

Liebe Freund*innen von Sea-Eye,
nach 20 Tagen Festsetzung und der erschütternden Ankündigung der Bundesregierung, die finanzielle Unterstützung für die zivile Seenotrettung zu streichen, ist die SEA-EYE 5 Mitte Juli endlich wieder in See gestochen – mit klarem Kurs in Richtung Menschlichkeit!
An dieser Stelle erst einmal ein großes DANKE an alle, die sich innerhalb kürzester Zeit mit uns solidarisch gezeigt haben - ob durch Spenden, durch das Unterschreiben unserer Petition oder durch das Teilen unserer Beiträge auf Social Media!
Dank dieser Unterstützung konnten wir während der aktuellen Mission in zwei Rettungseinsätzen insgesamt 31 Personen an Bord der SEA-EYE 5 in Sicherheit bringen: Nach nicht einmal 24 Stunden im Einsatzgebiet rettete unsere Besatzung am 19. Juli 14 Menschen. Eine Person war dehydriert und verbrachte die Nacht im Bordhospital. Am nächsten Tag konnten alle Geretteten sicher in Reggio Calabria an Land gehen.
Am Donnerstagmittag (24.Juli) kam unsere Crew dann weiteren 17 Menschen zu Hilfe. Eine Person hatte zu viel Treibstoff eingeatmet, was zu einem zu niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut führte. Sie wurde an Bord mit Sauerstoff versorgt und gegen Dehydrierung behandelt, konnte aber nicht über einen längeren Zeitraum auf der SEA-EYE 5 bleiben. Ein Helikopter brachte die Person daraufhin in ein Krankenhaus nach Malta.
Ein paar Stunden nach dem Helikoptereinsatz verschlechterte sich der Gesundheitszustand einer zweiten Person und die Crew forderte eine weitere medizinische Evakuierung an. Ein Schiff der italienischen Küstenwache nahm sie an Bord und brachte sie in Lampedusa an Land.
Die italienischen Behörden wiesen der SEA-EYE 5 nach dem Einsatz den Hafen Vibo Valentia zu, der etwa 400 Seemeilen vom Ort der Rettung entfernt liegt. Nach fast 30-stündiger Fahrt konnten die restlichen 15 geretteten Menschen am späten Freitagabend sicher an Land gehen.
Herzliche Grüße
Gorden Isler - Vorsitzender von Sea-Eye e.V