Frank Manfred SchröderFrankfurt, Germany
Nov 19, 2023

Eilantrag: Anwohner zieht gegen Poller in Frankfurt vor Gericht

Mit einem Eilantrag wehrt sich ein Anwohner im Nordend gegen die neuen Straßensperren. Im Juni hatte die Stadt die Durchfahrt in der Cronstettenstraße mit Pollern blockiert. Dies geschah, nachdem zunehmend Ausweichverkehr durch die Straße rollte, nachdem die Stadt bereits in der Nähe die Durchfahrt im Oeder Weg gesperrt hatte. Dort kommen seither nur noch Fahrräder und Rettungsfahrzeuge durch. In der Cronstettenstraße allerdings verhindern die Poller ein schnelles Durchkommen von Rettungswagen, Polizei und Feuerwehr. Dass dadurch Menschenleben in Gefahr seien, hatte der Geschäftsführer eines Rettungsdienstes geäußert. Allerdings widersprachen in dieser Zeitung sowohl Einsatzkräfte wie auch ganz offiziell die Branddirektion: Auf die dauerhafte Sperrung könne man sich gut einstellen. Die Anfahrt zu allen Grundstücken sei ohne Zeitverlust weiter gewährleistet, nur über andere Wege. Davon ist allerdings der Anwohner, Mitglied der Bürgerinitiative „Frankfurt gemeinsam unterwegs“ (BI), nicht überzeugt. Deshalb habe er die Klage gegen die Stadt samt Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz eingereicht, erläutert BI-Sprecher Alexander Cellarius. Die neuen Sperren hätten bereits in mehreren Fällen von Rettungskräften „zeitaufwändig aufgeschlossen und aus der Verankerung gehoben“ werden müssen, sagt BI-Sprecher Cellarius, unter anderem zweimal am 2. Oktober. Das habe „zu erheblichen Verzögerungen der medizinischen Notfallversorgung der Anwohner des Holzhausenviertels“ geführt.

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Sperrung oder Öffnung? Streit über Mainkai-Pläne in Frankfurt

„Der Verkehr fährt in meinem Wohnzimmer“, sagt eine Sachsenhäuserin. „Eine Wahnsinnsbelastung“, sagt ein Sachsenhäuser. „Sie lenken die Verkehrsmasse in die einzige Zufahrt zum Krankenhaus – das werden einige Leute nicht überleben“, sagt ein Mitglied der Initiative „Sachsenhausen wehrt sich“. Es geht also für manche um Leben und Tod beim Mainkai. Ein Abend, der als Dialog geplant war, zeigt die Spaltung in Frankfurter Verkehrsfragen. Nicht alle Teilnehmenden begrüßen den autofreien Mainkai.

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Auch interessant ist ein Artikel im Spiegel von Lukas Kissel mit dem Titel:

Die Mär von der Anti-Auto Jugend

Es wird doch überall davon gesprochen, dass die Jugend (18 bis 24 Jahre) das Auto meidet. Nicht wirklich - die Mehrheit sitzt gerne hinter dem Steuer und fährt wieder mehr Auto. Kürzlich postete das Bundesverkehrsministerium eine eigene Grafik zum Motorisierungsgrad, dazu schrieb Volker Wissings Haus: "Jung & unabhängig - Rekordzahl an Autobesitzern unter 24 Jahren." Nach mehrfacher Korrektur dieses Posts, blieb der Grundtenor dennoch gleich. "Unabhängig" seien nur Autofahrer. Junge Leute wollen Auto fahren, also wollen sie auch eine Autopolitik.

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Im Namen unserer Bürgerinitiative wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche!

Dr. rer. pol. Frank Manfred Schröder

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