Decision Maker

Susanne Eisenmann

  • Kultusministerin Baden-Württemberg

Does Susanne Eisenmann have the power to decide or influence something you want to change? Start a petition to this decision maker.Start a petition
Petitioning Peter Tschentscher, Susanne Eisenmann, Michael Piazolo, Sandra Scheeres, Britta Ernst, Claudia Bogedan, Ties Rabe, Alexander Lorz, Bettina Martin, Grant Hendrik Tonne, yvonne gebauer, Stefanie Hubi...

Abi 2020 Umdenken: Durchschnittsabitur

Schwierige Zeiten erfordern moderne Problemlösungen Was genau macht die Abiturprüfungen dieses Jahr so ungerecht?: https://hackmd.io/@Abi2020Umdenken/fehlende-Vergleichbarkeit Kontaktdaten der Kultusminister: https://hackmd.io/@Abi2020Umdenken/Kultusminister Update 26.3.2020Die Kultusminister haben gestern aus unserer Sicht ausgesprochen ignorant und kurzsichtig festgelegt, dass alle Prüfungen stattfinden werden. Ihren Statements konnte man nicht entnehmen, dass sie unsere Sorgen und Ängste ernst nehmen. Und irgendwie auch nicht, dass sie den Ernst der Lage erkannt hätten. Denn in der Zwischenzeit schreitet die Pandemie unvermindert voran, das RKI und der Gesundheitsminister sehen Deutschland erst am Anfang, mit einem Höhepunkt an Erkrankten Ende April, Anfang Mai. Experten sagen es ist fraglich, ob die Kliniken bei der Höhe der prognostizierten Fallzahlen durch die Epidemiologen genügend Beatmungsgeräte haben. Aber hey – wir waschen uns einfach gut unsere Hände, versichern den LehrerInnen, die uns mit Mundschutz empfangen, dass wir uns topfit fühlen und schreiben mit Leichtigkeit die Prüfungen unseres Lebens? Wen das auch aufregt: Schreibt Mails an Eure Kultusminister, die Schulbehörden der Länder sind häufig auf Instagram, schreibt an eure LehrerInnen und Schulleitungen, den Gesundheitsminister und die Kanzlerin, und fragt, wer das alles verantworten wird, wenn sich in den Prüfungen auch nur ein Mensch infiziert. Wir kämpfen weiter! ---------------------------------------- In wenigen Wochen sollen etwa 350.000 Schüler deutschlandweit ihr Abitur absolvieren. Das finden wir aus drei Gründen falsch: 1. Gesundheitlich: Mit Bus und Bahn zur Prüfung und dann mehrere Leute für fünf Stunden in einen Raum packen und hoffen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet? Virologen konnten bereits beweisen, dass das Virus SARS-Covid 19 mehrere Tage auf Oberflächen überleben kann, und immer noch übertragbar ist. Ein ausgetauschter Stift, ein Berühren des Nachbartisches, die Benutzung der Toiletten könnte reichen, um die Epidemie fortschreiten zu lassen. 2. Psychologisch: Viele von uns haben Angst. Unsere Familien geraten in Existenznot und wir mit unseren Prüfungsvorbereitungen mittendrin. Nichts ist wie zuvor. Abgesagte Vorabiklausuren, chaotischer Onlineunterricht, Computer müssen mit Geschwistern und Eltern geteilt werden, ausgefallene PL's und der fehlende Austausch mit Mitschülern und Mitschülerinnen.  3. Gesellschaftlich: Viele von uns leisten gerade zuhause einen Beitrag. Wir beschäftigen kleinere Geschwister, facetimen mit den Großeltern, gehen einkaufen, organisieren Dinge und unterstützen unsere Eltern und Nachbarschaften. Wenn 350.000 kluge Köpfe neben diesen Aufgaben Zeit für kreative Projekte hätten - beispielsweise die Teilnahme an dem Hackathon der Bundesregierung #WirVsVirus und allem, was daraus folgt - dann nützt das der Gesellschaft in dieser Situation mehr, als Abiprüfungen. Wir fordern: Keine Abitur-Klausuren in 2020!  UNSERE LÖSUNG: Jede Schülerin und jeder Schüler (deutschlandweit) erhält in diesem Jahr ein sogenanntes Durchschnittsabitur. Hierfür wird ein Durchschnitt der einzubringenden 32 bis 40 Semesterergebnisse (Beispiel Hamburg) der letzten 4 Semester errechnet und als Abiturnote festgelegt. Bei einer erwünschten Verbesserung der Note, kann eine mündliche Leistung in einem der vier bereits gewählten Prüfungsfächer erbracht werden (zum Beispiel per Online-Videocall), und wie in den Vorjahren als mündliche Prüfung mit einberechnet werden. Update 21.03.2020: Wir haben viele Anfragen von euch, ob unser Lösungsansatz nicht genauso für ESA und MSA Prüfungen funktionieren könnte, da sich die Schülerinnen und Schüler in der identischen Situation befinden. Wir finden ja: Also erweitern wir hiermit die Petition und kämpfen genauso für einen Durchschnitts-ESA und -MSA (hier werden dann die Noten aus dem ersten und zweiten Halbjahr 2019/2020 zur Errechnung herangezogen) Los geht's. Presseanfragen: abi2020umdenken@gmail.com

Paul Gringel & Filippa Steffens
154,769 supporters
Petitioning Dr. Susanne Eisenmann, Helmut Holter, Landtag Baden-Württemberg

Englisch Abiturprüfung 2018 #unangemessen - Bezug Pressemitteilung Kultusministerium

