Frank Manfred SchröderFrankfurt, Germany
May 4, 2024

Meinungen zum Oeder Weg bleiben gespalten

Von Bernhard Biener
- 01.05.2024 - FAZ

Kritische Nachfragen zur Methodik und Beschwerden aus den umliegenden Straßen, aber auch starker Applaus, wenn jemand Lob für die Entlastung vom Autoverkehr äußerte: Beides ist am Montagabend in der Informationsveranstaltung von Mobilitätsdezernat und Ortsbeirat Nordend zum Oeder Weg zu hören gewesen.

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"Ergebnisse der Studie zum Oederweg sind nur eine Momentaufnahme - Datengrundlage nicht überzeugend." 

Von Hendrik Gienow

- 30.04.2024 - www.vorfahrt-frankfurt.de

Zu den Ergebnissen der vorgestellten Studie der  Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) zum Fahrradfreundlichen Umbau des Oeder Wegs kritisiert die Bürgerinitiative Vorfahrt Frankfurt die Datengrundlage sowie die Interpretation der Ergebnisse.

"Die Datenbasis wurde erst erhoben, als die Umbauarbeiten der Infrastruktur bereits begonnen haben. Ein fundierter Zusammenhang zwischen Vorher und Nachher kann daher nicht hergestellt werden. Die Ergebnisse taugen lediglich als Momentaufnahme, das ist nicht überzeugend", so Hendrik Gienow, Vorsitzender der Initiative. "Hinzu kommt: Dass es mehr Fahrradfahrer auf dem Oeder Weg gibt, überrascht nicht, da nur bestimmte Verkehrsträger passieren dürfen. Dass sich die Situation für die Gewerbetreibenden teilweise massiv verschlechtert habe, insbesondere für diejenigen, die Dinge verkaufen, die nicht in einen Beutel oder eine Tasche passen, wird verschwiegen. Dass jetzt doppelt soviele Radfahrer durch den Oeder Weg fahren heißt nicht, dass auch nur einer von denen vom Auto aufs Rad umgestiegen ist. “Die „wissenschaftliche Begleitung“ durch einen Lehrstuhl, der sich ganz dem Radverkehr widmet, spreche zudem nicht für eine unvoreingenommene Behandlung anderer Verkehrsmittel.
 

Gienow verwies auf eine andere Studie der Goethe-Universität, die die Auswirkungen von Umbau der Verkehrsinfrastruktur zugunsten des Fahrrad-Verkehrs am Beispiel des Grüneburgwegs untersucht hat. "Diese Erhebung kommt sehr wohl zur Erkenntnis, was seit Jahren offensichtlich ist: Durch die Verkehrspolitik der Stadt Frankfurt verändert sich die Struktur der Quartiere. In dieser Studie heißt es, häufig komme es zu ,Umsatzeinbußen, Herausforderungen im Lieferverkehr und zum Verlust von Kunden."

Die Stadt Frankfurt müsse endlich die Einseitigkeit ihrer Verkehrspolitik beenden. Infrastruktur einzig auf Quartiersebene zu reflektieren, werde einer internationalen Handelsstadt nicht gerecht. "Zugespitzt formuliert: Befragt wurden überwiegend Anwohner und die freuen sich über weniger Verkehr. Deren Zufriedenheit sagt nichts aus über die Lage des Einzelhandels oder die Anzahl der auswärtigen Besucher. So kann man auch die Umwandlung der Miquelallee in eine Fußgängerzone begründen.  Die Reihenfolge der Herangehensweise ist grundlegend falsch: Es braucht eine Vision für die Stadt auf Basis der infrastrukturellen Bedarfe von Bürgern, Pendlern und der Wirtschaft - dann eine bauliche Anpassung."

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1100 Meter, 566 Schilder - Deutschlands verrückteste Fahrradstraße!

Von Stefan Schlagenhaufer

- 03.05.2024, Bild.de

Es ist ein wahr gewordener Schildbürgerstreich in Frankfurt am Main: Die von den Grünen dominierte Stadtregierung hat 1100 Meter des 1350 Meter langen Grüneburgwegs im betuchten Westend zur Fahrradstraße umgebaut. So weit, so gut.

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