Petition update

Wo andere nur reden: die Grüne Liga setzt sich wirklich für Pumpak ein.

Brigitte Sommer
Germany

Mar 1, 2017 — „Wir brauchen mehr Herz im Schutz für Wildtiere,“ sagt Tobias Mehnert von der Grünen Liga Sachsen. „Deshalb hat sich unser Verein auch dazu entschlossen, gegen die Abschussverfügung für Wolf Pumpak zu klagen.“ Der kleine Naturschutzverein in Sachsen hat das umgesetzt, was Nabu und WWF angekündigt hatten. Weil die Abschussgenehmigung nicht verlängert wird, entfällt nun auch die Klage dagegen. Doch die Grüne Liga will Akteneinsicht. Ziel: komplette Aufklärung über die Ereignisse, die zur Verfügung geführt hatten. Später informierten die großen Naturschutzverbände darüber, dass es ihnen nicht möglich sei, in der Sache Pumpak zu gerichtlich gegen die Entscheider im Landratsamt Görlitz vorzugehen. Ich bin auch der Meinung, dass Artenschutz nicht ohne Tierschutz funktionieren kann. Sieht man dies beim Nabu und den anderen großen Verbänden anders? Ist dort das Schicksal eines Einzeltieres nicht von Belang, sofern es die Art insgesamt nicht gefährdet? Pumpak ist in diesem Jahr schon das zweite Jungtier, das erschossen werden sollte. Davor sollte es Jungwolf Filou im Januar in Brandenburg, mit Einverständnis des Nabu, an den Kragen gehen. Das Jungtier war sehr wahrscheinlich im Rahmen einer Drückjagd von seinem Revier auf einem Truppenübungsplatz bei Rathenow vertrieben worden und war in der Stadt gesehen worden. Genug Munition für populistische Forderungen nach Abschuss. Dabei sind fast alle zweijährigen Jungtiere aktuell unterwegs, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Weil sie jung und unerfahren sind, werden sie gesehen. Das gleiche Szenario bei Bremen, im Cuxland und an weiteren Orten in Niedersachsen, NRW und Bayern. Sobald ein Jungwolf gesehen wird, fordern bestimmte Parteien und Verbände den Abschuss. Zwei Jahre zuvor war Jungwolf Kurt in den Schlagzeilen. Er wanderte bis in die Niederlande, verfolgt von Menschen, die ihn unbedingt auf Video haben wollten. Er kehrte schließlich um und wurde in Norddeutschland überfahren. Vergangenes Jahr wurde der erste Jungwolf mit behördlicher Genehmigung und Absegnung des Nabu erschossen. Kurti, sollte genauso wie Pumpak die Scheu verloren haben. Doch war dies wirklich so? Ich finde nicht. Der Abschuss von Kurti bedeutet einen Dammbruch in Punkto Forderung nach weiteren Abschüssen. Die Lobby aus Jägerschaft, Politik und Nutztierhaltern möchte den Wolf bundesweit im Jagdrecht. Ziel: Aufhebung der ganzjährigen Schonung, Bejagung und erneute Ausrottung. Durch die Bereitschaft des Nabus, einzelne Tiere für den Arterhalt zu opfern, wird hier eine fatale Wirkung erzielt. Dabei ergeben Umfragen, dass die meisten Menschen in Deutschland für den Wolf sind. Gleichzeitig behaupten gewisse Kreise, dass man mit dem Thema Wolfsabschuss Wahlen gewinnen könne. Im Landkreis Görlitz gingen das letzte Mal lediglich 33 % zur Wahl. Es scheint also so zu sein, dass es viele Nichtwähler eine Antiwolfspolitik unterstützen. Liebe Naturschützer: geht zur Wahl. Aber prüft sehr sorgfältig, wer sich wirklich für Wölfe einsetzt. Die Grüne Liga in Sachsen www.grueneliga-sachsen.de nimmt neue Mitglieder auf. Spendenmöglichkeit:

GRÜNE LIGA Sachsen e.V.
Bank für Kirche und Diakonie
BIC GENODED1DKD
IBAN DE 44 3506 0190 1612 3100 30

Herzliche Grüße

Brigitte Sommer


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