Prof. Philipp OswaltKassel/ Berlin, Germany
Sep 5, 2019

Liebe Unterzeichner,

wir freuen uns zwei Informationen mitteilen zu können, eine erster Teilerfolg und ein erstes Gespäch:

(1)

dpa-Newskanal, 5.9.2019, 16:59 Uhr (u.a. veröffentlich auf SZ-online, weitere Infos in  PNN und MAZ-online):

Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche ist stumm

Potsdam (dpa/bb) - Das umstrittene Glockenspiel der Garnisonkirche in der Potsdamer Innenstadt ist seit Donnerstag stumm. Dies sei eine gemeinsame Entscheidung der Landeshauptstadt und der Stiftung Garnisonkirche Potsdam, sagte ein Sprecher der Stadt. Nun solle der wissenschaftliche Beirat der Stiftung die Inschriften an dem Glockenspiel prüfen. Danach werde öffentlich der weitere Umgang mit dem Glockenspiel diskutiert. Wann genau die wissenschaftliche Prüfung abgeschlossen sein soll, war noch nicht bekannt.

Erst Mitte August hatten Künstler, Wissenschaftler und Architekten in einem Offenen Brief den Abriss des 1991 von der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel aus Iserlohn (NRW) gestifteten Ensembles mit seinen "revisionistischen, rechtsradikalen und militaristischen Widmungen" gefordert. Die Prüfung sei jedoch keine direkte Reaktion auf das Schreiben, das auch an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ging, betonte der Sprecher.

Der Turm der Garnisonkirche wird derzeit wieder aufgebaut. Die DDR-Führung hatte das Gotteshaus 1968 sprengen lassen. Die Stiftung will im Neubau den Geist der Versöhnung und des Friedens pflegen. Kritiker erinnern auch an den "Tag von Potsdam", als am 21. März 1933 Reichspräsident Hindenburg dem neuen Reichskanzler Hitler vor der Garnisonkirche die Hand reichte.

(2) Die Initatoren des offenen Briefes sind am Freitag, den 20. September zu einem Gespräch mit je einem Vertretern der Stiftung Garnisonkirche Potsdam und ihrer Fördergeselleschaft (Peter Leinemann und Matthias Dombert) verabredet.
 

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