Petition update

Worte blenden - Fakten nicht #Oktoberfest #Pferdekutschen

Julia Maier
Germany

Oct 8, 2016 — Meine lieben Unterstützer und Mitstreiter,

Mahatma Gandhi sprach:
"Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten die Ruhe zu bewahren;
Und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten,
sie zu verlieren.“

Dieses Zitat sollten sich gewisse Gespannfahrer, die mich mitten auf dem Oktoberfest bedrohten (und angeblich im Auftrag der Vorgesetzten handelten) einmal zu Gemüte führen; denn:

Zu dem Beginn des Oktoberfests ziehen die Wirte mit prachtvollen Gespannen ein. An jedem Wochenende werden die Pferde gestriegelt, die Mähnen gekämmt, die Hufe mit viel schwarzem Teer geteert....
Die mächtigen Kaltblüter sind herausgeputzt, das in- und ausländische Volk drängt heran, um sich mit den schönen Tieren fotografieren zu lassen. Hätten doch nur mehr als nur ich und die Deutsche Huforthopädische Gesellschaft e.V. Diesem Aushängeschild der Münchner Brauereien auf die Füße geblickt!

Meine Fotos wurden nun offiziell von Frau Konstanze Rasch; Huforthopädin und Mitglied bei der DHG e.V. bewertet, nachdem ich diese Beweise einer stillen, unsäglichen Tierqual eingesandt hatte.

http://dhgev.de/dhg-forum/post/hauptforum/problematische-hufsituationen-bei-oktoberfestgespannen/?no_cache=1

"Die Fotos zeigen Hufe, die in ihrer Schutz- und Tragefunktion sehr stark beeinträchtigt sind. Die Hornkapseln sind durch ihre ungünstige Hufbiomechanik verformt und sie sind in ihrem momentanen Zustand mit Sicherheit alles andere als "gemütlich" für die Pferde. Bei den abgebildeten Hufen scheint es wenig wahrscheinlich, dass den Pferden nach getaner Arbeit die Beschläge abgenommen werden (können). Das Hornmaterial der dokumentierten Hufe ist so schlecht, dass es kaum tragfähig ist. Das heißt, die Gliedmaßen verbleiben höchstwahrscheinlich dauerhaft und auch auf den verschiedenen "Freizeitböden" in dieser ungünstigen, verkippenden Stellung. Die explizit negativen Wirkungen von Stollen und Griffen auf die Pferdegliedmaße sind allgemein bekannt und in der Geschichte des Hufbeschlags seit Jahrhunderten beschrieben. Es könnte nachgefragt werden, ob die Pferde in ihrer "Freizeit" umbeschlagen und mit normalen Eisen versehen werden?! Das erscheint aber auch eher unwahrscheinlich, wenn man die Huf- und Hornsituation betrachtet.
Letztlich trägt die ungünstige Belastung durch die Arbeitsbeschläge und die damit im Zusammenhang stehende zerstörerische Hufbiomechanik direkt zur schlechten Hornsituation bei. Das Horn wird tagtäglich zermürbt und bietet letztlich keinen ausreichenden Schutz mehr für die Gliedmaße. Einen Ausweg bietet hier nur die grundlegende Sanierung der Hufsituationen ...

Leider wurden unsere Anregungen von vor 13 Jahren bisher nicht aufgenommen. Die Reaktionen der Pferdebesitzern der Stadt München auf unsere Oktoberfestaktion 2003 ließen dies auch nicht wirklich vermuten. Die von der Stadt München beauftragten Gutachter konnten lediglich "einzelne ... Mängel bei der Hufpflege (ausgefranster Tragrand, Hornriss)" erkennen und befanden die dokumentierten Hufzustände als nicht problematisch"

Nicht problematisch - das war das niederschmetternde Fazit der Stadt München 2003 zu über 200 (!) dokumentierten Fotos auf denen ein Huf schlimmer aussieht als der andere.
Die "Weltstadt mit Herz", die trotz 34.000 Unterschriften offensichtlich noch keinen Handlungsbedarf sieht und ihre Münchner Tiere weiterhin mit desaströsen Hufzuständen auf ein Massenevent stellt.

Wird sich München nun im Jahr 2016/2017 endlich dazu bekennen, dass diese völlig unnötige Tierqual mehr als nur einen "Pferdefuß" hat?

Liebe Unterstützer, bitte teilt dieses traurige Update und die Aufforderung zur Unterschriftenabgabe sooft ihr könnt. Nur so gelingt es das Bewusstsein für Traditionen zu schärfen.
Andere zum Nachdenken anzuregen, ob alles, was uns als so "normal" verkauft wird - auch tatsächlich ist.

Eure Julia


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