

Der WWF hilft beim Kampf gegen die Wilderei! Das ist gut so! Aber er billigt die Trophäenjagd!
Es erscheint uns widersinnig, dass eine Organisation, die sich dem Schutz der wildlebenden Tiere verschrieben hat, Jagdtourismus und Trophäenjagd gutheißen könnte. Das Argument, mit kontrollierter Jagd zum Artenschutz beizutragen, wird durch die Realität ad absurdum geführt: Die Trophäenjäger schießen natürlich oftmals nicht nur die alten und schwachen Tiere, sondern kräftige, imposant aussehende Tiere in den besten Jahren. Damit wird der genetische Pool der ohnehin bedrohten Arten nachhaltig geschwächt, ein weiterer Beitrag zu ihrem Niedergang. Mit dieser Art der „Selektion“ wird kein Artenschutz betrieben!
Der Handel mit „antikem“ Elfenbein ist in der EU und in Deutschland weiterhin legal - ein praktisches Schlupfloch, um Tonnen frisch gewilderter Stoßzähne zu waschen und sie nach Asien zu exportieren.
Zahlreiche Länder appellieren an die Europäische Union, den Elfenbeinhandel zu beenden und den Inlandsmarkt für Trophäen zu schließen, um einen durch Wilderei und Trophäenjagd verursachten Rückgang der Elefantenpopulation aufzuhalten. Die Schließung von Elfenbeinmärkten in ganz Europa könnte ein Meilenstein für die Rettung afrikanischer Elefanten sein.
Wir würden es sehr begrüßen, wenn auch der WWF diese Position teilt und gegenüber der nationalen, europäischen und internationalen Politik mit der ganzen Macht seiner Organisation vertritt. Wir sind überzeugt, dass der WWF es in der Hand hat, bedrohte Tierarten zu schützen!