Petition updateWir Eltern kämpfen für den Sorbisch-Unterricht unserer Kinder!Zum aktuellen Stand nach dem letzten Sorben-/Wendenrat & unser Interview in der Lausitzer Rundschau

Kathleen KomolkaGermany
Aug 6, 2017
Gern berichten wir heute über unser aktuelles Gespräch mit Frau Hilscher, Redakteurin der Lausitzer Rundschau, die unseren Kampf von bereits seit der Sorben-/Wendenratssitzung im Februar begleitet.
Trotz der unklaren und damit nach wie vor angespannten Situation nach dem letzten Sorbenrat am 4. Juli 2017 sind wir, was die kommende Verordnung angeht, positiv gestimmt und vertrauen auf das Versprechen des Ministers für unser Volk und unsere sorbische/wendische Minderheit in der Niederlausitz persönlich einzustehen und zu kämpfen, auch wenn die zuletzt vom MBJS getätigten Aussagen uns nicht grade positiv Stimmen:
Offenbar soll eine Verordnung mit einer Mindestschülerzahl erlassen werden. Das wird insbesondere die Randgebiete des sorbisch/wendischen Siedlungsgebietes und damit insbesondere die Schulen in Spremberg, Calau, Vetschau, Burg, Straupitz und Lieberose treffen und dort zum jahrgangsweisen Wegbrechen von Klassenstufen im Unterrichtsfach Sorbisch/Wendsch führen.
Damit ist kein konsequenter und durchgehender Unterricht in unserer Sprache -vom Kindergarten bis zum Abitur- mehr möglich und die Folgen dieser Einschnitte werden deutlich in allen Bereichen, in denen die Kinder sprachlich in sorbisch/wendischer Sprache gefördert werden, zu finden sein:
Die Anmeldungen in unseren bilingualen WITAJ-Kindergärten werden betroffen sein, wenn eine Konsequente sprachliche Förderung während der gesamten schulischen Laufbahn unserer Kinder nicht gewährleistet ist.
Auch das Niedersorbische Gymnasium wird deutlich und schmerzlich unter dem Wegbrechen von Klassenstufen leiden, denn damit kommen weniger Schüler mit entsprechenden sprachlichen Vorkenntnissen an unser Gymnasium.
Auch die Qualität der sprachlichen Förderung ist beim Jahrgangsübergreifenden (WITAJ-) und Sorbisch/Wendisch Unterricht gefährdet. Das ist für uns nicht akzeptabel.
Wieso sollen die Kinder und Eltern, die unmittelbar von den Folgen betroffen sind, dass der Unterricht wegbricht, ihren in den verschiedensten Konstitutionen - von der brandenburgischen Verfassung bis hin zur europäischen Minderheitencharta- gesicherten (Rechts-)Anspruch auf sprachliche Förderung in den Bildungseinrichtungen in unserer stark gefährdeten Spache erst im individuellen Klageverfahren durchsetzen müssen?
Verfahren die sich unter Umständen lang hinziehen können und die betroffenen Sorbisch-/Wendischen Familien diskriminieren!
Auch der Aspekt, dass bereits im September ein vom Minister unterzeichneter neuer Entwurf vorgelegt wird weckt unsere elterliche Skepsis:
Leider kommt dieser Entwurf offenbar ohne eine aktuelle Beteiligung der AG Sorbisch-Wendische Bildungsangelegenheiten zustande.
Auch der aktuelle Stand der Evaluation des Instituts für Sorabistik der Universität Leipzig liegt nach unserer Kenntnis noch nicht vor und scheint damit nicht im Entwurf berücksichtigt worden zu sein.
Auch die Umsetzung des Bundestagesbeschlusses zur Stärkung der Minderheiten vom 2. Juni 2017 scheint fraglich.
Auch die Parteien, und insbesondere die Opposition, im Landtag sind gefragt einen solchen Entwurf nicht im Bildungsausschuß zu bestätigen und auf die Wahrung der genannten Aspekte zu achten.
Denn allein auf Minister Baaske und sein Versprechen sich für unsere sorbische/wendische Minderheit persönlich stark zu machen und für uns zu kämpfen, zu hoffen ist uns nicht genug:
Deshalb brauchen wir DICH! Bitte unterzeichne und teile unsere Petition zum Erhalt des sorbisch/wendisch Unterrichts für unsere Kinder in der Brandenburger Lausitz!
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