Petition updateVerbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!Petitionsübergabe an Herrn Bär, stellvertr. agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag
Sabine LissyOberhausen, Germany
Jul 23, 2022

 
Liebe Unterstützer*innen, 

gestern konnte ich die Petition an Herrn Bär übergeben und ich fand das Gespräch wirklich gut, er ist ein sehr netter und aufrichtiger Politiker.


Zuerst habe ich ihn gebeten, die Bundesratsresolution von 2016 bei den geforderten 180 Tagen Weidegang im Jahr auf 120 Tage im Jahr -wie in der Kombinationshaltung üblich- anzupassen und das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung im Bundestag zur Abstimmung zu bringen. 


Auf diesem Wege glaubt er, keine Mehrheit im Bundestag bekommen zu können. 
Stattdessen wird er im Herbst, wenn die Grünen eine Novelle des Tierschutzgesetzes vorstellen werden, worin es um eine Verbesserung der Haltungsbedingungen für alle "Nutztiere" gehen soll, unser Anliegen zusammen mit unseren Unterschriften und dem Schild, in den Bundestag mitnehmen. 


Das finde ich wirklich eine gute Nachricht!!!


Herr Bär hat auch zustimmend genickt, als ich sagte daß wir Unterstützer*innen der Petition fordern, daß solche tierquälerischen Haltungsformen wie die ganzjährige Anbindehaltung (aber auch die Kastenstandhaltung bei den Schweinen und Käfighaltung bei allen Tieren) VERBOTEN  werden müssen, da das Leid der Tiere sonst niemals enden wird, denn es würde immer Leute geben, die ihren Profit und ihre Bequemlichkeit über das Leben der Tiere stellen. 


Auch konnte ich anmerken, daß wir Verbraucher*innen in den letzten Jahrzehnten so desinformiert, belogen und betrogen wurden, daß wir nun SICHER sein wollen, daß mit Gesetzen verhindert wird, daß Tiere für unsere Nahrungsmittel leiden müssen und uns ein "Umbau zu mehr Tierwohl" nicht genügt.


Als ich erwähnte, daß ich beim geplanten Umbau zu mehr Tierwohl die Befürchtung habe, daß wir Verbraucher*innen hier wieder verschaukelt werden sollen, wenn Fördergelder "per Gießkanne" verteilt werden sollen und es dann sicher einige "schlaue" landwirtschaftlichen Betriebe (vor allem größere) geben wird, die Fördergelder beantragen, damit dann einige elektrische Fellpflegebürsten für die Kühe installieren, und die Tiere trotzdem weiterhin in ganzjähriger Anbindehaltung im Stall stehen, wies Herr Bär darauf hin, daß es bei diesem geplanten Umbau zu "mehr" Tierwohl vor allem um Schweinehalter gehen wird. 


Er erzählte, daß seit einiger Zeit zwei der Staatssekretärinnen des BMEL nach Kräften versuchen, bereits bestehende,  von der vergangenen CDU -Führung des Ministeriums" vererbte", Förderungen auf ihre Sinnhaftigkeit zu durchforsten, und daß sich dies unglaublich lang hinzieht, weil bei uns in Deutschland bei einem Regierungswechsel nur der Minister, die Staatssekretärinnen und die Abteilungsleiter ausgewechselt werden,  jedoch nicht der gesamte Stab der Ministeriumsbeamten. Von diesen würden sich einige zwar freuen, daß sie nun andere, neue Aufgaben bekommen, andere aber wenig Interesse daran haben, die ihnen aufgetragenen Arbeiten zügig zu erledigen, da sie (wie auch einige Leute an anderen Stellen, z. B. beim DBV) darauf spekulieren, daß Herr Özdemir ohnehin nicht länger als 4 Jahre Agrarminister bleiben wird.


Für seine offenen Worte bin ich Herrn Bär so dankbar, da ich nun weiß, daß es nicht das "Verschulden" von Herrn Özdemir oder seinen Staatssekretärinnen ist, wenn etwas so lange dauert!


Und ich bin ihm so dankbar dafür, daß er unser Anliegen im Herbst mit in den Bundestag nehmen wird!!!


Außerdem wird Herr Bär auch noch ein Statement zur Petition einstellen, worauf ich mich sehr freue!


Viele Grüße und vielen Dank an Euch alle!!!

 

 

 

 


 

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