
„Es regt sich Widerstand“ gegen unsere Initiative, schreibt die Berliner Morgenpost aktuell. Inzwischen gibt es schon drei Petitionen gegen die Havelchaussee als Fahrradstraße. Zwar haben die zusammengenommen nur wenige Hundert Unterstützer und zeigen in ihren Begründungen, dass man gar nicht richtig verstanden hat, was eine Fahrradstraße überhaupt ist. Aber natürlich macht es deutlich, dass die Umwandlung kein Selbstläufer ist.
Umso wichtiger ist es, weitere Unterschriften für unsere Petition zu sammeln. 5.000 wären ein deutliches Signal – und dazu fehlen nur noch gut 500 Unterstützer*innen. Also bitte: Teilt die Petition https://www.change.org/havelchaussee in euren Netzwerken!
Auch politisch geht es in die heiße Phase. Sowohl in Charlottenburg-Wilmersdorf als auch in Steglitz-Zehlendorf wird unsere Forderung in den Bezirksverordnetenversammlungen diskutiert. Es gibt verschiedene Anträge der Parteien dazu.
Ein Vorschlag, den ich bereits in die Diskussionen eingebracht habe, findet etwa bei den Grünen Unterstützung. Man könnte die Straße auf Höhe des Grunewaldturms mit Pollern für die Durchfahrt sperren. Dann hätten Anlieger und Restaurantbesucher von Norden wie von Süden auch mit Autos vollen Zugang jeweils bis zum Grunewaldturm, aber der Durchgangsverkehr wäre komplett von der Chaussee verbannt.
Das wäre nicht nur technisch recht einfach, sondern würde neben der Umwandlung in eine Fahrradstraße auch für eine starke Verkehrsberuhigung sorgen. Die Havelchaussee als „Schleichweg“ im Berufsverkehr gäbe es dann nicht mehr. Die Poller sollten versenkbar sein und per Funk von BVG-Bussen heruntergefahren werden können.
So sehen es auch die Grünen in Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Morgenpost schreibt, die Fraktion unterstütze unsere Initiative generell und wolle am Grunewaldturm „Modalfilter, also spezielle Sperren einbauen lassen, die nur für Busse, nicht aber für Autos passierbar seien. Auch der Lieferverkehr soll so weiter Zugang zum Grunewaldturm haben.“