzen. Es ist für uns unverständlich warum die Stadt einfach so aus Profitgründen einen kompletten Wald und damit den Lebensraum für zahlreiche Tierarten, insbesondere Vögel und Fledermäuse zerstören darf. Um diesen Lebensraum zu schützen fordern wir von der Stadt Hannover die Änderung des Bebauungsplanes 1835 und den Schutz dieses einzigartigen Naturhabitates in Hannover Misburg! Zusätzlich soll dem Bauwahnsinn eine jahrzehntealte Schrebergartenkolonie weichen und ein Stück Kultur verschwinden. Warum soll schon wieder eine Kolonie für den Wohnungsbau der Stadt Hannover geopfert werden? An dieser Stelle fordern wir die Stadt auf diese Kolonie zu erhalten! Bitte unterschreibt und teilt unser Anliegen damit wir bei der öffentlichen Auslage des Bebauungsplans auf möglichst viele Unterstützer zählen können! Mehr Informationen findet Ihr auf www.steinbruchfeld.info english version: we need your help! To build up new houses the city of hanover wants to lumber 10000 square metres of forest and will remove the habitat of many species and kill the biodiversity here in our neighborhood. Please help us to stop this and sign and share our petition! Thanks my friends!

Bürgerinitiative Steinbruchsfeld
76,101 supporters
This petition won 2 months ago

Petition to Monika Herrmann, Andy Hehmke, Knut Mildner-Spindler, Clara Herrmann, Florian Schmidt

Rettet den Kiezcharakter in der Mainzer Straße! Gegen Totalverbot der Gehwegnutzung!

Liebe Anwohner/in, Liebe Nachbarn/in der Mainzer Strasse, Liebe Leute, Liebe Berliner! (english version below) Ab dem 26.6.2017 gilt in der Mainzer Straße das Totalverbot für die Gehwegnutzung durch Gewerbetreibende. Kein Geschäft darf mehr etwas auf die Straße stellen. Keine Stühle, kein Gemüse, keine Bücher… Als einzige Straße im ganzen Kiez... wieder mal wird die Mainzer geräumt!   W A R U M? Ende Juni läuft das letzte Sondernutzungsrecht zur Nutzung des Gehwegs für Gewerbebetreibende in der Mainzer Straße endgültig aus und wird seitens des Ordnungsamts nicht mehr verlängert. Davor mussten schon alle anderen Gewerbetreibenden, Gerds Buchladen, Binhs Gemüseladen, das Restaurant Fliegender Tisch und die Coffein Centrale dem Diktat des Ordnungsamtes kompromisslos folgen und bekommen keine Verlängerungen ihrer teilweise über Jahrzehnte bestehenden Genehmigungen. Die Mainzer ist nicht touristisch, es gibt auch keine Ruhestörung seitens der Betreiber, dennoch muss alles geräumt werden. Unsere Straße verliert an Charakter und Gemütlichkeit.  