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Dr. Susanne Eisenmann, sehr geehrter Herr Helmut Holter, sehr geehrter Petitionsausschuss des Landtages Baden-Württemberg, nach der Pressemitteilung des Kultusministeriums zur Petition "Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair!", habe ich das Bedürfnis, zur öffentlichen Ansprache beider Thematiken. Ich schreibe diese Petition im Namen aller betroffenen Englisch Abiturienten. Somit mache ich hiermit vom im Grundgesetz verankerten Petitionsrecht Gebrauch. Die Folgenden Erläuterungen und Argumente vertrete ich im Namen aller Beteiligten. Somit vereine ich zahlreiche Meinungen & Argumente von Betroffenen. Diese habe ich nach meinem besten Gewissen auf Richtigkeit durch Recherche überprüft. Zuallererst kurz zu mir. Ich bin selbst Englisch Abiturient dieses Jahrganges und kann den aufgeführten Kritikpunkten der vorangegangenen Petition "Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair!" uneingeschränkt zustimmen. Zunächst möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich von der Pressemitteilung des Kultusministeriums sehr enttäuscht bin. Auf die Kritikpunkte der Petition wurde unzureichend & unvollständig eingegangen. Die Unterschriften und Meinungen von 32.000 (Tendenz stetig steigend - Stand 21:00 Uhr, 24.04.2018) deutschen Staatsangehörigen bzw. Abiturienten, Lehrern und Schülern wurden schlichtweg durch die Einschätzung einer handvoll "Experten" übergangen. Wozu dient das im Grundgesetz verankerte Petitionsrecht denn eigentlich? Richtig, mit Bitten und Beschwerden an staatliche Institutionen zu treten und somit, wie in einer Demokratie gewollt, die Meinung und Sicht der Bevölkerung einzubringen. Die Politikverdrossenheit der jüngeren Generationen ist schwer zu lösen, wenn staatliche Institutionen in solch ignoranter Weise verfahren. Nachdem der erste Anlauf mit den Anliegen regelrecht abprallte, möchte ich mit Bezug zur Pressemitteilung nochmals unser Anliegen schildern. Aus diesem Grund wird diese Petition neben der Kultusministerin in Baden-Württemberg Dr. Susanne Eisenmann, auch an den Präsidenten der Kultusministerkonferenz sowie an den Petitionsausschuss des Landtags Baden-Württemberg geleitet . Zitat: "Aufgabe des Petitionsausschusses ist es, sich mit Eingaben von Bürgerinnen und Bürgern zu befassen, die sich durch eine Landesbehörde ungerecht behandelt fühlen. Der Petitionsausschuss darf – im Unterschied zu den Gerichten – nicht nur die Rechtmäßigkeit einer behördlichen Entscheidung überprüfen, sondern auch deren Zweckmäßigkeit." Zitatquelle: Landtag Baden-Württemberg Legen wir erneut einen Blick auf die zu kritisierenden Aspekte der Englisch Abiturprüfung, welche die Prüfung auf eine enorm schwierige Ebene hoben & diese mit vorangegangenen Abiturprüfungen keineswegs vergleichbar machten: 1. Der Textausschnitt für die Comprehension & die Analysis ("Call It Sleep" von Henry Roth) findet seinen Ursprung im Jahr 1934 und beinhaltet eine extrem hohe Konzentration von Vokabular, welches im Kursstufe-Wortschatz schlichtweg nicht vorhanden ist. Große Teile sind im heutigen Sprachgebrauch längst nicht mehr üblich und konnten teilweise nicht einmal im Abiturwörterbuch (z.B. OALD Wörterbuch) gefunden werden. Beispiel: Das Wort "roweling/rowel". 2. Vor allem durch die hohe Anzahl an Fremdwörtern, welche für das Textverständnis übersetzt werden mussten, ging ein Vielfaches der Zeit verloren (was ist den vorherigen Abiturjahrgängen nicht der Fall war). Diese Zeit fehlte für die ausführliche/korrekte Bearbeitung sämtlicher Aufgaben. Erschwerend kam hinzu, dass die Multiple-Choice Aufgaben schwerer & länger waren als sonst. Einige glichen auf Grund des fiktionalen, poetischen Ausgangstextes eher Interpretationsaufgaben. Wie es ist, diese richtig zu lösen, kann man sich vorstellen. 3. Der zu bearbeitende Text gehört zur Gattung der Romane/Erzählungen. Er beinhaltet Charaktere, aus dem Abschnitt nicht erkennbare Personenkonstellationen und eine schwierige Handlung, in welche man regelrecht geworfen wird. Im Gegensatz zu den Sachtexten der vorherigen Jahre glichen die Comprehension Aufgaben somit meist Interpretationen von Verhältnissen und Gefühlen. Schwierig wird es dann auch bei den Textbelegen, da sich Antworten oft "zwischen den Zeilen" abspielen. Poetische, umschweifende Textstellen wurden von uns Prüflingen meist falsch gedeutet. 4. Im Unterschied zu den vergangenen Abiturprüfungen in Englisch wurden plötzlich für die Belegstelle im Text zwei Zitate verlangt. Was nicht nur extrem schwer bei solch einer Textsorte ist, sondern auch die Punktzahl wurde pro Aufgabe, trotz des erhöhten Aufwandes, nicht erhöht. Ist eine der beiden Belegstellen also falsch, erhält man schlichtweg keinen Verrechnungspunkt. Diese Mehrarbeit schlug sich ebenfalls im zeitlichen Rahmen nieder. 5. Die Aufgabe der Analysis beruhte auf dem Verständnis des fiktionalen Textes. Im Text sollte unter anderem der letzte Absatz analysiert werden. Hier begannen für einige die ersten Probleme. Welcher Absatz genau gemeint ist, war nicht vollständig ersichtlich. Die Aufgabenstellung so offen, dass nicht hervorging was eigentlich gefordert wird. Weshalb, wird hier nicht zu klaren und verständlichen Formulierungen gegriffen? Ebenso konnte der Text auf Grund der vielen fremdem Vokabeln und der fehlenden Zeit nur bruchstückhaft übersetzt und somit verstanden werden, vor allem der zu analysierende Teil glich einer metaphorischen/gleichnishaften Beschreibung der Freiheitsstatue. Dieser Fakt wurde von den meisten Prüflingen nicht erkannt und es folgte somit eine Themaverfehlung der Aufgabe. Comprehension und Analysis (content) machten übrigens zusammen 20 VP von 60 VP (Verrechnungspunkte) in der Prüfung aus. Also bereits ein Drittel. Von natürlichen Abzügen in language (15 VP) ganz zu schweigen. 6. Durch den hohen Verlust von Zeit, vor allem durch die Comprehension, mussten deutliche Abstriche im Umfang der Bearbeitung vorgenommen werden. Somit betreffen die genannten Aspekte ebenso die Composition. Somit führt dies auch hier zu erheblichem Verlust von Verrechnungspunkten.   Lassen Sie mich nun einige Worte zur Pressemitteilung des Kultusministeriums sagen: 1. Ministerin Eisenmann: „Ich habe vollstes Vertrauen, dass die Lehrkräfte ihren Ermessensspielraum bei der Korrektur verantwortungsvoll und ausgewogen ausschöpfen.“ Hierbei wird die institutionelle Verantwortung lediglich nach unten delegiert. Es sollte nicht Aufgabe der Korrektoren sein, Ungereimtheiten & Probleme in den Aufgaben der Prüfungen zu lösen. Insbesondere nicht bei diesem Umfang, wenn Prüfungen keineswegs mehr vergleichbar mit Prüfungen anderer Jahre sind. Des Weiteren haben die Lehrer Korrekturvorgaben, in welche auch korrigiert werden sollte. Selbst wenn ein Korrektor "ein Auge zudrückt", hat man keinerlei Einfluss auf weitere Korrektoren. Was ist mit denen, bei denen kein Auge zugedrückt wird? Haben die dann Pech gehabt, da Sie die Verantwortung auf die Lehrer übertragen? 2. "Die schriftliche Prüfung fließe wiederum nur mit zwei Dritteln in die Gesamtnote ein." Hierzu muss wie ich denke, wenig gesagt werden. Wie viel 2/3 sind, erkennen selbst die Nichtmathematiker. Selbst wenige Punkte sind bei vielen Schülern entscheidend. 3. "Der als vermeintlich schwierig eingestufte Prüfungsteil „Analysis“ mache außerdem nur 15 Prozent der schriftlichen Abiturnote Englisch aus." Diese Aussage ist irreführend vor Medien und Nicht-Involvierten. Die beschriebenen Kritikpunkte umfassen Comprehension & auch Analysis (content), welche bereits 20 von 60 VP ausmachen. Zusätzlich kommt es bei fast allen Prüflingen noch zu Abzügen in der Sprache (language), was dann eine gute Endnote zusätzlich in die Ferne rücken lässt. Ergänzend sei hier auch nochmals ausdrücklich auf Punkt 6 der Kritikpunkte verwiesen. 4. "Der kritisierte Text kam letzten Freitag auch an den Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern zum Einsatz. Auf explizite Nachfrage des Kultusministeriums am heutigen Vormittag gab es in diesem nord-östlichen Bundesland keine Hinweise auf ähnliche Kritik, wie sie in der Online-Petition geäußert wurde." Dies mag sein. Nur weil dort keine Petition gestartet wurde, heißt das nicht, dass die Schüler dort zufrieden mit der Textvorlage waren. Insbesondere wenn eine Prüfung schlecht lief, versucht man damit abzuschließen. Aber nehmen wir trotzdem mal an, dort herrscht keine ungewöhnlich hohe Unzufriedenheit über den Text. Im Zitat ist lediglich die Rede von einer identischen Textvorlage, wie sieht es allerdings mit den gestellten Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern aus? Was die beiden Bundesländer aber nicht vergleichsfähig macht, sind vor allem Folgende Fakten: Wussten Sie, dass Mecklenburg-Vorpommern für das erhöhte Anforderungsniveau 300 Minuten (330min - 30min Hörverstehen) gestellt bekommt? In Baden-Württemberg waren es 180 Minuten. Zusätzlich durften die Schüler dort zweisprachige Wörterbücher verwenden, in Baden-Württemberg einsprachige. Was Zeit- und auch Verständnisnachteile mit sich bringt. 5. "Als Ergebnis der Überprüfung ist festzuhalten, dass das Niveau der kritisierten Aufgaben angemessen war." "Zwar sind die heute vom Kultusministerium hinzugezogenen externen Fachberater zu dem Ergebnis gekommen, dass der Haupttermin 2018 anspruchsvoller war, als die Klausuren der Jahre zuvor. Indes seien die Aufgaben in jedem Falle machbar gewesen." Neben den Widersprüchen in den beiden Aussagen, geht hier klar hevor, dass die Vergleichbarkeit mit ehemaligen Prüfungen nicht gegeben ist. Die Prüfung durch Spezialisten und eine Kommision mag schön und gut sein, ist allerdings realitätsfern von Fähigkeiten der Schüler, geschweige denn unter einem enormen Prüfungsdruck. Zitatquellen: Kultusministerium Die Schwierigkeit ist definitiv nicht mit vorhergegangenen Abiturprüfungen vergleichbar. Es ist schade, dass hierfür in einer Demokratie die Meinung der Bevölkerung missachtet wird. Es ist wirklich schade, dass die Unterschriften und Meinungen von 32.000 (Tendenz stetig steigend - Stand 21:00 Uhr, 24.04.2018) deutschen Staatsangehörigen bzw. Abiturienten, Lehrern und Schülern schlichtweg übergangen werden. Liegen diese Menschen, die Abiturienten mit Ihrem Anliegen etwa falsch? Man sollte sich dringend Gedanken machen, wenn ein gesamtes Bundesland auf Grund extrem schwierigen, unverständlichen und unvergleichbaren Prüfungsaufgaben zusammen steht und sich mit dem Anliegen an das Ministerium wendet. Die Frage, ob es an den Aufgaben liegt, oder die Englisch Abiturienten "zu blöd" sind, überlasse ich Ihnen selbst und verbleibe mit der Hoffnung, sie kennen die Antwort. Ist es denn nötig uns jungen Menschen, die die Zukunft in einer Demokratie mitgestalten, unnötig große Steine in den Weg zu werfen? Bei allem Verständnis für ein "Qualitätsabitur", dies hier, ist keines. Man schafft kein höheres Niveau, indem man sich realitätsfern von den Schülern & auch Lehrern bewegt. Wieso diejenigen übergehen, die es am meisten betrifft? Unser Abitur trägt einen enorm wichtigen Teil zu unserer Zukunft bei. Sollte es nicht das Ziel sein, uns Schüler auf das spätere Leben, Berufsleben, realistisch vorzubereiten? Selbst viele Schüler, welche Englisch als Ihre zweite Muttersprache sprechen, taten sich mit der Prüfung enorm schwer.   Zusammengefasst finden wir, dass das diesjährige Abitur im Fach Englisch zu schwer war und nicht vergleichbar mit anderen Bundesländern oder Jahrgängen. Große Teile der Stellungnahme sind nicht tragbar. Zitat von der Homepage der Kultusministerkonferenz: "Daraus ergeben sich als abgeleitete Aufgaben:die Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit von Zeugnissen und Abschlüssen als Voraussetzung für die gegenseitige Anerkennung zu vereinbaren". Sehr geehrter Landtag, sehr geehrter Herr Holter, sehr geehrte Frau Dr. Susanne Eisenmann, wir fordern sie (erneut) auf, die genannten Aspekte bei der Benotung der Prüfung zu berücksichtigen, den Erwartungshorizont anzupassen, diese Erfahrung auch für spätere Abiturjahrgänge zu nutzen und somit dem zielführenden Leitsatz der Kultusministerkonferenz gerecht zu werden. Hierfür wird es dringlichst Zeit, ein Zentralabitur einzuführen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. ------------------------------------------------------------------------ Bitte teilt diese Petition mit Freunden, Familie, Mitschülern, Lehrern, der Presse oder bittet euren deutschen Lieblingsyoutuber mit seiner Reichweite um Hilfe! Zusammen können wir etwas bewegen.

