Petition updateGemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit (#GfFuG)Der Preis für den Frieden?
Olaf MorlockGröbenzell, Germany
Mar 7, 2023

Im Fernsehstudio herrscht eine wohlige Temperatur, die im Halbkreis sitzenden Diskussionspartner wirken wohlgenährt, sind adrett gekleidet, jeder hat ein frisches Getränk neben sich stehen. Alles ist friedvoll.
Eine Atmosphäre also, in der man sich wohlfühlen kann – vorausgesetzt natürlich, man leidet nicht unter Lampenfieber, was keiner der Anwesenden zu tun scheint.

Das Thema der Sendung:
Tyrannei der Selbstgerechten: Nur noch eine Meinung erlaubt?

Eine der anwesenden Damen ergreift das Wort:
Es ist ja auch jeder für den Frieden.
Man kann ja nicht sagen, die einen sind die Friedensbewegung und die anderen nicht.

Mit Verlaub: Alle sind für den Frieden.
Wir diskutieren ja nur über die Frage 'Wie kommen wir dort hin?' und: 
Welchen Preis darf das haben?
Welchen Preis wollen wir persönlich bezahlen?
Welchen Preis können wir der Ukraine abverlangen?
Das sind die Parameter die wir diskutieren.
Aber mein Gott, ist denn irgendjemand für Krieg?

Klingt erstmal schön. Alle sind für Frieden.

Dann aber stellte ich mir folgende Frage:
Echt jetzt?
Bevor wir einen Preis für den Frieden bezahlen, akzeptieren wir lieber Krieg?
"
Und nun erkenne ich meine eigentliche Frage:
"Welcher Preis könnte höher sein, als der Preis den hunderttausende, ja Millionen Menschen bezahlen müssen, weil ein paar wohlgenährte, wohlbehütete Theoretiker nicht bereit sind den Preis für den Frieden zu bezahlen?

Ich bin aufrichtig dankbar für jede erhellende Antwort, weil ich selber keine finden kann, beim besten Willen nicht.
Und ich habe gesucht und gesucht, suche immer noch.

Menschen werden ermordet, inzwischen Hundertausende.
Soldaten, Zivilisten, Männer, Frauen, Kinder, werden verstümmelt, leiden Hunger, erfrieren, müssen zusehen wie ihre Nächsten von Bomben zerfetzt werden, verlieren Haus, Hof und Hoffnung, werden traumatisiert, für den Rest ihres Lebens.
Über Schäden an Umwelt, Natur und Ökonomie und maßlose Ressourcenverschwendung möchte ich an dieser Stelle gar nicht sprechen.

Und wir fragen uns: „Welchen Preis sind wir bereit für den Frieden zu bezahlen?

Ehrlich, ich verstehe das nicht.

Der kurze Weg zum Frieden

Frieden schaffen heißt, den Krieg zu beenden.
Den Krieg zu beenden heißt, aufzuhören zu schießen.
Nicht mehr schießen heißt, wieder miteinander zu reden.

Offensichtlich sind unsere Anführer und Befehlshaber damit überfordert.
Also müssen wir das tun.

Wenn der erste Soldat die Hand hebt und dem Soldaten gegenüber zuruft
"Hören wir doch auf zu schießen, lass uns besser reden!"
und der dann erwidert
"Aber ich habe den Befehl!"
und der erste dann sagt
"Scheiß drauf!"
und der zweite dann nachdenkt, sein Gewehr niederlegt, aus seinem Panzer steigt oder was auch immer, und ruft
"Da hast du ja so recht.",
dann ist das der erste Schritt zu echtem Frieden.

Nur gemeinsam können wir Frieden schaffen, gegen den Widerstand jener, die den Frieden nicht wollen.

Stell dir vor, es ist Krieg, und alle geben sich die Hand, und gehen nach Hause

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