Petition updateRÜSTUNSKONZERNE MÜSSEN FÜR FLÜCHTLINGE ZAHLENAuswertung: „Ausstieg aus der Kriegsmaschinerie“ / Defender 2020 u. a.
Ursula MathernMerxheim, Germany
Feb 24, 2020

Liebe UnterstützerINNEN,

Neben der Auswertung meines Anschreibens „Ausstieg aus der Kriegsmaschinerie“ an die Abgeordneten der Bundestagsfraktionen (außer AfD) vom 03.02.2020, die ich Ihnen hiermit zur Kenntnis gebe, möchte ich Ihnen ein paar weitere Hinweise geben.

Mit liebem Gruß

Ursula Mathern

1.)   Auswertung des Anschreibens „Ausstieg aus der Kriegsmaschinerie“

 

Rückmeldungen          Ablehnung von      Ablehnung von    Keine Annahme

                                      Defender 2020      Aufrüstung          Geld u.  a.

                                                                                                  von Waffenher-

                                                                                                  stellern

                                     JA/NEIN                   JA/NEIN             JA/NEIN

CDU/CSU

(246 Sitze)

Thomas Gebhart

bearbeitet aus Zeitgründen

nur Anfragen aus dem

eigenen Wahlkreis

Eckhard Pols               NEIN /  NEIN /  weist Bestechlichkeit strikt zurück.

 

Antje Lezius

Antwort angekündigt

 

SPD

(152 Sitze)

Yasmin Fahimi

verweist auf zuständigen

Wahlkreisabgeordneten

 

Christian Lange

verweist auf zuständigen

Wahlkreisabgeordneten

 

Dr. Joe Weingarten       NEIN /  NEIN /         keine Aussage 

sollte für die Fraktion

antworten

 

FDP

(80 Sitze)

Gerald Ulrich         Nicht eindeutig /  Nicht eindeutig /   NEIN

 

DIE GRÜNEN

(67 Sitze)

Bundestagsfraktion  Nicht eindeutig / Nicht eindeutig / bedingtes NEIN

                                                                            

Tabea Rößner                  „                                  „                                  „

 

DIE LINKE

(69 Sitze)

Dr. Dieter Dehm              alle JA    

Sylvia Gabelmann           alle JA

Andrej Hunko                   alle JA 

Cezanne Jörg                   alle JA 

Katja Kipping                    alle JA 

Caren Lay                         alle JA 

Dr. Alexander Neu           alle JA 

Victor Perli                        alle JA    

Bernd Riexinger               alle JA    

Dr. Petra Sitte                  alle JA     

Helin Evrim Sommer       alle JA   

Alexander Ulrich               alle JA                  _____________________________________________

2.) Hinweise

- Stopp Defender 2020 - Polizeieinsatz wegen DinA4 Blatt auf Berlinale (NMTV vor Ort) – unbedingt sehenswert!

 https://www.youtube.com/watch?v=tCsY3w2OYNc

- BAFA-Blockade in Eschborn: Demonstranten fordern vom BAFA, alle Genehmigungen für Rüstungsexporte auszusetzen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn ist die zuständige Behörde für die Genehmigung des Exports von sonstigen Rüstungsgütern und Dual-Use-Gütern. Aus diesem Grund haben, wie aus Medienberichten hervorgeht, rund 100 Friedensaktivisten der Kampagne "Krieg beginnt hier" am 4. Februar vor und im BAFA protestiert. Sie forderten das BAFA auf, umgehend alle Genehmigungen für Rüstungsgüterexporte auszusetzen. Der Protest habe sich vor allem gegen Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter in Kriegs- und Krisengebiete Länder wie Mexiko, Ungarn, Saudi-Arabien oder die Türkei gerichtet.

https://www.aufschrei-waffenhandel.de/termine-aktionen/aktionsberichte/040220-bafa-blockade-in-eschborn-protest-gegen-waffenexporte/

-   Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Weltraum (DG Defence) der EU

Die Schaffung der EU-"Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Weltraum“ (DG Defence) entspricht den Interessen der führenden deutschen und französischen Rüstungsfirmen und ihren (gemeinsamen) Rüstungsprojekten sowie deren Ziel, ihre Rüstungsexporte auszudehnen.