DIE ABITURIENTEN
17,744 supporters
Petitioning Dr. Susanne Eisenmann

Sofortige Öffnung der Schulen, der KiTas und der Kindertagespflege in BaWü

Kultusministerin Eisenmann trägt die Bildung in Baden-Württemberg zu Grabe! Sofortige Öffnung der Schulen, der Kindertagesstätten und der Kindertagespflege für alle Kinder! Sicherheitsmaßnahmen für Risikogruppen statt Grundrechtseingriff bei den jüngsten Mitgliedern unserer Gesellschaft! Eine Petition von Katrin Fuchs, Annika Klotz und Verena Röhm aus Singen (Hohentwiel). Alle Kinder sind systemrelevant! Auch wenn Solidarität, Schutz und Fürsorge für Risikogruppen wichtig und richtig sind, so verdienen auch die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft Solidarität, Schutz und Fürsorge. Die Einschränkungen des Rechts auf Bildung und die soziale Isolation aufgrund von Schul- und KiTa-Schließungen sowie die daraus resultierenden finanziellen Verluste der Sorgeberechtigten stehen in keinem Verhältnis zu den Lockerungen und Ausnahmeregelungen für andere Personengruppen und für Teile des Wirtschaftslebens. Aktuelle Erkenntnisse über die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Verbreitung der Covid-19 Pandemie sind laut Aussage der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ausreichend, um die KiTa- und Schulschließungen ab sofort unter Einhaltung konkreter Hygieneregeln zu beenden.[1] 1.     Das Recht auf Bildung darf in Deutschland nicht länger ausgesetzt werden! Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention postuliert, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben. Durch die Schließung der Schulen wird dieses Recht seit nunmehr fast 10 Wochen insbesondere für junge Schülerinnen und Schüler, die besonders auf die Unterstützung und Anleitung durch Lehrkräfte angewiesen sind, massiv eingeschränkt. Lernen geschieht in Gruppen, im sozialen Miteinander, in der Auseinandersetzung über einen Lerngegenstand mit anderen Kindern und den Pädagog*innen. Wir fordern: ·       Da das Schulsystem in Baden-Württemberg weder technisch noch inhaltlich darauf vorbereitet ist, einen online-gestützten Fernunterricht anzubieten, muss insbesondere für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen, aber auch für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen, mit sofortiger Wirkung der Präsenzunterricht wieder eingeführt werden. Die Beaufsichtigung der Schulaufgaben durch die Sorgeberechtigten ersetzt keine pädagogische Anleitung. ·       Der Präsenzunterricht muss für alle Kinder an jedem Schultag stattfinden. Da sich jüngere Kinder nur eingeschränkt an die Hygieneregeln halten können, muss Baden-Württemberg dem sächsischen Modell[2] (ab 18.05.2020) bei der Öffnung der Grundschulen folgen. Die Klassen werden in ihrer regulären Klassenstärke unterrichtet, sind in ihrer Zusammensetzung fest und bleiben streng voneinander getrennt. Wenn sich ein Infektionsfall ereignet, muss so nur die betroffene Klasse in Quarantäne geschickt werden, während die übrigen Kinder weiter beschult werden können. Infektionsketten lassen sich auf diese Art und Weise vergleichsweise schnell nachvollziehen. Die Schulbesuchspflicht wird dabei eingeschränkt, so dass Sorgeberechtigte entscheiden können, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen. ·       Seit dem 11.05.2020 sind auch in einigen Schweizer Kantonen die Kindergärten, die Primarschulen sowie die Sekundarstufe I regulär geöffnet (bspw. in den Grenzkantonen Schaffhausen[3] und Thurgau[4]). Auch Dänemark sah sich bereits am 15.04.2020 im Stande, alle KiTa- und Schulkinder bis Klasse 5 in den Regelbetrieb zurückzuholen.[5] Trotz Öffnung der KiTas und Schulen gehen die Fallzahlen in Dänemark zurück.[6] Diese Beispiele beweisen, dass es möglich ist unter Berücksichtigung von Hygieneregeln zu einem Regelbetrieb zurückzukehren. ·       Wo eine Regelbetrieb unter Berücksichtigung von Hygieneregeln aufgrund von Personalmangel oder räumlichen Einschränkungen nicht möglich ist, müssen die Schulträger in Baden-Württemberg die Erlaubnis erhalten, angepasst an die räumlichen und personellen Gegebenheiten vor Ort, kreative Konzepte für die Beschulung aller Kinder an jedem Schultag zu entwickeln, die sich nicht ausschließlich auf die Fächer Deutsch und Mathematik beschränken. Der Kreativität dürfen dabei keine Grenzen gesetzt werden. So sollte der vorübergehende Einsatz von Referendarinnen und Referendaren geprüft werden oder die Durchführung von Projektunterricht/Projektwochen durch pädagogisch qualifiziertes Personal von Vereinen oder Museen. ·       Wünschenswert wäre der Mut, in dieser Krise unorthodoxe Lehr- und Lernerfahrungen zuzulassen. Wann, wenn nicht jetzt, wäre der richtige Zeitpunkt, um die Arbeitsblätter beiseite zu legen und stattdessen beispielsweise den Zyklus der Nahrungsmittelproduktion hautnah zu erleben – vom Anbau und dem Gedeihen der Erdbeeren auf dem Feld, über den Einfluss des Klimas auf das Wachstum der Pflanzen, bis hin zur Zubereitung der Marmelade, zur Preisgestaltung und zum Verkauf?[7] 2.     Der Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege nach SGB VIII §24 darf nicht länger ausgesetzt werden! „Die Kindertagesbetreuung ist ein Teil der öffentlichen Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Die Schließung der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege hat erhebliche Auswirkungen für die Entwicklung, Bildung und Erziehung aller Kinder, das Leben von Familien, die Berufstätigkeit von Müttern und Vätern sowie für die Volkswirtschaft insgesamt.“[8] KiTas sind Orte der frühkindlichen Bildung. Alle Kinder – unabhängig davon, ob ihre Sorgeberechtigten einer systemrelevanten Arbeit nachgehen oder nicht – haben einen Anspruch auf Bildung. Auch unter Kindswohlaspekten ist eine sofortige Öffnung der Einrichtungen für alle Kinder zwingend notwendig.[9] Wir fordern: ·       Wie für die Schulen auch fordern wir die sofortige Öffnung der KiTas in Baden-Württemberg für alle Kinder im regulären Betreuungsumfang, basierend auf dem sächsischen Modell. Gleiches gilt für die Ganztagesbetreuung im Hort bzw. in der Grundschule und für die Ferienbetreuung in den Pfingst- und Sommerferien. ·       Auch für die KiTas gilt, dass bei personellen oder räumlichen Einschränkungen kreative Konzepte entwickelt werden müssen. Hier ist insbesondere die Verlegung der KiTa nach draußen – auf den Spielplatz, in den Wald, auf den Fußballplatz – zu nennen. ·       Für Familien, welche die KiTa-Betreuung nicht in Anspruch nehmen wollen oder können, beispielsweise weil die Kinder oder ihre Angehörigen einer Risikogruppe angehören, müssen privat-organisierte „Care-Share“ Modelle in festen Kleingruppen in Baden-Württemberg legalisiert werden, damit berufstätige Sorgeberechtigte zumindest teilweise ihrer Arbeit nachgehen können. ·       Außerdem müssen Sorgeberechtigte eine Verdienstausfallentschädigung für die gesamte Dauer der behördlich angeordneten Schließung in Anspruch nehmen können (auch tageweise oder halbtags). Die Entschädigungshöhe muss mindestens 80% des ausgefallenen Nettoverdienstes ohne monatliche Deckelung betragen. Daher fordern wir, dass das Infektionsschutzgesetz entsprechend angepasst wird (wobei festzuhalten ist, dass Home Office keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit darstellt). Wir fordern die baden-württembergische Landesregierung auf, sich mit Vehemenz beim Bund für eine solche Anpassung des Infektionsschutzgesetztes einzusetzen. 3.     Aus der Krise für die Krise lernen – Digitalisierung der Schulen Die Digitalisierung der Schulen in Baden-Württemberg muss zügig vorangetrieben werden. Wir schließen uns daher den Forderungen des Grundschulverbandes Baden-Württemberg (et.al.) an, eine 100%ige Grund‐Digitalisierung unserer Schulen bis zu den Sommerferien 2021 zu erreichen.[10]  Diese Forderungen beinhalten, unter Berücksichtigung des Status quo der Einzelschule, die prioritäre Einrichtung einer grundlegenden digitalen schulischen Infrastruktur. Dazu gehören: verbindliche Vereinbarungen mit den Schulträgern über Qualität und Geschwindigkeit einer Internetversorgung aller Schulen, alltagstaugliche belastbare LAN- und WLAN-Struktur im Haus, pädagogische Server. „Digitale Mindeststandards müssen im Zusammenspiel mit den Schulakteuren für sämtliche Schularten (bzgl. Technik, Pädagogik, Didaktik, Aus‐ und Weiterbildung, etc.) entstehen und die jeweiligen Besonderheiten der schulischen Phasen Primarstufe, Sek I und Sek II sowie berufliche Aus‐ und Fortbildung adäquat berücksichtigen.  Wir fordern mit Blick auf die Dringlichkeit, dass in der Vergangenheit in Schulversuchen bereits erprobte Techniken und Konzepte zügig in der Fläche umgesetzt werden. In einer möglichst kurzen zusätzlichen Erprobungsphase sind ggf. verschiedene Schularten, diverse Nutzungszeiten, sowie unterschiedliche Voraussetzungen von Lehrenden und Lernenden etc. zu berücksichtigen. Wir erwarten einen zeitnahen und umfassenden Roll‐out digitaler State‐of‐the‐art Ausstattung an allen baden‐württembergischen Schulen. Mehrjährige Schulversuche gefährden für dieses Vorhaben das Umsetzungstempo.“[11] Bild von Innviertlerin auf Pixabay [1]https://www.krankenhaushygiene.de/informationen/774[2]https://www.jmwiarda.de/2020/05/14/die-kinder-d%C3%BCrfen-in-der-krise-nicht-unter-die-r%C3%A4der-kommen/?fbclid=IwAR1Kye7BQ_X7f7Pq9QzM4s8SsCPBkr38k-eY00xdFfw0HfYszuMBeqdc0p4; https://www.coronavirus.sachsen.de/eltern-lehrkraefte-erzieher-schueler-4144.html[3]https://sh.ch/CMS/get/file/fdad6789-0cd6-4049-b7fa-1bfec5881886[4]https://av.tg.ch/public/upload/assets/95793/DEK-Entscheid_4_Umsetzung_COVID-19-Verordnung_2_Teil_Volksschule_und_Privatschulen_vom_30.04.2020.pdf[5]https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/lockerung-corona-daenemark-oeffnet-kitas-schulen-100.html[6]https://upstat.de/corona-statistik-d%C3%A4nemark.html[7]In Anlehnung an einen Vorschlag des Kinderarztes und Autors Herbert Renz Polster: https://www.kinder-verstehen.de/mein werk/blog/corona-zurueck-in-die-kita-oder-nicht/[8]https://www.nifbe.de/images/nifbe/Aktuelles_Global/2020/stellungnahme_fachkr%C3%A4ftezoom__BSt.pdf[9]https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-krise-kindeswohl-100.html[10]https://gsv-bw.de/wp-content/uploads/2020/04/Digitalisierungsinitiative_2020_6.pdf[11]Ibid.

Verena Röhm
9,234 supporters
Petitioning yvonne gebauer, Karin Prien, Bettina Martin, Ties Rabe, Grant Hendrik Tonne, Britta Ernst, Sandra Scheeres, Christine Streichert-Clivot, Stefanie Hubig, Claudia Bogedan, Alexander Lorz, Helmut Holt...

