Petition updateRÜSTUNSKONZERNE MÜSSEN FÜR FLÜCHTLINGE ZAHLENRasant vorrückender Klimawandel – und das Militär?
Ursula MathernMerxheim, Germany
Apr 27, 2021

Liebe UnterstützerINNEN,

sowohl ein Blick auf die Wälder als auch der Waldzustandsbericht zeigen: Unseren Wäldern geht’s dreckig! Schlecht für uns! Denn gerade um den Klimawandel zumindest noch abzumildern, brauchen wir die Wälder.

Einer der größten Klimakiller, das Militär, kommt aber weder in den Berichten des Bundesumweltministeriums noch des Bundeslandwirtschaftsministeriums vor, weshalb ich gerade einen Offenen Brief an die beiden Ministerinnen abgeschickt habe. (s. u.)

Ich freue mich sehr, wenn Sie auch schreiben und Freunde und Bekannte auf diese Zusammenhänge aufmerksam machen.

Versuchen wir alles, damit die diversen Gruppen der sozialen Bewegungen verstärkt zusammenarbeiten.

Mit liebem Gruß

Ursula Mathern

 

Hier mein Offener Brief:

An

die Bundesumweltministerin

Frau Svenja Schulze

svenja.schulze@spd-muenster.de;

svenja.schulze@bmu.bund.de;

 

die Bundeslandwirtschaftsministerin

Frau Julia Klöckner

info@cdurlp.de;

poststelle@bmel.bund.de;

 

Offener Brief: Rasant vorrückender Klimawandel – und das Militär?

 

Sehr geehrte Frau Schulze, sehr geehrte Frau Klöckner,

schon ein bloßer Blick auf die Wälder macht deren z. T. sterbenskranken Zustand unübersehbar, so auch der Waldschadensbericht: vier von fünf Bäume haben eine lichte Krone – als Folge des immer rasanter vorrückenden Klimawandels.

Um so erstaunlicher erscheint es, dass sowohl im Nachhaltigkeitsbericht des Bundesumweltministeriums zur Umsetzung der 2030-Agenda der Vereinten Nationen vom Sept. 2020 als auch im Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums „Klimaschutz und Landwirtschaft“ ein ganz wesentlicher Klimakiller nicht einmal erwähnt wird: das Militär!

Schaut man sich dagegen den Nachhaltigkeitsbericht des Bundesverteidigungsministeriums an, könnte man fast den Eindruck gewinnen, als gäbe es keinen besseren Umweltschützer als die Bundeswehr. (Rheinmetall will nun gar Ökopanzer bauen.)

Davon abgesehen wird der Klimawandel als globale Herausforderung betrachtet, weil er “erheblichen Einfluss auf die Sicherheit Deutschlands haben kann”, u. a. durch “unkontrollierte Migrationsbewegungen”.

 

Nicht nur die Wälder leiden insbesondere unter Dürre und lang anhaltender Trockenheit, die bis in tiefere Schichten hineinreicht, sondern ebenso die Landwirtschaft.

 

Unsere Lebensgrundlagen sind bereits massiv bedroht. D. h. es ist allerhöchste Eisenbahn, um endlich Transparenz über die Rolle und das Gewicht des Militärs in diesem Prozess zu schaffen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

 

Deshalb fordere ich Sie dringend auf, durch ein von Ihnen zu formulierendes GESETZ

- dafür zu sorgen, dass neben Ihren bisherigen Daten ab sofort die Verbrauchs- und die Emissionswerte für sämtliche militärisch genutzten Produkte erhoben werden, und zwar auf allen Stufen:
1. beim Abbau der erforderlichen Ressourcen

2. bei der Herstellung der Produkte

3. bei Militärübungen und sämtlichen Manövern

4. bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr

- Dasselbe gilt natürlich auch für entsprechende Daten der hier stationierten US-Streitkräfte.
- Diese Informationen samt Ortsangabe sind regelmäßig in Ihren Berichten zu veröffentlichen.

