Freilassung von 3 Mio Uighuren, um einen Coronavirusausbruch in den Lagern zu verhindern

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich aufgrund des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus einen internationalen Notstand ausgerufen müssen.
Seit dem 15. Februar 2020 hat der Ausbruch des Coronavirus zum Versterben von mindestens 1500 Menschen geführt, mehr als 70.000 weitere Menschen in China und 20 anderen Ländern  - unter anderem Deutschland - gelten als infiziert.
Die globale Reaktion auf den Virus ließ nicht lange auf sich warten: Viele Länder setzten An- und Abreiseverbote nach China um, evakuierten ihre Bürger, führen Virenüberprüfungen an Flughäfen durch und ergriffen weitere Vorsichtsmaßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Die Zahl der bestätigten Fälle in der Uiguren-Region in China, die vom Staat „Xinjiang“ genannt wird,  steigt mit jedem Tag stetig an und stellt insbesondere aufgrund der dutzenden großen Arbeits- und Internierungslager ein großes Risiko für Massenausbrüche und damit verbundene Todesfälle dar. In den Lagern sind die Millionen inhaftierten Menschen - die größtenteils der uigurischen, kasachischen und tatarischen Minderheit angehören - aufgrund von prekären hygienischen Bedingungen sehr viel anfälliger für Krankheiten und Infizierungen im Allgemeinen. Ein Ausbruch des Coronavirus in den Lagern könnte zum Tod von hunderttausend unschuldigen Menschen führen. Diese Gefahr darf nicht ignoriert werden!
Momentan gibt es kein Impfmittel gegen das Virus, das sich von Mensch zu Mensch überträgt. Bei Infizierten liegen nicht zwingend Krankheitssymptome vor, sodass eine Infizierung oft relativ spät festgestellt wird. Kinder, Ältere, bereits Kranke und solche mit einem schwachen Immunsystem sind besonders vulnerabel. Wenn die Internationale Gemeinschaft es nicht schafft, die Volksrepublik China unter Druck zu setzen, damit  angemessene Maßnahmen ergriffen werden, um Ausbrüche in der Region zu verhindern, wird die systematische Verfolgung und Unterdrückung der in Xinjiang lebenden Uiguren eine ganz neue Dimension annehmen.

Augenzeugen berichten über menschenrechtsverletzende Bedingungen in den Camps, wie zum Beispiel Überfüllung, Hunger, Zwangsarbeit, sexuellen Missbrauch und Folter. Diese stellen neben den bereits erwähnten mangelnden hygienischen Bedingungen einen idealen Nährboden für die Ausbreitung des Virus dar. Uiguren in der Diaspora und Experten befürchten nun, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis das Virus sich auch in den Camps und Lagern ausbreitet.
Bisher sieht es nicht so aus, dass China beabsichtigt, der Ausbreitung des Coronavirus in der Region präventiv entgegenzuwirken. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die Regierung in Peking Ressourcen bereitstellen wird, um das Problem anzugehen.

Experten sowie US und UN-Beamte schätzen die Anzahl der Internierungslager auf mindestens 1000 Anstalten in der Region, während die Zahl der Inhaftierten auf mindestens eine Million und bis zu drei Million geschätzt wird. Die Kommunistische Partei leugnete zunächst die Existenz der Lager und versuchte sie später unter dem Vorwand „einen ideologischen Virus zu bekämpfen“ zu rechtfertigen. Die internationale Gemeinschaft reagierte zunächst sehr zurückhaltend auf die Existenz der Internierungslager, doch seit der Veröffentlichung der China Cables ist es sehr notwendig, auf die Internierungslager und die Millionen willkürlich inhaftierten Menschen zu reagieren
Wir dürfen daher nicht zulassen, dass im 21. Jahrhundert - im Zeitalter der Digitalisierung und des Internets - Arbeits- und Umerziehungslager wie jene in Xinjiang existieren, die nun zusätzlich aufgrund des Coronavirus das Leben von Millionen willkürlich inhaftierten Menschen gefährden. Die Volksrepublik China steht der Herausforderung gegenüber, das Virus in Wuhan zu zähmen und der Ausruf des internationalen Notstandes, zeigt wie ernst die Lage ist.
 
Wir fordern daher:
1.) die WHO dazu auf, eine Delegation und ein Komitee in die Region der Uiguren zu entsenden, die das Ausmaß der Ausbreitung des Coronavirus dokumentieren. Wir fordern zusätzlich, dass alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um Massenausbrüche und Todesfälle in dieser marginalisierten Region vorzubeugen.
2.) die WHO, die UN, alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, nationale Regierungen und den Rest der internationalen Gemeinschaft dazu auf, Druck auf China auszuüben, um die Lager zu schließen und die Millionen inhaftierten freizulassen.
3.) globale Gesundheits- und humanitäre Organisationen dazu auf, medizinische Hilfsgüter und Personal in die Region der Uiguren zu schicken, sodass betroffene Personen vor Ort untersucht und bereits Infizierte behandelt werden können.
Unterzeichnen Sie diese Petition, um sich unserem Aufruf anzuschließen, und folgen Sie @UyghurIssues, um die neuesten Informationen zu diesem Thema zu erhalten. Teilen Sie Ihre Bedenken in den sozialen Medien mit dem Hashtag #WHO2Urumqi, #VirusThreatInCamps und #CloseTheCamps