Die Möglichkeiten zur Nahversorgung, zur Unterhaltung, zum Austausch und das über zwei Jahrzehnte gewachsene Straßenbild sind akut gefährdet! Das wollen wir nicht. Denn: Wir wollen Leben in unserer Straße! Wir wollen draußen sitzen!   Wir fordern von Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann (B'90/Die Grünen), dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Knut Mildner-Spindler (Die Linke) sowie von den Bezirksstadträten Andy Hehmke (SPD), Clara Herrmann (B'90/Die Grünen) und Florian Schmidt (B'90/Die Grünen):  1. Die Schaffung von Ausnahmeregelungen für die Nutzung des Gehwegs durch Gewerbetreibende in Straßen wie der Mainzer Straße, in denen de facto ein Totalverbot der Gehwegnutzung durch Gewerbetreibende droht.2. Die Vornahme von Einzelfallüberprüfungen für die Nutzung des Gehwegs durch Gewerbetreibende unter Berücksichtigung von - zum Teil Jahrzehnte lang bestehenden - urbanen, soziokulturellen und Nachbarschaftsstrukturen.3. Die Laufbahn des Gehwegs zu unseren Gunsten neu zu definieren und die Nutzung des Gehwegunterstreifens als Möglichkeit zum Ausweichen in der Mainzer Straße in Betracht zu ziehen, so wie es zum Beispiel in Charlottenburg-Wilmersdorf der Fall ist.4. Die Errichtung von Zweiradstellplätzen zur Verbesserung der Gehwegsituation.5. Wenn diese Ausnahmeregelungen nicht erteilt werden, fordern wir einen Umbau der Mainzer Strasse & die Verbreiterung der Gehwege !  6. Schaffung von neuen Stellen im Bezirksamt für die Verbesserung der Kommunikation mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden und für den direkten gegenseitigen Austausch von Informationen und Wünschen der Anwohner und der Behörden. Bitte unterschreibt die Petition & unterstützt uns gegen diese sinnlose Bürokratie des Bezirks- und Ordnungsamts!   Folgt uns auf Facebook: https://www.facebook.com/Kiezcharakter/ ENGLISH VERSION FROM JUNE 26TH NO RESTAURANT, BAR OR SHOP IN THE MAINZER STRASSE IS ALLOWED ANYMORE TO USE THE SIDEWALK IN ANY WAY! THAT MEANS NO TABLES, NO CHAIRS, NO VEGETABLES ,FRUITS & NO BOOKS OUTSIDE THE SHOPS! NOTHING! IN OTHER WORDS, WE ARE NOT ALLOWED TO HAVE A COFFEE IN THE STREET. WE DON´T ACCEPT THIS. IT KILLS OUR NEIGHBOURHOOD, THE STREETLIFE AND OUR QUALITY OF LIFE! PLEASE SIGN THE PETITION! LINKS PRESSE: BZ vom 9.6.2017 http://www.bz-berlin.de/berlin/friedrichshain-kreuzberg/friedrichshain-keine-stuehle-tische-gehwegen Kurier vom 9.6.2017 http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/streit-um-strassencaf%C3%A9-verbot-sommeraufstand-in-der-mainzer-strasse-27762702  

