

Liebe Unterstützer*innen,
gerade passiert sehr viel, und so erreicht euch diese "Neuigkeit" mit ein paar Tagen Verzögerung. Am Freitag, 25.02.2022, hat der Bundesjustizminister Marco Buschmann im RND-Interview klar Stellung zur Abschaffung des sogenannten Transsexuellengesetzes bezogen. Buschmann sagte konkret:
“Ich will an dieser Stelle eines sehr klar sagen: Die geschlechtliche Identität gehört zur individuellen Persönlichkeit und wird durch das Persönlichkeitsrecht geschützt. Das ist Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Das geltende Gesetzesrecht trägt diesem Selbstbestimmungsrecht bislang nicht hinreichend Rechnung. Ich möchte im Übrigen jeden, der die Sache nicht so richtig ernst nimmt, bitten, sich mit Menschen zu unterhalten, die feststellen, dass sie sich nicht ihrem im Geburtenregister eingetragenen Geschlecht zugehörig fühlen.
Viele Menschen durchleben schwierige und belastende Phasen der Identitätsfindung. Gott sei Dank leben wir heute in einer toleranteren Gesellschaft als noch vor 20 oder 30 Jahren. Doch noch immer stoßen transidente Menschen auf ein erschütterndes Maß an Vorurteilen. Und nach wie vor behandelt der Staat sie so, als stimme etwas mit ihnen nicht. Sie müssen für eine verbindliche Änderung ihres Geschlechtseintrags ein gerichtliches Verfahren durchlaufen, in dem zwei Gutachten mit intimsten Fragen eingeholt werden. Ich frage: Wozu das? Wer hat etwas davon? Niemand. Wir müssen Respekt vor diesen Menschen haben und ihnen diese teilweise entwürdigende Behandlung ersparen. Das ist unser Ziel.”
Darüber freue ich mich sehr. Ich frage gerade verschiedene Politiker*innen für eine Entgegennahme eurer Unterschriften an, und ich denke, beim Bundesjustizinisterium werde ich auch mal anklopfen…
Mit liebem Gruß
Emma