Petition update

Der Skandal um Pumpak - Wolfsschutz wird ein Verein in der Grüne Liga

Brigitte Sommer
Germany

Apr 10, 2017 — Guten Morgen,
 
von Pumpak fehlt noch immer jede Spur, aber wir haben Einsicht in die Akte erhalten. Ein Förster aus Polen soll tatsächlich zugegeben haben, dass er Pumpak als Welpe angefüttert hat. Eine schriftliche Erklärung des Försters dazu gibt es nicht. Allerdings hat sich diese Gewöhnung des jungen Wolfes lediglich auf Essen ausgewirkt. Pumpak mag Kuchen und suchte Komposthaufen auf seiner Route, die von Polen nach Sachsen hineinreichte, ab. Die Menschen, die dort leben, gingen allerdings anfangs sehr locker damit um. Erst LUPUS selbst, also die Leute, die mit dem Monitoring dort beauftragt sind, haben die Menschen in der Region u. a. durch Wurfzettel, in der Gegend sei ein auffälliger Wolf, der beobachtet werden müsse, aufgeschreckt. Dabei konzentrieren sich die „Vorfälle“ lediglich auf den Monat November. Von LUPUS wurde auch im November eine Liste mit „Vorfällen“ angefertigt, die bis in den Sommer rückdatiert ist. Bei 80 % aller Vorfälle steht hinter dem Namen Pumpak darin ein Fragezeichen. Man weiß also gar nicht genau, ob es sich tatsächlich um den Jungwolf aus dem Ruszow-Rudel gehandelt hat. Auch ist nicht bewiesen worden, dass es Pumpak war, der dem Jäger die Wildschweinschwarte geklaut hatte. Wie neutral können Menschen sein, die den Auftrag zum Wolfsmonoring vom Landkreis, bzw. von der Landesregierung erhalten? Geht es hier wirklich um den Schutz von Wölfen oder um die Erhaltung von Jobs? Die Jägerzeitung „Unsere Jagd“ schreibt sogar in ihrer April-Ausgabe, dass Pumpak anfangs in einer „NachtundNebel-Aktion“ beseitigt werden sollte. Kein Jäger hätte diesen Auftrag annehmen wollen. Deshalb sei es erst zum offiziellen Auftrag gekommen. Diesen wollte allerdings ebenfalls kein Jäger annehmen. So steht es jedenfalls in der Akte. In Sachsen ist, wie im gesamten Bundesgebiet, der Abschuss von Wölfen, die „Probleme“ bereiten, erlaubt. Nur was ist ein Problemwolf? Unserem Verständnis nach sicherlich ein Wolf, von dem eine echte Gefahr für Menschen ausgeht. Ein solcher Wolf ist Pumpak nicht. Im vergangenen Jahr wurde in Niedersachsen der erste Jungwolf, Kurti, mit Genehmigung eines grünen Umweltministers in Niedersachsen abgeschossen. Echte Beweise für seine Gefährlichkeit gibt es nicht. Schon wenige Monate später sollte es dem nächsten Jungtier an den Kragen: Filou aus Brandenburg. Nun gibt es einen ganz aktuellen Fall aus Niedersachsen. Laut Zeitungsberichten plant die Landesregierung schon den nächsten Wolfsabschuss. Soll jetzt Luca sterben? Eine Dame fragte in den Kommentaren hier in der Petition: „Soll das immer so weitergehen?“ Ja, solange für die Umweltverbände und auch LUPUS lediglich der Arterhalt und nicht die Rechte des einzelnen Tieres von Bedeutung sind, ist diesen Menschen zu unterstellen, dass sie bereit sind, einzelne Wölfe zu opfern. Dass dies allerdings eine geradezu lawinenartige Forderung nach weiteren Abschüssen nach sich zieht, bedenken sie nicht. Leider hat die Politik den Wolf als Wahlkampfthema entdeckt. Kein Thema scheint besser geeignet zu sein, um von den wirklichen Problemen abzulenken.
 
Deshalb gibt es nur eine Konsequenz:
 
Wolfsschutz wird deshalb ein Verein innerhalb der Grünen Liga. Bei uns hat Tierschutz den gleichen Stellenwert wie der Artenschutz. Die Rechte eines einzelnen Tieres sind bei uns von Belang. Denn Kurti, Filou, Pumpak und auch Luca dürfen nicht leichtfertig das Wertvollste, das sie haben, verlieren: Ihr Leben. Die Wölfe sind bei uns nicht ausgestorben. Wir Menschen haben sie ausgerottet. Es wird Zeit, Abbitte zu leisten. Wir kämpfen um jedes Wolfsleben, das sinnlos geopfert werden soll.
 
Werdet Mitglied von Wolfsschutz als Verein in der Grünen Liga. Wer möchte, bitte Mail an mich. Brigitte.K.Sommer@t-online.de


Herzliche Grüße

Brigitte Sommer mit unserem Tschechoslowakischen Wolfshund Anori pura Gioia (Foto)


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