Petition updateWolf Pumpak muss weiterleben.Weiterer öffentlicher Brief an die Verantwortlichen.
Brigitte SommerGermany
Feb 3, 2017
Sehr geehrter Herr Umweltminister Schmidt, sehr geehrter Herr Landrat Lange, sehr geehrter Herr Pressesprecher Meyer, leider haben wir bis heute keinerlei Reaktion Ihrerseits auf unsere Protestbriefe/-E-Mails erhalten. (Siehe auch u.a. E-Mails) Mit großem Interesse verfolgen wir daher Ihre Interviews und Stellungnahmen in Presse und TV, und zwar alle. In dem gestern in der LAUSITZER RUNDSCHAU erschienenen Artikel "Nicht jeder darf auf Wolfsjagd gehen" ist leider unsere Petition "Pumpak muss weiterleben" nicht mit der aktuellen Zahl der Unterzeichner abgedruckt worden. http://www.lr-online.de/regionen/weisswasser/Nicht-jeder-darf-auf-Wolfsjagd-gehen;art13826,5820828 Da Sie ja die vielen Proteste zur Kenntnis, aber scheinbar nicht wirklich ernst nehmen - denn Sie tun diese ab mit der Bemerkung, dass sich "viele nicht intensiv mit dem Thema beschäftigt haben" - möchten wir hier nochmal auf den aktuellen Unterschriften-Stand vom 03.02.2017/08:30 h aufmerksam machen: Es haben bereits mehr als 78.800* Menschen unsere o.g. Petition unterschrieben und haben damit ihren Protest gegen Ihre übereilte AUSNAHMEBEWILLIGUNG zur Entnahme Wolf Pumpak, bei der Sie die Empfehlungen und Handlungsanweisungen des Wolfsmanagementplans außer Acht ließen. *Diesen Widerstand halten Sie für gering? Ab welcher Zahl der protestierenden Menschen sind Sie denn beeindruckt und werden reagieren? Vielleicht nehmen Sie sich ja auch mal die Zeit, zumindest einige der Kommentare, die im Verlauf der Petitions-Aktualisierungen abgegeben wurden, zu lesen. Oder auch die vielen Protestbriefe/-E-Mails, die Ihnen individuell geschrieben und geschickt wurden. Sie zeigen sehr wohl, das viele Menschen sich schon länger (Jahre!) - mit der Rückkehr der Wölfe beschäftigen, sie Bundes- und Länderweit verfolgen, sich Gedanken machen, wie ein Nebeneinander funktionieren könnte. So ist vielen sehr wohl aufgefallen, dass bei Wolf Pumpak überhaupt keine Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt wurden - obwohl dies der Managementplan vorsieht. Auch stößt Ihre Argumentation "Bei einer Vergrämung hätte man ihn betäuben müssen. Dazu hätte man sehr nahe an ihn heran gemusst" auf große Verwunderung. Wir haben doch in Deutschland so gut wie keine praktische Erfahrung mit Vergrämungsmaßnahmen. Haben wir überhaupt mittlerweile ausreichend fachlich geschulte Experten, die solche Vergrämungen durchführen könnten? Bitte welche Erfahrungswerte haben Sie/wir in D mit Vergrämungen von neugierigen Jungwölfen? Wie können Sie bezweifeln, dass sich der Wolf nach Vergrämung mit z.B. Gummigeschossen "nicht davon abgehalten hätte, erneut beim Menschen nach Futter zu suchen"? Sie bezweifeln etwas, ohne auch nur einen Versuch gestartet zu haben! Abschließen möchte ich meinen heutigen, auch öffentlichen Protestbrief mit folgenden Worten von Dirk Steffens, die im gestrigen Interview in der Abendschau des BR Fernsehen sehr passend gewählt wurden... http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/sendung-vom-02022017_x-102.html "Abschießen ist keine Lösung, wir müssen die Natur managen nicht kaputt machen." In der Hoffnung auf Beantwortung meiner Fragen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Lydia Schymassek W o l f s s c h u t z - I n i t i a t i v e
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