Petition updateWir Eltern kämpfen für den Sorbisch-Unterricht unserer Kinder!Pssst... Ostern naht und damit die Zeit der sorbischen Ostertraditionen auch in der Kita

Kathleen KomolkaGermany

28 Mar 2017
Heute sind wir wieder im Herzen des sorbischen Siedlungsgebiet in der Niederlausitz unterwegs. Wir begleiten die Vorschulkinder der WITAJ-Kita Mato Rizo des sorbischen Schulvereins in Sielow.
Hier sind die Ostervorbereitungen bereits in vollem Gange und die “Bludniki” (die Irrlichter – so der Name der großen Gruppe in Anlehnung an die sorbische Sage von den Irrlichtern) bemalen heute mit der traditionellen Wachsmaltechnik die Ostereier auf sorbische Art. Das Bild zeigt wie Mila den Kindern erklärt, wie es geht, bevor die Kinder selbst die mitgebrachten Eier bemalen können.
Schon die Witaj - Kindergärten leisten (nicht nur im Hinblick auf eine beispielhafte sprachliche Förderung in der sorbischen Sprache und zwar vom Krippenalter an) sondern auch im Bereich der Traditions- und Brauchtumspflege einen unschätzbaren Beitrag das sorbische Lebens in all seinem Reichtum und Facetten von frühester Kindheit an. Hier wird der Anker der sorbischen Identität in den Herzen unserer Kinder gelegt. Dies ist ein Geschenk, dass weit über die Vorzüge zweisprachig aufzuwachsen hinaus geht und den Kindern unzählige schöne und lebendige Kindheitserinnerungen, die tief und untrennbar mit gelebtem sorbischen Leben verwurzelt sind, beschert. Ein Geschenk, dass den Kindern ein Leben lang erhalten bleibt, wohin ihr Lebensweg sie auch immer tragen wird.
Diese Kindergärten mit aller Leidenschaft, Freude, Hingabe für und mit unseren sorbischen Kindern belegen aber auch, wie unerlässlich ein ganzheitliches sorbischsprachiges Bildungskonzept, ähnlich des sächsichen Ansatz “2plus”, ist. Ein Konzept, dass eine kontinuierliche sorbische Sprachentwicklung und Förderung von den Kindergärten bis zum Abitur sicherstellt, bis hin zur Notwendigkeit und Möglichkeit auch das Abitur in unserer sorbischen Sprache ablegen zu können.
Voller Zuversicht schauen wir deshalb der Überarbeitung der Verordnung (nach Eingang aller Stellungnahmen Anfang April) durch das Bildungsministerium entgegen. Wichtig ist dabei jedoch auch, dass eine Orientierung an der sächsichen Lösung allein nicht genügt, da in der Oberlausitz die sprachliche Grund- und Ausgangssituation von vorn herein eine bessere ist als bei uns in der Niederlausitz.
Deshalb streben wir eine Eltern für unsere Kinder eine deutliche Verbesserung gegenüber der sächsischen Lösung an!
Sehr geehrter Herr Minister Baaske, bitte greifen Sie diese positiven Aspekte der “sächsichen Lösung” auf und lassen Sie diese zu einer wesentlichen Säule Ihrer überarbeiteten Sorben-/Wenden Schulverordnung werden. Leisten Sie so einen unerlässlichen und unermesslichen Beitrag der zeigt, dass die Fragen des Minderheitenschutzes und der Minderheitenförderung bei den Kleinsten beginnt und für Sie in Ausübung Ihres Amtes und für Ihr geamtes Ministerium oberste Priorität hat!
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