KIEZ CHARAKTER
30,232 supporters
This petition won 2 years ago

Petition to Gemeinderat Mannheim

JUZ bleibt! Für den Erhalt des Jugendzentrums Friedrich Dürr in Mannheim

Die CDU Mannheim will das JUZ schließen lassen! (English version below)Die CDU wird Anfang nächster Woche (11.-13.12) einen Antrag in die Haushaltsberatungen des Gemeinderats einbringen, in dem sie fordert, die Zuschüsse und den Mietvertrag für das Jugendzentrum (JUZ) zu kündigen. Das JUZ Mannheim besteht schon seit 1973. Seither haben im JUZ Generationen von Jugendlichen gefeiert, das JUZ eigenverantwortlich organisiert, sich basisdemokratisch gestritten, eigene Ideen entwickelt und umgesetzt und sich dabei selbst persönlich und politisch weiterentwickelt. Unzählige Mannheimer*innen wurden durch diese in Mannheim einzigartige Institution geprägt und wären ohne das JUZ nicht die zivilgesellschaftlich Engagierten oder künstlerisch Tätigen die sie sind. Das JUZ organisiert sich basisdemokratisch und folgt dem pädagogischen Konzept der Selbstverwaltung. Das heißt unter anderem, dass Entscheidungen von den ehrenamtlichen Jugendlichen im Konsensprinzip getroffen werden und dass das Programm und die Ausrichtung des JUZ von diesen JUZ-Aktiven geplant und gestaltet wird. Partizipation und Mitbestimmung stehen also zentral im Konzept des JUZ. Das Programm des JUZ reicht dabei von Konzerten über Partys, dem Freiraum-Café, dem sozialpädagogisch betreuten Café-Welcome für junge Geflüchtete, politischen Informationsveranstaltungen, Deutschsprachkurse für junge Geflüchtete uvm. und spricht damit Jugendliche nicht nur aus Mannheim an. Die CDU begründet den Antrag damit, dass das JUZ ein Hort für "linksextreme Gewalttäter*innen" sei. Dies versucht sie mit aus dem Kontext gerissenen und schlichtweg falschen Behauptungen über das JUZ und seine Aktiven zu belegen. Zum Beispiel wird die wöchentlich stattfindende Vollversammlung, bei der Dinge, wie der Putzplan und das Rausstellen der Restmülltonne organisiert werden, als regelmäßiges linksextremistisches Ereignis bezeichnet. Wir empfinden das Einstehen gegen menschenverachtende Einstellungen, wie Rassismus, Sexismus oder Homophobie, als unsere Zivilgesellschaftliche Pflicht und nicht als "linksextremen Aktivismus". Wir als aktive JUZis finden es beschämend, dass die Antragssteller*innen sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, uns auf ihre „Erkenntnisse“ anzusprechen und in Dialog mit uns zu treten. Wir finden, dass wir das von Politiker*innen unserer Stadt verlangen können, die eine Einrichtung schließen wollen, die seit 44(!) Jahren gute Jugend und Kulturarbeit betreibt. Wir fordern vom Gemeinderat der Stadt Mannheim gegen den Antrag auf Streichung der Fördermittel zu stimmen.*****English version***** JUZ is here to stay! For the continuity of the youth center Friedrich Dürr in MannheimThe CDU Mannheim wants to close down the JUZ! At the beginning of next week (11.-13. of december) the CDU (German’s center-right Christian-Democratic Party) will present a motion in the district council budget debate in which it demands to terminate the subvention and tenancy agreement for the local youth center “Jugendzentrum in Selbstverwaltung Friedrich Dürr” (JUZ)JUZ Mannheim already exists since 1973. Since then, many generations have run the youth center on their own terms and responsibility, discussed and made decisions under a basic democratic scheme, developed and put their own ideas to practice, celebrated together and, along this process, further developed themselves personally and politically. Countless inhabitants of Mannheim and its surrounding region have been influenced by this singular institution and would not have come to be the social and artistically engaged individuals that they are now without it.The JUZ functions according to a basic democratic scheme and follows the pedagogic concept of self-administration. This means, among other things, that all decisions of the young people volunteering at the juz are taken after reaching a consensus and that the program and organisation of the center is designed and arranged by themselves. Participation and co-determination therefore play a central role in the concept of the center.The program of the center includes concerts and parties, a safe space Café, free German courses for young immigrants, as well as a weekly “Café-Welcome” tutored by a social educator, political informative events and talks, bike workshops, sports and many more activities, which speak to and engage the youths in and around Mannheim.The CDU justifies its petition claiming that the JUZ is a hotbed for “extreme left violent criminals” and attempts to do so by means of assertions about both the JUZ and its volunteers which are either completely torn out of their context or simply false. For example, describing the center’s weekly meeting (in which daily matters as the cleaning schedule or trash disposal are discussed) as a regular extreme left happening. We consider standing against discrimination such as racism, sexism or homophobic behavior our duty in the civil society and not “extreme left” activism.We, active youths of the Juz, find it shameful that the authors of this document not even once have made the effort to approach us and let us know about their “realizations”, searching a dialog with us instead of confronting us directly with their petition. We think that at least this is something that can be expected from the political representatives of our city, if they intend to close down a facility that has been providing good youth and cultural work for the last 44(!) years.For all of these reasons, we demand Mannheim’s city council to vote against the application to cancel the founding for the youth center Jugendzentrum in Selbsverwaltung Friedrich Dürr (JUZ).  

Jugendzentrum Friedrich Dürr Mannheim
11,181 supporters
Update posted 1 year ago

Petition to Angela Merkel (CDU), Angela Merkel, Manuela Schwesig, Ralf Drescher, Angela Merkel

Prora: Stopp des Ausverkaufs der Geschichte – Prora braucht Kultur!

