Petition updateWolf Pumpak muss weiterleben.Offener Brief an Landrat Lange, Umweltminister Schmidt, Pressesprecher Meyer
Brigitte SommerGermany
Jan 31, 2017
Sehr geehrter Herr Landrat Lange, sehr geehrter Herr Umweltminister Schmidt, sehr geehrter Herr Pressesprecher Meyer, mit großem Interesse haben wir den gestrigen ausführlichen TV-Beitrag >MDR um 4< zum Wolf "Pumpak" verfolgt. http://www.mdr.de/tv/programm/sendung711912_date-2017-01-30_ipgctx-true_livestreamBroadcastsOnly-true_zc-02114f63.html Zu den Gründen für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zur letalen Entnahme/Tötung des Wolfs "Pumpak" - ohne vorheriger, erfolgloser Vergrämungen! - führten Sie, Herr Meyer, u.a. aus, dass der Wolf sich Menschen auf nahe Distanz genähert habe, deshalb habe man sich dazu entschieden, den Wolf aus der Natur zu entnehmen. Ihrer Aussage (und Begründung für die Ausnahmebewilligung) stehen mehrere Aussagen anderer Fachleute und Bürger im LK Görlitz entgegen, die genau das Gegenteil sagen, nämlich dass der Wolf bisher nie direkten Kontakt zu Menschen gesucht hat, einer direkten Begegnung immer aus dem Weg ging und flüchtete, sobald er Menschen wahrnahm und eben nicht aggressiv sei. 1.) Bei Frau Sandra Kumar stand Pumpak im Garten, als sie ihren Kuchen zum Abkühlen rausstellte. Ihre Worte im o.g. TV-Interview: "Es war ein ganz friedliches Tier, ich kann überhaupt nicht sagen, dass er aggressiv gewesen wäre, er war ganz ruhig, war wahrscheinlich nur scharf auf den Kuchen, wollte nur den Kuchen naschen." = genau das sagte sie lächelnd und ohne Angst. 2.) Ähnliche Worte sagte Markus Bathen, Wolfsexperte vom NABU, der dort ja auch mit Familie wohnt. Auch er betonte im Interview: "Sicher ist, dass er oft in Siedlungen auftaucht, ABER er zieht sich immer sofort zurück, wenn sich Menschen ihm zeigen, er geht nicht auf Menschen zu, er ist nicht aggressiv gegenüber Menschen, von daher kann ich diese Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen." 3.) Der Info-Brief 01/2017 vom "Kontaktbüro Wölfe Sachsen" bestätigt o.g. Aussagen: "Bislang hat das Tier keinen direkten Kontakt zu Menschen gesucht und geht einer direkten Begegnung aus dem Weg. Derzeit gibt es keine Hinweise auf ein sicherheitsrelevantes Verhalten gegenüber Menschen." Deshalb protestieren wir hiermit nochmal gegen die erteilte Ausnahmegenehmigung und fordern eine Rücknahme, da der Wolf "Pumpak" kein dreistes, sicherheitsrelevantes oder gar aggressives Verhalten zeigte. (Siehe auch meine 1. E-Mail vom 20.01.2017.) Und wir bitten höflich um Beantwortung folgender Frage: WARUM haben Sie einer Ausnahmegenehmigung zur Entnahme/Tötung des Wolfes "Pumpak" zugestimmt und diese erteilt, ohne dass vorher Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt worden? Genau dieses sieht der Wolfsmanagementplan vor, wenn sich ein Wolf auffällig verhält, sich Siedlungen nähert. Vor einer Entnahme sind zuerst mildere Mittel einzusetzen! Abschließend möchten wir Sie freundlich darauf aufmerksam machen, dass immer mehr Menschen gegen die Abschussbewilligung protestieren und den Fall Pumpak genau beobachten und verfolgen. Aktuell haben unsere Online-Petition mehr als 29.200 Menschen unterschrieben (Stand 31.01.2017, 10.30 Uhr). Mit freundlichen Grüßen Lydia Schymassek & Brigitte Sommer / Freie Journalistin & freie Fotografin W o l f s s c h u t z - I n i t i a t i v e
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