

Das Konzept des Krieges kann kaum besser erklärt werden, als durch Schach.
Abgrenzung
Ich möchte betonen, dass ich hier nur von dem Konzept, nicht von dem Leid und Elend eines Krieges spreche.
Die Grausamkeiten eines Krieges, das Leid des Einzelnen und das Elend der betroffenen Menschen kann in meinen Augen gar nicht erklärt und hoffentlich niemals erlebt werden.
Die Bestialität eines Krieges lässt sich, von jemandem der noch keinen erleben musste, nur vermuten und erahnen. Doch diese Ahnung sollte bereits genügen um radikal gegen jeden Krieg zu sein und alles zu unternehmen um einen bewaffneten Konflikt grundsätzlich und ausnahmslos auszuschließen.
Jede alternative Methode der Konfliktbewältigung ist besser als Kriege zu führen, auch wenn es darum geht, Aggressionen abzuwehren.
Und es gibt immer eine Alternative – wer etwas anderes behauptet, lügt oder hat nicht zu Ende gedacht.
Menschen müssen, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind, keine Feinde sein.
Schach und Krieg – Gemeinsamkeiten
- Es gibt einen König/Anführer
- Es gibt Offiziere und es gibt Soldaten
- Der König kann nicht sterben (Schach)
Er wird bei Kapitulation symbolisch niedergelegt, verbleibt nach einer Niederlage aber immer auf dem Spielfeld. - Der König/Anführer stirbt in aller Regel nicht (Krieg)
Er wird bei Kapitulation oder Niederlage entweder in ein anders Amt versetzt oder führt ein amtloses Leben in Luxus, schlimmstenfalls im Exil. - Alle anderen können sterben (vom Brett/Spielfeld/Schlachtfeld genommen werden)
- Und die faszinierendste Gemeinsamkeit:
Hinter dem König sitzt immer der eigentliche Spieler. Er verschiebt, ganz nach Belieben, die Figuren auf dem Schlachtfeld, auch den König.
Und wenn viele Soldaten und einige Offiziere tot sind und einer der Könige besiegt ist, geben die Spieler sich die Hand und gehen friedvoll auseinander. Zurück lassen sie ein Meer von Toten.
Schach und Krieg – Unterschiede
Schach
- Schach ist ein Spiel.
- Niemand kommt zu Schaden.
- Die „Toten“ sind Spielfiguren die symbolisch vom Brett genommen werden und im weiteren Spielverlauf keine Rolle mehr spielen.
- Nach dem Ende des Spiels werden alle Figuren wieder auf das Brett gestellt und es beginnt eine neue Partie.
Krieg
- Krieg ist purste Grausamkeit und bitterer Ernst.
- Viele, sehr viele (außer den „Spielern“ und ihren Mittätern und Komplizen) kommen zu Schaden, sterben, werden verstümmelt, (ver)hungern, (er)frieren, verlieren geliebte Menschen, verlieren ihre Heimat, verlieren ihr Hab und Gut, werden traumatisiert.
- Die Toten sind tot, die Verstümmelten verstümmelt, die Hinterbliebenen psychisch zerstört.
- Nach dem Ende des Krieges planen die „Spieler“ den nächsten Krieg.
Warum das Narrenmatt (Bild), unter diesen Aspekten, die schönste Schachvariante ist
- Blitzkrieg (2 Züge)
- Niemand stirbt, wird verstümmelt oder muss lange leiden
Was wir daraus lernen können
Würde sich jeder Krieg, wie ein Schachspiel, ausschließlich darum drehen, den gegnerischen Anführer unschädlich zu machen, mit der Option allerdings, ihn „vom Brett nehmen“ zu können, gäbe es keine Kriege. Denn, wer wäre denn dann noch bereit, sich selber und seine Lieben einem solchen Risiko auszusetzen?
Solange allerdings andere Menschen – mehr oder weniger bereitwillig – für den Irrsinn eines Anführers, der selber feige in sicherer Ferne oder geschützt im Bunker sitzt, morden und selber sterben oder, wie wir es aktuell beobachten müssen, nur allzu bereitwillig andere morden und ermorden lassen, wird das noch einige Kriege lang so weitergehen.
Wir werden die Welt nur gemeinsam verändern können.
Erst wenn alle Menschen aller Nationen gemeinsam aufstehen und sagen „Wir machen da nicht (mehr) mit!“, haben die paar wenigen Kriegsprofiteure ihre Macht endgültig verloren.
Soldaten, legt die Waffen nieder!
Menschen, sagt NEIN zu den Bellizisten (Kriegstreibern)!
Für jedes Gewehr könnten wir ein Jahr lang ein Haus beheizen,
für jeden Schuss eines Panzers könnte ein Mensch ein Jahr lang essen,
für jede Drohne könnten wir einige Spielplätze bauen,
für jeden Panzer einige Häuser,
für jeden Kampfjet einige Schulen,
für jeden Flugzeugträger eine Stadt.
Stattdessen zerstören wir all das.
Falls du gedankliche Fehler in meinen Ausführungen entdeckst, erkläre sie bitte in einem Kommentar.
Falls nicht, sprich bitte mit allen Menschen darüber, mit deiner Familie, deinen Freunden, deinen Bekannten und auch mit Fremden, jeden Tag, überall, im In- und Ausland.
Danke.