Geplantes KdF-Bad /DDR-Großkaserne – Stopp  des Ausverkaufs der Geschichte  – Prora braucht Kultur! Herr Landrat Ralph Drescher, Herr Ministerpräsident Erwin Sellering,  Frau Bundeskanzlerin  Dr. Angela Merkel:  Erhalten Sie die einmalige Historizität des letzten Gebäuderiegels von Prora (Block V)! An einem der schönsten Strände im Osten der Insel Rügen erhebt sich der Koloss von Prora. Ursprünglich von den Nationalsozialisten als Seebad geplant, ließ die Rote Armee die Rohbauten  teilweise zerstören und ab 1949 fünf Blöcke zur größten Militärkaserne der DDR ausbauen. Zwischen 1949 und 1989 war der geheime Ort hermetisch abgeriegelt und auch auf keiner Landkarte verzeichnet. Nach 1990 öffneten sich die Tore. Künstler und Kreative eroberten das frei zugängliche Naturparadies.           l    Seit wenigen Jahren drehen sich die Baukräne abermals. Inzwischen werden vier der erhalten gebliebenen Blöcke mit Luxuswohnungen und Hotels überbaut. Die Beseitigung einmaliger Geschichtsspuren sowie  die  Zerstörung der  Umwelt  werden hingenommen. Privatwege  und -strände drohen den Koloss weiten Teilen der Bevölkerung zu entziehen.     In Prora-Ost  folgte dem Kahlschlag in der Natur die Einzäunung erster Dünenareale. Die DDR-Geschichte wird verschwiegen, einstige KdF-Planungsspiele werden allenfalls marketingstrategisch eingesetzt. Einzig Block V blieb bislang in öffentlicher Hand. Das authentische graue Ruinenantlitz blieb erhalten. Drei der elf Lichthöfe berherbergen seit 2011 die Jugendherberge Prora, die restlichen Abschnitte stehen leer. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte beginnt gerade erst; im Nachgang wurden etliche Relikte der DDR-Geschichte sowie das Antlitz als denkmalwürdig erachtet. [1] Doch auch dieser Block mit freiem Zugang zum Strand soll nun in einem Hauruck-Verfahren privaten Seebad-Interessen geopfert werden. Diese Form der „Aufwertung“ ist nicht hinnehmbar! Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift. Den Forderungskatalog finden Sie am Ende des Textes.                                      Hintergrund: Wie kein anderer Block steht dieser Abschnitt für die deutsch-deutsche Geschichte.  Von hier aus nahm die heimliche Aufrüstung in der Geschichte des Kalten Krieges ihren Lauf. Soldaten rückten zur Niederschlagung des Volksaufstandes sowie zum Mauerbau nach Berlin ab. In den 1980er Jahren entwickelte sich Block V zur „Brutstätte oppositioneller Gedanken“. Waffenverweigerer der größten Einheit für sog. Bausoldaten der DDR deckten hier erstmals den Wahlbetrug bei einer Kommunalwahl (1984) auf. Generell galten die Bausoldaten als „feindlich-negative“ Kräfte; Schikanen bestimmten ihren Alltag. [2]  Andererseits stehen die Spuren in diesem Block für die Wegbereitung der Friedlichen Revolution und nicht zuletzt auch für die Nischen der DDR-Gesellschaft. In jüngerer Vergangenheit wurde der Platz zu einem freien Festival- und Begegnungsort für Jugendliche vieler Nationen.   2010 bekannte sich das Land Mecklenburg-Vorpommern nach jahrelanger Überzeugungsarbeit durch Denk-MAL-Prora (eine Initiative ehemaliger Bausoldaten und Sympathisanten www.denk-mal-prora.de) zu einem Bildungszentrum neben der Jugendherberge mit Berücksichtigung der NS- sowie auch der  DDR-Geschichte in erhaltenswerten Fluren und Zimmern, darunter ein authentischer Gemeinschaftsraum mit historischer Wandmalerei. Das ist Geschichte zum Anfassen! [3] Dem  ungeachtet hat der Landkreis Vorpommern Rügen am 2. Mai 2016 den  Verkauf mehrheitlich beschlossen. Damit droht sich an Block V zu wiederholen, was in weiten Teilen der Anlage bereits besiegelt ist. Block V  muss ein frei zugänglicher Ort und ein Ort der Kreativen bleiben: Bei einem Festival 2003 sprachen sich angeblich mehr als 15.000 Jugendliche für eine Jugendherberge  aus.  