Petition updateRÜSTUNSKONZERNE MÜSSEN FÜR FLÜCHTLINGE ZAHLENMassive Widerstände gegen vorbereitete Evakuierung von Schutzbedürftigen
Ursula MathernMerxheim, Germany
Sep 1, 2021

Lieber UnterstützerINNEN,

es müsse nun alles getan werden, damit Ortskräfte und andere Schutzbedürftige aus Afghanistan herausgeholt würden, behaupteten Heiko Maas und andere Vertreter der Bundesregierung vor ein paar Tagen wiederholt.

Ihre Praxis straft Ihre Worte allerdings wieder einmal Lügen! - Zum größten Leidwesen für die Menschen in Afghanistan, die vor lauter Angst und Verzweiflung nicht mehr ein noch aus wissen. - Ich denke, das dürfen wir nicht einfach so durchgehen lassen.

Ich habe H. Maas angeschrieben mit Kopie an den SPD-Kandidaten zur Bundestagswahl. Ich freue mich, wenn Sie ebenfalls schreiben.

Mit liebem Gruß

Ursula Mathern

Hier mein Offener Brief:

Offener Brief: Massive Widerstände gegen vorbereitete Evakuierung von Schutzbedürftigen

Sehr geehrter Herr Maas,

bei einer Antikriegskundgebung, die ich heute besucht habe, sprach u. a. eine afghanische Ärztin. Sie lebt seit Jahrzehnten hier, hat aber viele Kontakte in Afghanistan. Sie hat dort Hilfsprojekte initiiert und ist auch immer wieder hin gereist.

Können S i e sich eigentlich vorstellen, wie es sich anfühlen muss, in einem Land zu leben, in dem mindestens 2 Generationen nichts anderes als KRIEG erlebt haben. Sie wissen nicht, was Frieden ist. Sie hatten nie das Glück, mal nicht unter der Anspannung zu stehen, von Bomben, Drohnen oder Anschlägen getroffen zu werden. Es gibt dort keine Familie, die nicht vom Krieg betroffen ist.

Können S i e auch nur ansatzweise nachempfinden, was in dieser Ärztin vor sich geht, die derzeit Tag und Nacht von verzweifelten und völlig verängstigten Menschen angerufen wird?

Offensichtlich nicht!

Ansonsten hätten Sie nicht - wie vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet - der von zahlreichen zivilen Hilfsorganisationen unterstützten „Luftbrücke Kabul“ so viele Knüppel in den Weg werfen können. (s. https://www.rnd.de/politik/afghanistan-luftbruecke-gruenen-politiker-marquardt-mit-schweren-vorwuerfen-gegen-regierung-2TM63IXKNNCSHLOTFRZIFKC2UE.html

Öffentlich behaupteten Sie, so viele gefährdete Personen wie möglich retten zu wollen. – Diesbezügliche Vorbereitungen wurden allerdings überhaupt keine getroffen.

„'Mit immensem Aufwand konnten wir 18 gefährdete Ortskräfte aus Kabul in Sicherheit bringen. 18 Menschenleben, dabei hätten es Hunderte mehr sein können, wenn unsere Rettungsaktion nicht aktiv vom Auswärtigen Amt blockiert worden (Hervorhebung von mir) wäre', teilte die Initiative am Sonntag in einer Erklärung mit.

Und weiter: 'Für Hunderte Menschen hatten wir eine sichere Unterkunft, haben sie offiziell auf Listen des Auswärtigen Amtes registrieren und absegnen lassen, organisierten einen Bustransport über die katarische Botschaft und hätten Menschen innerhalb weniger Stunden an den Flughafen und auf unser Flugzeug bringen können'. Doch die Bundesregierung habe sich geweigert, eine E-Mail zu schreiben, um den Transport freizugeben“. (a. a. O.)

Sehr geehrter Herr Maas,

ich hoffe sehr, dass die Folgen Ihrer Politik Sie doch noch einmal einholen, Sie zur Rechenschaft gezogen und die Quittung für dieses perfide Agieren bekommen werden.

Ursula Mathern

 

 

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