Abi 2020: Selbstbestimmungsrecht für Schüler*innen

Sehr geehrte Kultusminister aller Länder, wir fordern das Selbstbestimmungsrecht für Schüler*innen des Abiturs 2020 Wir sind Thekla und Colin, eine Abiturientin und ein Abiturient des Friedrichs-Gymnasium Herford. Wir haben uns dazu entschieden, aktiv zu werden und die Initiative gegen die vorherrschende Ungerechtigkeit zu ergreifen.Diese Petition beruht auf den jüngsten Entscheidungen der Kultusministerkonferenz, welche am 25.03.2020 zu der Entscheidung gekommen ist, die Abiturprüfungen im Jahr 2020 trotz der Corona-Krise verbindlich stattfinden zu lassen. Diese Entscheidung halten wir sowohl aufgrund der daraus resultierenden Gefahr für alle Bürgerinnen und Bürger, als auch wegen der damit einhergehenden äußerst ungerechten Behandlung zahlreicher Schülerinnen und Schüler, welche jahrelang hart auf das Abitur hingearbeitet haben, für falsch. Die Entscheidung, sie in dieser so beispiellosen  Krisensituation verbindliche Prüfungen schreiben zu lassen, welche maßgeblich für ihre berufliche Zukunft sind, wurde kurzerhand über unsere Köpfe hinweg getroffen. Diese Entscheidung könnte unüberschaubare Konsequenzen nach sich ziehen, welche längst nicht nur die Schülerinnen und Schüler und dessen Familien treffen, sondern alle Bürgerinnen und Bürger des Landes. Was wir fordern:  Eine deutschlandweite Wahlmöglichkeit, welche jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler, des Abiturjahrgangs 2020, die Entscheidungsfreiheit einräumt, ob er/sie seine eigene und die Gesundheit seiner Angehörigen für die Abiturprüfungen riskieren möchte. Diese zwei Wahlmöglichkeiten lauten: Die Teilnahme an den diesjährigen Abiturprüfungen Das Anfordern eines sogenannten ,,Durchschnittsabiturs” Unsere Forderung ist fundiert und wohlüberlegt. Deswegen rufen wir dazu auf, diese Petition auch in der Vollversion zu lesen, um die schwerwiegenden Folgen dieser Entscheidung nachvollziehen zu können. (Unseren Lösungsansatz und einen abschließenden Appell finden Sie nochmals am Ende der Vollversion). Die Kultusminister haben unseren Abiturjahrgang zwar mit ihrer undurchdachten Entscheidung zum Scheitern verurteilt, aber zusammen können wir ihnen aufzeigen, dass wir uns nicht so einfach unterkriegen lassen!  Abi2020 #ZUMSCHEITERNVERURTEILT Kurzfassung: Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler: Die Corona-Krise sorgt dafür, dass eine ausreichende Abiturvorbereitung in keiner Weise gewährleistet ist, was jeglichen Werten der Chancengleichheit und Fairness widerspricht. Dies ergibt sich aus mehreren Faktoren, welche im Folgenden aufgeführt sind. Die Wiederholungsphase, die für die Abiturvorbereitung der Schülerinnen und Schüler essentiell ist, konnte an vielen Schulen nicht beendet werden, bzw. an manchen Schulen noch nicht mal begonnen werden. Die Qualität und der Umfang des digitalen Unterrichts weist starke Diskrepanzen auf. Außerschulische Abiturvorbereitungskurse und Nachhilfeangebote, die für einige Schülerinnen und Schüler ausschlaggebend für das Bestehen der Abiturprüfungen sind sowie das Lernen in Lerngruppen können nicht stattfinden. Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler: Durch die Corona-Krise und die Entscheidungen der Kultusministerkonferenz vom 25.03.2020, die Abiturprüfungen verbindlich  stattfinden zu lassen, sind die Schülerinnen und Schüler dazu gezwungen, sowohl ihre Abiturvorbereitung als auch ihre Abiturprüfungen unter der Belastung von enormem psychischen Druck, außerdem aufrichtigen Sorgen und Ängsten anzugehen.  Schülerinnen und Schüler mit Risikopatienten in ihrem Haushalt stehen unter enormem Druck und werden dazu gezwungen, das Risiko einzugehen, der Auslöser für die folgenschwere Erkrankung eines geliebten Menschen zu sein. Schülerinnen und Schüler, die selbst Teil der Risikogruppe sind, haben als oberste Priorität ihre Gesundheit, welche nun aufs Spiel gesetzt wird. Bis zu den Abiturterminen werden einige Schülerinnen und Schüler mit dem schweren Krankheitsverlauf einer Person aus ihrem Umfeld konfrontiert werden, was einer ausreichenden Abiturvorbereitung und dem allgemeinen Lernerfolg massiv im Wege steht. Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger: Die weitere Ausbreitung des Coronavirus und dementsprechend das Leben von Bürgerinnen und Bürgern wird für die Abiturprüfung riskiert. Infektionsschutzmaßnahmen liefern keine hundertprozentige Garantie und das Ansteckungsrisiko für die Abiturientinnen und Abiturienten sowie für Lehrkräfte bleibt dennoch enorm. Mit dem Vorhaben des Ministeriums gehen einige Ansteckungsrisiken einher, die sich nicht ausreichend verhindern lassen. Für die Schülerinnen und Schüler, sowie für Lehrkräfte und deren Angehörige in der Risikogruppe besteht ein fatales Erkrankungsrisiko. Das Virus ist noch zu unerforscht, um junge und gesunde Menschen als ungefährdet einzustufen. Viele Infektionen verlaufen asymptomatisch, daher können auch augenscheinlich gesunde Menschen ein Ansteckungsrisiko bergen. Das Virus ist hochansteckend, daher besteht das Risiko, eine Infektionswelle zu verursachen und damit das Gesundheitssystem zu überlasten. Vollversion: Die aktuelle Coronavirus-Situation: Vor einem Monat sah die Situation in Deutschland noch ganz anders aus. Es gab deutschlandweit 46 Coronavirus-Fälle, die Schulen waren noch offen und unser Abitur war noch nicht in eine politische und gesellschaftliche Streitfrage verwandelt worden.Diese Zahl hat sich mittlerweile mehr als ver-zehntausend-facht und auch dem Letzten müsste eigentlich der Ernst der Lage klar geworden sein.Genau, ,,eigentlich”.Nach heutigem Stand gibt es über 63.929 Covid-19 Infizierte (Stand 30.03.2020, 19:00 Uhr) in Deutschland. Die bloße Tatsache, dass die Fallzahlen um die tausende gestiegen sein werden (um genau zu sein um ca. 14% pro Tag - Stand 30.03.2020), bis Sie als Leser die Möglichkeit bekommen, diese Petition zu lesen, unterstreicht, wie gravierend die Situation ist. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nennt es ,,die Ruhe vor dem Sturm”. Der Präsident des Robert Koch Instituts Prof. Dr. Lothar H. Wieler nennt es den ,,Anfang einer Epidemie”. Doch nicht nur die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist unvorhersehbar. Auch der durch den Virus ausgelöste Krankheitsverlauf ist vielen Wissenschaftlern noch ein Rätsel. Es sterben jeden Tag Menschen, die eigentlich nicht als durch den Virus ,,gefährdet” galten - junge, gesunde Menschen.Die New York Times berichtet von dem Fall zweier chinesischer Frauen, welche die gleichen Grundvoraussetzungen aufwiesen: 29 Jahre alte, gesunde Mütter, die in einem Krankenhaus in Wuhan arbeiteten. Sie erkrankten beide an Covid-19. Eine der beiden Frauen überlebte, die andere nicht und die Wissenschaftler verbleiben ratlos, weshalb es so kommen musste.Merkel bezeichnete diese Krise als ,,größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg”. In einer solchen Ausnahmesituation muss man bereit sein, auf Ausnahmelösungen zurückzugreifen. Es ist über alle Maße verantwortungslos am ,,Anfang einer Epidemie”, ausgelöst durch ein noch nicht ausreichend erforschtes Virus, mit bereits über 63.000 Infizierten allein in Deutschland, weiterhin auf die gewohnte Vorgehensweise zu beharren. Dies ist, trotz dreiwöchiger Verschiebung und Abiturprüfungen ,,unter besonderen Bedingungen”, unbegreiflich. Großbritannien hat bereits vor zwei Wochen, ohne ein Hin-und-her-Schwanken, die Prüfungen des britischen Abiturs vollständig abgesagt und gegen ein Durchschnittsabitur ersetzt. Auch die Prüfungen des ,,International Baccalaureate Diploma”, ein internationaler Schulabschluss, welcher gleichwertig mit unserem Abitur ist, wurde in allen 158 Ländern, in denen das Diplom angeboten wird, abgesagt. Mit der Begründung, dass das Durchführen von Prüfungen in der derzeitigen Situation “unethisch” und “unfair” sei, erhalten die insgesamt über 200.000 Schüler nun das Durchschnittsabitur. Zeit, dass Deutschland aufwacht!   Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler: Es ist in den letzten Wochen häufig von Gerechtigkeit die Rede. Bei näherer Betrachtung wird allerdings deutlich, dass für diese herzlich wenig Platz gelassen wird. Ihr wird von den politischen Bestrebungen, das Abitur möglichst nach den bekannten Normen und Regelungen stattfinden zu lassen, die Luft zum Atmen genommen.Erneut gilt festzuhalten: Wenn die Ausgangslage von Nachteilen geprägt ist, ohne dass diese ausgeglichen werden, kann das Resultat nicht als fair betitelt werden. In dem Moment, an dem die Schulen geschlossen wurden, waren die Abiturientinnen und Abiturienten hinsichtlich ihrer Abiturvorbereitung bzw. der sogenannten Wiederholungsphase an den unterschiedlichsten Punkten . Manchen Schülerinnen und Schülern fehlten in ihren Prüfungsfächern nur noch wenige Themen aus der Wiederholung. Manche waren noch mittendrin. Manche standen noch am Anfang und andere waren noch nicht einmal mit dem letzten Thema des Kernlehrplans fertig. Als der Schulunterricht, wie wir ihn kannten, schließlich offiziell vorbei war, wurde den Schülerinnen und Schülern eigentlich  digitaler Unterricht als adäquaten Ersatz versprochen. Erneut, ,,eigentlich”.Auch hier finden sich die Schülerinnen und Schüler in äußerst divergierenden Situationen wieder. Während für manche Schülerinnen und Schüler die Wiederholungsphase von beinahe identischem Radius, in sogenannten ,,digitalen Klassenräumen”, fortgeführt wird, warten andere Schülerinnen und Schüler sehnlich auf unregelmäßige E-Mails mit bestenfalls einzelnen Lernmaterialien. Diese E-Mails, welche für manche Schülerinnen und Schüler die gesamte Wiederholungsphase darstellen, können leider in den meisten Fällen keinem Unterricht gleichkommen. Die Qualität und der inhaltliche Umfang der fortgeführten Wiederholungsphase, auf welche die Schülerinnen und Schüler angewiesen sind, ist bedauerlicherweise ganz von dem individuellen Engagement der einzelnen Lehrkräfte abhängig und nicht von spezifischen Anordnungen des Ministeriums.Abgesehen von dem mangelnden Unterricht, ist die Situation der Abiturientinnen und Abiturienten aus dem Jahrgang 2020 auch hinsichtlich der außerschulischen Möglichkeiten zur Abiturvorbereitung mit kaum einem anderen Jahrgang zu vergleichen.Häusliche Quarantäne, Kontaktverbote und Verordnungen zur Schließung jeglicher