Auch Sie werden dann nicht länger die Augen davor verschließen können, dass

- Militär und dessen Finanzierung zwingend zu reduzieren sind
- nukleare Modernisierung und endlose Kriege abzulehnen sind
- Konversionspläne auszuarbeiten sind, um einen gerechten Übergang mit gewerkschaftlich organisierten Arbeitsplätzen und angemessenen Löhnen für Arbeiter, die aus der fossilen Brennstoff- und Waffenindustrie verdrängt werden, zu fördern
- es in Ihrem eigenen wie auch im allgemein gesellschaftlichen Interesse liegt, wenn Sie Basisgruppen für Klima, Umweltgerechtigkeit und Frieden als Verbündete betrachten und mit ihnen als Partner kooperieren.

Die Zeit drängt! Also ran ans Werk!

Ursula Mathern

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weitere Infos:

- Klotzen für den Krieg  Weltweit Spitzenreiter: BRD steigert Rüstungsausgaben laut SIPRI stärker als jeder andere Staat  https://www.jungewelt.de/artikel/401311.friedensforschungsinstitut-klotzen-f%C3%BCr-den-krieg.html

- Hensoldt: Zuschlag für Waffenfirma Leonardo  https://www.jungewelt.de/artikel/401239.hensoldt-zuschlag-f%C3%BCr-waffenfirma-leonardo.html

- Kiew will Waffen aus Berlin beziehen        Berlin. Die Ukraine dringt nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) auf deutsche Waffen. Konkret gehe es um Marineflugabwehrkanonen des Typs »GDM-008 Millennium«, Teile von Schiffsabwehrraketen »Sea Spear« sowie unbemannte Klein-U-Boote zur Aufklärung und Minenräumung, berichtet das Blatt unter Berufung auf ukrainische Regierungskreise. Kiew habe Berlin schon vergeblich um gebrauchte Korvetten gebeten, hieß es. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), sagte der Zeitung: »Da Russland mit Krieg droht, wäre es falsch, die Lieferung rein defensiver Waffensysteme jetzt auszuschließen.« (dpa/jW)  https://www.jungewelt.de/artikel/401223.kiew-will-waffen-aus-berlin-beziehen.html

- Rüstungskonzern Rheinmetall will Öko-Panzer bauen                   28. März 2021 Fred Schmid    https://www.isw-muenchen.de/2021/03/ruestungskonzern-rheinmetall-will-oeko-panzer-bauen/

- Kriegswaffen krisensicher    Es bleibt ein todsicheres Business: Der Umsatz und der Profit bei den US-Kriegskonzernen Lockheed Martin und Boeing wächst prächtig. Da kann auch die Coronakrise nichts ausrichten. Von Jörg Kronauer     https://www.jungewelt.de/artikel/401028.sichewre-profite-kriegswaffen-krisensicher.html

- Russland: Manöver im Schwarzen Meer                             Moskau. Vor dem Hintergrund eines immer aggressiveren Auftretens von EU und USA wegen des Donbass-Konflikts haben mehr als 20 russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer ein Manöver mit der Luftwaffe abgehalten. An der Übung seien Kampfflugzeuge des Typs »Suchoi Su-25SM3« beteiligt gewesen, teilte die Schwarzmeerflotte der russischen Marine am Dienstag mit. Dabei sei die Abwehr eines »gegnerischen Luftangriffs« unter Einsatz elektronischer Störsender und konventioneller Flugabwehr geübt worden. Mehr als 50 Kampfflugzeuge seien auf die 2014 in die Russische Föderation eingegliederte Schwarzmeerhalbinsel Krim verlegt worden. In der vergangenen Woche hielten Schiffe der ukrainischen Flotte gemeinsam mit Maineeinheiten Rumäniens im Schwarzen Meer ein Manöver ab. Ähnliche Übungen hatte es im Februar auch mit US-Schiffen gegeben. (dpa/jW)  https://www.jungewelt.de/artikel/400912.russland-man%C3%B6ver-im-schwarzen-meer.html

- Mali: Aufstockung für Bundeswehr-Einsatz   https://www.jungewelt.de/artikel/400913.mali-aufstockung-f%C3%BCr-bundeswehr-einsatz.html

 

 

 

 

 

 

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