Liebe Unterzeichner, ich bedanke mich herzlich für Ihre Unterschriften. Meine Bitte: Teilen Sie die Petition weiterhin. Wir wollen unserer Forderung an den WWF mit noch mehr Unterschriften Nachdruck verleihen!
Eine neue Anfrage an die Bundesregierung hat ergeben, dass alleine in 2018 offenbar 48 Elefanten von deutschen Spaßjägern getötet wurden. Auch in Conservancies in Namibia, die via Nasco vom WWF unterstützt werden.
Ausverkauf geschützter Tierarten an Hobbyjäger
2018 hat das Bundesamt für Naturschutz die Einfuhr von 197 „Jagdtrophäen“ von Tierenarten wie Elefanten genehmigt, die als besonders bedroht gelten.
Das ergab eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) an die Bundesregierung. Unter den eingeführten Trophäen befinden sich Körperteile von 92 Tieren akut vom Aussterben bedrohter Arten, darunter
Afrikanische Elefanten (48)
Leoparden (31)
Geparden (8)
Breitmaulnashörner (3).
Weitere Tierarten, die nur für die Trophäe getötet wurden, sind Flusspferde (34),Löwen (17) Eisbären (4).
Wir fordern ein Importverbot solcher Trophäen.
86 % der Deutschen haben sich gegen dieses Vorgehen ausgesprochen.
In Deutschland ist das Töten von Tieren alleine für die Trophäe verboten und verstößt gegen Paragraf 17 Nummer 1 des Tierschutzgesetzes, da es durch keinen „vernünftigen Grund“ im Sinne des Gesetzes zu rechtfertigen ist.
Daneben kann nicht von „Waidgerechtigkeit“, also vermeintlich verantwortungsbewusster oder gar tierschutzgerechter Jagd, gesprochen werden.
In vielen anderen Ländern ist die Tier- und Naturschutzgesetzgebung aber nicht ausreichend. Die Aussicht auf das Geld zahlungskräftiger Jäger macht es vielerorts noch immer möglich, seltene Tiere auf unterschiedlich brutale Weise zum Trophäenerwerb zu töten. Allein in Afrika erlegen 18.000 Großwildjäger aus dem Ausland jedes Jahr über 100.000 Wildtiere.
Für die Gier nach einer besonderen Jagdtrophäe reduzieren Trophäenjäger die Tierbestände in erheblichem Ausmaß.
Aus einer wissenschaftlichen Studie über die Jagd auf Löwen in Tansania geht beispielsweise hervor, dass die legale Trophäenjagd – und nicht etwa Wilderei oder der Verlust von Lebensräumen – der Hauptfaktor für den deutlichen Rückgang der Wildtiere ist.
Trophäenjagd ist kein Artenschutz
Die immensen Summen, die Hobbyjäger für eine Jagdreise ausgeben, landen nicht bei der armen Bevölkerung oder bei einer Nationalparkverwaltung, sondern fast ausschließlich in den Taschen der Reiseveranstalter und Jagdfarmbesitzer. Aus einer Wirtschaftsanalyse der Trophäenjagd in Afrika geht hervor, dass gerade einmal 3 Prozent der Einnahmen durch Trophäenjagden bei der lokalen Bevölkerung ankommen. Aus wirtschaftlicher Sicht spielt der Jagdtourismus in den meisten Ländern nur eine unbedeutende Rolle. In Namibia beispielsweise trägt die Trophäenjagd gerade einmal 0,27 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei, der Naturtourismus hingegen 4,2 Prozent.
Der größte Teil der Touristen möchte eine intakte Tierwelt sehen – davon profitiert auch die Bevölkerung langfristig.
Quellen:
Antwort der Bundesregierung, Drucksache 19/6961
Packer C., Brink H., Kissui B.M., Maliti H., Kushnir H. & Caro T. (2011): Effects of Trophy Hunting on Lion and Leopard Populations in Tanzania. Conservation Biology. Volume 25, Issue 1, p. 142–153.
Campbell, R. (2013): The $200 million question – How much does trophy hunting really contribute to African communities? Economists at Large Pty Ltd. Melbourne, Australia.
https://www.lilongwewildlife.org/trophy-hunting-resources/

