署名活動についてのお知らせWir Eltern kämpfen für den Sorbisch-Unterricht unserer Kinder!Eltern berichten: Unsere Kinder bringen die sorbische Sprache in unsere Familien (zurück)
Kathleen Komolkaドイツ
2017/03/09
Am Montag Nachmittag (06.03.2017) luden wir Eltern zu einer Diskussionsrunde in den Kindergarten Mato Rizo ein. Dieser Einladung folgten nicht nur andere Eltern, sondern auch Kinder, Großeltern, Erzieher und Mitglieder der sorbischen dörflichen Gemeinschaften und des sorbischen Lebens. Wir Eltern wollten heraus finden welche Bedeutung unsere Sprache und Kultur im Leben der Familien haben und erhielten dabei viele wunderbare und sehr persönliche Einblicke. Einblicke, die oft den Schmerz der Nachkriegsgeneration beeinhalteten. Einer Zeit in der unsere sorbische Sprache unterdrückt und verpönt war. Zu dieser Zeit wurde die Sprache oft nur noch heimlich in den Familien gesprochen, so auch in Marions Familie. Damals ziemte es sich nicht die sorbische Sprache in der Öffentlichkeit zu sprechen. Dies war nicht schicklich und schambehaftet. Diese Erfahrung wurde von vielen Anwesenden geteilt. Und genau dieser Umstand führte in vielen Familien - so auch in meiner eigenen Familie - dazu, dass die sorbische Sprache oftmals in der Generation der Großeltern in den Familien verloren ging und nicht oder kaum an die Generation unserer Eltern weiter gegeben wurde. Dieser Umstand der Unterdrückung und Verachtung unserer Sprache und Kultur führte dazu, dass wir seit zwei, drei Generationen zusehends zu einem Volk ohne Sprache wurden. Wie Marion und uns geht es vielen Sorben und Wenden: Und trotz des Verlustes unserer Sprache sind wir Sorben (Wenden). Und es gibt Hoffnung: eine Erfahrung die Marion, Simone, mich und viele andere Eltern der sorbisch- oder WITAJ-Kinder verbindet: Unsere Kinder sind der Schlüssel! Durch unsere sorbisch sprechenden Kinder entspringt der Quell unserer sorbischen Sprache in unseren Familien wieder neu. Und das sogar in Familien, die nicht immer sorbische Wurzeln haben müssen. Unsere Kinder sprechen zuhause sorbisch und singen die sorbischen Lieder, feiern mit uns gemeinsam unsere Bräuche und Feste und mit Ihnen verankert sich das Sorbische auch zusehends wieder im Alltag der Familien. Geschwister sprechen sorbisch miteinander, die Kleinen folgen den Großen nach, im Idealfall bis ans Niedersorbische Gymnasium. Wir Eltern besuchen in den Kindergärten in unserer Freizeit gemeinsam Sprachkurse und leisten so unseren Teil zur Reaktivierung der Sprache um unsere Kinder besser verstehen und unterstützen zu können, aber auch um uns mit unseren eigenen Wurzeln zu verbinden. Dieser Effekt wird angestoßen durch unsere Kinder und deren Integration in den sorbisch sprachigen Kindereinrichtungen und den sorbischen Schulunterricht. Simone, eine andere Mutter, spricht mit strahlenden Augen von den ersten Worten ihres kleinen Sohnes, die sie zunächst nicht verstand und im sorbisch Unterricht für Eltern hinterfragte. Dort stellte sich heraus, dass der Kleine sorbisch Sprach und die Mücke meinte, die umher schwirrte. Solche Aha-Erlebnisse teilen viele Eltern. Die Gymnasiastinnen Jennifer und Ann-Cathrin berichten stolz, dass sie in der Schule sorbisch lernten und zuhause darum bettelten von den Eltern die Erlaubnis und Unterstützung zu bekommen und nun aus freiem Herzen bekennen: Wir sind Sorben. Diese Botschaft nehmen wir mit und verkünden Sie in der Welt. Auf Reisen oder in den Ferien, unseren Freunden und bekannten berichten wir von unserer Kultur und bringen ihnen einige sorbische Worte bei, so Ann-Cathrin. Fest steht: Die sorbische Sprache und Kultur gehört zu unseren Kindern und auch in unsere Leben als bereichernder, wunderbarer Aspekt, der uns tief in unseren Herzen berührt. Unsere Kinder sind aktive Multiplikatoren der sorbischen Sprache und erhalten mit der Sprache selbst ein wunderbares Geschenk, das Heimat und Identität stiftet, wohin auch immer der weitere Lebensweg unsere Kinder im Leben tragen mag! Die sorbische Sprache ist der Schlüssel dazu. Wir Eltern lassen nicht zu, sehr geehrter Herr Baaske, dass Sie unsere Kinder des uneingeschränkten Rechts auf diese, unsere Sprache berauben und damit der Nagel zum Sarg für die Niedersorbische/Wendische Sprache sind. Eine der weltweit am stärksten bedrohten Minderheitensprachen! Wir lassen nicht zu, dass Sie unsere Kinder des Schlüssels berauben die Sprache unserer Ahnen in die Zukunft zu tragen! Deshalb fordern wir von Ihnen: Stoppen Sie die geplante Sorben-Wenden-Schulverordnung! Wir als sorbisches Volk haben ein Recht auf aktiven Schutz und Unterstützung und zwar ohne numerische Einschränkungen zur Gruppenstärke! Wir wollen keine Mindestzahlen und keinen jahrgangsübergreifenden Unterricht weil unsere Kinder dadurch massiv an der Sprachentwicklung gehindert werden! Das lassen wir nicht zu. Vielmehr erinnern wir Sie Ihre kulturelle Verantwortung für unsere Kinder und unser Volk wahrzunehmen und bitten eindringlich darum die Verordnung zurück zu ziehen.
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