öffentlicher Einrichtungen dominieren den Alltag der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten.Sozialwissenschaftler sind der Überzeugung, dass ein gesunder Freizeitausgleich, welcher unter den gegebenen Bedingungen gänzlich eingeschnürt wird, essentiell für den Lernerfolg sei.Nachhilfeangebote und spezielle Prüfungsvorbereitungskurse können nicht mehr stattfinden und dienen im Normalfall häufig als fundamentaler Bestandteil der Abiturvorbereitung vieler Schülerinnen und Schüler. Die Möglichkeit, sich unter Schulkameraden zu Lerngruppen zusammenzuschließen, welche sich erwiesenermaßen als effektiv für eine ausreichende Vorbereitung zeigt, ist nun ebenfalls ausgeschlossen.All diese genannten Voraussetzungen waren den vorherigen Abiturjahrgängen gegeben und werden voraussichtlich auch den zukünftigen Abiturjahrgängen zur Verfügung stehen.Das Wegfallen dieser Voraussetzungen durch die Coronavirus-Situation, sorgt für einen erheblichen Nachteil der Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs. Das Abitur dient als Grundbaustein für den Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt und ist von entscheidender Bedeutung für die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler. Daher widerspricht es jeglichen Kernprinzipien der Gerechtigkeit, dieses trotz dieser Sondersituation, für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich stattfinden zu lassen. Sonst gleicht das diesjährige Abitur vielmehr einem Belastungs- oder Stresstest, als einer fairen Prüfung, die eigentlich mit dem Wort Chancengleichheit in Verbindung gebracht werden sollte.   Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler: Großeltern und Eltern sorgen sich um ihre Kinder. Kinder sorgen sich um ihre Großeltern und Eltern. Es herrscht eine noch nie zuvor dagewesene Situation in Deutschland: Ausnahmezustand. Abgesehen von den Zahlen, Statistiken und Prognosen, wird von dem Schulministerium über einen weiteren wichtigen Aspekt hinweggesehen: Die Auswirkungen dieser Krise auf die psychische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.Ständige Ungewissheit, Existenzängste, Panikzustände. All diese Dinge stehen für viele Schülerinnen und Schüler zu diesen beispiellosen Zeiten an der Tagesordnung, aber ein Wort schürt wahrscheinlich die meisten Sorgen: Risikogruppe.Dies lässt sich sehr gut an dem Beispiel unserer Stufe, die Q2 des Friedrichs-Gymnasiums in Herford, veranschaulichen: Von insgesamt 83 Schülerinnen und Schülern sind 9 selbst Teil der Risikogruppe und 45 Schüler leben mit einer Person aus der Risikogruppe zusammen in einem Haushalt.Es lässt sich klar erkennen, dass die Menschen, die durch die geplanten drei Wochen Schulunterricht, die Abiturprüfungen und dem dadurch einhergehenden erhöhten Infektionsrisiko in potentielle Lebensgefahr geraten, keine Minderheit darstellen. Das Ausmaß an psychischer Last, die daraus folgt, ist kaum auszumalen und die Fortführung des jetzigen Plans des Ministeriums widerspricht nicht nur dem Ideal der Chancengleichheit, sondern auch jeglichen Werten der Menschlichkeit.Denn auf Kindern mit Risikogruppen im unmittelbaren Umfeld lastet bereits von Zuhause aus enormer Druck: Sie sorgen für den Haushalt, kümmern sich um jüngere Geschwister und tätigen Einkäufe für Angehörige in Quarantäne, solange sie noch das Privileg haben, sich nicht selbst in vollkommene Quarantäne begeben zu müssen, in dem verzweifelten Versuch, die Risikopatienten zu entlasten und vor  jeglichen vermeidbaren Infektionsrisiken zu schützen. Es ist daher nur allzu verständlich, dass diese beanspruchten Schülerinnen und Schüler sich in einer solchen Situation mehr um die Risikopatienten in ihrem nahen Umfeld sorgen und kümmern, als um ihr Abitur. Im Anschluss daran sollen die Schülerinnen und Schüler jetzt auch noch die Abiturprüfungen in der beständigen (und berechtigten) Angst beschreiten, möglicherweise der Grund für die fatale Erkrankung eines geliebten Menschen zu sein, bloß weil sie ihrer Abiturpflicht nachzukommen haben und gezwungen werden, sich mit ihrer Verantwortung gegenüber ihren Familien abzufinden.Eine ähnliche Last liegt auch auf den Schultern der Schülerinnen und Schüler, die selbst Teil der Risikogruppe sind. Sie werden gezwungen, sich drei Wochen lang jeden Tag einem massiv erhöhten Ansteckungsrisiko auszusetzen, um anschließend auch noch an den Prüfungsterminen dasselbe Spiel über sich ergehen zu lassen - dies ist in keinem Falle zu verantworten (In NRW sollen sich die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten vom 20.04.2020 drei Wochen lang in den normalen Schulunterricht begeben, bevor ab dem 12.05.2020 die Abiturprüfungen landesweit unter Infektionsschutzmaßnahmen starten).Es ist davon auszugehen, dass im Verlauf der nächsten Wochen, einige der ca. 350.000 Abiturientinnen und Abiturienten Zeugen eines schweren, möglicherweise sogar fatalen Krankheitsverlaufs einer Person aus ihrem engeren Bekanntenkreis sein werden. Dies wird der angemessenen Abiturvorbereitung enorm im Wege stehen. Außerdem haben viele Familien zurzeit mit elementaren Existenzängsten zu kämpfen (Arbeitslosigkeit, Insolvenz oder Kurzarbeit von Eltern). Die Ungewissheit in dieser unüberschaubaren Krise treibt viele Familien an ihre Grenzen, was sich wiederum stark auf die Abiturientinnen und Abiturienten in den besagten Familien auswirkt.Aufgrund der genannten massiven psychischen Belastungen, ist der additionale Stress der Abiturprüfungen, hinsichtlich des derzeitigen mentalen Zustandes vieler Schülerinnen und Schüler, nicht tragbar.   Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger: Das neuartige Coronavirus ist noch nicht ausreichend erforscht. Was man aber weiß, ist, dass es hochinfektiös ist. Es wird über Tröpfchen- und Schmierinfektionen übertragen. Das Virus kann nachgewiesenermaßen mehrere Tage auf Oberflächen überleben.Es reicht eine Sekunde in der man sich mit nicht angemessenem Sicherheitsabstand miteinander unterhält, die Berührung von Abiturhilfsmitteln, wie Wörterbüchern - die von den Lehrkräften kontrolliert werden müssen - ein Niesen, ausgelöst durch die gegenwärtige Pollensaison, ein Gang zur Schultoilette oder eine unbewusste Berührung an Nase, Mund oder Augen, um eine möglicherweise tödlich verlaufende Erkrankung hervorzurufen. Damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt:Die Tödlichkeit des Virus.Jedes mal, wenn die Wissenschaft denkt, mit seiner Erforschung einen Schritt weiter gekommen zu sein, erliegt irgendwo auf der Welt ein junger Mensch dem Virus, ohne jegliche Vorerkrankungen gehabt zu haben und demnach laut den bisherigen Berechnungen der Risiken eigentlich nicht als gefährdet galt. Schon scheint man wieder am Anfang zu stehen.Genau das ist das Problem an dieser Krankheit - sie ist genauso unberechenbar wie unkontrollierbar.Dies veranschaulicht ebenfalls der tragische Fall der 16-jährigen Julie A. aus Frankreich, welche ohne jegliche Vorerkrankungen an Covid-19 verstarb. Es wird immer deutlicher, dass es jeden von uns treffen kann. Im Durchschnitt steckt jede infizierte Person 2-2,5 weitere Personen an, doch nicht jeder Infizierte weist die gleichen Symptome auf. Manche, vor allem junge Menschen, zeigen gar keine. Das bedeutet allerdings nicht, dass diese asymptomatischen Fälle weniger ansteckend sind. Im Gegenteil.Das Beispiel von Patient 31 in Südkorea zeigt, wie verheerend die Auswirkungen einer asymptomatischen Covid-19 Erkrankung sein können. Eine 61-jährige Frau in Südkorea, welche mit dem Coronavirus infiziert war, sich jedoch gesund fühlte, steckte bei einem einzigen Kirchentreffen 15 weitere Leute an. Sie wurde erst im Nachhinein positiv getestet. Im Verlauf der Wochen steckten sich über 100 weitere Gemeindemitglieder an. Nach einem Monat waren 5.080 Infizierte, von insgesamt 9.137 Infizierten in Südkorea, auf Patient 31 zurückzuführen. Ein solcher Verlauf ist auch in unserer Situation nicht auszuschließen. Es könnte eine desaströse Infektionswelle ausgelöst werden, die für das Gesundheitssystem absolut untragbar wäre.Vor allem die Jugendlichen, die ehrenamtlich Unterstützung bei der Eindämmung des Virus und der Versorgung der Erkrankten leisten wie z.B. in Abstrichstellen, erhöhen das Risiko für die Infektion ihrer Mitschüler. Sie können, aufgrund fehlender Symptome, infiziert sein ohne jegliche Chance, dies zu ahnen. Durch das verbindliche Stattfinden der Abiturprüfungen werden sie dazu gezwungen, der mögliche Grund für die Infektion eines Mitschülers oder deren Angehörigen und dem potentiell darauffolgend tödlichen Krankheitsverlauf zu sein. Dabei hatten sie doch bewusst ihre eigene Gesundheit aufs Spiel gesetzt, um Leben zu retten.Viele Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte sind bei ihrem Schulweg auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. In den Schulen angekommen, kann weder sichergestellt werden, dass jederzeit der Mindestabstand eingehalten wird, noch können die vielen anderen Risikofaktoren, die mit dem Schulbesuch für die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte einhergehen, ausgeschlossen werden. Es besteht noch nicht einmal die Möglichkeit, die Schulen mit Schutzkleidung auszustatten, da bei diesen Knappheit herrscht.Es besteht daher Grund zur Annahme, dass wegen der mangelnden Möglichkeiten zur Eindämmung von Infektionsrisiken, dem vorhandenen Anteil an Risikogruppen innerhalb der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Angehörigen und der Unberechenbarkeit des Virus auch Tote eine Folge des erhöhten Infektionsrisikos sein können. Doch wer ist bereit, nach den abgelegten Abiturprüfungen die potentiellen Tode unserer Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte und Angehörigen zu verantworten?   