Özlem Demirel und Jürgen Wagner beschreiben in ihrem Aufsatz für die IMI-Analysen (Informationsstelle für Militarisierung), dass sich Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen entschieden dafür einsetzt, einen einheitlichen europäischen Rüstungsmarkt zu schaffen. Dazu wurde die „Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Weltraum“ (DG Defence) geschaffen, an deren Spitze der Rüstungsindustrie-erfahrene französische Manager Thierry Breton steht. Im Gegensatz zu anderen Branchen gibt es für die Rüstungsindustrie (noch!) keinen gemeinsamen EU-Binnenmarkt. Das hat die Konsequenz, dass die Beschaffung von Kriegsgerät und Rüstung nicht euopaweit ausgeschrieben werden muss. Viele Staaten blockieren eine derartige Ausschreibung, weil sie fürchten, dass ihre nationale Rüstungsindustrie zu kurz kommt. Sie nutzen die Ausnahmeregelung in Artikel 346 des „Vertrags über die Arbeitsweise der EU“ (AEUV) . Mit Mahnschreiben und schließlich Mahnverfahren sollen die Staaten durch die DG Defence dazu gebracht werden, ihre Blockade aufzugeben. Zusätzlich sollen diese Mitgliedsländer durch die Einrichtung eines „Europäischen Verteidigungsfonds“ (EVF) und Geldern daraus gelockt werden.

Noch mehr Rüstungsexporte?

Es sind vor allem deutsche und französische Rüstungsfirmen, die auf lukrative Aufträge hoffen. Dabei spielen die deutsch-französischen Kooperationsprojekte eines gemeinsamen Kampfflugzeugs und eines Kriegsschiffs eine wichtige Rolle. Sie werden die Steuerzahler sehr viel Geld kosten, die viel dringender für zivile Krisenbearbeitung sowie für soziale und ökologische Notwendigkeiten gebraucht würden.

Aufgrund der gigantischen Kosten neuer Waffensysteme können diese selbst von ökonomisch führenden Ländern wie Deutschland und Frankreich nicht mehr alleine getragen werden. Deshalb werden die Rüstungsunternehmen mit Macht darauf drängen, weitere Käuferländer zu gewinnen, ganz egal ob es sich um kriegführende Länder oder Konfliktregionen handelt. Sie werden alles daran setzen, dass die existierenden restriktiven politischen Grundsätze bei der Genehmigung durch den Bundessicherheitsrat weiterhin ignoriert werden oder durch laxere Regelungen ersetzt werden. Es ist daher ein wichtiges Etappenziel, das deutsche Exportmoratorium nach Saudi-Arabien, das bis Ende März 2020 begrenzt ist, unbefristet zu verlängern und auch auf weitere Länder der Jemenkriegs-Koaliton auszudehnen.

https://www.aufschrei-waffenhandel.de/neues/neuigkeiten/einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2655&cHash=e540d8529f4f18d2eb98704c71b2a177

-  Neuer EU-Haushaltsrahmen ab 2021: massiver Anstieg bei 
Militärausgaben, drastische Kürzungen in der Sozialpolitik     https://awblog.at/neuer-eu-haushaltsrahmen-ab-2021/

- Paris, Berlin und Madrid unterzeichnen Militärpakt

Paris. Das Milliardenprojekt eines EU-Luftkampfsystems wird weiter vorangetrieben. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) unterzeichnete am Donnerstag in Paris mit ihrer französischen Kollegin Florence Parly und dem spanischen Staatssekretär für Verteidigung, Ángel Olivares, eine Vereinbarung für die Entwicklung eines Prototypen für ein neues Kampfflugzeug. Deutschland, Frankreich und Spanien hatten das Militärprojekt im vergangenen Sommer besiegelt. 

https://www.jungewelt.de/artikel/373024.paris-berlin-und-madrid-unterzeichnen-milit%C3%A4rpakt.html

- ICAN-Broschüre: Eine feministische Kritik der Atombombe 

s. https://www.icanw.de/wp-content/uploads/2020/02/FemKritik_Broschuere_FINAL.pdf

 

 

 

 

 

 

 

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