Petition updateGemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit (#GfFuG)Ich habe Angst – und einen Traum
Olaf MorlockGröbenzell, Germany
Jan 28, 2023

Nun muss ich mich doch einmal zum Russland-Ukraine-Krieg äußern.
Das Gesagte gilt sinngemäß für alle Kriege und Konflikte, auch und ganz besonders für jene, über die bei uns gar nicht mehr gesprochen wird, tägliche Gewalt gegen wehrlose Menschen, die nahezu in Vergessenheit geraten ist.

Ich habe Angst vor dem was unsere Regierungen seit Monaten, wenn nicht Jahren, heraufbeschwören. Schritt für Schritt. Erst Helme, dann Waffen und Munition, nun Panzer – was kommt als Nächstes?

Baerbock, Hofreiter, Habeck, Strack-Zimmermann, Scholz und Co. scheinen sich nichts sehnlicher herbei zu wünschen als den dritten Weltkrieg.

Ja, das macht mir große Angst.

Ich nehme vorweg, dass ich den Russland-Ukraine-Krieg NICHT gutheiße.
Ganz im Gegenteil.
So wie ich gegen jeden Krieg bin, jede Gewalt als Mittel der Konfliktlösung ablehne, lehne ich auch diesen Krieg ab und sage, dieser Krieg muss sofort beendet werden.

Wie man einen Krieg NICHT beendet 

So wie man ein Feuer nicht mit Benzin löscht, so beendet man einen Krieg nicht mit Waffenlieferungen!

Was wir gerade erleben

Russland hat seine Bedenken, Befürchtungen und Ängste laut und deutlich geäußert, nicht nur einmal (unter anderem hier zu lesen, hier zu hören).
Die NATO, die USA an der russischen Grenze und acht Jahre währende willkürliche Gewalt gegen russischstämmige Menschen in der Ostukraine, um nur zwei Aspekte zu nennen.

Was davon inwieweit stimmt, kann und will ich hier nicht beurteilen.
Wichtig ist, dass die Sorgen Russlands einfach weggewischt wurden und werden. Begründet wird das unter anderem mit der Souveränität und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Und mit der Behauptung „Wir sind die Guten“. Die NATO sei schließlich keine Bedrohung.

Wieviel diese Aussagen wert sind und wo das Selbstbestimmungsrecht der Völker abrupt endet, sieht man deutlich am Beispiel der Salomonen. Die USA haben massive Sicherheitsbedenken geäußert und „entsprechende Reaktionen“ angekündigt, sollten die Salomonen sich erdreisten, ein Sicherheitsabkommen mit China zu unterzeichnen (hier nachzulesen). 

Zur Verdeutlichung:

  • Distanz Ukraine-Russland (NATO-Russland):
    ca. 0 Meter
    (aus westlicher Sicht keine Bedrohung)
  • Distanz Salomonen-USA (China-USA):
    ca. 12.000.000 Meter 
    (aus westlicher Sicht eine inakzeptable Bedrohung)

Offensichtlich ist die Bedeutung von Sicherheitsbedenken nach dem jeweiligen Bedenkenträger zu gewichten?!

Zu der Frage der Bedrohung und der illegalen Kriege der letzten Jahrzehnte kann sich jeder selber ein Bild machen (z.B. hier).

Wie man einen/diesen Krieg eskaliert

Russland wusste sich offensichtlich nicht mehr anders zu helfen, als durch Waffengewalt seine Sicherheit und die der Ost-Ukrainer zu gewährleisten.
Ich befürworte das ausdrücklich NICHT.

Noch weniger befürworte ich die Reaktion der westlichen und ganz besonders unserer Regierung. Waffenlieferungen, immer mehr und größere Waffen – Öl, immer mehr Öl ins Feuer.

Und weil das noch nicht reicht, erklärt unsere Außenministerin Russland auch gleich mal den Krieg (mehr oder weniger: „Weil, WIR führen Krieg gegen Russland…“)

Ja, das macht mir Angst, könnte Russland doch nun auf die Idee kommen, dass Deutschland erneut Krieg gegen Russland führt und anfangen zurückzuschlagen. Und das nicht nur gegen Deutschland.

Wie man einen/diesen Krieg beenden könnte

  1. Die Sorgen der russischen Regierung genauso ernst nehmen wie die eigenen.
  2. Mit Russland über deren Bedenken sprechen und sie GEMEINSAM ausräumen, im Dialog, ganz ohne Gewalt.

Ob die Bedenken Russlands gerechtfertigt sind oder nicht, habe ich nicht zu entscheiden.
Was ich aber entscheiden kann, darf und hier auch tue, ist,

  • dass diese Bedenken ernst zu nehmen sind und,
  • dass darüber gesprochen werden muss und,
  • dass eine Lösung gefunden werden muss, ohne jede Gewalt, die allen Seiten gerecht wird.

Es sei denn, wir wollen tatsächlich den ganz großen Krieg …

Was wir ("einfachen Menschen") tun können

Jeder Einzelne kann alleine wenig bis gar nichts tun.
Wir Menschen vereint aber sind eine Macht die nicht ignoriert werden kann.

Wir Menschen müssen das Recht einfordern, über Dinge die unser Leben unmittelbar beeinflussen, selber (mit)entscheiden zu können.
Dies ist beispielsweise immer der Fall, wenn es um eine Beschneidung der Menschenrechte geht (Leben, Freiheit, Gleichheit, soziale Sicherheit, Gesundheit und Sicherheit der Person). Ein Krieg gefährdet, bedroht, vernichtet all dies.
Alle paar Jahre Wahlen einer Regierung (die dann auch noch - bis zur nächsten Wahl - den Willen der Wähler ignoriert) reichen hierfür nicht einmal im Ansatz aus.

Also müssen Mechanismen geschaffen werden, die es den Menschen, allen Menschen, gestatten, basisdemokratisch an der Entscheidungsfindung zu allen relevanten Themen teilhaben zu können.

Zudem muss die UNO reformiert und der IStGH gestärkt werden, um ihren wichtigsten Aufgaben gerecht werden zu können

  • die Sicherung des Weltfriedens,
  • die Förderung der internationalen Zusammenarbeit,
  • den Schutz der Menschenrechte und
  • die Sicherstellung der Gleichberechtigung von allen Nationen und allen Menschen

auch gegen den Widerstand jener, die den Frieden nicht wollen.

Um dies zu erreichen, müssen wir, jeder Einzelne, uns bewegen, Verantwortung übernehmen, unser Recht gemeinsam einfordern und durchsetzen, sonst wird das nichts.

Das zukünftige Machtgefüge (Mein Traum, der Weg zum Weltfrieden)

Die von den Menschen durch Wahlen eingesetzten Verwaltungen und Kontrollinstanzen werden auch nach den Wahlen basisdemokratisch von den Menschen kontrolliert, zu jeder Zeit (s. Bild).

Wichtige Entscheidungen, die von der jeweils betroffenen Bevölkerung(sgruppe) getroffen wurden, sind für alle Regierungen aller Länder und Regionen bindend.
Wer das ignoriert, fliegt raus.

Es gibt viel zu tun – fangen wir endlich an.

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