Unser Lösungsansatz: Eine deutschlandweite Wahlmöglichkeit, welche jeder einzelnen Schülerin und jedem einzelnen Schüler, des Abiturjahrgangs 2020, die Entscheidungsfreiheit einräumt, ob er/sie seine eigene und die Gesundheit seiner Angehörigen für die Abiturprüfungen riskieren möchte. Diese zwei Wahlmöglichkeiten lauten: Die Teilnahme an den diesjährigen Abiturprüfungen Das Anfordern eines sogenannten ,,Durchschnittsabiturs”              * Warum fordern wir diese Wahlmöglichkeit? Die Wahlmöglichkeit umfasst alle Kernelemente (Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler, Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler, Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger) und berücksichtigt somit die individuelle Ausgangslage aller Schülerinnen und Schüler in dieser so einzigartigen Krisensituation. Zudem ist die Umsetzung dieses Lösungsansatzes im Bereich des Möglichen, da die erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler innerhalb der Qualifikationsphase eine ausreichende Grundlage für ein abschließendes Abiturzeugnis darstellen. Warum umfasst unser Lösungsansatz alle Kernelemente? Chancengleichheit und faire Bedingungen für Schülerinnen und Schüler & Mentaler Zustand der Schülerinnen und Schüler: Diese beiden Kernelemente sind in unserem Lösungsansatz enthalten, da der Lösungsansatz die individuelle Situation jeder Schülerin und jedes Schülers in der aktuellen Krisensituation berücksichtigt. Aufgrund der aktuellen Krisensituation gibt es für beide Wahlmöglichkeiten hinreichende Gründe. Auf der einen Seite werden Schülerinnen und Schüler, welche danach streben ihr Abitur durch die Teilnahme an den Prüfungen zu verbessern, nicht gehindert. Auf der anderen Seite müssen Schülerinnen und Schüler, welche sich durch die aktuellen Umstände nicht in der Lage fühlen, keine Prüfungen absolvieren, deren Ergebnisse maßgeblich für ihre berufliche Zukunft sind. Gründe, welche dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler sich, in dieser Krisensituation, möglicherweise nicht in der Lage fühlen, die Prüfungen zu absolvieren, existieren sowohl durch die eingeschränkten Vorbereitungsmöglichkeiten, da Nachhilfeangebote und Abiturvorbereitungskurse in der Krisensituation nicht zugänglich sind und Schulunterricht entfallen ist, als auch durch die Einwirkung von psychischem Druck, Ängsten und Sorgen um ihre eigene und um die Gesundheit von Familienmitgliedern.  Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger: Dieses Kernelement ist dadurch enthalten, dass durch die geforderten Wahlmöglichkeiten zahlreiche Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland nicht an den diesjährigen Abiturprüfungen teilnehmen würden. Somit müssten weniger Schülerinnen und Schüler für ihren Weg zu den Prüfungen auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, welche besonders in Zeiten der Pollensaison ein enormes Infektionsrisiko darstellen. Außerdem wäre es einfacher, während der Prüfungen die Infektionsschutzmaßnahmen einzuhalten. Das potentielle Risiko, eine starke Infektionswelle im Land auszulösen, wäre obendrauf um einiges kleiner. *In allen Bundesländern in denen 3-wöchiger Unterricht geplant war (wie z.B. in NRW) wird stattdessen digitaler Unterricht bereitgestellt. Das Ministerium soll den Lehrkräften spezifische Anordnungen geben, wie sie diese digitale Wiederholungsphase zu gestalten haben, damit auch für die Schülerinnen und Schüler unter uns, die dennoch an den Prüfungen teilnehmen wollen, zumindest annähernd faire Bedingungen gelten und das gesundheitliche Risiko minimiert wird. *Aus Solidarität zu Schülerinnen und Schülern aus Hessen und Rheinland-Pfalz, fordern wir auch für diese Gerechtigkeit, indem auch sie die Wahl bekommen die bereits geschriebenen Prüfungen gelten zu lassen oder das Durchschnittsabitur zu erhalten. *Aus Solidarität zu den Schülerinnen und Schülern, welche trotz der jetzigen Situation ihre Zentralen Prüfungen ablegen müssen, bitten wir das Ministerium inständig, auch hier die Entscheidung erneut zu überdenken. Grundvoraussetzung: Die einzige Grundvoraussetzung, für unseren Lösungsansatz, besteht bereits durch die Einigung der Kultusminister aller Bundesländer, seit den Kultusministerkonferenzen vom 12.03.2020 und 25.03.2020. Dort fiel der Beschluss das diesjährige Abitur, trotz der Corona-Krise, basierend auf der Grundlage gemeinsamer Regelungen, auch im Falle eines Entfallens der Abiturprüfungen, länderübergreifend, anzuerkennen.   Abschließender Appell: Wir stimmen zu, dass das Abitur nicht geschenkt sein soll, sondern aus Leistung und Wissen zu resultieren hat und den Reifegrad für Universitäten und Institute bestimmen soll.Ob und wie würdig die Abiturienten sind, mit einer gewissen Benotung ausgezeichnet zu werden, zeigt sich in dem gesamten Werdegang und schulischem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. Dies wird durch die bisher abgelegten Leistungsabnahmen im Verlauf der Qualifikationsphase ausreichend aufgezeigt und nicht etwa durch die Abschlussprüfungen, welche letztendlich eine Zusammenfassung der bereits abgefragten Inhalte darstellt. In einer Krisensituation wie dieser ist der Zusammenhalt aller Betroffenen in besonderem Maße gefragt. Die Corona-Krise hat in den letzten Tagen, Wochen und Monaten dramatische Formen angenommen und betrifft inzwischen jeden Einzelnen von uns. Eine mögliche Verbesserung der aktuellen Fallzahlen bedeutet noch lange nicht, dass das Leben wie vor dem Beginn der Corona-Krise weitergeführt werden kann. Eine solche Krisensituation kann nur gemeinsam, unter Einhaltung konsequenter Maßnahmen über einen längeren Zeitraum bestritten und bewältigt werden. Sobald auch nur ein Mensch die Einhaltung dieser Maßnahmen nicht beachtet, ist eine unüberschaubare Anzahl an Menschen gefährdet.Die Kenntnis über die folgenschwere Missachtung dieser Maßnahmen hat uns Menschen dazu bewegt, das öffentliche Leben fast vollständig lahmzulegen und gesamte vorherrschende Konzepte und Strukturen über den Haufen zu werfen, um Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus zu erzielen.Den Abiturprüfungen wird jedoch scheinbar, laut Auffassung der Kultusminister, eine derartige Wichtigkeit zugeordnet, eine drastische Verschlimmerung der Situation hinzunehmen. Im Falle einer bis dahin eingetretenen Verbesserung der Situation, wird auch nicht davor zurückgeschreckt, eine neue gewaltige Welle an Infektionen in Kauf zu nehmen. Triftige Gründe für das Vorhaben der Kultusminister, die Abiturprüfungen trotz der Corona-Krise stattfinden zu lassen, werden keine genannt. Stattdessen aber wird die Besorgnis und die Prioritäten mancher Politiker und Bildungsforscher, in Aussagen rund um die Kultusministerkonferenz vom 25.03.2020 deutlich. Es ist die Rede von einer möglichen ,,Inflation der Noten im Abitur”, wie es der Kieler Bildungsforscher Olaf Köller in einem Interview mit der Zeitung ,,Die Zeit” ansprach, oder etwa die Ansicht, man würde vorherige oder zukünftige Abiturjahrgänge benachteiligen. Ebenfalls wird es für wichtig gehalten, die Durchfallquoten im diesjährigen Abitur konstant und vergleichbar zu vergangenen Jahrgängen zu halten. Schockierend, dass solche Punkte zu Zeiten derartiger Krisen-Situationen, in denen es schlichtweg um Leben und Tod geht, als Argumente für ein Stattfinden der Abiturprüfungen angeführt werden. Von argumentativen Ebenen wie dieser, möchten wir eigentlich Abstand bewahren, trotzdem wollen wir anmerken, dass Aussagen wie diese keinesfalls auf vorhandenen Daten oder Fakten beruhen, sondern lediglich Mutmaßungen darstellen. Es ist ebenfalls zu hinterfragen, ob die vorherigen und zukünftigen Abiturjahrgänge tatsächlich so wenig Solidarität und Verständnis für die schwierige Situation dieses Jahrgangs aufweisen würden und die Möglichkeit des Durchschnittsabiturs als ungerecht empfänden, wie es der Hamburger Schulsenator Ties Rabe von der SPD (KMK-Mitglied) angedeutet hat. Schließlich sind sich die meisten Menschen dem Ernst der Lage bewusst und möchten eine weitere Infektionswelle, bei der auch sie geliebte Menschen verlieren könnten, um jeden Preis vermeiden. Einzelfälle, welche sich nicht an die geltenden Beschränkungen und Maßnahmen halten, sind erschreckend. Einen ganzen Abiturjahrgang jedoch bewusst dem Risiko einer Infektion auszusetzen, grenzt an einem Skandal. Das Leben von uns und unseren Angehörigen wird mit dem Stattfinden der Abiturprüfungen auf eine Waage gelegt; Es ist erschreckend und erschütternd zugleich, dass das Abitur scheinbar mehr Gewicht hat als unser gesundheitliches Wohlergehen. Es geht bei dieser Frage nicht darum ,,sich vor den Abiturprüfungen zu drücken” oder ,,Corona als Ausrede zu benutzen”, wie es häufig in Aussagen von Politikern und Bildungsforschern dargestellt wurde. Besorgte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte tun alles, was zurzeit möglich ist, um ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Sie wenden sich an Petitionen und öffentliche Medien, aber weil Demonstrationen gerade nicht im Bereich des Möglichen liegen, ist es nur allzu einfach diese Forderungen gekonnt zu ignorieren. Schluss damit.Grundgesetz Art.2 Satz II:(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.Die Abiturpflicht ist alles andere als ein legitimer Grund um dieses Grundrecht kurzerhand außer Kraft zu setzen. Die Schülerinnen und Schüler werden nicht als vollwertige Menschen angesehen, stattdessen ist die Rede von Statistiken der guten Noten Inflation und der unumgänglichen Abiturpflicht. Scheinbar über Nacht, sind wir, zusammen mit unserem Abitur, zu Zahlen in einer Statistik und Schachfiguren auf dem großen Schachbrett des deutschen Bildungssystems geworden. Wir müssen nun eben unseren Zweck erfüllen, egal ob Ungerechtigkeit herrscht oder Menschen sterben könnten. Darüber hinaus herrscht auch noch öffentliche Empörung darüber, dass wir uns mit dieser Pflicht nicht abfinden wollen. Es scheint kaum zu fassen, dass wir uns die Dreistigkeit erlauben, entscheiden zu wollen, ob wir unsere Gesundheit und die unserer Angehörigen für unser Abitur riskieren wollen.Genau darum geht es nämlich. Wir wollen nicht, dass Schülerinnen und Schülern, die potentiell ihr Leben oder ihre Angehörigen verlieren könnten, die Entscheidung, an den Abiturprüfungen teilzunehmen, aberkannt wird. Wir wollen aber auch nicht, dass den Schülerinnen und Schülern, die bereit wären, das Risiko einzugehen, weil sie etwa kein Teil der Risikogruppe sind oder keinen Teil der Risikogruppe Zuhause haben, ihr Recht auf die Abiturprüfungen verweigert wird.Wir fordern lediglich das uns zustehende Grundrecht der Selbstbestimmung ein und bitten die Kultusminister*Innen, die Entscheidungen eines jeden von uns zu respektieren und endlich anzufangen, uns wie selbstbestimmte Menschen zu behandeln.   Presseanfragen: zumscheiternverurteilt@gmail.com Unsere Quellen:https://docs.google.com/document/d/1lAU8bu5U0_HXrlXLzSl6D_5F48ywDvxn7xllqu-IF70/edit?usp=sharing

