Heute habe ich eine E-Mail an den Ministerpräsidenten Herrn Günther geschickt. Wir hoffen auf eine baldige Antwort.
Lasst uns diese Petition noch weiter verbreiten, sodass wir mehr Aufmerksamkeit auf uns ziehen können.
Vielen Dank an jeden Einzelnen !
Ps.: Hier die Email:
Datum: Donnerstag 24.12.2020 | 14.03 An: ministerpraesident@stk.landsh.de
Sehr geehrter Herr Günther,
Ich habe die Petition „Terror und Islam? Stopp, es reicht!“ gestartet und wollte Sie bitten, sich das Thema anzunehmen.
http://change.org/StopThatsEnough
Der Hass gegen Muslime ist längst salonfähig geworden. Gefördert wird dieses u.a. auch durch den Wortmissbrauch in der Politik und in den Medien (siehe Petition).
Ich frage Sie Herr Günther, was muss geschehen, damit wir Gehör finden? Viele der Muslime, die ich angesprochen habe bei der Petition mitzuwirken, trauen sich nicht einmal zu unterschreiben, weil sie Angst davor haben weitere Nachteile zu erfahren.
Finden Sie das nicht makaber, in einem Land, wo die Meinungsfreiheit Groß geschrieben wird?
Damit Sie ein Einblick in die Welt der muslimischen Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren erhalten, lesen Sie bitte die anonymen Antworten, die ich auf die folgende Umfrage bekommmen habe:
Welche Erfahrungen hast Du bisher aufgrund Deiner Religion gemacht?
Antworten:
S.S.:
Ich trage seit kurzem Kopftuch. Seitdem ist es umso schwerer für mich geworden einen Nebenjob zu finden. Viele Firmen und Läden erteilen mir Absagen oder sagen, ich müsste mein Kopftuch beim Arbeiten abnehmen. Ich bin noch Schülerin, deshalb konnte ich im Berufsleben noch keine Erfahrungen sammeln, aber ich weiß jetzt schon, dass ich wegen meiner Religion sehr eingeschränkt bin. Nicht weil es meine Religion nicht erlaubt, sondern weil die Menschen mich nicht möchten, aufgrund meiner Religion. Der Islam ist eine ruhige und schöne Religion, doch viele Menschen bekommen ein anderes Bild durch die Medien und haben Vorurteile gegen den Islam. Diese Vorurteile bemerke ich auch in der Schule. Lehrer und Lehrerinnen behandeln mich anders. Meiner Meinung nach ist diese „Religionsfreiheit“ nicht korrekt. In Deutschland ist immer noch sehr viel Diskriminierung. Viele Berufe können Muslime, insbesondere die Frauen, nicht ausüben.
E.C.:
Meine Erfahrungen mit meiner Religion, man wird auf der Straße zweimal statt einmal angeguckt. Und
auf den Job bezogen hat man als bedeckte Muslimin Schwierigkeiten seine Zukunft so aufzubauen, wie man es sich vorstellt. Ich zum Beispiel, wurde in den ersten Wochen, wo ich angefangen habe mich zu bedecken, einfach gekündigt.
S.K.:
Nachdem die Maskenpflicht in den Schulen zum Muss wurde, sagte ein Lehrer zu mir: „Du bist ja voll
verschleiert“, und dies auf dem Pausenhof vor allen Schülern von etwa vier Meter Entfernung, sodass dies alle mithören konnten. In einem anderen Fall stellte sich ein Schüler vor mich und sagte:“ Halt! Kein Durchgang für Kopftuchfrauen.“ Soviel zum Thema Diskriminierungsverbot und Freiheit des religiösen Bekenntnisses...
Y.F.
Als ich konvertiert bin, meinten viele Menschen, ob ich zum IS gehe. Islam = Gewalt
R.T.
Ich sollte im Religionsunterricht meine Meinung im Fall Samuel Patty äußern. Ich habe gesagt, es ist
eine eigene individuelle Tat und auf Grundlage eines radikalen Umfelds geschehen. Es hat nichts mit dem Islam und mir und den Muslimen zu tun, daraufhin wurde der Lehrer aggressiv mir gegenüber und
sagte Worte wie, wenn ich will zeichne ich jetzt diese Karikatur auf und Du kannst nichts machen.
Das passiert gerade in Ihrem Bundesland Herr Günther.
Sehen und hören Sie nicht weg. Seien Sie mutig und thematisieren Sie es! Seien Sie ein Vorbild bzw. lassen Sie uns eine Vorbildfunktion für die anderen Bundesländer, Ministerpräsidenten einnehmen.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Selda Caytas