Petition updateGegen Österreich wegen der WolfsabschüsseKärnten: Schafe ohne Schutzmassnahmen
Pro Wolf ÖsterreichVienna, Austria
22 Sept 2023

Nirgendwo wurden so schnell und so viele Wölfe erschossen wie in Kärnten. Das Raiffeisen-Blatt "Kurier" trommelte dazu vom "blutigen Sommer auf den Almen" durch die Wölfe.

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat im September 2023 den Bezirkshauptmann von Hermagor in Kärnten wegen Amtsmissbrauchs angezeigt. Hintergrund ist eine Anzeige des VGT wegen Tierquälerei gegen einen Schafbauern, weil er seine Tiere „unbeaufsichtigt im Hochgebirge“ ausgesetzt habe. Die BH Hermagor stellte diese Anzeige ein.

Anfang September hieß es vom Bezirkshauptmann von Hermagor, Heinz Pansi, über das Ergebnis des Verfahrens könne aus Datenschutzgründen keine Auskunft gegeben werden. Es bestehe aber keine Notwendigkeit für die Eröffnung zahlreicher Strafverfahren, sagte Pansi.

In einer Aussendung des VGT. hieß es, wer das Tierschutzgesetz liest, komme nicht umhin, das Aussetzen von Schafen ohne Behirtung für Monate im Hochgebirge, ohne Unterstand und Schutz, „als rechtswidrig“ zu sehen: „Doch weil sich die Praxis österreichweit flächendeckend seit dem 2. Weltkrieg etabliert hat, will man daran nicht rühren“.

Im Jahr 2019 seien 5.751 Schafe in ganz Österreich während drei Monaten an viralen Krankheiten, an Absturz, Wetterunbill oder Verirren gestorben. Das sei eine Sterberate die vergleichbar sei mit der Mortalitätsrate von Schweinen bei der Haltung auf Vollspaltenböden. Der VGT appelliert an den Rechtsstaat, sich auch in unbequemen Fällen durchzusetzen, „indem wir eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs eingebracht haben. Es geht nicht an, dass man Gesetze nur dann exekutiert, wenn einem danach ist“.

Von Heinz Pansi hieß es in einer ersten Reaktion, die Sachbearbeiter der Bezirkshauptmannschaft hätten im Verhalten der Bauern keinen strafbaren Tatbestand erblickt. Deshalb sei das Verfahren eingestellt worden.

Mit dem Rechtsstatt steht Kärnten sowieso permanent auf Kriegsfuss. Drum musste das Land nach dem Hypo-Alpe-Adria-Skandal und dem darauf folgenden De-facto-Konkurs vom Bund gerettet werden und steht seitdem unter finanzieller Zwangsverwaltung. Anders geht es dort nicht.

Kärnten hat kein Herdenschutzprogramm und nun wurde auch bekannt, dass es nicht einmal Hirten gibt. Wieder einmal ein Totalversagen der Landespolitik.

 

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