Thekla Koranashvili & Colin Rico Wilke
7,193 supporters
Petitioning Susanne Eisenmann, Kultusministerium Baden-Württemberg, Norbert Zeidler, Dr. Daniel Rapp

Anti-Rassistische Überarbeitung des Lehrplans Baden-Württemberg!

An den Schulen Baden-Württembergs werden Kolonial- und Migrationsgeschichte unzureichend unterrichtet. Das aktuelle Kerncurriculum ist von einem Eurozentrismus geprägt, der längst nicht mehr der Gesellschaft gerecht wird, in der wir heute leben. Daher fordern wir:  ⁃dass wie in anderen Bundesländern auch in Baden-Württemberg der Lehrplan überarbeitet wird und Kolonial- und Migrationsgeschichte sowie ihre Auswirkungen bis heute in den Bildungsplan aufgenommen werden.  ⁃dass Rassismus als verpflichtender Bestandteil in den Lehrplan aufgenommen sowie ein Anti-Rassismus-Programm sowohl für für Pädagog*innen als auch Schüler*innen etabliert wird. Dabei gilt es, die Perspektiven von  BIPoC*-Expert*innen aus Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft konstant einzubeziehen⁃dass daran gearbeitet wird, die eurozentristische Forschungs- und Wissensperspektiven aufzubrechen, um Raum für BIPoC*-Wissenschaftler*innen, -Autor*innen und -Künstler*innen in Kitas, Schulen und Hochschulen zu schaffen. *BIPoC steht für Black, Indigenous und People of Color Über uns: Teresa: Ich bin in Deutschland geboren, bin weiß und trage damit für mich die Verantwortung, mich mit meinem eigenen Rassismus auseinanderzusetzen. Das kann nicht früh genug anfangen, weshalb ich mir wünsche, dass die Bildungspolitik Schüler*innen sowie Lehrer*innen für Selbstkritik und Toleranz sensibilisiert. Sam: Ich bin in Deutschland geboren, meine familiären Wurzeln liegen in Eritrea. Die Veränderung des Lehrplans für Schüler*innen und Lehrer*innen ist mir wichtig, damit meine Kinder und ihre Generation keine Rassismus-Erfahrung in der Schule machen müssen und als tolerante und weltoffene Menschen die Schule verlassen. ------- Diese Petition ist Teil der deutschlandweiten Bewegung #blackhistoryindeutschland. Alle Unterschriften der regionalen Petitionen laufen auf einen Unterschriftenzähler. Auf dieser Webseite sind alle Petitionen der verschiedenen Bundesländer zu finden: blackhistoryindeutschland-change.org

Teresa H. & Sam A.
96,614 supporters
Petitioning Dr. Susanne Eisenmann

Rücktritt von Dr. Susanne Eisenmann als Kultusministerin für Baden-Württemberg.

Sehr geehrte Damen und Herren, sicherlich ist Ihnen nicht entgangen, dass es bei dem diesjährigen Englisch Abitur gewisse Diskrepanzen gab, welche in der folgenden Petition bereits detailliert aufgeführt wurden: Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair! Daher möchten wir hier nicht weiter darauf eingehen. Das Kultusministerium bezog hinsichtlich dieser Petition Stellung, jedoch sind einige Aussagen der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann unserer Meinung nach sehr fragwürdig und sollten nochmals genauer betrachtet werden. Alle folgenden Zitate wurden der Antwort des Kultusministeriums entnommen.   1. Kritisierte Aufgabe stammt aus ländergemeinsamem IQB-Aufgabenpool und wurde auch in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt - Niveau der Aufgabe nach umfassender Prüfung angemessen Hierzu sei zu sagen, dass den Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern zum einen 60 Minuten mehr Zeit zur Verfügung stand und zum anderen ein zweisprachiges Wörterbuch verwendet werden durfte. Dadurch ergab sich für die Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern ein klarer Vorteil, welcher offensichtlich unterschlagen wurde.Weiterhin hatte der Leistungskurs Englisch in Mecklenburg-Vorpommern die Wahl zwischen dem poetischen Buchtext, welcher in Baden-Württemberg dran kam, oder einem Sachtext. Diese Wahl hatten Schüler aus Baden-Württemberg nicht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es keine Beschwerden aus Mecklenburg-Vorpommern gibt. Wir finden es sehr traurig, dass durch das Auslassen wichtiger Fakten versucht wurde, den Eindruck zu vermitteln, als hätten die Schüler beider Bundesländer die gleichen Chancen gehabt. Dies lässt die Schüler aus Baden-Württemberg in schlechtem Licht dastehen, obwohl sich diese durchaus berechtigt für ein faires Abitur einsetzen. Außerdem stellt sich die Frage, seit wann Mecklenburg-Vorpommern als Maßstab für Baden-Württemberg herangezogen wird. Unter folgenden Links sind die Bedingungen für das Abitur in Baden-Württemberg und in Mecklenburg-Vorpommern zu finden.   2. „Ich habe vollstes Vertrauen, dass die Lehrkräfte ihren Ermessensspielraum bei der Korrektur verantwortungsvoll und ausgewogen ausschöpfen.“ Frau Dr. Susanne Eisenmann entzieht sich der Verantwortung und schiebt diese den Lehrern zu, was in unseren Augen ein Armutszeugnis ist! Abgesehen von der Tatsache, dass es bei der Reading Comprehension keinen Ermessensspielraum gibt, welchen die Lehrkräfte „verantwortungsvoll und ausgewogen ausschöpfen“ könnten, wurde kein Wort über die unfaire Verteilung der Verrechnungspunkte verloren. Diese wurde ebenfalls in der Petition Englisch Abitur 2018 Baden-Württemberg unfair! unter dem dritten Punkt angeführt. Stattdessen wird am Thema vorbeigeredet. Was soll eigentlich mit dieser Aussage zum Ausdruck gebracht werden? Waren die Aufgaben etwa doch zu schwer und die Lehrer sollen nun großzügiger mit der Vergabe der Punkte sein? Wenn die Großzügigkeit der Lehrer nun über die Noten der Schüler bestimmt, muss man sich letztendlich auch nicht um Chancengleichheit bemühen, denn diese wird dadurch zunichtegemacht.   3. Zwar sind die heute vom Kultusministerium hinzugezogenen externen Fachberater zu dem Ergebnis gekommen, dass der Haupttermin 2018 anspruchsvoller war, als die Klausuren der Jahre zuvor. Indes seien die Aufgaben in jedem Falle machbar gewesen. Auch hier zeigt sich, dass auf Chancengleichheit augenscheinlich kein Wert mehr gelegt wird. Schülern dieses Jahrganges wird es erschwert, einen Numerus clausus zu erreichen. Zudem ist die Aussage „die Aufgaben [seien] in jedem Falle machbar gewesen“ mehr als wage und unbefriedigend. Es geht hier nicht um die Machbarkeit der Aufgaben, sondern um deren Vergleichbarkeit.   4. Der als vermeintlich schwierig eingestufte Prüfungsteil „Analysis“ mache außerdem nur 15 Prozent der schriftlichen Abiturnote Englisch aus. Wenn der besagte Prüfungsteil für die Note so unbedeutend ist, dann hätte dieser auch gleich weggelassen werden können. Dieses Argument ist einfach nur schlecht.Außerdem sind 10 Verrechnungspunkte (VP) von 60 VP aufgerundet 17 und nicht 15 Prozent. Das Problem wird hier heruntergespielt, weshalb es verständlich ist, dass man sich als Schüler nach solchen Aussagen hinters Licht geführt fühlt.   5. Am Dienstag machte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) deutlich, dass sie nicht gewillt ist, auf weitere Kritik von Schülerinnen und Schülern am Englisch-Abitur zu reagieren. [swr.de] Allem Anschein nach hat Frau Eisenmann vergessen, welche Funktion Sie als Politikerin einnimmt. Dass Sie sich in einer solch ignoranten Art über die Schüler hinwegsetzt, ist unserer Meinung nach ein weiteres Armutszeugnis und zeigt, dass Frau Dr. Susanne Eisenmann nicht für das Amt als Kultusministerin geeignet ist.   Die Reaktion auf Fragen von Schülern hat erneut gezeigt, dass Frau Eisenmann nicht in der Lage ist, Debatten zu führen oder sich Kritik in angemessenem Tonfall zu stellen. Im Gegensatz zu den Schülern, welche Ihr mit Respekt gegenübergetreten sind, scheint die Kultusministerin sich selbst nicht beherrschen zu können. Stattdessen werden die Schüler von Ihr mehrfach mit „ja, ja, ich habe das verstanden“ oder anderen Zwischenrufen unterbrochen. Es wäre schön gewesen, wenn Sie den Schülern etwas mehr Verständnis entgegengebracht hätte. Das bedeutet nicht, dass Sie mit den Aussagen d'accord sein muss, jedoch kann und sollte man als Kultusministerin einen professionelleren und niveauvolleren Umgang an den Tag legen. Die Schüler verdienen unseren größten Respekt, dass sie trotz vermutlicher Frustration und Ärgernis so ruhig geblieben sind und gezeigt haben, dass Reife nicht nur mit dem Alter kommt.   Zusammenfassend kann gesagt werden, dass auf die Kritikpunkte der Petition fast nicht eingegangen wurde und die Tatsache, dass sich mittlerweile über 30.000 Schüler an der Petition beteiligt haben, wird mit Füßen getreten. Stattdessen wurde mit einer schlechten Argumentationsstrategie versucht, die Abiturienten zu beschwichtigen, wobei am Ende alles beim Alten bleibt. Wir zweifeln daher die Kompetenz der Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann an und bitten Sie höflichst, Ihren Rücktritt unverzüglich zu erklären. Vielen Dank   Bitte bleibt in den Kommentaren freundlich und sachlich.

