EU-Parlament & Fischereiminister: Schützt unsere Meere!

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Seit Jahrzehnten betreiben wir Raubbau an den Ozeanen. Sei es durch Überfischung, Umweltzerstörung, Lärm- und Schadstoffbelastung oder Plastikvermüllung. Erst heute verstehen wir: Die Meere sind an ihrer Belastungsgrenze - und vielleicht schon darüber hinaus.

Die Bedrohung der Meere in Zahlen:

  • 200.000 Seevögel sterben jährlich als ungewollter Beifang in der europäischen Fischerei [1]
  • 58 Prozent der kommerziellen Fischbestände Europas sind in keinem guten Zustand [2]
  • 2000 Schiffe befahren zu jeder Tages- und Nachtzeit die Ostsee [3]
  • Mehr als 275.000 Tonnen Plastikmüll landen Jahr für Jahr in Europas Meeren [4]
  • 250.000 Seevögel starben bei der Havarie eines Öltankers an der Galizischen Küste [5]

Aktuell verhandeln das EU-Parlament und die Fischereiminister der EU-Mitgliedsstaaten darüber, wie die knapp sechs Milliarden Euro Steuergelder des zukünftigen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) in den Jahren 2021 bis 2017 eingesetzt werden sollen. Sie entscheiden, welche Maßnahmen gefördert werden. Der NABU und sein Dachverband BirdLife International fordern:

Mindestens 1,5 Milliarden Euro (25% des EMFF) müssen für den Schutz und die Wiederherstellung der marinen Artenvielfalt reserviert sein!

Es gibt viel zu tun, um die Zerstörung der Meere zu beenden. Dazu gehören:

  • Den sinnlosen Tod von Meerestieren stoppen: Mehr Fischereiforschung und die Einführung von umweltschonenden Fanggeräten, um den Beifang von Seevögeln, Meeressäugetieren und Meeresschildkröten zu beenden.
  • Marine Vielfalt schützen: Die Umsetzung von gut gemanagten Meeresschutzgebieten und effektiven Maßnahmen zum Schutz mariner Arten und Lebensräume.
  • Die Plastikflut stoppen: Aufbau von effektiven Entsorgungsstrukturen für Schiffsabfälle ohne zusätzliche Kosten in allen Häfen („no-special-fee“).
  • Umweltkriminalität bekämpfen: Verbesserte Ausrüstung und Training der Küstenwachen, um Umweltvergehen wie illegale Fischerei, Müllentsorgung oder Verklappungen auf See zu beenden.
  • Ölunfälle verhindern: Verbesserung von Notfallkonzepten für den Fall von Schiffshavarien und Öl-Unfällen.
  • Meeresforschung stärken: Monitoring und Forschung zu Seevögeln, Walen, Delfinen und Meeresschildkröten ausbauen, um ihren Schutz zu verbessern.

Gemeinsam können wir Dinge verändern. Unterzeichnen auch Sie unsere Petition und fordern Sie Europas Politik auf, in die Vielfalt der Meere zu investieren.

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Quellen:

[1] ICES. 2009. Report of the Working Group on Seabird Ecology (WGSE), 23-27 March 2009, Bruges, Belgium. ICES CM 2009/LRC:10.91 pp.
[2] https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/indicators/status-of-marine-fish-stocks-2/assessment
[3] https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/schifffahrt#textpart-1
[4] http://ec.europa.eu/environment/marine/good-environmental-status/descriptor-10/pdf/MSFD%20Measures%20to%20Combat%20Marine%20Litter.pdf
[5] https://www.seo.org/wp-content/uploads/2012/10/Informe_Prestige_SEO_BirdLife.pdf - see page 27).