
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
kaum eine Zeitung hat darüber berichtet, dass die erste Abstimmung zu CETA in dieser Woche am 18. Februar in den Niederlanden stattfand. Mit sehr knappen Mehrheit hat das niederländische Parlament (zweite Kammer) dem Handelsabkommen CETA zugestimmt. 72 Abgeordnete der Zweiten Kammer votierten am Dienstag in Den Haag für den Vertrag, 69 lehnten ihn ab. Über CETA muss auch noch die Erste Kammer abstimmen. In der Ersten Kammer (vergleichbar dem Bundesrat) droht eine Ablehnung. Es ist noch nicht bekannt, wann diese zweite Abstimmung zu CETA in der Ersten Kammer stattfindet.
https://www.jungewelt.de/artikel/372877.ceta-nimmt-erste-h%C3%BCrde-in-niederlanden.html
Hier können Sie lesen, welche Staaten ihre Zustimmung zu CETA schon gegeben haben:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/freihandel-ceta-auf-der-kippe-1.4800103
Umweltinstitut München berichtet in dieser Woche darüber, dass verbotene Gifte in der EU durch CETA sogar in die EU zurückkehren.
http://www.umweltinstitut.org/newsletter-ausgaben/archiv/newsletter-20022020.html
Die Freihandelsabkommen wollen das Vorsorgeprinzip der EU abschaffen, denn es stört grundsätzlich den freien Handel z. B. mit den vielen Giftcocktails. Schätzungen zufolge sind seit 1900 weltweit über 90 Prozent der Nutzpflanzenvielfalt durch die enorme Umweltzerstörung unserer Wirtschaftsweise für immer verschwunden. Unsere tägliche Ernährung basiert auf weniger als 30 Pflanzenarten. Und immer weniger Sorten landen auf unseren Tellern. Wie viel Zerstörung können wir uns noch leisten?
Unsere gegenwärtigen existentiellen Probleme sind die Folgen einer kulturellen Krise und nicht einer biologischen Krise. Wir haben durchaus viele gute Lösungskonzepte für unsere Probleme. Für ihre Umsetzung fehlt nur das Wollen und nicht das Können. Durch das System des Freihandels sind jedoch die Hände der politischen Entscheidungsträger komplett gebunden, obwohl sie ein Maximum an Flexibilität bräuchten, um uns aus dieser Krise zu führen.
WIR brauchen Regeln für ein gelingendes Leben. Die ungezügelte Profitgier zerstört Natur und Mensch. Nehmen Sie an der zurzeit laufenden Umfrage teil! Ihre Ideen sind gefragt! https://gemeinwohllobby.de/mitmachen/umfrage
Unterstützen Sie die Entstehung neuer Rahmenbedingungen mit Ihren Ideen ohne jegliche Verpflichtung!
https://gemeinwohllobby.de/unterstuetzer/personen
Das Hauptproblem unserer Zeit ist: Während die transnationalen Konzerne hervorragend organisiert sind, ist die Zivilgesellschaft dazu nicht fähig, obwohl es dringend notwendig wäre. Nur durch Kooperation untereinander können wir Verbesserungen herbeiführen und diesen Zerstörungswahn stoppen. Lassen Sie uns ein wirksames Bündnis schmieden für die nachkommenden Generationen! Worauf warten wir noch?
Die Zeit ist reif für eine Gemeinwohllobby! Machen Sie mit! Werden WIR viele!
Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein