Petition updateGegen Österreich wegen der WolfsabschüsseBürgermeister: Forderung nach endloser Abschussfrist
Pro Wolf ÖsterreichVienna, Austria
Sep 22, 2023

 bis 23. September 2023 darf - durch die illegale Verordnung - Jagd auf den Wolf in Unterweißenbach (Bezirk Freistadt) in Oberösterreich gemacht werden. Der Wolf, der immer wieder in Siedlungsnähe auftaucht, sorgt aber weiter für Verunsicherung, so der Bürgermeister, der sich eine Verlängerung der Abschussregelung wünscht.

Der Wolf wurde erst vor wenigen Tagen in Unterweißenbach wieder gesichtet, so Bürgermeister Johannes Hinterreither-Kern (ÖVP), "nur 100 Meter von der Ortstafel entfernt". Hinterreither-Kern: „Das ist natürlich das Tagesthema Nummer eins. Nachdem die Schule wieder begonnen hat und Kindergartenkinder wieder zum Kindergarten gehen, sind die Eltern natürlich besorgt.“

So funktioniert das: Hetze von oben aus der Landesregierung, Gejammere von unten durch den Bürgermeister.

Der Bürgermeister will eine Verlängerung der Abschussregelung: „Wenn es gesetzlich möglich ist: Ja." Ist es bekanntlich nicht, weil die Verordnung gegen EU-Recht vestösst, aber wen kümmert das in Oberösterreich.

Am 25. September will der Bürgermeister von Unterweißenbach diesbezüglich Kontakt mit der zuständigen Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) aufnehmen. Ausrottung geschützter Tiere, weil sie sich der Ortstafel auf 100 Meter nähern uund ein Provinzler auf der Verunsicherungsklaviatur spielt, steht auf der Tagesordnung.

Die oberösterreichische Wolfsverordnung ist ein Fall für den Verfassungsgerichtshof (VfGH).Als „juristische Posse“ bezeichnet Madleine Petrovic, die Präsidentin von Tierschutz Austria den Streit um die oberösterreichische Wolfsverordnung, die mittlerweile zu zwei Abschussfreigaben geführt hat. Das Landesverwaltungsgericht hat die Beschwerde des Tierschutzvereins zuletzt abgewiesen. Dass man jetzt einen teuren Umweg gehen müsse, um den Verfassungsgerichtshof damit zu beschäftigen, sei letztklassig, so Petrovic. Man werde sich davon aber nicht abhalten lassen. Der Tierschutzverein wird jedenfalls neuerlich Beschwerde einbringen und auch noch weitergehen. Man werde jetzt auch die Ombudsstelle der EU-Kommission mit der oberösterreichischen Wolfsverordnung befassen. 

Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) wird "alles daran setzen, den Schutzstatutus zu ändern und auch zu lockern".

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