Petition update

ERFOLG: Wir haben es geschafft - we made it - Zrobiliśmy to

Brigitte Sommer
Germany

Feb 20, 2017 — Guten Tag,

heute stelle ich mich vor: Ich bin Fiona und ich werde bald 20. Wir haben es geschafft. Auf Pumpak darf nicht mehr geschossen werden. Ich mag Wölfe sehr. Mein bester Freund ist unser Anori. Für mich ist er auch ein Wolf. Mama sagt allerdings, dass er ein Tschechoslowakischer Wolfshund ist. Für mich ist er ein Wolf, weil er sich oft nicht wie ein Hund benimmt. Anori klaut auch Kuchen. Na und?

Ich will auch mal Wölfe frei im Wald sehen. Ich freue mich auch, wenn wir beim Gassi Rehe oder Hasen sehen. Ich mag es nicht, wenn Tiere eingesperrt sind. Deshalb mag ich auch keine Zoos. Lasst Pumpak einfach in Ruhe.

Eure Fiona Sommer

Und das schreibt Mama:

Wir haben es geschafft. Gestern ist die Genehmigung zum Abschuss von #Pumpak abgelaufen. Sie wird nicht verlängert. Über 94.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift dafür gekämpft, dass Pumpak weiterleben darf. Meine Tochter Fiona meint, dass er sich doch nun, wie es bei anderen Petitionen auch üblich ist, bedanken soll. Tja, das ist leider nicht möglich, denn Pumpak ist ein Wolf. Er wusste weder, dass sein Todesurteil gefällt worden ist, noch weiß er jetzt natürlich dass er gerettet ist. Seit Ende Januar wurde Pumpak nicht mehr gesehen. Das kann daran liegen, dass er abgewandert ist, wie es andere zweijährige Wölfe auch machen. Es kann natürlich auch sein, dass er illegal "beseitigt" wurde. Allerdings gibt es in der Region Weißwasser viele, die ein Herz für Pumpak haben. Auch wurde er wohl in Wirklichkeit dauerhaft gar nicht so oft gesehen, wie behauptet. Er machte im Sommer von sich reden, als er einem Jäger eine Wildschweinschwarte geklaut hatte. Dann hörte man lange nichts von ihm, bis er Ende des vergangenen Jahres öfter gesehen wurde. Zuletzt wollte er Ende Januar einen Kuchen klauen. Die Kuchenbäckerin sprach sich übrigens auch für ihn aus. Es kann also durchaus ganz normal sein, dass er momentan nicht gesehen wird. Auf jeden Fall bestätigen fast 100.000 Unterschriften auch das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Nabu aus dem Jahr 2015. Damals sprach sich eine Mehrheit der Deutschen ganz klar für den Wolf aus, selbst wenn es Probleme geben sollte. Heute hat nicht nur der Naturschutz gesiegt, sondern auch die Demokratie. Denn es kann nicht sein, dass eine Minderheit aus Jägern, Politikern und Nutztierhaltern gegen eine Mehrheit entscheidet, die sich klar und deutlich für den Wolf ausspricht.

Ganz herzlichen Dank

Brigitte Sommer


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