Abiturienten 2018
3,976 supporters
Petitioning Peter Tschentscher, Grant Hendrik Tonne, Susanne Eisenmann, Michael Piazolo, Sandra Scheeres, Britta Ernst, Claudia Bogedan, Ties Rabe, Alexander Lorz, Bettina Martin, Schulbehörde

Sportabi 2020 für Hamburg muss stattfinden

Nach der Verkündung, dass das praktische Sportabitur nicht stattfinden wird haben wir Ihnen im folgenden aufgelistet aus welchen Gründen wir die bisherige Regelung der Situation nicht als optimal und gerecht ansehen: Mit der Wahl des Sportabiturs hat man sich auch für das Mathe Abitur entscheiden müssen. Mathe ist bekanntermaßen nicht das einfachste und beliebteste Fach und wäre nicht so häufig angewählt worden (wie mit Sport). Die Wahl des Profils ist mit der Planung gefallen, dass man ein Sportabitur macht. Das bedeutet auch, dass in den letzten zwei Jahren häufig mit dem Schwerpunkt auf Sport am Unterricht teilgenommen wurde und dementsprechend die Semesterergebnisse ausfallen. Das gewählte Ersatzfach (wahrscheinlich bei den meisten Biologie) würde jetzt doppelt gewertet werde. Mit dieser Gewichtung verändert sich der eigene NC und wird in wahrscheinlich allen Fällen dadurch schlechter werden. Das Sportabitur ist auch Zukunftsentscheidend, denn an einigen Universitäten oder in Ausbildungen ist ein Sportabitur notwendig um angenommen zu werden. Es sind keine fairen Bedingungen, weil man sich auf eine Klausur mehr vorbereiten muss als alle anderen, wenn man Sport als Möglichkeit beibehalten möchte. Die zweite Option ist also zu unserem Nachteil. Der Unterricht wurde schon so gestaltet das man sich in den letzten Zügen von S4 auf das Prüfungsfach vorbereiten kann und das nicht gewählte Profil- und Prüfungsfach „vernachlässigt“ wurde. Wir finden, dass die neue Entscheidung uns Sportabiturienten*innen die Chance auf ein gutes bis sehr gutes Abitur verweigert wird und keine Chancengleichheit zwischen uns und den anderen Abiturienten*innen besteht. Für folgende Lösungen sprechen wir uns aus: Die Noten aus den Semestern der jeweiligen Sportarten werden gewertet. Denn es können ja nur Sportarten im Abitur geprüft werden die im Unterricht durchgeführt wurden. Der Durchschnitt der Praxisnote aus allen vier Semestern wird als Sportnote gewertet. Nur die Sporttheorieklausur aus dem Abitur wird als gesamte Sportabitur Note gewertet.

Luca Daufenbach
1,775 supporters
Petitioning Dr. Susanne Eisenmann

Die Erlebnispädagogik muss überleben!

Wir von WildZeit brauchen Eure Hilfe! WildZeit ist ein kleines bis mittelständisches Unternehmen, das die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz von Kindern und Jugendlichen durch Erlebnisse und Abenteuer in der Natur, fördern möchte. Zum Schutz der Bevölkerung hat die Landesregierung veranlasst, sämtliche Klassenfahrten bis Schuljahresende zu stornieren und von neuen Buchungen für das kommende Schuljahr abzusehen. Des Weiteren werden Stornogebühren nur im April durch die Regierung übernommen und damit auf die Schulen Druck ausgeübt, schon jetzt Klassenfahrten für den Herbst abzusagen. Für uns bedeutet dies den nahezu 100%igen Verlust unseres Jahresumsatzes. Diese Problematik betrifft auch zahlreiche andere erlebnispädagogische Anbieter und wir sind momentan besorgt, dass viele von uns die Corona-Krise wirtschaftlich nicht überleben werden. Die schlimmste Folge wäre der Verlust der Erlebnispädagogik als wichtiges außerschulisches Element, um Kinder und Jugendliche sozial und persönlich zu fördern. In einem offenen Brief an das Landesministerium für Kultur haben wir unsere prekäre wirtschaftliche Situation angesichts der Corona-Krise deutlich gemacht und drei Forderungen gestellt.  Übernahme der laufenden Kosten, notfalls auch über einen zinslosen Kredit mit langer Laufzeit. Nur so hat die Branche der Erlebnispädagogik die Chance die Corona-Krise zu überleben.  Übernahme der Stornokosten auch über den April hinaus, damit die Lehrkräfte die Chance erhalten die Entscheidung zur Stornierung entsprechend der tatsächlichen Pandemie Lage für den Herbst zu treffen.  Rücknahme der Entscheidung, alle Klassenfahrten bis Ende dieses Kalenderjahres abzusagen. Anstatt alle Veranstaltungen für das kommende Jahr bereits jetzt zu stornieren, sollte im Zusammenhang mit allen anderen politisch notwendigen Entscheidungen für das „Danach“ ein Stichtag festgelegt werden, an welchem die Lage der Pandemie auch im Zusammenhang mit den geplanten Klassenfahrten erneut geprüft wird, um dann im Anschluss entsprechende Schritte wie z.B. weitere Stornierungen einzuleiten. Es wird eine Zeit nach der Krise geben, in der Schüler*innen Unterstützung brauchen, sich selbst dem Leben mit Mut zu stellen und einander zugewandt zu sein. Genau diese Kompetenzen wollen wir als Erlebnispädagog*innen fördern. Wir wollen weiterhin Kinder und Jugendliche in ihren Übergängen begleiten, sie durch Grenzerfahrungen wachsen sehen und ihre Team- und Sozialkompetenz stärken. Durch Eure Unterschrift zeigt ihr, dass der Fortbestand der Erlebnispädagogik bei den politischen Entscheidungsprozessen mitbedacht werden sollte! Danke für Eure Unterstützung! (Wenn ihr uns auch finanziell unterstützen möchtet, schaut gerne auf www.wildzeit.org oder direkt beim Crowdfunding vorbei!)  

WildZeit GmbH
918 supporters
Anti-Rassistische Überarbeitung des Lehrplans Baden-Württemberg!

Heute leben in Baden-Württemberg mehr Menschen denn je aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen, mit unterschiedlichen Überzeugungen, Wertorientierungen und Lebensstilen zusammen. Seien Sie versichert, es ist mir ein großes Anliegen, jeglicher Form von Populismus, Extremismus und Rassismus, die unsere freiheitlich demokratische Gesellschaft bedrohen, bereits in den Schulen ganz entschieden entgegenzutreten. Mit der Einführung der Leitperspektive ,,Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt" in die Bildungspläne der allgemein bildenden Schulen 2016 hat das Kultusministerium in einem fächerübergreifenden Ansatz den konstruktiven Umgang mit Vielfalt als eine wichtige Kompetenz von Schülerinnen und Schülern gestärkt. Kernanliegen dieser Leitperspektive ist es, Respekt sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung von Verschiedenheit zu fördern. Eine vertiefende inhaltliche Auseinandersetzung mit Rassismus, Migration und der Kolonialgeschichte ist in den einzelnen Fachplänen aller Schularten fest verankert. Bereits in der Grundschule sind diese Themen u. a. in den Fachlehrplänen Deutsch, Religion und ganz besonders im Kompetenzbereich ,,Kultur und Vielfalt" des Sachunterrichts enthalten. ln den allgemein bildenden und beruflichen Schulen sind die von lhnen benannten Themen vor allem in den Fachplänen für Geschichte (mit Gemeinschaftskunde), Ethik, Religion und den modernen Fremdsprachen verortet. Damit ist auch in den weiterführenden Schulen die Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten zur Kolonialisierung, Kolonialgeschichte, Dekolonisierung, lmperialismus, Migration und Rassismus über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg verpflichtender Bestandteil des Unterrichts in Baden-Württemberg. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Schulen im Land mit eigenen Projekten oder gemeinsam mit außerschulischen Partnern gegen Rassismus und Extremismus. Trotz der breiten Verankerung der Themen in den Bildungsplänen teile ich lhre Sorge um aktuell bedenkliche antidemokratische und rassistische Tendenzen in Teilen unserer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund habe ich das Zentrum für Lehrerbildung und Schulqualität im Rahmen unseres Netzwerks für interkulturelles Lernen und Arbeiten an Schulen (NikLAS) mit der Entwicklung einer Handreichung für Schulen zur diskriminierungskritlschen Schul- und Unterrichtsentwicklung beauftragt. Hierbei sollen unterschiedliche Diskriminierungsformen wie Rassismus (Anti-Schwarzer Rassismus, Antiziganismus, antimuslimischer Rassismus), Antisemitismus sowie weitere Diskriminierungsformen, auch vor ihrem historischen Hintergrund und auf verschiedenen Ebenen, gezielt in den Blick genommen werden. Bei der Erarbeitung dieser Broschüre wird die Expertise von Akteurinnen und Akteuren aus der Wissenschaft und Antidiskriminierungspraxis einbezogen. Die lnhalte der Handreichung fließen in die Konzeption sowie Durchführung von Online- und Offline Fortbildungen für Lehrkräfte ein. Für lhr gesellschaftliches Engagement gegen Rassismus danke ich lhnen ganz herzlich!

4 weeks ago