Daraufhin ging der Block für den symbolischen Euro vom Bund an den damaligen Altkreis Rügen, der mit Bund, Land und Mitteln der EU die Jugendherberge  Prora (2011) errichtete – allerdings in einer um die Hälfte  verkleinerten Dimension und ohne das vorgeblich geplante Bildungszentrum.  Drei der sich anschließenden Lichthöfe gehörten jedoch  zum ursprünglichen Konzept des  Jugendzentrums. Somit blieben wesentliche Impulse schon damals zugunsten einer Luxussanierung der Herberge auf der Strecke. Damit gab der Jugendherbergsbau – gefeiert als das Initial für die Wiederbelebung Proras – die fatal einseitige Entwicklung des Ortes vor. Geradezu obszön wäre es, wenn diese drei Höfe am Ende nun ebenfalls gewinnbringend verkauft und unter Ausverkauf der Geschichte reinem Gewinnstreben unterworfen würden.                                                                                                                        Endgültig verloren ginge der Charakter des Mahnmals zweier Diktaturen. Verloren wäre die letzte Chance, politische Fehler in der Beurteilung dieser symbolträchtigen Anlage geradezurücken. Der Geschichtsfälschung infolge der anhaltenden einseitigen Bewertung des heutigen Ortes als „ehemaliges KdF-Bad“, die Leugung hunderttausender DDR- und Nachwende-Biografien zugunsten des Kapitals, wäre eine der Folgen. Die mögliche Abriegelung des Strandes und größere Privatzonen wären andere.  Die mit Steuermitteln geförderte Wiederherstellung des „schönen Scheins des Nationalsozialismus“ unter Missachtung der tatsächlichen Geschichte zugunsten kapitalkräftiger Minderheiten verkehrt die Aufgabe des Denkmalschutzes in sein Gegenteil. Und dies im Wahlkreis der Bundeskanzlerin, die die bisherige Entwicklung mitzuverantworten hat!                                                                                     Frau Merkel und Herr Drescher verhökern sie nicht unsere Geschichte! Wir fordern:1. –  Die Ausgliederung des mittleren Abschnittes des Blockes V (drei Lichthöfe) aus den Kommerzialisierungsabsichten des Landkreises und Verkauf für einen symbolischen Euro an (in der Pflicht stehend) Bund oder Land oder aber in geeignete private Hand, und zwar in transparentem Verfahren, sowie die Umsetzung des Bildungszentrums zu den Diktaturen des 20. Jahrhunderts unter Berücksichtigung bislang bewahrter baulicher Spuren als Lernort zur Geschichte. Die Etage mit dem geschützten Gemeinschaftsraum ist als ehemaliger Kasernenflur (mit einem Unterkunftsraum zur Ansicht) sowie dem dazugehörigen Waschraum und den Bekeidungskammern zu rekonstruieren, um wenigstens an einer Stelle in Prora die reale Geschichte des Gebäudes transparent zu machen.  Die ausgewogene Darstellung (geplantes KdF-Bad/Großkaserne) ist zu garantieren.  2. – die Schaffung der Voraussetzung für eine finanziell sich selbst tragende Kultur- und Kunstmeile, die sich an das Bildungszentrum anschließt und das historisch gewachsene bauliche Antlitz bewahrt, mit buntem Leben füllt und Festivals weiterhin ermöglicht, 3. – die Gewährung der Partizipation am Gestaltungsprozess für all jene, die sich an dieser Stelle konstruktiv einbringen und engagieren wollen. Prora muss ein Ort zur Auseinandersetzung mit der persönlichen Freiheit und Demokratie bleiben! Prora muss ein Ort der Vielfalt sein! Rügen braucht attraktive Plätze für die Jugend!  [1] Stefan Wolter: Prora – Inmitten der Geschichte, Bd. 1 und  2, 2015. [2] Ebd. und Prora-Zentrum (Hg.): Waffenverweigerer in Uniform, 2011. Speziell zum südlichen Teil des  Blocks, der verkauft werden soll: http://www.denk-mal-prora.de/GeschichteProra-BlockV.pdf  [3] Zur Geschichte des  Wandgemäldes:  Stefan Wolter: Das geht nicht! Eine Wandmalerei als Symbol des Widersetzens, in:  Prora-Zentrum (Hg.): Waffenverweigerer in Uniform, 2011, S. 49-65: http://www.denk-mal-prora.de/Waffenverweigerer_in_Uniform1.pdf      

Denk-MAL-Prora: Dr. Stefan Wolter (Historiker), Anett Hannemann (Rüganerin), Markus Georg Reintgen (Fotokünstler)
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