Liebe Unterstützer*innen,
wir haben es geschafft. Wir konnten uns mit der Petition Gehör verschaffen. Ich darf mit großer Freude folgendes berichten:
Nach Verfassung meiner E-Mail an den Ministerpräsidenten, Herrn Günther, wurde ich durch eine Mitarbeiterin des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein kontaktiert.
Wir haben ein sehr langes Telefonat geführt, welches mich optimistisch mit Mut und Hoffnung in die Zukunft schauen lässt. Es wird derzeit gemeinsam mit allen Ministerien an einem Landesaktionsplan gegen Rassismus gearbeitet. Für die Zukunft werde geplant, Beschwerdestellen mit geringen Hürden an jeder Schule einzurichten. Die Fälle in der Petition würden verdeutlichen, dass in den Plan aufgenommen werden müsse, dass die betroffenen Mitmenschen ermutigt werden müssten frei zu äußern, was falsch laufe. Sobald ich nähere Informationen dazu erhalte bzw. dieser veröffentlicht wird, werde ich diesen hier teilen. Gleichzeitig beteuerte sie, dass die in meiner E-Mail benannten Beispielfälle gravierend seien, weshalb dem nachgegangen werden und gemeinsam mit den Beteiligten aufgearbeitet werden müssten. Diesen Vorfällen mit Schweigen und Tatlosigkeit zu begegnen, kann nicht der richtige Weg sein.
Die Umfrage war anonym, den betroffenen Jugendlichen fehlt noch der Glaube, eine Meldung würde etwas bewirken. Sie sind eher der festen Überzeugung dadurch Nachteile und/oder Repressalien zu erfahren. Hiermit rufe ich alle Jugendlichen dazu auf, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen. Ich ermutige Euch Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen. Wir müssen die Schulbehörde hier zwingen endlich zu handeln. Dies sind wir zudem der nachfolgenden Generation schuldig. Sämtliche rassistischen Erlebnisse müssen offen angesprochen und einer Prüfung unterzogen werden. Gerne könnt Ihr mich diesbezüglich per E-Mail kontaktieren (selda.c@freenet.de).
Lasst uns hierfür den Weg frei machen! Hass, Angst, Wut, solche Gefühle hemmen die Produktivität der Menschen. Der Fokus wird nicht auf das Wesentliche gelenkt. Wir werden fehlgeleitet. Nur gemeinsam können wir vorankommen und etwas Gutes bewirken. Lasst uns das Jahr 2021 als das Jahr feiern, das die Menschen in Deutschland gelehrt hat, mehr Würde, mehr Freiheit, mehr Respekt, mehr Gleichberechtigung und mehr Toleranz füreinander zu empfinden.
Lasst uns bundesweit Gehör verschaffen!
Herzlichst,
Selda Caytas