Petition updateWir Eltern kämpfen für den Sorbisch-Unterricht unserer Kinder!Neues Deutschland, 05.01.2019 über die WITAJ-Evaluation: Dobry źeń, Frau Lehrerin!
Kathleen KomolkaGermany
Jan 5, 2019

Gemeinsam haben wir uns für die Veröffentlichung der Ergebnisse der WITAJ-Evaluation stark gemacht. Für unser Recht an den Ergebnissen, ganz gleich wie gut oder schlecht diese ausgefallen sein mögen.

Nun liegen die Ergebnisse vor und stellen dem (Nieder-)Sorbisch Unterricht an unseren Grundschulen ein verheerendes Zeugnis aus. 

Ein Zeugnis, dass verlangt nach Ursachen und Hintergründen zu suchen aber auch die Verantwortlichen in die Pflicht und eben in die Verantwortung zu nehmen. 

Insgesamt betrachtet, kann man sagen, dass durch die Studie gravierende institutionelle und strukturelle Mängel beim Sorbisch Unterricht zu Tage befördert wurden. 

Damit fordern wir JETZT von Ihnen und Ihrem Bildungsministerium MBJS Brandenburg, luba kněni Ministerka Ernstowa, nun ein um so entschlosseneres Handeln für gute Rahmenbedingungen für den Sorbischunterricht! 

Ein Sorbisch-Koordinator könnte ein erster Schritt sein. Aber nicht mít wöchentlich 5 Abminderungsstunden, sondern als attraktiv und lukrativ gestaltete Vollzeitstelle. Vielleicht jeweils befristet für 1 Jahr um viele kreative und lebendige Ideen unserer Lehrer einfließen lassen zu können und durch die Rotation auch mehr Fluss, Dynamik und Motivation zu erreichen.

Auch eine wissenschaftlich begleitete Modellschule, die herausmoduliert wie die idealen Rahmenbedingungen für den Sorbisch Unterricht ganz konkret aussehen, die neueste  pädagogische Konzepte für den Sprachunterricht mít freien, kreativen Ansätzen vereint und ganz praktisch zeigt wie es konkret aussehen könnte “Sorbische Schule” komplett neu zu denken wäre aus unserer Sicht ein ansolut sinnvoller Ansatz (natürlich eingebettet in den Kontext mít WITAJ-Kindergarten & Hort).

Die Herangehensweise anderer Länder im Umgang mít Minderheit im Schulwesen inspiriert und begeistert uns auch: Warum machen wir es nicht wie z.B. in Katalonien mit der katalonischen Sprache und führen die sorbische Sprache verpflichtend an unseren Grundschulen ein? 

Das sind schon einmal drei ganz klare, sinnvolle und konsequente Signale, wenn es darum geht die Niedersorbische Sprache vor dem Aussterben retten zu wollen!

So fatal und schmerzlich das Ergebnis der Evaluation für unsere Lehrer, Eltern, Kinder aber auch unser sorbisches Volk ausfallen mag: JETZT ist der Moment alles in Frage zu stellen, was sich in und bei der Unterrichtsorganisation und Durchführung nicht bewährt hat und komplett neu anzufangen.

Das ist eine wichtige Chance. 

Vielleicht die einzige Chance, wenn wir unsere niedersorbische Sprache unseren Kindern und den künftigen Generationen bewahren möchten!

Das schaffen wir nur gemeinsam, mít Ihnen, liebe Frau Ministerin Ernst, mít EUCH, liebe Unterstützer! Mít unseren Lehrern, Eltern, Kindern und einem wissenschaftlich basiertem Bildungskonzept für sorbische Bildung vom Kindergarten bis zum Abitur.

Vielen Dank für eure Unterstützung auf diesem, unserem Weg!

Gern teilen wir auch den Link zum heute erschienenen Bericht von Andreas Fritsche zu diesem Thema in der Tageszeitung “Neues Deutschland” mít Euch:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1109262.dobry-źeń-frau-lehrerin.html

Danke<3

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